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L 241
Beiträge Gesehen Erstellungsdatum
0 11729 Fr April 7, 2006
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Beschreibung: Gattung/Art: Leporacanthicus sp. "L241",
(Pfeifenkopf-Rüsselzahnwels)

Herkunft: oberer Rio Orinoco , Amazonas, Venezuela

Vorgestellt: DATZ 11/1997

Die Original-Vorstellung dieses Welses in der Fachzeitschrift Datz als PDF.
Importiert aus Venezuela (L 240 - L 241)


Größe: bis 30 cm

Wasserwerte:
T: 26-29° C
pH: 5,5 - 7,5
KH: 0 - 5° dH
GH: 0 - 20° dH

Empfohlene Beckengröße: ab 150 cm



Dieser Leporacanthicus sp. "L241" wurde aus dem oberer Rio Orinoco Importiert.


Geschlechtsunterschiede: Große Männchen haben einen breiteren Kopf und kräftigere Pektoralstacheln. Geschlechtsreife Männchen bilden kurze und dicke Odontoden und ähnliche Borsten auf dem Kopf und am Schnauzenrand.

Sozialverhalten: Ruhige, gut verträgliche Art.




Das Diskussionsforum zum Thema Beckeinrichtung findet ihr hier.



Etymologie: Die Gattung Leporacanthicus bekam ihren Namen in Anlehnung an die wenigen langen Oberkieferzähnen (lepus = Hase, Gattungsname Acanthicus). Auch der deutsche Name „Rüsselzahnwels“ und der teilweise verwendete Name „Vampir-Harnischwels“ erinnern an die markante Bezahnung.



Das typische Maul eines Leporacanthicus sp. "L241".

Oberkieferbezahnung und Unterkieferbezahnung eines Leporacanthicus sp. "L241".


Haltung: Ein Leporacanthicus hat auf dem Hinterkopf einen Supraoccipitalhöcker,
der Rand der Oberlippe ist mit zahlreichen Barteln versehen, während die Unterlippe glatt ist, und natürlich die auffällige Kieferbezahnung.

Die Art Leporacanthicus sp. "L241" ist eine gut zu pflegende Variante, die aufgrund ihrer Größe (bis zu 25-30cm) große Becken beziehen sollte.
Für eine Gruppe ausgewachsene Welse sollte mindestens ein 150 cm Becken zur Verfügung stehen.
Das Haltungsbecken sollte eine gute Filterung und eine hohen Sauerstoffanteil aufweisen.
Es sollten verschiedene Arten von Frostfutter angeboten werden wie rote Mückenlarven, Krill oder Garnelen.

Großen stark bestachelten Männchen sollte ein großzügiges Revier zugestanden werden.
Bei der Pflege mehrerer Männchen sollten viele Versteckmöglichkeiten eingerichtet werden.
Hierzu bieten sich Steinaufbauten und auch Wurzeln immer wieder hervorragend an.
Auch sollten wesentlich mehr Höhlen im Becken sein als Welse.
Offene Röhren werden als Verstecke angenommen, aber auch einseitig geöffnete Röhren.
Als Bruthöhlen haben sich wie auch bei anderen Leporacanthicus Röhren mit Seiteneingang bewährt.


Das Diskussionsforum zum Thema Welsfutter findet ihr hier.




Die Leporacanthicus sp. "L241" haben 8 Weichstrahlen in der Rückenflosse.
Die Fettflosse ist nicht mit der Rückenflosse verbunden.


Zucht: Die Vermehrung dieser Art ist bereits geglückt. Anlehnen kann man sich an Zuchtberichte von Leporacanthicus cf. galaxias ( "L 7" ) und Leporacanthicus galaxias ( "L 29" ).
Einen ausführlichen Vortrag über die Zucht dieser Art hielt U. Waelti auf den ersten
L-Welse-Tagen in Hannover. Ein Bericht darüber ist im 4.BSSW Spezial Sonderheft L-Welse nachzulesen.
Die Welse wurden in einem 1 Meter Becken vermehrt, welches mit Mattenfilter und Strömungspumpen ausgestattet war.
Als Laichhöhle haben die Welse eine Höhle mit Seiteneingang bevorzugt.
Das Aquarienwasser bestand im Verhältnis 3 zu 1 aus Regen- und Leitungswasser.
Bei einem pH-Wert von ca. 7 und bei 28°C kam es zu einem Gelege.
Beim ersten Gelege im August 2008 kamen 87 Jungfische durch.


