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Peckoltia sp. "L 38"
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Beschreibung: Gattung/Art: "Peckoltia" sp. "L 38"

Synonyme: Gebänderter Zwergschilderwels, Ringel - "Peckoltia", Zwergsaugwels

Herkunft: Rio Tocantins (Mocajuba), Pará, Brasilien

Vorgestellt: DATZ 8/1989

Die Original-Vorstellung dieses Welses in der Fachzeitschrift Datz als PDF.
Vier Harnischwelse aus dem Araguaia und dem Tocantins (L 35 – L 38)


Größe: ca. 8 - 10 cm

Wasserwerte:
T: 25 - 29 °C
pH: 7 - 7,5 pH

Empfohlene Beckengröße: ab 60 cm





Geschlechtsunterschiede: Bei Jungtieren ist eine Unterscheidung der Geschlechter nur schwer möglich.
Erst bei adulten Tieren ist die Unterscheidung der Geschlechter relativ leicht.
Erwachsene Männchen weisen in der hinteren Körperhälfte einen sehr starken Odontodenbewuchs auf.
Außerhalb der Laichzeit bildet sich dieser leicht zurück, bleibt aber weiterhin wesentlich ausgeprägter als beim Weibchen.
Laichbereite Weibchen zeigen einen ausgeprägten Bauchumfang, wodurch sie gegenüber dem schmalen und
spitz zulaufenden Körperbau das Männchen gut zu erkennen sind.



Aufsicht auf ein geschlechtsreifes Männchen.


Sozialverhalten: Der L 38 ist ausgesprochen friedlich und verträglich gegenüber anderen Arten.
Es ist ein eher zurückgezogener und ruhiger Vertreter.


Beckeneinrichtung: Für die Haltung und Zucht reicht bei einer kleinen Gruppe schon ein 60 cm Aquarium aus.
Bei der Haltung einer größeren Gruppe oder einer Vergesellschaftung mit anderen Arten ist ein größeres Becken zu empfehlen.
Ratsam ist ein Bodengrund aus Sand oder ein Kies mit einer feinen Körnung.
Weiches Holz, wie z.B. Moorkienholz, zum Abraspeln sollte nicht fehlen.
Nähere Informationen zum Thema Wurzeln findet ihr hier.
Es sollten viele Versteckmöglichkeiten und Unterstände vorhanden sein.
Hierbei bieten sich Tonhöhlen und Schieferplatten an.
Gerade bei den Höhlen sollte es eine unterschiedliche Auswahl geben.
Eine Bepflanzung mit härteren Pflanzen wie Anubias hat sich gut bewährt.
Näheres über Pflanzen in Welsbecken hier.
Um zu erreichen, dass die Tiere weniger schreckhaft sind, ist auch die Abschattung mit Schwimmpflanzen zu empfehlen.


Das Diskussionsforum zum Thema Beckeneinrichtung findet ihr hier.




Durch Anklicken vergrößern sich das Bild des "Peckoltia" sp. "L 38".


Haltung Da der "Peckoltia" sp. "L 38" eine recht kleine Harnischwels-Variante darstellt,
passt er auch gut als Beifisch in kleinere Aquarien wie die 80 cm Standardbecken.
Die Welse sollten ab einer Wassertemperatur von etwa 25°C gehalten werden.
Eine gute Filterung des Aquariums sollte auf jeden Fall gegeben sein.
Ein zusätzlicher Durchlüfterstein hat sich in vielen Fällen bewährt.
Das Aquarienwasser sollte nicht zu hart sein und im pH-neutralen Bereich liegen.
Für eine gute Wasserqualität sorgt ein regelmäßiger Wasserwechsel im Aquarium.
Beim Futter werden die unterschiedlichsten Frostfuttersorten gerne genommen.
Trockenfutter in Form von Flockenfutter, Granulatfutter, Welschips oder Futtertabletten
von den verschiedenen Herstellern wird in der Regel ohne weiteres angenommen.
Die Tiere benötigen auch einen pflanzlichen Nahrungsanteil, daher ist das Verfüttern von Gemüse sehr zu empfehlen.
Im Allgemeinen gehen sie gerne an Gurken, Zucchini, Kartoffeln und verschiedene Salatsorten.
Für die Haltung ist eine extra Strömung nicht notwendig, erst bei der Zucht ist dies zu empfehlen;
ebenso wie auch die Filterung über Torf, das Absenken des Leitwertes und die Erhöhung der Beckentemperatur.


Das Diskussionsforum zum Thema Welsfutter findet ihr hier.



Die Bezahnung der L 38 ist im Ober- und Unterkiefer etwa gleich groß.
Sie besteht aus einer großen Anzahl zweikuppiger Zähne.


Vergesellschaftung: Für die meisten Gesellschaftsbecken mit friedlichen Arten ist die Haltung des "Peckoltia" sp. "L 38" sehr gut möglich.
Die anderen Beckenbewohner werden im Allgemeinen ignoriert.
Bei der Haltung mit anderen Welsen sollten sehr viele Höhlen im Becken vorhanden sein,
um Streitereien im Vorfeld schon zu vermeiden.


