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Hypancistrus sp. "L 333"
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Beschreibung: Gattung/Art: Hypancistrus sp. "L 333"

Synonyme: Gelblicher Königstigerharnischwels, New Queen Arabesque, Gold Zebra
L333 BLACK & WHITE KING TIGER PLECO

Herkunft: Rio Xingú (Porto de Moz), Pará, Brasilien

Vorgestellt: DATZ 04/2003

Die Original-Vorstellung dieses Welses in der Fachzeitschrift Datz als PDF.
Wieder ein Schönling aus dem Xingu! (L 333)


Größe: 13 - 15 cm

Wasserwerte:
T: 27 - 30° C
pH: 5,5 - 7,5
KH: 0 - 5° dH
GH: 0 - 20° dH

Empfohlene Beckengröße: ab 100 cm.



Hypancistrus sp. "L 333" aus dem Unterlauf des Rio Xingú.


Geschlechtsunterschiede: Männchen mit breiterem Kopf, längeren Interopercularodontoden und
mehr Odontoden auf dem ersten Brustflossenstrahl. Weibchen meist etwas kleiner mit weniger Bestachelung.
Die Bauchfülle geschlechtreifer Weibchen ist natürlich auch ein gutes Kriterium.


Die Unterscheidung der Geschlechter anhand der Genitalpapille ist nur für erfahrene und geübte
Aquarianer eine weitere Möglichkeit.


Sozialverhalten: Lebhafte, gut verträgliche Art, die sich schnell an der Futterstelle zeigt.

Etymologie: „Hyp-“ von griechisch „hypo-“ steht für die reduzierte Kieferbezahnung im Vergleich zu
Ancistrus. „-ancistrus“ von griechisch „ankistron“ = „Widerhaken“ wegen der Interopercularodontoden.



Ein halbwüchsiger L 333 mit einer Größe von ca. 6 - 7 cm,
mit einer gold/gelben Färbung.
Die Hypancistrus sp. "L 333" gehören in die Gattungsgruppe Ancistrini.


Beckeneinrichtung: In Becken ab circa 100 Zentimeter können fünf bis sechs Tiere problemlos
zusammen gepflegt werden. Zur Einrichtung sollten auf jeden Fall Höhlen und/oder Steinspalten gehören,
in die sich die dämmerungs- bzw. nachtaktiven und recht scheuen Tiere zurückziehen können.
Tonhöhlen, die einseitig geöffnet sind, werden sehr gern angenommen.
Wenn die Eingänge noch leicht geschützt sind, mit einer Schieferplatte oder ähnlichem, werden die Höhlen
noch lieber besetzt.
Wurzeln werden zwar nicht dringend benötigt, eignen sich allerdings wunderbar als Versteck und Unterschlupf der Welse.
Nähere Informationen zum Thema Wurzeln findet ihr hier.
Jungtiere können schon mal ein wenig die Bepflanzung des Aquariums als Nahrungsergänzung ansehen,
aber das hält sich im Allgemeinen in Grenzen.
Bei Alttieren besteht in der Regel keine Gefahr, dass sie Pflanzen fressen könnten.
Näheres über Pflanzen in Welsbecken hier.
Eine Schwimmpflanzendecke trägt enorm zum Wohlbefinden dieser schönen Welse bei.



Ein Hypancistrus sp. "L 333" mit einer weißlichen feinen Färbung.


Das Diskussionsforum zum Thema Beckeinrichtung findet ihr hier.




Jungtiere von Hypancistrus sp. "L 333".


