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Hypancistrus debilittera "L 129"
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Beschreibung: Gattung/Art: Hypancistrus debilittera ( "L 129" ), Armbruster, Lujan & Taphorn, 2007

Synonyme: Kolumbianischer Zebrawels, im Handel auch als Linien-Zwergschilderwels, Streifen-Peckoltia angeboten

Herkunft: Rio Bita, Meta, Kolumbien

Vorgestellt: DATZ 5/1993

Die Original-Vorstellung dieses Welses in der Fachzeitschrift Datz als PDF.
Harnischwelse aus Venezuela (L 122 - L 129)


Größe: ca. 12 cm

Wasserwerte:
T: 26 - 28 °C
pH-Wert: 5,5 - 7,5

Empfohlene Beckengröße: ab 80 cm



Ein Hypancistrus debilittera "L 129" aus dem Rio Bita.


Das Diskussionsforum zum Thema Beckeinrichtung findet ihr hier.





Geschlechtsunterschiede: Geschlechtsreife Männchen (7 cm!) erkennt man am starken Odontodenwuchs auf dem ersten Brustflossenstrahl der dadurch leicht verdickt erscheint. Bei den Weibchen ist diese Brustflossenbestachelung viel schwächer ausgeprägt, sie sind meist kleiner und der deutlich verdickte Bauch weist auf einen Laichansatz hin. Bild 3 und 4 veranschaulichen dies in der Dorsalansicht.


Sozialverhalten: Es ist eine verträgliche Art, ich konnte beobachten das Männchen in ihren nur ein paar cm auseinander liegenden Höhlen völlig stressfrei lebten und Brutpflege betrieben.


Das Diskussionsforum zum Thema L-Welse findet ihr hier.



Beckeneinrichtung: In Becken ab circa 80 Zentimeter können fünf bis sieben Tiere problemlos zusammen
gepflegt werden. Zur Einrichtung sollten auf jeden Fall Höhlen und / oder Steinspalten gehören,
in die sich die tagaktiven, aber recht scheuen Tiere zurückziehen können.
In den meisten Fällen hat es sich bewährt, doppelt so viele Höhlen im Aquarium zu platzieren wie Welse
im Becken sitzen.
Ob die Höhlen in der Wasserströmung platziert werden oder auch nicht, spielt kaum eine Rolle.
Man sollte immer mehrere Möglichkeiten anbieten. Oft wird eine Höhle bevorzugt, die dann vom stärksten
Männchen immer mal wieder durch leichte Rangeleien verteidigt wird.
Bewährt hat es sich auch, wenn der Höhleneingang eine Art Überdachung hat, da sich die Tiere geschützter fühlen.
Ob es nun Tonhöhlen sind oder Schieferhöhlen, spielt keine besondere Rolle. Wichtiger ist, dass die Größe passt
(mehr dazu unter Zucht).
Wurzeln werden zwar nicht dringend benötigt, eignen sich allerdings wunderbar als Versteck und Unterschlupf der Welse.
Nähere Informationen zum Thema Wurzeln findet ihr hier.
Größere Aquarien sind wegen ihrer stabileren Wasserverhältnisse aber zu bevorzugen.
Dort können dann auch problemlos größere Gruppen gehalten werden.
Obwohl Hypancistrus sp „L 129“ eigentlich nicht an Pflanzen geht, besteht trotz allem das Problem,
dass die meisten Pflanzen die hohen Pflegetemperaturen wie 28 - 29 °C auf Dauer nicht so gut verkraften.
Näheres über Pflanzen in Welsbecken hier.


Das Diskussionsforum zum Thema Beckeinrichtung findet ihr hier.





Haltung: Diese Art stellt an das Wasser keine besonderen Ansprüche , natürlich sollte es sauber, sauerstoffreich und nicht zu hart sein.
Damit sich diese Welse wohl fühlen sollten zahlreiche Verstecke aus Schieferplatten und Tonröhren angeboten werden, auf oder im Holz konnte ich sie nicht beobachten.
Es handelt sich um einen Allesfresser. Wie bei den Hypancistren üblich wird aber fleischliche Nahrung bevorzugt, TK Futter (schwarze und rote Mückenlarven, Artemia , Mysis etc.) und Welstabs.


