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Harttia fowleri "L 40"
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L40_Cteniloricaria_fowleri_Harttia_6.jpg
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Beschreibung: Gattung/Art: Harttia fowleri "L 40" (Pellegrin, 1908)

Synonyme: Oxyloricaria fowleri Pellegrin, 1908; Cteniloricaria fowleri (Pellegrin, 1908); Harttia sp. "L 40"; Harttia sp. aff. fowleri

Herkunft: Französisch Guyana, Oyapock / L´Oyapok, Crique Gabaret

Vorgestellt: DATZ 08/1989

Die Vorstellung der L-Nummer in der Fachzeitschrift DATZ als PDF.
Harnischwelse aus Französisch - Guyana (L 39 - L 45)


Größe: ca. 20 cm

Wasserwerte:
T: 25 - 28°C
pH: 6 -7

Empfohlene Beckengröße: ab 120 cm


Harttia fowleri "L 40" aus dem Crique Gabaret.

Geschlechtsunterschiede: Die Weibchen haben zur Laichzeit eine breitere Bauchpartie.

Sozialverhalten: Friedliche, nicht aggressive Harnischwelse.


Bei Harttia fowleri "L 40" handelt es sich um einen Wels aus der Sturisoma-Verwandtschaft.

Haltung: Die Harttia fowleri "L 40" stammen aus Französisch Guyana.
Hierbei handelt es sich um das Oyapock-Einzugsgebiet, genauer um den L´Oyapok und auch einen der Zuflüsse wie den Crique Gabaret.

Die Welse sind sehr sauerstoffbedürftig und sollten in einem strömungsreichen Becken gepflegt werden. Die Gewässer Französisch Guyanas sind allgemein sehr nährstoffarm und weisen einen niedrigen Leitwert auf. Im Aquarium haben sich Wasserwerten bis zu einem Härtegrad 10 als unproblematisch erwiesen. Ernst-Otto von Drachenfels stellte "L 40" in der Datz 08/1989 vor. Die Datz-Tiere stammen direkt aus dem Oyapock River. Dieser stellt die Grenze zwischen Französisch Guyana, hier heißt er in der Landessprache L´Oyapok, und Brasilien dar, wo er als Rio Oyapock bezeichnet wird. Ebenfalls aus den Stromschnellen des L´Oyapok (ab Saut Cafesoca) wurde Guyanancistrus niger "L 39" vorgestellt.
Bei seiner Reise fing Herr von Drachenfels Jungfische des "L 40" im flacheren Wasser, wo die kleinen Welse Deckung in Pflanzen suchten. Ausgewachsene Exemplare wurden in den Felsspalten und Steinrinnen im Hauptstrom gefunden.
Nach Angaben in der Vorstellung sollen "L 40" empfindlicher gegen Malachitgrün sein als andere Harnischwelse.

Das Diskussionsforum zum Thema Beckeinrichtung findet ihr hier.



Dies ist eine Brücke über dem Crique Gabaret, ca.5-7 km vor L´Oyapok und Stat Saint-Georges.

Im Crique Gabaret ca. 5-7 km vor L´Oyapok und Stat Saint-Georges wurden bei einer Fangreise am 15.03.2011 um 10 Uhr folgende Wasserwerte gemessen: Lufttemperatur 28°C, Wassertemperatur 25°C, pH 6,5 , GH 1, KH 1, 30 uS/cm, 15 ppm und Cola-farbenes Wasser. Der Crique Gabaret ist an dieser Stelle ca. 40 - 50 m breit und mündet in den Oyapock. An dieser Stelle konnten "L 40" nachgewiesen und auch gefangen werden, ebenso auch Guyanancistrus brevispinis "L 41" und Hypostomus nematopterus "L 60".

Diese Welse fressen Futtertabletten sowie auch Frostfutter verschiedenster Art. Ein Wasserwechsel sollte regelmäßig durchgeführt werden, da diese Welse aus sehr keimarmen Gewässern stammen. Ein zusätzlicher Durchlüfterstein ist ausreichend für die Sauerstoffsättigung.

Das Diskussionsforum zum Thema Welsfutter findet ihr hier.



Das Maul von Harttia fowleri "L 40" mit den vielen kleinen Zähnen eines Aufwuchsfressers.

