Beschreibung:
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Gattung/Art: Hypancistrus sp. "L 316"
Synonyme: Jari-Zebrawels
Herkunft: Rio Jari, Para, Brasilien
Vorgestellt: DATZ 08/2002
Die Original-Vorstellung dieses Welses in der Fachzeitschrift Datz als PDF.
Harnischwelse aus dem Rio Jari (L 316 - L 320)
Größe: 10 - 12 cm
Wasserwerte:
T: 27 - 30° C
pH: 6,0 - 7,5
GH: 4 - 20° dH
KH: 0 - 7° dH
Empfohlene Beckengröße: 2 - 3 Tiere kann man schon in einem 54 Liter Aquarium pflegen, man sollte aber ein größeres Aquarium wählen, damit die Tiere sich wirklich wohlfühlen. Standardbecken ab 80 cm Kantenlänge sind ok.

Ein durch die Firma Transfish importierter Hypancistrus sp. "L 316" aus dem Rio Jari.
Geschlechtsunterschiede: Die Männchen haben einen sehr stark ausgeprägten Odontodenbewuchs am ganzen Körper, insbesondere aber am ersten Brustflossenstrahl.
Ein adultes Männchen von Hypancistrus sp. "L 316".
Sozialverhalten: Hypancistrus sp. "L 316" sind sehr friedliche Welse, nicht lichtscheu und auch am Tag unterwegs.
Das Maul eines Hypancistrus sp. "L 316".
Pflege: In einem Platz bietenden Aquarium sind Hypancistrus sp. "L 316" sehr einfach zu pflegen. Sie nehmen alle Verstecke, wie z.B. Schieferplatten oder Tonröhren, problemlos an. Als Beifische sind alle nicht hektischen Fische zu empfehlen. Hypancistrus sp. "L 316" sind zwar auch am Tag außerhalb ihrer Verstecke, sind aber ruhige Welse. Diese Welse sind Allesfresser, d.h. sie ernähren sich Omnivor. Zu ihrem Speiseplan sollten auf jeden Fall mehrere Frostfuttersorten gehören, sowie auch pflanzliche Kost, welche in Form von Tabletten oder als Gemüse verabreicht werden kann.
Hypancistrus sp. "L 316" im Zuchtbecken.
Zucht: Eine einseitig geöffnete Röhre hat sich für die Nachzucht für die Hypancistrus sp. "L 316"
als hervorragend bewährt.
Ob die Höhlen aus Ton oder Schiefer sind, spielt dabei keine Rolle. Bei einer gezielten Zucht sollte die
passende Höhlengröße gewählt werden.
Näheres zum Thema Höhlen findet ihr hier.
Das Männchen betreibt die Brutpflege bis zum Freischwimmen der Larven.
Häufig laichen die Welse in gut gepflegten Gesellschaftsbecken im Laufe der Zeit von ganz alleine ab.
Zur Zucht kann man die Tiere in einem separaten Becken natürlich auch gezielt ansetzen.
Zuchtbereite Tiere sind leicht zu stimulieren durch häufigen Wasserwechsel, durch Veränderung des Leitwertes,
der Temperatur oder auch durch Strömungsveränderungen.
Das Absenken des Leitwertes und eine Senkung des pH-Wertes plus Strömung ist anzuraten,
wenn es mit einer gewollten Nachzucht mal nicht so klappt.
Möglichkeiten gibt es ja etliche zur Stimulation.
Die Gelegegröße hängt von der Größe und Vitalität der Elterntiere ab.
Die Aufzucht der Jungtiere ist in der Regel recht einfach. Gefressen wird so ziemlich jede Futtersorte,
in der Hinsicht stellen die Nachzuchten keine großen Ansprüche.
Jungtiere fressen meist noch pflanzliche Nahrung.
Sie fressen von Anfang an zerkleinertes Trockenfutter jeglicher Art. Artemia ist nicht unbedingt nötig.