Haltung: L 333 ernährt sich hauptsächlich omnivor. Trockenfutter aller Art wird natürlich sehr gern gefressen.
Leibspeise scheinen Muschelfleisch sowie gefrosteter Fisch zu sein.
Bei adulten Tieren konnte kein Verzehr von Rohkost und auch kein Verzehr von Holz jeglicher Art festgestellt werden.
Jungtiere von 2 - 5 cm gehen allerdings sehr gerne an Rohkost, insbesondere an Gurkenscheiben.
Ausgehungerte Tiere aus dem Handel lassen sich zum Teil sehr gut mit lebenden Cyclops oder Artemia sowie
roten Mückenlarven wieder aufbauen. Die Wasserwerte sind nur sekundär wichtig.
Gute Wasserqualität (wenig Nitrat, kein Nitrit, hoher Sauerstoffgehalt...) durch regelmäßige Wasserwechsel und
eine ausreichende Filterung ist natürlich Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Pflege.
Zusätzliche Strömung durch eine Strömungspumpe wird nicht benötigt. Die Welse suchen lieber strömungsfreie Zonen auf.
Je nachdem, ob der Bodengrund im Aquarium nun hell oder dunkel ist, verändert sich die Färbung der Tiere.



Hier ist das Maul mit der Saugscheibe eines L 333 zu sehen.
Die L 333 zählen zu den sogenannten Allesfressern (Omnivore).
Rechts und links an der Maulscheibe sind die Riktalbarteln zu sehen.


Das Diskussionsforum zum Thema Welsfutter findet ihr hier.




Oberkieferbezahnung eines Hypancistrus sp. "L 333". Unterkieferbezahnung eines Hypancistrus sp. "L 333".


Herkunft: Rio Xingú.
Viele Welse sind direkt in den Stromschnellen beheimatet, da dort in der reißenden Strömung der größte
Sauerstoffgehalt im Fluss zu finden ist.
Zwischen den Stromschnellen sind nahezu keine dieser sauerstoffbedürftigen Welse zu finden.
Jede Stromschnelle hat ihre eigene Variante hervorgebracht. Das ist einer der Gründe für die Vielzahl von Farb- und Mustervarianten dieser Welse.
Da der Rio Xingú zu einem Stausee umgebaut wird, ist nicht voraussehbar,
was mit den hier lebenden Welsarten passieren wird.
Aufgrund des Sauerstoffbedarfs ist ein Aussterben mancher Arten in der Natur nicht ausgeschlossen.

http://www.amazonas-magazin.de/AMAZO...nt.1873.0.html


Ein Hypancistrus sp. "L 333" in ca. 15 cm Größe,
mit einer weißlichen Färbung.


Vergesellschaftung: Als Beifische sind ruhige, nicht zu aggressive Fische zu empfehlen,
die den Welsen auch etwas Futter übrig lassen. Da sich der L 333 in Gesellschaft von ruhigen Beifischen
sicherer fühlt, wird man ihn so häufiger zu sehen bekommen.
In einem sogenannten Gesellschaftsbecken kann der Hypancistrus sp. "L 333"
durchaus gut gepflegt werden. Er neigt nicht dazu, andere Fische zu erjagen.
Geschlechtsreife Männchen können sich in kleineren Becken schon mal bekämpfen, was in der Regel
nicht weiter gefährlich ist.
Bei der Fütterung können sich robustere größere Welse mal ums Futter drängeln und streiten.
Das ist normal und bringt keine weiteren Probleme mit sich.
Bei mehreren ausgewachsenen Männchen in einem Becken reicht es schon, einfach an mehreren Stellen
gleichzeitig zu füttern.
Es ist vollkommen unproblematisch, diese Welse auch mit kleineren Fischen wie Salmlern zu vergesellschaften.
Bei der Vergesellschaftung sollte natürlich darauf geachtet werden, dass die Wasserwerte der Pfleglinge nahezu identisch sind. Es wird auf die Dauer gesehen keinen Erfolg versprechen, Tiere mit unterschiedlichen
Grundanforderungen in einem Becken zu pflegen. Mit Grundanforderungen sind die Beckentemperatur,
die Wasserhärte, der pH-Wert, die unterschiedlichen Futterarten und ähnliches gemeint.
Auch die unterschiedliche Stressempfindlichkeit von Fischen muss beachtet werden.
Einige Arten haben es lieber eher ruhig, während andere wesentlich toleranter gegenüber Störungen sind.
Da es von der Seite des Hypancistrus sp. "L 333" kaum Bedenken gibt, sollte darauf geachtet werden, dass
diese ruhigen Welse nicht von anderes Bewohnern attackiert werden, wie zum Beispiel von einigen Barschen,
die schon mal die Flossen der Welse mehr oder weniger stark beschädigen können.
Ob die Tiere, die vergesellschaftet werden, aus ein und dem selben Ursprungshabitat stammen
oder von verschiedenen Kontinenten, ist eher eine Frage der allgemeinen Vorlieben des Halters.
Wenn die Pflegbedingungen übereinstimmen, spricht in der Regel nichts dagegen.



