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3.1.1.1. Hamburger Mattenfilter (HMF)

3.1.1.2. Maximalfilter
Als Maximalfilter werden die Filter der Firma „Maximal Biosysteme“ bezeichnet.

Funktionsprinzip / Aufbau

Das grundsätzliche Funktionsprinzip aller Maximalfilter ist das Luftheberprinzip. Der vom Luftheber erzeugte Wasserstrom führt im Filtersystem zu einem Unterdruck. Das nachströmende Wasser kann nur über die Filterpatrone eintreten und durchströmt dabei das Filtermedium. Diese Filterpatrone besteht aus siebförmigen, ineinander gesteckten Röhren, zwischen denen Filtervlies eingelegt ist.

Typen

"Biologo-Sets" sind modular aufgebaute Innenfilter, die aus einer oder mehreren Filterpatronen und dem Luftheberantrieb bestehen. Diese Module sind über ihre Bodenkammern miteinander verbundenen. Durch den modularen Aufbau ist eine Anpassung an jede Beckengröße möglich. Bei Bedarf können die Filterpatronen auch auf passende Höhe zugeschnitten werden.
"Mini-Maxi" sind Innenfilter, die nur aus einer Filterpatrone mit innenliegendem Luftheber bestehen und für kleine Aquarien geeignet sind.
Hinter der Bezeichnung "Bio-As" verbirgt sich ein luftbetriebener Außenfilter, bei dem die Filterpatronen in einem gemeinsamen Filtertopf angeordnet sind.

Auswahl der Filtergröße

Den Angaben des Herstellers bezüglich Beckengrößen/ erforderlich Filtergröße kann man bei normalem Fischbesatz durchaus folgen.

Betrieb

Zum Betrieb ist eine entsprechend dimensionierte Durchlüfterpumpe erforderlich. Bei den Außenfiltern sollte diese außerdem stark genug sein, um die erforderliche Förderhöhe abzudecken.
Bei der Einstellung des Filterdurchflusses über die zugeführte Luftmenge empfiehlt es sich nicht nach dem Prinzip "Viel hilft viel" zu verfahren, da sonst der Filter zu schnell durchströmt wird. Dadurch verringert sich die Verweildauer des Wassers im Filtermedium und die Abbauleistung der auf dem Filtervlies siedelnden Bakterien sinkt ab.
Der Filter benötigt am Anfang wie jeder andere biologische Filter eine entsprechende Einfahrzeit. Zur Steigerung der Abbauleistung können die Innenrohre der Filtermodule mit keramischen Filtermaterialien etc. befüllt werden. Dabei ist eine Mindestkorngröße von 8 mm zu beachten.
Empfehlenswert ist die Kombination mit einem mechanischen Filter (z.B. Kreiselpumpe mit Schaumstoffpatrone), der gleichzeitig zur Strömungserzeugung genutzt wird.

Erfahrungswerte für erforderliche Luftmengen
Typ Höhe Luftmenge
MiniMaxi 118 cm> 60 l/h
MiniMaxi 223 cm> 80 l/h
MiniMaxi 328 cm> 100 l/h
BiologoSet 80 > 100 l/h
BiologoSet 100 > 120 l/h
BiologoSet 200 > 150 l/h
BiologoSet 200 S > 200 l/h
BiologoSet 500 > 250 l/h


Reinigung

Maximalfilter zeichnen sich durch lange Filterstandzeiten (1 Jahr und länger) aus. Nach Herstellerangaben ist eine Reinigung bzw. Austausch des Filtervlieses durchzuführen wenn bei ausreichender Luftblasenmenge die am Ausströmrohr austretende Wassermenge zu gering ist. Nach vorherrschender Meinung sollte aber spätestens nach einem Jahr das Filtervlies erneuert werden. Bei einem Filterblock mit mehreren Filterpatronen sollten diese in Abständen neu bestückt werden, um die Filterleistung nicht zu stark zu reduzieren. Bei zu geringer Luftblasenmenge empfiehlt es sich den Ausströmer zu reinigen (auswaschen, da aus Schaumstoff) oder auszutauschen bzw. die Leistung der Durchlüfterpumpe zu überprüfen.

Fazit

Maximalfilter sind ein sehr leistungsfähiges Filtersystem mit langen Standzeiten. Durch das einfache Funktionsprinzip sind sie wenig störanfällig und praktisch „unkaputtbar“. Demgegenüber steht der vergleichsweise relativ hohe Anschaffungspreis.

Quellen:
www.maximal.de
www.l-welse.com/forum/showthread.php?t=13031

Autor: Thomas (Thomas05)

3.1.1.3. Schnellfilter
Wirkweise

Handelsübliche Schnellfilter haben sehr hohe Pumpenleistungen. Diese liegen oft bei dem 10-Fachen des Beckenvolumens. Sie sorgen mit Ihren Filterpatronen für eine fast rein mechanische Filterung. Die ausbleibende Biofilterung ist im geringen Verhältniss der Filterfläche zur Durchflussmenge und der daraus resultierenden hohen Fließgeschwindigkeit im Filtermedium zu sehen.

Bauformen

Es gibt Schnellfilter in verschiedenen Bauformen. Der Großteil der verkauften Geräte besteht aus Innenfiltern, die als Tauchpumpe ausgeführt sind. Eine weitere, jedoch wenig verbreitete Sorte sind Schnellfilter, die als Aussenfilter konstruiert sind.

Vor- und Nachteile

Schnellfilter entfernen kleinste Schwebeteilchen innerhalb kürzester Zeit. Sie eignen sich durch die Hohe Durchflussgeschwindigkeit zum Betrieb von Diffusoren. In Welsbecken können sie durch gezielte Ausrichtung für die oft benötigte Strömung sorgen. Der Nachteil solcher Systeme ist, dass sie eine relativ kurze Standzeit haben. Die Feinstfilterpatronen sind innerhalb kürzester Zeit zugesetzt und reduzieren die Durchflussmenge dann stark. Die Filterpatronen müssen also recht häufig ausgetauscht werden. Trotz der hohen Strömungsgeschwindigkeit besiedeln sich diese Filter mit Mikroorganismen. Diese Organismen können aber wegen der hohen Strömungsgeschwindigkeit ihre Stoffumwandlungen nicht effektiv oder vollständig durchführen. Schadstoffe werden nicht oder nicht vollständig abgebaut. Schnellfilter sind also für eine biologische Filterung ungeeignet. Der Großteil dieser Geräte ist sehr anfällig für kleine Schnecken, die sich im Flügelrad verklemmen können. Auch mit dem Widereinschalten haben die meisten Schnellfilter erfahrungsgemäß ein Problem.

Sicherheit

Schnellfilter, die als Tauchpumpe konzipiert sind, sollten so platziert werden, dass sie vollständig vom Wasser bedeckt sind. Die Angabe über die Maximale Tauchtiefe sollte immer beachtet werden. Sie gibt an, bis zu welcher Tiefe ein sicherer Betrieb der Pumpe gewährleistet ist. Bei Arbeiten im Aquarium sollten immer alle elektrischen Geräte ausgezogen sein. Eine Schaltersteckdosenleiste genügt hier nicht da diese unter Umständen nur einpolig abschaltet. Die Kabel sollten so verlegt werden, dass sie nicht in der Abdeckung gequetscht werden. Vor der Steckdose empfiehlt sich eine Tropfschlaufe. Dafür lässt man das Kabel einfach einige Zentimeter als Schlaufe nach unten hängen. So kann eventuell am Kabel herunter laufendes Wasser nicht in die Steckdose gelangen sondern tropft vorher ab.

Autor: Andreas (Sturi)


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