Worauf man bei einer gewollten Aufzucht natürlich achten sollte, ist, dass sich Futterkonkurrenten und
Fressfeinde nicht im Aufzuchtsbecken befinden dürfen.
Jungfische von Hypancistrus sp. "L 316".
Durch Anklicken vergrößern sich die Bilder des Hypancistrus sp. "L 316".
Das Diskussionsforum zum Thema Welszucht findet ihr hier.
Haltungs- und Zuchtberichte Zuchtbericht von Daniel (Acanthicus)
Nachzucht von L316 gelungen
L316 Vater wechselt MIT Jungen die Höhle!!
Ähnliche Welse: Hypancistrus furunculus ( "L 199" ), Hypancistrus sp. "L 270" = "L 307"
Sonstiges: Von diesem Wels ist ein Exemplar bekannt, das für einige Monate eine sehr spezielle Färbung annahm. Zu sehen ist dieses Tier auf den folgenden Bildern.
Ein adultes Weibchen von Hypancistrus sp. "L 316".
Exportsituation: Die Hypancistrus sp. "L 316" dürfen aus Brasilien exportiert werden.
Die brasilianische Regierung regelt ihre Exporte von Zierfischen nun über eine Negativliste.
Diese wird von der IBAMA herausgegeben.
Es dürfen nur Zierfische exportiert werden, die nicht auf der Liste geführt werden.
Die unter Export-Verbot stehenden Fische sind in einem Buch zusammengefasst:
Livro Vermelho 2018 vol6
Bei schweren Verstößen gegen die Exportvorschriften hat die brasilianische Regierung schon
hohe Geldstrafen und auch Gefängnisstrafen verhängt.
Daher sind in den letzten Jahren die Exporte aus Brasilien stark zurückgegangen.
Neue Arten, die bei Aquarianern weltweit immer sehr begehrt waren, sind aus Brasilien eher nicht
mehr zu erwarten. Hier haben sich in den letzten Jahren andere südamerikanische Länder hervorgetan.
In der Praxis ist es so, dass ein junger L 316 nicht eindeutig von einem L 66, der zum Beispiel erlaubt ist,
unterscheidbar ist. So werden auch vereinzelt L 316 noch aus Brasilien exportiert, wenn auch nur in einem
recht kleinen Rahmen.
Ohne einen Fundort ist die Bestimmung nicht möglich.
Ein Hypancistrus sp. "L 316" vor einer Laichhohle.
Weitere Informationen :
https://www.piranha-info.com/default...en&id=L316
Ein adultes Weibchen von Hypancistrus sp. "L 316".
Autor: Daniel Konn-Vetterlein (Acanthicus)
Wir bedanken uns für die Bilder bei André Werner und der Fa. Transfish. , Marvin Schneider (L46!), Patric Linsi, bei Daniel Konn-Vetterlein, Amazon-Aquatics und Anna Sophie.
