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Zuchtbericht - L 183 - Ancistrus dolichopterus
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183bg2.jpg
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Beschreibung: Zucht und Aufzucht von Ancistrus dolichopterus - "L 183“


Vorgeschichte:

Auf einer Braunschweiger Aquarienbörse erstand ich am 23.2.2003 ein
Pärchen der so genannten Weißsaum-Antennenwelse. Zu diesem Zeitpunkt
waren die Tiere etwa 12 cm groß.
Zuhause angekommen setzte ich die Zwei in ein ca. 120 Liter fassendes
Aquarium, welches mit sehr vielen verschiedenen Höhlen und Wurzeln bis
zur Wasseroberfläche eingerichtet war.
Vergesellschaftet waren sie mit 10 Panaqolus sp. - welche zwischen 6
und 10 cm groß waren. Später kamen noch 2 Paar Ancistrus sp. "Rotpunkt"
hinzu. Die Oberflächenfische wechselten…

Das Männchen - kurz nach Erwerb.


Geschlechtsunterschiede:

Die Geschlechter lassen sich bei adulten Tieren recht leicht
unterscheiden, da die Männchen am äußersten Rand und in der Mitte des
Kopfes recht starken "Antennenwuchs" aufweisen. Die Weibchen hingegen
haben nur am äußersten Rand "Antennen".
Bei Jungtieren ist die Unterscheidung so gut wie unmöglich, da beide
Geschlechter "Antennen" am äußersten Rand besitzen.



Ca. 6 cm großes Exemplar eines anderen Stammes, welches schon in dieser
Größe die Säume langsam verliert. 9 Weichstrahlen in der Rückenflosse!


Zucht:

Als nach ca. einem Jahr noch nichts passiert war, entschloss ich
mich dazu, den Tieren günstigere Bedingungen zu schaffen. Die Tiere
waren zu diesem Zeitpunkt etwa 13 cm groß - also nicht wirklich
gewachsen. Die Flossensäume waren beim Männchen nur noch sehr schwach
zu erkennen. Da das Pritzwalker Leitungswasser sehr hart ist (ph 7, KH
12° dH); war mir schnell klar, woran es lag. Ich stellte also um und
wechselte über einen längeren Zeitraum nur noch mit gefiltertem Wasser
(pH 6, KH 1-2° dH). Durch die vielen Wurzeln sank der pH -Wert noch
etwas und pegelte sich dann bei ca. 5,5 ein. Des Weiteren wurde in
diesem Zeitraum kräftig gefüttert. Hauptsächlich bestand das Futter aus
Frostfutter, welches ich selbst herstellte. Es bestand größtenteils aus
Meeresfrüchten und Fisch. Die Wassertemperatur betrug ca. 28° C. Es
dauerte nicht lang bis das Männchen eine Bambushöhle (17 cm lang, Ø ca.
3,5 cm) bezog und diese nicht mehr verliess. Das Weibchen hatte kräftig
zugelegt und suchte zunehmend die Nähe zu der Höhle. Nach einigen Tagen
versuchte es in die Höhle einzudringen, wurde aber vom Männchen
weiterhin abgewehrt. Es vergingen noch ein paar Tage und dann war es
endlich soweit - beide Tiere lagen in der Bambusröhre. Dabei suchten
sie einige Zeit die richtige Stellung…

Männchen und Weibchen auf der Suche nach der richtigen Stellung.





Aufzucht:

Nach ca. 5 Tagen schlüpften die Larven. Nach weiteren 5 Tagen fing
ich an, zerbröseltes Futter in die Höhle zu spritzen, damit die Jungen
nicht zu kurz kamen. Insgesamt 8 Tage nach dem Schlupf schüttelte ich
die Jungen aus der Höhle in ein gesondertes Becken, welches mit Wasser
aus dem Zuchtbecken befüllt war. Die Einrichtung bestand nur aus
einigen Wurzeln und einer Anubias. Gefiltert wurde mit einem
"Rucksackfilter", dessen Ansaugrohr mit einem Netz überzogen wurde.
Weiters befand sich ein Sprudelstein im Becken. In den ersten Wochen
wurde fast ausschließlich pflanzliche Kost in Form von
Spirulinatabletten, gekochtem Salat, Brokkoli, Spinat und Zucchini
gefüttert. Ein täglicher Wasserwechsel kam den Welsen zugute und sie
wuchsen in kürzester Zeit auf ca. 3,5 - 4cm Größe heran. Teilweise
wurden sie dann schon abgegeben, bzw. in ein größeres Aquarium
überführt. Von diesem ersten Gelege wurden über 120 kleine L 183 groß.
Bis auf ein Einzeltier konnte ich keine Verluste feststellen.

1. Tag nach dem Ablaichen - man erkennt noch nichts in den Eiern.

3. Tag nach dem Ablaichen.




Kurz nach dem Rausschütteln.




Und noch ein paar Tage später.



Anmerkungen:

Die Elterntiere laichten dann mehrmals in Abständen von ca. 4
Wochen. Die Gelegegrößen waren dann aber weitaus kleiner, als das
erste.
Da man irgendwann in Jungfischen untergeht, habe ich die Tiere dann
etwas vernachlässigt wodurch sie dann nicht mehr ganz so regelmäßig
ablaichten.


Es wurde auch in anderen Höhlen gelaicht - was aber nicht so praktisch war.




Text und Bilder (c)Oliver Drescher


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Mowa
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Pros: bringt etwas Licht ins Dunkel :-)
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Welsfan88

Jungwels

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