Dieser Hypancistrus sp. "L 333" hat 7 Weichstrahlen in ihrer Rückenflosse,
die sich auch noch mehrfach aufspalten.
Die Fettflosse dieser Harnischwelse ist wie bei vielen anderen nicht mit der Rückenflosse verbunden.



Sonstiges: Gelegentlich werden Varianten von L 333 auch schon mal für ordentliche
Preise als L 236 angeboten. Gerade die hohe Variabilität der Färbung dieser Tiere scheint einige Leute
zu großer Kreativität zu motivieren.
Auch werden L 333-Hybriden schnell mal zu einer teuren L-Nummer.
Zum Einen sind bei den L 333 die verschiedensten Varianten bekannt, und zum Anderen kommt
auch noch dazu, dass jedes Tier eine andere Musterung aufweist.
Das recht einheitliche Farbkleid eines L 46 ist beim L 333 so gar nicht zu finden.
Je nachdem von welcher Stromschnelle die Welse stammen, variieren die Färbungen.
Der L 333 ist im Vergleich zu den ebenfalls sehr variablen Welse wie L 66 oder L 400 bulliger
gebaut und wirkt gedrungener und auch hochrückiger.


http://www.l-welse.com/forum/attachm...p;d=1179753100

http://www.l-welse.com/forum/attachm...p;d=1179753090









Das Diskussionsforum zum Thema L-Welse findet ihr hier.




In einem Artbecken von einer Gruppe L 333 ist es durchaus möglich
die Jungfische im Becken zu lassen. Es sollten natürlich viele
Versteckmöglichkeiten vorhanden sein.
Diese Welse wurden aus einem Artbecken abgesammelt. Das wird
alle 3 – 5 Monate mal durchgeführt, je nach Bedarf.



Jungtiere von Hypancistrus sp. "L 333".


Zucht: Die ersten Zuchtberichte wurden 2004 von W. Heinrichs und Korb ziemlich zeitgleich
veröffentlicht. Ich selber züchte unter anderem noch immer erfolgreich mit einer Gruppe von Wildfängen,
die zusammen mit den Welsen aus W. Heinrichs Zuchtbericht seinerzeit von Gottwald importiert wurden.
Eine einseitig geöffnete Röhre hat sich für die Nachzucht hervorragend bewährt.
Ob die Höhlen aus Ton oder Schiefer sind, spielt dabei kaum eine Rolle. Bei einer gezielten Zucht sollte die
passende Höhlengröße gewählt werden.
Näheres zum Thema Höhlen findet ihr hier.
Wenn gezielt eine Zuchtgruppe aufgebaut werden soll, wäre es anzuraten gleich eine größere
Gruppe gleicher Tiere aus einer Quelle zu nehmen, da es ansonsten leicht zur Hybridisierung oder
immerhin noch zu einer Vermischung von Farbvarianten kommen kann.
Es können Paare zur Zucht angesetzt werden oder gleich ganze Gruppen.
Beides kann sehr ergiebig sein.
Das Männchen betreibt die Brutpflege bis zum Freischwimmen der Larven.
Häufig laichen die Welse in gut gepflegten Gesellschaftsbecken im Laufe der Zeit von ganz alleine ab.
Zur Zucht kann man die Tiere in einem separaten Becken natürlich auch gezielt ansetzen.
Beim L 333 wird auch vermehrt auf Zuchtauswahl geachtet.
Einige Züchter haben kontrastreiche schwarz-weiße Tiere als Ziel, andere mehr gold-schwarze.
Manche versuchen auch mal gelegentlich vorkommende Punktmusterung zu stabilisieren.
Mit einer gezielten Selektion ist da so einiges möglich.