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Die Harnischwelse der Gattung Hypancistrus
- Hypancistrus contradens Herkunft: oberer Rio Orinoco und Rio Ventuari
- Hypancistrus sp. "Gurupá" Herkunft: Mündung des Rio Xingu in den Amazonas
- Hypancistrus sp. "L 454" Herkunft: RÃ*o Atabapo, Kolumbien
- Hypancistrus sp. "Platinum" Herkunft: über Bogotha exportiert
- Hypancistrus sp. "RÃ*o Inirida" Herkunft: RÃ*o Inirida, nahe El Remanso bei der kolumbisch-brasilianischen Grenze
- Hypancistrus sp. “L 201“ Herkunft: oberer Orinoco, Amazonas, Venezuela
- Hypancistrus inspector "L 102" Herkunft: Oberlauf des Rio Orinoco, Rio Negro, Venezuela, Brasilien
- Hypancistrus debilittera "L 129" Herkunft: Rio Bita, Meta, Kolumbien
- Hypancistrus sp. "L 136 a" Herkunft: mittlerer Rio Negro Einzug, Rio Demini, Amazonas, Brasilien
- Hypancistrus sp. "L 136 b" Herkunft: mittlerer Rio Negro Einzug, Rio Demini, Amazonas, Brasilien
- Hypancistrus sp. "L 136 c" Herkunft: mittlerer Rio Negro Einzug, Rio Demini, Amazonas, Brasilien
- Hypancistrus sp. "L 158" Herkunft: Rio Negro, Amazonas, Brasilien
- Hypancistrus spec. aff. zebra, "L 173" Herkunft: Rio Xingú, Pará, Brasilien
- Hypancistrus sp. "L 174" Herkunft: Rio Xingú, Umgebung von Altamira, Pará, Brasilien
- Hypancistrus furunculus "L 199" Herkunft: Venezuela, Amazonas, oberer Orinoco-Einzug
- Hypancistrus sp. "L 236" Herkunft: Rio Iriri, Pará, Brasilien
- Hypancistrus sp. "L 250" Herkunft: Rio Iriri, Pará, Brasilien
- Hypancistrus sp. "L 260" Herkunft: Brasilien, Pará, Rio Tapajós (Santarém-Pimental)
- Hypancistrus sp. "L 262" Herkunft: Rio Tapajós oberhalb von Itaituba, Pará, Brasilien
- Hypancistrus sp. "L 270" = "L 307" Herkunft: Rio Curua Una, Pará, Brasilien
- Hypancistrus sp. "L 28" Herkunft: Rio Guamá (Ourém), Pará, Brasilien
- Hypancistrus sp. "L287" Herkunft: Brasilien, Mitimport aus den Rio do Pará
- Hypancistrus sp. "L 297" Herkunft: Rio Aripuana, Mato Grosso, Brasilien
- Hypancistrus sp. "L 307" Herkunft: Rio Curua Una, Pará, Brasilien
- Hypancistrus sp. "L 316" Herkunft: Rio Jari, Para, Brasilien
- Hypancistrus sp. "L 318" Herkunft: Rio Jari, Pará, Brasilien
- Hypancistrus sp. "L 333" Herkunft: Rio Xingú, Pará, Brasilien
- Hypancistrus lunaorum "L 339" Herkunft: Oberlauf des Rio Orinoco, Dept. Amazonas, Venezuela
- Hypancistrus sp. "L340" Herkunft: Rio Tomo, Kolumbien, Dept. Meta
- Hypancistrus sp. "L 345" Herkunft: Rio do Pará, Para, Brasilien
- Hypancistrus sp. "L 399" Herkunft: Rio Xingú (Belo Monte), Pará, Brasilien
- i]Hypancistrus[/i] sp. "L 4" Herkunft: Brasilien, Pará, Rio Tocantins (Cametá)
- Hypancistrus sp. "L 400" Herkunft: Rio Xingú (Belo Monte), Pará, Brasilien
- Hypancistrus sp. "L 401" Herkunft: Rio Curuá (westlich von Alenquer), Pará, Brasilien
- Hypancistrus sp. "L 404" B]Herkunft:[/b] Rio Tacutu (Werner) und Rio Branco bei Vista Alegre, Brasilien (Gottwald)
- Hypancistrus sp. "L 410" Herkunft: Rio Jari, Pará, Brasilien
- Hypancistrus sp. "L 411" Herkunft: Rio Jari, Pará, Brasilien
- Hypancistrus sp. "L 428" Herkunft: Rio Curuá, Pará, Brasilien
- Hypancistrus sp. "L 429" Herkunft: Rio Jatapu, Uatuma - Einzug, Roraima; Brasilien
- Hypancistrus sp. "L 450" Herkunft: Santarem, Para, Brasilien
- Hypancistrus zebra "L 46" Herkunft: Rio Xingú, Pará, Brasilien
- Hypancistrus sp. "L 5" Herkunf: Rio Tocantins, Pará, Brasilien
- Hypancistrus sp. "L 66" Herkunft: Rio Xingú, nahe Belo Monte, Brasilien
- Hypancistrus sp. "L 70" Herkunft: Rio Tapajós bei Santarém, Brasilien
- Hypancistrus sp. "L 73" Herkunft: Rio do Pará (Portel), Pará, Brasilien
- Hypancistrus zebra "L 98" Herkunft: Rio Xingú, Pará, Brasilien
In dieser Gattung sind sehr viele ähnlich aussehende Harnischwelse vertreten.