Das Diskussionsforum zum Thema Welsfutter findet ihr hier.




Hypancistrus debilittera "L 129" in ca. 5cm Größe.


Zucht: Es handelt sich um Höhlenbrüter, die Vermehrung ist schon oft gelungen. Als Bruthöhlen eignen sich einseitig geschlossene Tonröhren mit einem Durchmesser von 3 – 3,5 cm und einer Länge von 10 – 12 cm, diese werden von den Männchen bewohnt, während sich die Weibchen in den Steinspalten aufhalten und nur zur Fortpflanzung für eine Nacht (oder 1 - 2 Tage) ein Männchen in seiner Höhle besuchen. Dort legen sie dann in der Regel 10 – 15 Stück ca.3,5 - 4 mm große Eier ab, aus denen nach 7 Tagen die Larven schlüpfen, nach weiteren 7 Tagen ist der Dottersack aufgezerrt und die Jungfische müssen z.B. mit Flüssigfutter JBL Nobil Fluid, gemahlenen Futtertabletten, frischgeschlüpften Artemia, entkapselten Artemiaeier und Spirolinapulver gefüttert werden.
Bei mir kam es ohne weiteres bei folgenden Wasserwerten zur Eiablage und zur Entwicklung der Jungfische. Bild 6 zeigt 44 Tage alte Jungwelse.
pH: 6,5 – 7 , KH: 3 °dH, GH: 8 °dH, Leitfähigkeit: 395 µS/cm, T: 27 °C
Zuchtbericht von Doc


Das Diskussionsforum zum Thema Welszucht findet ihr hier.





Sonstiges: Die Färbung ist sehr variabel, auf warmbraunem bis dunkelbraunem Untergrund zeigen sich beige bis gelbliche dünne Wurmlinen und Punkte. Der Hypancistrus debilittera ist ein mit seinen 12cm wirklich kleinbleibender und hübscher Hypancistrus, der möglichst in kleinen Gruppen gehalten und im Artenbecken gepflegt viel Freude machen kann.


Ähnliche Welse: Hypancistrus sp. "L 340"


Weiterführende Informationen: Welsatlas Bd. 2 S. 583, Miniatlas L-Welse S. 122

http://www.piranha-info.com/default....en&id=L129



Hypancistrus debilittera "L 129" in ca. 5cm Größe mit normalen (links) und einer sehr breiter Streifenmusterung.


Autor: Uwe (drbluemoon).


Der Hypancistrus debilittera "L 129" hat seine L-Nummer 1993 bekommen.
Diese Welse wurden damals erst vorgestellt als Importe aus Venezuela.
Erst später wurde der Rio Bita in Kolumbien als tatsächlicher Fundort dieser
Welse bestätigt.
Erst 2007 wurde diese Art von "Armbruster & Lujan & Taphorn"
als Hypancistrus debilittera beschrieben.
Inzwischen wurde diese Art vielfach nachgezogen.
In der Zeit, nachdem Brasilien seine Positivliste herausbrachte und
die Gattung Hypancistrus zeitweilig nicht mehr aus Brasilien
exportiert wurde, hatte der L 129 noch mal ein Hoch in den Importen
nach Deutschland.

In der letzten Zeit ist es wieder ruhiger geworden um den
Hypancistrus debilittera "L 129".
Hier möchte ich die Musterung dieser Welse in
den verschiedenen Lebensjahren darstellen.




Dieser Hypancistrus debilittera "L 129" ist mit etwa einem
3/4 Jahr ca. 5 cm groß.



Dieser L 129 hat mit etwa 3 Jahren ca. 9 cm.



Hier ein 12 cm Oldtimer dieser Art. Mit etwa 15 Jahren
gehört dieses Männchen doch schon zu den "Alten Knochen".



