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L 260
Beiträge Gesehen Erstellungsdatum
0 45802 Sa April 8, 2006
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Beschreibung: Gattung/Art: Hypancistrus sp. "L 260"
(Queen Arabesque)

Herkunft: Brasilien, Pará, Rio Tapajós (Santarém-Pimental)

Vorgestellt: DATZ 3/1998

Die Original-Vorstellung dieses Welses in der Fachzeitschrift Datz als PDF.
(L 258 - L 260)


Größe: bis 12 cm

Wasserwerte:
T: 26 - 30° C
pH: 5,5 - 7,5
KH: 0 - 5° dH
GH: 0 - 20° dH

Empfohlene Beckengröße: ab 100 cm



Hypancistrus sp. "L 260" aus dem Rio Tapajós.


Geschlechtsunterschiede: Beim Männchen hat der Pektoralstachel längere Odontoden. Meist werden die Männchen im Alter dunkler, während die Weibchen ihre Färbung beibehalten. Geschlechtsreife Weibchen sind fülliger.





Sozialverhalten: Eine ruhige und friedliche Art


Das Diskussionsforum zum Thema Beckeinrichtung findet ihr hier.






Haltung: Es handelt sich um eine Hypancistrus-Art. Das Farbmuster erinnern an einen Hypancistrus sp. "L 66", wobei die Linien beim L 260 wesentlich feiner sind. Ein sehr ähnliches Zeichnungsmuster hat auch der Hypancistrus sp. "L 411" aus dem Rio Jari bei Monte Dourado. Der L 260 bleibt kleiner als der Hypancistrus sp. "L 411". Die Zeichnung des L 260 ist gleichmäßiger als beim Hypancistrus sp. "L 411", der vom Aussehen her wie ein L 260 mit Stressfärbung wirkt, später dann stark abdunkelt. Im Handel werden die beiden Arten häufig mit der falschen Bezeichnung angegeben.

Der Rio Tapajós ist einer der südlichen Klarwasserzuflüsse des Amazonas. Der L 260 wird in großer Stückzahl importiert, leider sind ein großer Teil der Wildfänge Männchen. Die ersten Tiere kamen 1997 nach Deutschland und bekamen 1998 dann ihre L-Nummer.

Der L 260 ist ein friedlicher Wels, der sich tagsüber oft in den Höhlen aufhält. Bei der Fütterung kommen eingewöhnte Tiere auch mal zum Vorschein. Eine Pflege mit anderen Welsarten ist unproblematisch, wobei zu erwähnen ist, dass L 260 eine eher ruhige Art darstellt. Er frisst verschiedene Arten von Frostfutter, Granulatfutter und auch Tabletten; vom Futterangebot her ein einfach zu haltender Wels. Bei der Haltung mit anderen Hypancistren kann es zu Hybriden kommen, selbst zwischen L 260 und Hypancistrus zebra ( "L 46" ).
In Bezug auf die Wasserwerte ist er sehr robust und stellt keine besonderen Ansprüche.





Das Diskussionsforum zum Thema Welsfutter findet ihr hier.



Eine Fundortvariante, die nahe Santarem vorkommt soll, weist eine starke gelbliche Streifenfärbung auf.
Man sollte Wildfängen eine rohe Kartoffel in Würfel geschnitten als Futter anbieten, so haben sie Gelegenheit langzeitig daran zu raspeln. Diese ganztägige Futterverfügbarkeit ist beim Eingewöhnen hilfreich. Obwohl der L 260 kein spezialisierter Pflanzenfresser ist, werden Kartoffeln schnell angenommen.





Zucht: In gut gefilterten Becken ist die Zucht schon des öfteren gelungen. Hierzu wurden nicht einmal die Wasserwerte verändert.

Es hat sich aber gezeigt, dass bei weichem und leicht sauren Wasser die Produktivität bei der Zucht zunimmt. Bei den Gelegegrößen wurden unterschiedliche Angaben von ca. 10 Eiern und auch mal von ca. 25 Eiern gemacht, wobei es sich jedes Mal um ausgewachsene L 260 handelte.