Zuchtbereite Tiere sind leicht zu stimulieren durch häufigen Wasserwechsel, durch Veränderung des Leitwertes,
der Temperatur oder auch durch Strömungsveränderungen.
Das Absenken des Leitwertes und eine Senkung des pH-Wertes plus Strömung ist anzuraten,
wenn es mit einer gewollten Nachzucht mal nicht so klappt.
Möglichkeiten gibt es ja etliche zur Stimulation.
Im Allgemeinen kann man mit etwas Geduld auch im mittelharten Leitungswasser schon ganz
von alleine zu Nachzuchterfolgen kommen.
Die Gelegegröße hängt von der Größe und Vitalität der Elterntiere ab.
Die Aufzucht der Jungtiere ist in der Regel recht einfach. Gefressen wird so ziemlich jede Futtersorte,
in der Hinsicht stellen die Nachzuchten keine großen Ansprüche.
Sie fressen von Anfang an zerkleinertes Trockenfutter jeglicher Art. Artemia ist nicht unbedingt nötig.
Worauf man bei einer gewollten Aufzucht natürlich achten sollte, ist, dass sich Futterkonkurrenten und
Fressfeinde nicht im Aufzuchtbecken befinden dürfen.
Die Aufzucht wird am besten separat gemacht, in einem extra Becken oder einem Einhängekasten („Gerdkasten“).
So ist eine gezielte Ernährung der Jungfische bei der Aufzucht gewährleistet.
Um den Stress unter den Jungwelsen zu minimieren, sollte man viele kleine Röhren als
Verstecke im Aufzuchtbehälter platzieren. So haben die Jungtiere einen Unterschlupf,
in dem sie sich sicher fühlen. Bei Rangeleien unter den Jungwelsen stehen immer zwei Ausgänge
zur Verfügung. Das senkt den Stress und erhöht dadurch die Wachstumsgeschwindigkeit der Welse.
Jungtiere fressen meist noch zusätzlich pflanzliche Nahrung,
was sie im Alter meist überhaut nicht mehr wollen.



Viele kleine Röhren als Verstecke im Aufzuchtbehälter für die L 333 oder auch viele Wurzeln als Unterschlupf.

Haltungs- und Zuchtberichte von: Zuchtbericht von "Cocker"



Das Diskussionsforum zum Thema Welszucht findet ihr hier.


Ein Hypancistrus sp. "L 333" in ca. 15 cm Größe,
mit einer gold/braunen Färbung.


Der Laichabstand bei einem L 333 Weibchen über den Zeitraum von einem Jahr.



In einem Artbecken von einer Gruppe L 333 ist es durchaus möglich
die Jungfische im Becken zu lassen. Es sollten natürlich viele
Versteckmöglichkeiten vorhanden sein.
Diese Welse wurden aus einem Artbecken abgesammelt. Das wird
alle 3 – 5 Monate mal durchgeführt, je nach Bedarf.


Besonderes: Im Handel erschienen neue Varianten von Hypancistrus sp. "L 333" ,
die sich insbesondere durch ihre gelben bis hell-orangenen Streifen von den bekannten unterscheiden.
Es wäre möglich, dass es sich um L 401 handelt oder auch um eine der vielen Farbvarianten des L 333.
Gerade der L 333 ist sehr variabel in seiner Färbung. Es gibt unzählige Farb- und Musterungsvarianten.
Eine besonders schöne Variante ist der L 333 „spezial“.
Aber alleine schon beim Heranwachsen der Welse ändert sich die Zeichnung der Tiere schon extrem.
Vom L 333 sind sehr dunkle bis sehr helle Varianten bekannt. Es sind weiße über gelbe bis hin zu braunen
oder auch sogar orangene Färbungen bekannt.
Da diese Welse inzwischen schon sehr häufig nachgezogen werden, ist es auch nicht sehr verwunderlich,
dass es inzwischen auch eine albinotische Variante dieser schönen Tiere gibt.
Unter Stress oder auch allgemeinem Unwohlsein kann sich die Färbung und auch die Musterung
der Tiere recht stark verändern.
Oft kann man in der Literatur nachlesen, dass im zunehmenden Alter die Färbung der Welse meist gräulicher
und dunkler wird, gerade bei alten Männchen. Das kann ich allerdings nicht unbedingt bestätigen.
Ich habe schon über viel Jahre hinweg eine Gruppe von Wildfängen gepflegt, die ich schon als
adulte Tiere bekommen habe, aber die Färbung blieb erhalten.
Richtig ist, dass die Welse beim Heranwachsen eine Veränderung des Linienmusters durchlaufen. Das ist auch bei
vielen anderen Harnischwelsen der Fall.
Je nachdem wie hell oder dunkel das Becken eingerichtet ist, kann sich die Färbung verändern.