12 cm Männchen von Hypancistrus debilittera "L 129".


Das ist ein 12 cm Weibchen von Hypancistrus debilittera "L 129".


Autor: Ralf Heidemann


Wir bedanken uns für das Bild 1 bei André Werner und der Fa. Transfish. , für das Bild 2 bei Mathias (madate), für Bild 3 und 4 bei Michael Voß (looser) und für Bild 5 und 6 bei Andreas Helmenstein (Coryland.de) und bei Ralf Heidemann (Fischray).[/b]





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Die Harnischwelse der Gattung Hypancistrus


In dieser Gattung sind sehr viele ähnlich aussehende Harnischwelse vertreten.
In der Regel werden die Tiere dieser Gattung nur bis 15 cm groß. Es gibt mit dem Hypancistrus inspector "L 102" nur eine Ausnahme: Diese Welse können bis zu 20 cm Totallänge erreichen.

Der größte Teil der Arten dieser Gattung zählt zu den Wurmlinienharnischwelsen, die sich oftmals sehr ähnlich sehen.
Außer im Amazonas-Einzug ist diese Gattung auch im Rio Orinoco-Einzug zu finden.
Die Abgrenzung von einzelnen Arten ist hier oftmals sehr schwierig.

Die anderen Arten dieser Gattung sind die punktierten Hypancistren. Dabei handelt es sich um Harnischwelse mit einer schwarzen Grundfarbe und weißen Punkten. Dass hier bei der Betrachtung von Einzeltieren ohne Fundortangabe oftmals so gut wie keine Bestimmung möglich ist, sollte verständlich sein.

Die große Ausnahme in der Musterung stellt der Hypancistrus sp. "L 70" da. Dieser besitzt als Jungfisch noch eine Marmorierung (leichtes Linienmuster). Als adultes Tier ist dieser Wels dann aber grau-schwarz ohne Musterung.

In dieser Gattung finden wir 7 Weichstrahlen in der Rückenflosse, die sich noch mehrfach aufspalten.
Der erste Strahl ist der sogenannte Hartstrahl dieser ist wesentlich dicker und auch oftmals mit Odontoden besetzt.
Der letzte Weichstrahl ist nicht durch eine Flossenmembran mit dem Rücken verbunden wie bei anderen Gattungen.
In der Schwanzflosse können wir 14 Weichstrahlen zählen, die zwischen den beiden Hartstrahlen liegen.
Die Fettflosse ist nicht über eine Flossenmembran mit der Rückenflosse verbunden.
Auch der einzelne Strahl der Fettflosse ist oftmals mit Odontoden besetzt.

Das auffälligste Merkmal dieser Gattung sind die Zähne.
Die zwei unterschiedlichen Zahngrößen im Oberkiefer und Unterkiefer sind in der Form bei anderen Harnischwelsen
nicht zu finden. Im Oberkiefer sind kleinere und auch wesentlich mehr Zähne zu finden als im Unterkiefer.
Die Zähne im Unterkiefer sind erheblich größer, dafür aber auch nur sehr wenige.
Diese zweispitzigen Zähne, bei denen es eine Hauptkuppe und eine kleinere Nebenkuppe gibt, sitzen am Ende eines
langen Zahnarmes.


https://www.aquariumforum.de/gallery...6067&c=516


Wer Informationen hat bezüglich L 129, die noch nicht berücksichtigt wurden,
kann sie gleich als Antwort unter diesen Datenbankeintrag setzen.
Bei der nächsten Bearbeitung dieses Eintrags wird dieses dann berücksichtigt.
Wir sind immer daran interessiert, gutes Bildmaterial für die Datenbank zu sammeln.
Wer diesbezüglich eigene Aufnahmen für die Datenbank hat und diese zur Verfügung stellen möchte,
kann dies hier tun.
Schlüsselwörter: Hypancistrus debilittera Bita Meta L129 Kolumbien Hypostominae Ancistrini
Sortierung: 131
Größe min: 12
Beckengröße min: 80
Temperatur min: 26
Temperatur max: 28



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