Es wird häufig erwähnt, dass L 260 mit den Monte Dourado gekreuzt, wird um die Produktivität zu steigern. In wiefern diese Behauptungen zutreffen, kann nicht so einfach geklärt werden. Kontrastreich gefärbte Nachzuchten werden in der Regel als sicheres Zeichen für L 260 angesehen, während verwaschen und dunkel wirkende Tiere eher für Monte Dourado Nachzuchten oder Hybriden gehalten werden.

Aus den ca. 4 mm großen Eier schlüpfen nach etwa 6 Tagen die unpigmentierten Jungfische. Nach ca. 12 Tagen, je nach Temperatur, ist der Dottersack verbraucht. Heran wachsende Jungfische sind mit Kleinstfutter, Futtertabletten und Artemia einfach zu ernähren, wachsen im Gegensatz zu anderen Hypancistren wie Hypancistrus sp. "L 4"/"L 5"/... nicht so schnell.





Das Diskussionsforum zum Thema Welszucht findet ihr hier.



Ähnliche Welse: Hypancistrus sp. "L 318", Hypancistrus sp. "L 411"





Importsituation: Zur Zeit kommen keine regelmäßigen Importe mehr herein.
Da diese Art nicht auf der Positivliste der IBAMA zu finden ist, wird es auch in Zukunft keine neuen Importe geben.
Vereinzelt werden Tiere noch geschmuggelt. Da die Strafen der IBAMA allerdings inzwischen sehr hoch sind,
ist dies aber nur noch extrem selten der Fall. Im Handel sind die Welse sehr selten geworden.
Die Tiere sind zur Zeit fast nur noch, wenn überhaupt, als Nachzuchten zu erhalten.


Um einen Fortbestand dieser Art im Aquarium zu sichern, wurde von der Arbeitsgruppe L-Welse des BSSWs
ein Arterhaltungsprogramm ins Leben gerufen.
Es ist zu wünschen, dass diese Art auch in Zukunft weiter in der Aquaristik gepflegt und gezüchtet wird.
Wer Interesse an der Erhaltung dieser Art hat und diese Tiere pflegt, kann seine Welse der
Arbeitsgruppe L-Welse mitteilen.
Je mehr Meldungen zu den speziellen Welsen eingehen desto genauer ist der momentane Bestand
in der Aquaristik einzuschätzen.

Die PDF-Datei zur Erfassung der L-Welsbestände: Hier

Je nachdem wie gefährdet einzelne Bestände in der Aquaristik sind, werden die
Bemühungen der Arbeitsgruppe L-Welse gesteuert.





Weitere Informationen: Datz 3/1998, Seite 196,
Welsatlas Bd. 2 Sn. 595-596, Miniatlas L-Welse Sn. 228-229


http://www.pleco.de/l260/l260.htm

http://www.aqua4you.de/fischart435.html

http://schmiddieter.de/Berichte/L260/L260.htm

http://www.aquanet.de/content/lexiko...070188119e?t=1

http://www.aquaristik-board.com/cont...ategory/10/15/

http://www.pleco.de/l260/bilder_l260.htm

http://www.planetcatfish.com/catelog...species_id=229

http://www.malawipoint.de/forum/thre...threadid=20763

http://www.tropicalfish4u.co.uk/Fish...e_Pleco_L_260_

http://www.fishlore.com/aquariummaga...esquepleco.htm

http://www.youtube.com/watch?v=FxPT0xdkhho

http://www.seriouslyfish.com/profile...p.&id=1045

http://www.planetcatfish.com/shanesw...?article_id=98

http://www.mb-aquarium.de/index2.php...df=1&id=16

http://www.aquariumadvice.com/articl...-sp/Page1.html

http://www.piranha-info.com/default....en&id=L260



Autor: Ralf Heidemann (Fischray)










Wir bedanken uns für Bild 1 bei André Werner und der Fa. Transfish.
und für die Bilder 2 und 3 bei Mike Hemetsberger (Fishworld ), für die Bilder 4 und 5 bei Stefan Hatt (Stefan H.), für Bild 6 bei Ralf Binninger (Badenser) und bei GudrunRP sowie Ralf Heidemann.