Ein Hypancistrus sp. "L 333" in ca. 13 cm Größe,
mit einer gold/braunen Färbung.


Ähnliche Welse: Hypancistrus sp. "L 66" , Hypancistrus sp. "L 411", Hypancistrus sp. "L 401" , Hypancistrus sp. "L 410" .



Ein Hypancistrus sp. "L 333" in ca. 4 cm Größe,
mit einer weißlichen Färbung.


Eine besonders schöne Variante ist der L 333 „spezial“.
Nur ein Männchen wurde aus Brasilien nach Deutschland importiert.
Es gab auch noch zufällig ein Weibchen in England,
das nach einiger Überredung ebenfalls nach Deutschland
geholt wurde.

Es gab sogar inzwischen gelungene Nachzuchten
dieser Tiere.
Nur wird es wohl noch eine Zeit lang dauern, bis man regelmäßig
Nachzuchten bekommen kann.
Es werden immer mal wieder L 333 im Netz angeboten, die als
„Spezial“ verkauft werden, da sie recht breite Streifen haben.
Nur sind das nicht die richtigen Tiere, die diese Bezeichnung
auch wirklich bekommen hatten.
Aber alleine schon beim Heranwachsen der Welse ändert sich die Zeichnung der Tiere schon extrem.



Hypancistrus sp. "L 333" mit weißlichen Färbung.
Durch einen Klick auf das Bild erhält man eine größere Ansicht des Hypancistrus sp. "L 333".


Importsituation: Zur Zeit kommen wieder Importe von Hypancistrus sp. "L 333" herein.

Diese Harnischwelse dürfen aus Brasilien exportiert werden.
Die brasilianische Regierung regelt ihre Exporte von Zierfischen
über eine Positivliste. Diese wird von der IBAMA herausgegeben.
Es dürfen nur Zierfische exportiert werden, die auf der Liste geführt werden.
Bei einigen Arten, die unter verschiedenen Bezeichnungen gehandelt werden, sind die Farbvarianten oder
Fundortvarianten von der IBAMA nicht extra aufgeführt worden.
So kommt es auch vor, dass nicht extra aufgeführte Arten gehandelt werden, da sie als eine Variante
einer beschriebenen Art gelten. Hierbei sind aber die Grenzen leicht schwammig.

Bei schweren Verstößen gegen die Exportvorschriften hat die brasilianische Regierung schon
hohe Geldstrafen und auch Gefängnisstrafen verhängt.
Daher sind in den letzten Jahren die Exporte aus Brasilien stark zurückgegangen.
Neue Arten, die bei Aquarianern weltweit immer sehr begehrt waren, sind aus Brasilien eher nicht
mehr zu erwarten. Hier haben sich in den letzten Jahren andere südamerikanische Länder hervorgetan.




Autor: Udo Wanninger (Cattleya) und Ralf Heidemann (Fischray).


Wer interessantes Bildmaterial seiner Welse hat, kann es hier veröffentlichen.




Dieser L 333 - "Albino" wurde erstmals auf der Zierfisch und Aquarium 2008 angeboten (ca. 4 cm).
Wie von den Ancistren schon bekannt, so kommen auch bei den L 333 die ersten
Zuchtvarianten langsam aber sicher in den Handel.

L 333 ALBINO auf happyfish.slickpic.com



Ein Hypancistrus sp. "L 333" mit einem breiten Zeichnungsmuster.


Ein Hypancistrus sp. "L 333" in einer gold/braunen Färbung extra breit.
Durch einen Klick auf das Bild erhält man eine größere Ansicht des Hypancistrus sp. "L 333".