Beschreibung:Die "Peckoltia" sp. "L 38" werden meist etwa 8 cm groß.
Jungtiere haben eine sehr breite und regelmäßige Zeichnung von Querstreifen.
Bei älteren Tieren werden die dunklen Querstreifen zunehmend breiter.
Im Handel wird oft noch eine zweite Variante unter dem selben Namen angeboten,
die als Jungtiere identisch aussehen.
Bei dieser Zwergvariante löst sich das Zeichnungsmuster im Alter auf.
Diese Variante wird als "Peckoltia" sp. "Zwerg" gezeichnet und
ist unter diesem Namen auch schon im Welsatlas Band 2 beschrieben worden.
Weitere Ähnlichkeit besteht zum L 103 aus Venezuela und den L 80. Beide Arten werden aber etwas bulliger und größer.



Bei älteren "Peckoltia" sp. "L 38" werden die dunklen Querstreifen zunehmend breiter.


Zucht: Es handelt sich um einen Höhlenbrüter.
Die Zucht ist uns im Dezember 2005 bei folgenden Wasserwerten gelungen: pH 6,5; KH 2°dH; GH 7°dH; Leitfähigkeit 311 µS/cm; T 27°C.
Aus dem Gelege sind 18 Jungtiere hervorgegangen.
Sofern keine besonderen Umstände vorliegen (Fressfeinde), kann die Aufzucht problemlos im Elternbecken erfolgen. Recht schnell gehen die kleinen Welse auch an die Welschips, die die Elterntiere fressen. Ca. 1,5 Jahre später habe ich von den ersten Nachzuchten von den Tieren aus o.g. Gelege erfahren.




Aufnahmen aus dem Balzverhalten von Peckoltia sp. "L 38".


Sonstiges: Da die Tiere gelegentlich graben, empfiehlt sich Sand oder feiner Kies als Bodengrund. Eventuelle Aufbauten sollten standfest sein. Bei uns haben sie innerhalb von 3 Monaten eine Reihe von 6 Röhren eine Etage (ca. 4 cm) tiefer gelegt.


Das Diskussionsforum zum Thema L-Welse findet ihr hier.






Die "Peckoltia" sp. "L 38" haben 7 Weichstrahlen in der Rückenflosse (Dorsale).
Der erste Strahl in der Rückenflosse wird als Hartstrahl (Dorsalstrahl) bezeichnet und
weist einen leichten Odontodenbewuchs auf.
Die Weichstrahlen spalten sich im letzten Drittel in der Rückenflosse zweimal auf.
Die Rückenflosse (Dorsale) ist am letzten Strahl nicht durch eine Membran mit dem Rücken verbunden.
Die Fettflosse (Adipose) ist nicht mit der Rückenflosse verbunden.
Zwischen den beiden Hartstrahlen (Caudalstrahlen) der Schwanzflosse (Caudale) eines
"Peckoltia" sp. "L 38" sind 14 Weichstrahlen zu zählen, die sich wiederum zum Ende hin aufspalten.
Die Bilder des "Peckoltia" sp. "L 38" können durch Anklicken vergrößert werden.
So sind Feinheiten besser zu erkennen.


Das Diskussionsforum zum Thema Welszucht findet ihr hier.



Haltungs- oder Zuchtberichte von: Haltungs- und Zuchtbericht von Olaf "JayJay" Janßen


Ähnliche Welse: Peckoltia sp. "L 80", Peckoltia sp. "L 103", Peckoltia sp. "Zwerg"


Importsituation: Die "Peckoltia" sp. "L 38" sind immer wieder mal im Zoohandel zu finden.
Es gibt sie gelegentlich als Wildfänge, aber auch als Nachzuchten.
Die meisten Zooläden können diese Tiere beim Großhandel ohne weiteres bestellen.
Da diese Tiere als Wildfänge meist nur während der Fangsaison angeboten werden,
kann es auch mal zu Wartephasen kommen.



Peckoltia sp. "L 38" werden immer mal wieder im Handel angeboten.


Weiterführende Informationen:

Weitere Informationen in der Literatur:
Weitere Informationen im Internet:


Autor:
Elko Kinlechner (L-ko) und Ralf Heidemann


Wir bedanken uns für die Bilder bei Rainer Stawikowski, André Werner und der Fa. Transfish. , Elko Kinlechner (L-ko), Anna Sophie, Enrico Richter und bei Ralf Heidemann (Fischray)




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Wer Informationen hat bezüglich "Peckoltia" sp. "L 38", die noch nicht
berücksichtigt wurden, kann sie gleich als Antwort unter diesen Datenbankeintrag setzen.
Bei der nächsten Bearbeitung dieses Eintrags wird dieses dann berücksichtigt.
Wir sind immer daran interessiert, gutes Bildmaterial für die Datenbank zu sammeln. Wer
diesbezüglich eigene Aufnahmen für die Datenbank hat und diese zur Verfügung stellt,
kann dies hier tun.



Schlüsselwörter: Peckoltia L38 L038 Pará Para Tocantins Brasilien Hypostominae Ancistrini
Sortierung: 040
Größe min: 10
Beckengröße min: 60
Temperatur min: 25
Temperatur max: 29



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Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 14:27 Uhr.

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