Das Diskussionsforum zum Thema Welszucht findet ihr hier.





Sonstiges: Aus Venezuela stammende Importe enthalten anscheinend mehr Leporacanthicus sp. "L 240" als Leporacanthicus sp. "L 241". Bei Importen aus Kolumbien soll es genau anders herum sein. Wer eine spezielle von beiden Arten sucht, sollte dementsprechend darauf achten.

Ähnliche Welse: Leporacanthicus sp. "L 240", Pseudacanthicus sp. "L282"

Der Leporacanthicus sp. "L241" stammt aus Venezuela aus dem Oberlauf des Rio Orinoco. Zwei weitere Leporacanthicus stammen aus dem selben Flusssystem: der Leporacanthicus triactis ( "L 91" ) und der Leporacanthicus sp. "L 240".
Der Leporacanthicus sp. "L 241" ist ähnlich gefärbt, der Leporacanthicus sp. "L 240" hat allerdings ein feineres Punktmuster. Der Leporacanthicus sp. "L 241" hat gegenüber dem Leporacanthicus sp. "L 240" einen verlängerten Kopf. Außerdem hat der Leporacanthicus sp. "L 241" eine abgeflachtere und kompaktere Körperform.
Bei Importen kann es immer wieder einmal vorkommen, dass auch Pseudacanthicus sp. "L282" unter den Tieren sind, die auf den ersten Blick identisch wirken.
Beim L 240 zeichnet sich zwischen den weißen Schwanzspitzen in der Schwanzflosse eine Art
schwarzer Saum ab, in dem keine weißen Punkte auftauchen.
L 240 und L 241 haben in der Regel wesentlich weißer wirkende Punkte als L 7 und L 29.




Das Diskussionsforum zum Thema L-Welse findet ihr hier.



Importsituation: Diese Welse kommen sehr regelmäßig zu uns in den Handel, da durch die verschärften
Beschränkungen in Brasilien viele Importeure verstärkter aus den Nachbarländern Brasiliens importieren.
Daher sollte man bei ein wenig Recherche recht schnell einen Händler ausfindig machen können.

Weitere Informationen : Datz 11/1997, Seite 696,
und Welsatlas Bd. 2 Seiten 50-51,
sowie Miniatlas L-Welse Seiten 214-215,
Back to Nature Handbuch für L-Welse Seite 38 und 134,
Ingos Harnischwelszucht Seite 166 – 169,
4 BSSW Spezial Sonderheft L-Welse Seite 73 - 74.




Auge von Leporacanthicus sp. "L241" Das Auge ist mit einem kleinen Irislappen bedeckt.


Wer interessantes Bildmaterial seiner Welse hat, kann es hier veröffentlichen.




Autor: Ralf Heidemann (Fischray)

Wir bedanken uns für das Bild bei André Werner und der Fa. Transfish. , für die Bilder 2-5 bei Ralf Heidemann (Fischray)




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Die statistischen Daten sind von welse.ch!


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Wer Informationen hat bezüglich Leporacanthicus sp. "L241", die noch nicht
berücksichtigt wurden, kann sie gleich als Antwort unter diesen Datenbankeintrag setzen.
Bei der nächsten Bearbeitung dieses Eintrags wird dieses dann berücksichtigt.
Wir sind immer daran interessiert, gutes Bildmaterial für die Datenbank zu sammeln. Wer
diesbezüglich eigene Aufnahmen für die Datenbank hat und diese zur Verfügung stellt,
kann dies hier tun.
Schlüsselwörter: Leporacanthicus L241 Orinoco Orinoko Amazonas Venezuela Hypostominae Ancistrini
Sortierung: 246
Größe min: 30
Beckengröße min: 150
Temperatur min: 26
Temperatur max: 29



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