Sehr hell gestreiftes Jungtier von L 333.


Haltungs- und Zuchtbericht Ansgar (Blues-Ank)


Die Gruppe:

Anfang 2009 konnte ich eine Gruppe L333 in ca. 9-12 cm erwerben, die aus 3M und 2W besteht. Inzwischen sind die Tiere ca. 12-15 cm groß. Untereinander sind sie manchmal etwas ruppig, aber bis auf eine Verletzung (ein unterlegenes Männchen wollte seine Höhle gegen den Chef verteidigen und wurde angeraspelt) gab es nie ernstere Blessuren.
Die Tiere fraßen von Anfang an bereitwillig Frostfutter aller Art. Sie bekamen Artemia, Mückenlarven, Krill, Mysis, Cyclops, Rotes Plankton, Muschelfleisch, Kalmarfleisch etc. Trockenfutter nehmen sie nur widerwillig und nach einer gewissen Fastenzeit.



Die Haltung:

Zu Anfang bewohnten die Welse ein 112L-Mischmasch-Gesellschaftsbecken. Mitte 2009 bezogen sie dann ihr eigenes 112L-Artbecken.
Das Becken ist mit feinem Sand, Steinen und Steinplatten, einer großen Wurzel und reichlich Tonröhren eingerichtet. Es wird mit einem Innenfilter, einem 50W-Heizer und einem Ausströmer betrieben.
Das Wasser ist Berliner Leitungswasser mit ca. 6°KH, 15°GH und 7,5 pH, und hat eine Temperatur von 29°C.



Die Nachzucht:

Die ersten Gelege stellten sich bald nach dem Umsetzen und Eingewöhnen in das Artbecken ein. Leider wurden die ersten Gelege gefressen. Danach stellte sich eine Laichpause ein. Ein Weibchen laichte gar nicht, das Andere ca. alle 9 Wochen, und nur nach 2 Wochen lang täglich 20% WW, bei dem die Temperatur auf 24°C sank.
Im Frühjahr 2010 ging die Leuchtstoffröhre kaputt, und ich kam nicht sofort dazu diese auszutauschen. Nach 3 Tagen Dunkelheit hatte ich 2 Gelege von der Gruppe, die leider aus den Röhren gewedelt wurden und bis auf 2 Eier komplett verpilzten. Die beiden verbleibenden Eier entwickelten sich gut und sind heute etwa 3cm lange Jungwelse.

Die Gruppe scheint nicht besonders laichfreudig zu sein. Auch eine Haltung in weichem Wasser änderte daran nichts. Eines der Weibchen hat bisher nur 2 mal abgelaicht, das Andere laicht etwa alle 2 Monate, und die Männchen sind offenbar keine besonders erfahrenen bzw. guten Brutpfleger.


Autor: Ansgar (Blues-Ank)




Durch einen Klick auf das Bild erhält man eine größere Ansicht des Hypancistrus sp. "L 333".


Durch einen Klick auf das Bild erhält man eine größere Ansicht des Hypancistrus sp. "L 333".


Weitere Informationen : Wels Atlas Band 2 , Seite 608.
Back to Nature Handbuch für L-Welse Seite 115.
Miniatlas L-Welse" S.268
DATZ 4/2003



http://www.amazon-exotic-import.de/G...en/L%20333.htm

http://l-welse.ig-bssw.org/thread-129.html

http://l-welse.ig-bssw.org/thread-172.html

http://www.aqua4you.de/fischart666.html

http://www.welse.net/SEITEN/l_333.htm

http://www.aquarienforum.de/forum/sh...ad.php?t=32958

http://www.aquanet.de/content/lexiko...6626fa1f10?t=1

http://www.planetcatfish.com/catelog...pecies_id=1024

http://aquaristikberatung.foren-city...292,-l333.html

http://www.l46.at/l333.htm

http://www.mchportal.com/aquatic-lif...s-sp-l333.html

http://www.mchportal.com/fishkeeping...s-sp-l333.html

http://fishprofiles.com/profiles/fre...rus_sp__l-333/

http://www.welsfans.de/gattungen/hypancistrus/l333.php

http://www.nature2aqua.de/BilderSeiten/L333/index.php

Hypancistrus sp. "L 333" auf happyfish.slickpic.com































Wir bedanken uns für die Bilder 1 und 2 bei André Werner und der Fa. Transfish. , bei Ralf Heidemann (Fischray), bei Karsten S., bei John L., Amazon-Aquatics und bei Ansgar (Blues-Ank).





