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Pseudacanthicus sp. "L 273"
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Beschreibung: Gattung/Art: Pseudacanthicus sp. "L 273"

Synonyme: Titanic-Kaktuswels; Pseudacanthicus sp. "Titanic", L 273 Red Salmon, Red Titanic, Yellow Titanic

Herkunft: Rio Tapajós, Pimental-Itaituba, Pará Brasilien

Vorgestellt: Datz 12/1998

Größe: ca. 35 cm

Wasserwerte:
T: 26 - 29° C
PH 6,0-7,0
weiches Wasser bis 15° dGH

Empfohlene Beckengröße: ab 150 cm, bzw. mindestens 360 l aufwärts


Ein Pseudacanthicus sp. "L 273" aus dem Rio Tapajós.

Geschlechtsunterschiede: Dazu gibt es keine 100 % Angaben, Planet Catfish spricht von farbintensiveren Männchen, die Weibchen sind die eher unscheinbaren grau/schwarz bzw. braun/schwarz gefärbten Exemplare, wenn ich mehr weiß wird es hier in der Rubrik umgehend ergänzt.

Das Diskussionsforum zum Thema Beckeneinrichtung findet ihr hier.


Dies ist ein sehr junger Pseudacanthicus sp. "L 273".

Sozialverhalten: Die Art lebt tagsüber stark zurückgezogen, ist dafür nachts umso aktiver. Bei meinen ist deutlich erkennbar, dass sie nachts auf Nahrungssuche das Aquarium durchstreifen, wobei nicht zu erkennen ist, was sie mit Vorliebe vertilgen.
Vermutlich werden die Futterreste vom Tage von ihnen entsorgt. Die Titan-Kaktuswelse sind absolut friedliche Zeitgenossen gegenüber anderen Zierfischen. Bei ausgewachsenen Exemplaren hört man allerdings hin und wieder von ruppigen innerartlichen Auseinandersetzungen, um die begehrtesten Versteckplätze. Das typische territoriale Welsverhalten.


Durch einen Klick auf das Bild erhält man eine größere Ansicht des Pseudacanthicus sp. "L 273".

Das Diskussionsforum zum Thema Welsfutter findet ihr hier.

Haltung: Kommt aus Klarwasserflüssen, liebt deshalb auch sauerstoffreiches, frisches Wasser. Als Minimum ist der wöchentliche 1/3 Wasserwechsel durchzuführen. Die nachtaktiven Titanic-Kaktuswelse sind definitiv keine Holzfresser, eine Einrichtung mit Moorkienholz ist sinnvoll aber nicht zwingend notwendig. Höhlen zum verstecken werden in jeden Fall benötigt.
Da sie Fleischfresser sind, bevorzugen sie Garnelen, Mückenlarven oder ähnliches. Sie nehmen aber bereitwillig auch Flocken, Granulat oder Tablettenfutter an.


Durch einen Klick auf das Bild erhält man eine größere Ansicht des Pseudacanthicus sp. "L 273".

Zucht: "Bisher nur ein Wunschdenken unter Aquarianern."
Das war die Vergangenheit!
Inzwischen ist es dem Zuchtbetrieb "Aquarium Zebra" von Loo Meng Miang gelungen, diese Art nachzuziehen.
Die recht territorialen Welse wurden erst separat einzeln in 120 cm Becken gehalten.
Bei 26°C - 28°C und einem wöchentlichen Wasserwechsel von 20 % mit einem Leitwert von 200 us/cm.
Das Männchen (30 cm) wurde dann zum kleineren Weibchen (20 cm) ins Becken gesetzt.
Ein Hohlblockstein (in Größe des Weibchens), in den das kleinere Weibchen zur Not flüchten konnte, wurden eingefügt.
Nach einer erfolgeichen Angewöhnung wurde eine 10 cm breite und 40 cm lange Laichhöhle ins Becken gegeben.
Drei Tage blieben beide Welse zum Ablaichen in der Höhle, erst dann verließ das Weibchen diese und das Männchen betreute den Laich.
Da das Männchen nach einer Woche den Laichballen aus der Höhle warf, wurden die Eier separat aufgezogen.
Es konnten 20 Larven erbrütet und aufgezogen werden.
Die Auzucht der Larven gelang ohne weitere Verluste.
Im Allgemeinen kommt es häufig vor, dass unerfahrene Männchen bei den ersten Gelegen die Eier herauswedeln.
Mit etwas Übung und Erfahrung steigern sich dann die Erfolge.
Es ist zu erwarten, dass wir demnächst vielleicht häufiger auf Nachzuchten dieser schönen Art hoffen können.