In der Regel werden die Tiere dieser Gattung nur bis 15 cm groß. Es gibt mit dem Hypancistrus inspector "L 102" nur eine Ausnahme: Diese Welse können bis zu 20 cm Totallänge erreichen.
Der größte Teil der Arten dieser Gattung zählt zu den Wurmlinienharnischwelsen, die sich oftmals sehr ähnlich sehen.
Außer im Amazonas-Einzug ist diese Gattung auch im Rio Orinoco-Einzug zu finden.
Die Abgrenzung von einzelnen Arten ist hier oftmals sehr schwierig.
Die anderen Arten dieser Gattung sind die punktierten Hypancistren. Dabei handelt es sich um Harnischwelse mit einer schwarzen Grundfarbe und weißen Punkten. Dass hier bei der Betrachtung von Einzeltieren ohne Fundortangabe oftmals so gut wie keine Bestimmung möglich ist, sollte verständlich sein.
Die große Ausnahme in der Musterung stellt der Hypancistrus sp. "L 70" da. Dieser besitzt als Jungfisch noch eine Marmorierung (leichtes Linienmuster). Als adultes Tier ist dieser Wels dann aber grau-schwarz ohne Musterung.
In dieser Gattung finden wir 7 Weichstrahlen in der Rückenflosse, die sich noch mehrfach aufspalten.
Der erste Strahl ist der sogenannte Hartstrahl dieser ist wesentlich dicker und auch oftmals mit Odontoden besetzt.
Der letzte Weichstrahl ist nicht durch eine Flossenmembran mit dem Rücken verbunden wie bei anderen Gattungen.
In der Schwanzflosse können wir 14 Weichstrahlen zählen, die zwischen den beiden Hartstrahlen liegen.
Die Fettflosse ist nicht über eine Flossenmembran mit der Rückenflosse verbunden.
Auch der einzelne Strahl der Fettflosse ist oftmals mit Odontoden besetzt.
Das auffälligste Merkmal dieser Gattung sind die Zähne.
Die zwei unterschiedlichen Zahngrößen im Oberkiefer und Unterkiefer sind in der Form bei anderen Harnischwelsen
nicht zu finden. Im Oberkiefer sind kleinere und auch wesentlich mehr Zähne zu finden als im Unterkiefer.
Die Zähne im Unterkiefer sind erheblich größer, dafür aber auch nur sehr wenige.
Diese zweispitzigen Zähne, bei denen es eine Hauptkuppe und eine kleinere Nebenkuppe gibt, sitzen am Ende eines
langen Zahnarmes.
Wer Informationen hat bezüglich Hypancistrus sp. "L 316", die noch nicht
berücksichtigt wurden, kann sie gleich als Antwort unter diesen Datenbankeintrag setzen.
Bei der nächsten Bearbeitung dieses Eintrags wird dieses dann berücksichtigt.
Wir sind immer daran interessiert, gutes Bildmaterial für die Datenbank zu sammeln. Wer
diesbezüglich eigene Aufnahmen für die Datenbank hat und diese zur Verfügung stellt,
kann dies hier tun.
Vor einigen Jahren hatte ich das Glück, eine seltenere Hypancistrus-Art zu bekommen.
Mit etwas Geduld gibt es auch mal ein gutes Bild eines Hypancistrus sp. "L 316" aus meiner Gruppe.
Der Hypancistrus sp. "L 316" ist eine weitere schöne schwarz/weiße Hypancistrus-Variante.
Er stammt aus dem Rio Jari in Brasilien.
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