Die Harnischwelse der Gattung Hypancistrus


In dieser Gattung sind sehr viele ähnlich aussehende Harnischwelse vertreten.
In der Regel werden die Tiere dieser Gattung nur bis 15 cm groß. Es gibt mit dem Hypancistrus inspector "L 102" nur eine Ausnahme: Diese Welse können bis zu 20 cm Totallänge erreichen.

Der größte Teil der Arten dieser Gattung zählt zu den Wurmlinienharnischwelsen, die sich oftmals sehr ähnlich sehen.
Außer im Amazonas-Einzug ist diese Gattung auch im Rio Orinoco-Einzug zu finden.
Die Abgrenzung von einzelnen Arten ist hier oftmals sehr schwierig.

Die anderen Arten dieser Gattung sind die punktierten Hypancistren. Dabei handelt es sich um Harnischwelse mit einer schwarzen Grundfarbe und weißen Punkten. Dass hier bei der Betrachtung von Einzeltieren ohne Fundortangabe oftmals so gut wie keine Bestimmung möglich ist, sollte verständlich sein.

Die große Ausnahme in der Musterung stellt der Hypancistrus sp. "L 70" da. Dieser besitzt als Jungfisch noch eine Marmorierung (leichtes Linienmuster). Als adultes Tier ist dieser Wels dann aber grau-schwarz ohne Musterung.

In dieser Gattung finden wir 7 Weichstrahlen in der Rückenflosse, die sich noch mehrfach aufspalten.
Der erste Strahl ist der sogenannte Hartstrahl dieser ist wesentlich dicker und auch oftmals mit Odontoden besetzt.
Der letzte Weichstrahl ist nicht durch eine Flossenmembran mit dem Rücken verbunden wie bei anderen Gattungen.
In der Schwanzflosse können wir 14 Weichstrahlen zählen, die zwischen den beiden Hartstrahlen liegen.
Die Fettflosse ist nicht über eine Flossenmembran mit der Rückenflosse verbunden.
Auch der einzelne Strahl der Fettflosse ist oftmals mit Odontoden besetzt.

Das auffälligste Merkmal dieser Gattung sind die Zähne.
Die zwei unterschiedlichen Zahngrößen im Oberkiefer und Unterkiefer sind in der Form bei anderen Harnischwelsen
nicht zu finden. Im Oberkiefer sind kleinere und auch wesentlich mehr Zähne zu finden als im Unterkiefer.
Die Zähne im Unterkiefer sind erheblich größer, dafür aber auch nur sehr wenige.
Diese zweispitzigen Zähne, bei denen es eine Hauptkuppe und eine kleinere Nebenkuppe gibt, sitzen am Ende eines
langen Zahnarmes.




Wer Informationen hat bezüglich Hypancistrus sp. "L 333", die noch nicht
berücksichtigt wurden, kann sie gleich als Antwort unter diesen Datenbankeintrag setzen.
Bei der nächsten Bearbeitung dieses Eintrags wird dieses dann berücksichtigt.
Wir sind immer daran interessiert, gutes Bildmaterial für die Datenbank zu sammeln. Wer
diesbezüglich eigene Aufnahmen für die Datenbank hat und diese zur Verfügung stellt,
kann dies hier tun.


Ein Hypancistrus sp. "L 333" in einer gold/braunen Färbung extra breit.
Durch einen Klick auf das Bild erhält man eine größere Ansicht des Hypancistrus sp. "L 333".

















Schlüsselwörter: Hypancistrus L333 Pará Para Xingú Xingu Brasilien Hypostominae Ancistrini
Sortierung: 338
Größe min: 15
Beckengröße min: 100
Temperatur min: 27
Temperatur max: 30



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