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Die statistischen Daten sind von welse.ch!


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Die Harnischwelse der Gattung Hypancistrus


In dieser Gattung sind sehr viele ähnlich aussehende Harnischwelse vertreten.
In der Regel werden die Tiere dieser Gattung nur bis 15 cm groß. Es gibt mit dem Hypancistrus inspector "L 102" nur eine Ausnahme: Diese Welse können bis zu 20 cm Totallänge erreichen.

Der größte Teil der Arten dieser Gattung zählt zu den Wurmlinienharnischwelsen, die sich oftmals sehr ähnlich sehen.
Außer im Amazonas-Einzug ist diese Gattung auch im Rio Orinoco-Einzug zu finden.
Die Abgrenzung von einzelnen Arten ist hier oftmals sehr schwierig.

Die anderen Arten dieser Gattung sind die punktierten Hypancistren. Dabei handelt es sich um Harnischwelse mit einer schwarzen Grundfarbe und weißen Punkten. Dass hier bei der Betrachtung von Einzeltieren ohne Fundortangabe oftmals so gut wie keine Bestimmung möglich ist, sollte verständlich sein.

Die große Ausnahme in der Musterung stellt der Hypancistrus sp. "L 70" da. Dieser besitzt als Jungfisch noch eine Marmorierung (leichtes Linienmuster). Als adultes Tier ist dieser Wels dann aber grau-schwarz ohne Musterung.

In dieser Gattung finden wir 7 Weichstrahlen in der Rückenflosse, die sich noch mehrfach aufspalten.
Der erste Strahl ist der sogenannte Hartstrahl dieser ist wesentlich dicker und auch oftmals mit Odontoden besetzt.
Der letzte Weichstrahl ist nicht durch eine Flossenmembran mit dem Rücken verbunden wie bei anderen Gattungen.
In der Schwanzflosse können wir 14 Weichstrahlen zählen, die zwischen den beiden Hartstrahlen liegen.
Die Fettflosse ist nicht über eine Flossenmembran mit der Rückenflosse verbunden.
Auch der einzelne Strahl der Fettflosse ist oftmals mit Odontoden besetzt.

Das auffälligste Merkmal dieser Gattung sind die Zähne.
Die zwei unterschiedlichen Zahngrößen im Oberkiefer und Unterkiefer sind in der Form bei anderen Harnischwelsen
nicht zu finden. Im Oberkiefer sind kleinere und auch wesentlich mehr Zähne zu finden als im Unterkiefer.
Die Zähne im Unterkiefer sind erheblich größer, dafür aber auch nur sehr wenige.
Diese zweispitzigen Zähne, bei denen es eine Hauptkuppe und eine kleinere Nebenkuppe gibt, sitzen am Ende eines
langen Zahnarmes.





Wer Informationen hat bezüglich Hypancistrus sp. "L 260", die noch nicht
berücksichtigt wurden, kann sie gleich als Antwort unter diesen Datenbankeintrag setzen.
Bei der nächsten Bearbeitung dieses Eintrags wird dieses dann berücksichtigt.
Wir sind immer daran interessiert, gutes Bildmaterial für die Datenbank zu sammeln. Wer
diesbezüglich eigene Aufnahmen für die Datenbank hat und diese zur Verfügung stellt,
kann dies hier tun.
Schlüsselwörter: Hypancistrus L260 Pará Para Tapajós Tapajos Brasilien Hypostominae Ancistrini
Sortierung: 265
Größe min: 12
Beckengröße min: 80
Temperatur min: 26
Temperatur max: 30



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Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 07:57 Uhr.

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