Das Diskussionsforum zum Thema Welszucht findet ihr hier.


Durch einen Klick auf das Bild erhält man eine größere Ansicht des Pseudacanthicus sp. "L 273".

Sonstiges: "Für einiges Aufsehen sorgte seinerseits die Einfuhr von L 273, der sich schon aufgrund äußerlicher Merkmale vor allem wegen seiner Färbung, deutlich von allen anderen "Kaktuswelsen" unterscheidet. Während in der Kopfregion auf bräunlich-grauen Grund dunkle Tüpfel zu sehen sind zeigt der Körper ein helles, unregelmäßiges Fleckenmuster. Eine ähnliche Zeichnung ist bisher nur von "L 65" bekannt. Anders als bei "L 65" sind bei L 273 die unpaarigen Flossen gelb-braun gemustert und die äußeren Schwanzflossenstrahlen sind zu langen Filamenten ausgezogen." *


Ein Pseudacanthicus sp. "L 273".

Ähnliche Welse: Bekannte weitere Pseudacanthicus Arten sind der
Pseudacanthicus sp. "L 24", Pseudacanthicus sp. "L 25", Pseudacanthicus sp. "L 65" und der Pseudacanthicus cf. leopardus (L 114).
Bei der Gelegenheit möchte ich noch anfügen es ist beachtlich wie viele verschiedene L 273 Farbvarianten auf dem Markt zu kriegen sind: beispielsweise weiß/schwarze, grau/schwarze bis zu braun/schwarze, mit roten, orangenen oder goldenen Flossensaum.

Das Diskussionsforum zum Thema L-Welse findet ihr hier.


Durch einen Klick auf das Bild erhält man eine größere Ansicht des Pseudacanthicus sp. "L 273".

Exportsituation: Diese Harnischwelse dürfen aus Brasilien exportiert werden.
Die brasilianische Regierung regelt ihre Exporte von Zierfischen nun über eine Negativliste.
Diese wird von der IBAMA herausgegeben.
Es dürfen nur Zierfische exportiert werden, die nicht auf der Liste geführt werden.
Die unter Export-Verbot stehenden Fische sind in einem Buch zusammengefasst:
Livro Vermelho 2018 vol6

Bei schweren Verstößen gegen die Exportvorschriften hat die brasilianische Regierung schon
hohe Geldstrafen und auch Gefängnisstrafen verhängt.
Daher sind in den letzten Jahren die Exporte aus Brasilien stark zurückgegangen.
Neue Arten, die bei Aquarianern weltweit immer sehr begehrt waren, sind aus Brasilien eher nicht
mehr zu erwarten. Hier haben sich in den letzten Jahren andere südamerikanische Länder hervorgetan.


Durch einen Klick auf das Bild erhält man eine größere Ansicht des Pseudacanthicus sp. "L 273".

Weitere Informationen: Welsatlas Bd. 2 S. 102, Miniatlas L-Welse S. 235-237

Autor: Bernd Dietz (Fish-Man)
* DB-Eintrag, Autor: André Werner


Ein Pseudacanthicus sp. "L 273".

Wir bedanken uns für Bild 1 bei Ingo Seidel, für Bild 2 bei TPK=Chan Kwok Koon, für Bild 4 bei Steffi Moritz und Oli Drescher und für die Bilder 3 und 5 bei Ralf Heidemann (Fischray), für Bild 6 und 8 bei Tommi Suuripää und für Bild 7 bei Thomas Portugall und Anna Sophie.



Wer Informationen hat bezüglich Pseudacanthicus sp. "L 273", die noch nicht
berücksichtigt wurden, kann sie gleich als Antwort unter diesen Datenbankeintrag setzen.
Bei der nächsten Bearbeitung dieses Eintrags wird dieses dann berücksichtigt.
Wir sind immer daran interessiert, gutes Bildmaterial für die Datenbank zu sammeln. Wer
diesbezüglich eigene Aufnahmen für die Datenbank hat und diese zur Verfügung stellt,
kann dies hier tun.
Schlüsselwörter: Pseudacanthicus L273 273 Pará Para Tapajós Tapajos
Sortierung: 278
Größe min: 35
Beckengröße min: 150
Temperatur min: 26
Temperatur max: 29



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