Besonderheiten:
Eine wichtige Rolle in der Systematik der Gattung Harttia spielen die abdominalen Knochenplatten, die früher als Abgrenzung zur Gattung Cteniloricaria gesehen wurden. Auf dieser Basis wurde auch Harttia fowleri (Bauch vollständig mit Knochenplatten bedeckt) letzterer Gattung zugeordnet, während die Arten mit nacktem Bauch Harttia zugeordnet wurden. Rapp Py-Daniel & Oliviera (2001) synonymisierten Cteniloricaria mit Harttia, da sie nicht ausreichend Unterschiede zwischen den beiden Gattungen sahen.
Covain et al. haben 2012 auf der Basis von genetischen Analysen die Gattung Cteniloricaria revalidiert, aber Harttia fowleri in der Gattung Harttia belassen, was auch durch Covain et al. 2016 nochmal bestätigt wurde.
Oyakawa et al. 2018 ordnen die Harttia-Arten mit vollständig bedecktem Bauch der sogenannten Fowleri-Gruppe zu, auch wenn dies vermutlich keine monophyletische Gruppe ist. Neben Harttia fowleri selbst gehören dieser Gruppe noch Harttia absaberi, Harttia duriventris, Harttia dissidens und Harttia surinamensis an.


Bei Harttia fowleri ist der Bauch vollständig mit Knochenplatten bedeckt.

Zucht:
Über eine erfolgreiche Zucht dieser Welse ist bisher noch nichts bekannt. Im Buch "Ingos Harnischwelszucht" ist über die Nachzucht eines ähnlichen Welses ein Bericht zu lesen. Hierbei handelt es sich um Harttia duriventris, auf Seite 210. Im Buch werden auch Harttia surinamensis und auch Harttia fowleri erwähnt.

Das Diskussionsforum zum Thema Welszucht findet ihr hier.



Harttia sp. "L 40" kurz nach dem Fang.

Ähnliche Welse: "L 53"

Importsituation:
Harttia fowleri werden sehr selten eingeführt. Es gibt nahezu keine Importe dieser Welse. Auch auf den Listen der Exporteure sind diese Welse so gut wie nicht existent. Über Gottwald (Aquatarium) wurden mal einige Exemplare eingeführt. Sonst kamen Welse dieser Art eher durch private Importe nach Deutschland.
Im Handel sind diese Welse eigentlich nicht existent. Es wäre schon ein großer Glücksfall, wenn diese Tiere mal verfügbar sind. Wer Tiere dieser Art pflegen möchte, sollte seinen nächsten Urlaub im Oiapoque-Becken verbringen. Bei Exporten aus der Französisch-Guyana Region sind kaum Probleme zu erwarten, da es sich um einen EU-Staat handelt, aus dem die Fische legal ausgeführt werden können.


Harttia fowleri aus dem Oyapock.


Harttia fowleri aus dem Oyapock.


Wer interessantes Bildmaterial seiner Welse hat, kann es hier veröffentlichen.




"L 40" beim Fang mit einem Netz, Crique Gabaret.


Weiterführende Informationen: Miniatlas L-Welse S. 42, Wels Atlas Band 1 , Seite 480, AMAZONAS 06/2008

Quellen:
"The Harttiini (Siluriformes: Loricariidae) from the Guianas: a multi-table approach to access their diversity, evolution, and distribution."; R. Covain, S. Fisch-Muller, J. I. Montoya-Burgos, J. H. Mol, P-Y. Le Bail und S. Dray; Cybium v. 36 (no. 1): 115 -161 (2012)
"Molecular phylogeny of the highly diversified catfish subfamily Loricariinae (Siluriformes, Loricariidae) reveals incongruences with morphological classification.", Covain et al., Molecular Phylogenetics and Evolution 94 (2016).
"Three new species of Harttia (Loricariidae: Loricariinae) from Serra do Cachimbo, Rio Xingu basin, Pará, Northern Brazil"; Osvaldo T. Oyakawa, I. Fichberg und L. Rapp Py-Daniel; Zootaxa 4387 (1): 075-090, 2018

Autor: Karsten S. und das Datenbankteam

Wir bedanken uns für die Bilder bei Ch. Samborski und Hans Peter Risch.



Wer Informationen hat bezüglich Harttia fowleri "L 40", die noch nicht
berücksichtigt wurden, kann sie gleich als Antwort unter diesen Datenbankeintrag setzen.
Bei der nächsten Bearbeitung dieses Eintrags wird dieses dann berücksichtigt.
Wir sind immer daran interessiert, gutes Bildmaterial für die Datenbank zu sammeln. Wer
diesbezüglich eigene Aufnahmen für die Datenbank hat und diese zur Verfügung stellt,
kann dies hier tun.
Schlüsselwörter: Harttia fowleri L40 L040 Französisch Guyana Oyapock Loricariinae Cteniloricaria
Sortierung: 042
Größe min: 20
Beckengröße min: 100
Temperatur min: 25
Temperatur max: 28



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