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Ancistrus sp. "L 71"
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Beschreibung: Gattung/Art: Ancistrus sp. "L 71" = "L 181"= "L 249"

Synonyme: Tüpfelantennenwels, Weißsaumantennenwels

Herkunft: Rio Tapajós, Pará, Brasilien

Vorgestellt: DATZ 10/1990

Die Original-Vorstellung dieses Welses in der Fachzeitschrift Datz als PDF.
Harnischwelse vom Tapajós und Tocantins (L 69 - L 72)


Größe: 20 - 25 cm

Wasserwerte:
T: 25 – 30 °C
pH: 5 – 7,5
GH: bis 20° dGH

Empfohlene Beckengröße: ab 80 cm



Ein L 71 aus dem Rio Tapajós


Geschlechtsunterschiede: Bei geschlechtsreifen Welsen kann man anhand der Körperform
die Geschlechter unterscheiden.
Die Kopfform beim Männchen ist breiter.
Die Männchen bekommen beim Heranwachsen das sogenannte Tentakelgeweih, während die Weibchen
nur einige kurze Stoppeln ausbilden.
Männchen entwickeln einen stärkeren Odontodenbewuchs auf dem Brustflossenstachel.


Sozialverhalten: Wie die meisten Harnischwelse ist auch dieser eine friedliche Art.
Die Tiere sind vom Verhalten her ruhige Vertreter.
Unter geschlechtsreifen Männchen kann es schon mal zu Rangeleien kommen.




Etymologie: Die Gattung Ancistrus bekam ihren Namen in Anlehnung an die
Kiemendeckel -Odontoden. Diese befinden sich in eingeklapptem Zustand hinter den Kiemendeckeln.
Ancistrus wurde von dem griechischen Wort „ankistron“ abgeleitet,
was soviel heißt wie „Widerhaken“ oder auch „Angelhaken“.
Den deutschen Namen „Antennenwels“ bekamen die Tiere wegen der geweihartigen Tentakeln
der geschlechtsreifen Männchen.



Welchen Sinn die Tentakeln auf dem Kopf des Männchens haben, ist derzeit noch spekulativ.
Es wird angenommen, dass die Tentakeln Jungfische vorgaukeln, womit die Tiere Weibchen zum Ablaichen
anregen wollen. Oder dass sie ein Sekret absondern, welches die Jungwelse als Nahrungsergänzung nehmen.
Ebenso gibt es die Annahme, dass die Gelege mit den Tentakeln gesäubert werden. Auch gibt es die These,
dass das Geweih eine Art Zeichen der Rangordnung darstellt.
Ob eine These oder gar etwas ganz anderes dahinter steckt, ist zur Zeit nur reine Spekulation.
Das Geweih des Ancistrus hat nichts mit einem Geweih im eigentlichen Sinn zu tun.
Vielmehr ist es sehr weich, mehr wie ein weicher glitschiger Schwamm.


Beckeneinrichtung: Für ein Paar Ancistrus aus Nachzuchten sollte mindestens ein 80 cm
Becken verwendet werden. Bei größeren Wildfängen könnte schon mal ein 100 cm Becken nötig sein.
Wenn eine Gruppe gepflegt werden soll, empfiehlt es sich, auf dementsprechend größere Becken zurückzugreifen.
Jungtiere können beim Heranwachsen natürlich erst mal in kleineren Becken gepflegt werden, ohne
dass es zu Problemen kommt.
Das Aufwuchsbecken sollte dann aber, je nach dem Platzbedarf der Welse, ebenfalls Stück für Stück größer
gewählt werden.
Im Allgemeinen hat sich als Bodengrund Sand oder feiner Kies bewährt.
Das Becken kann auch mit festeren Wasserpflanzen bepflanzt werden.
Näheres über Pflanzen in Welsbecken hier.
Wie bei den meisten Harnischwelsarten sollten die Aquarien strukturell unterteilt werden, um einzelne
Territorien zu schaffen, hauptsächlich bei der Gruppenhaltung.
Dazu bieten sich Wurzeln oder auch Schieferplatten an.
Nähere Informationen zum Thema Wurzeln in Welsbecken findet ihr hier.
Die Wurzeln bieten auch gute Unterschlupfmöglichkeiten an, damit sich die Tiere zurückziehen können.
Gerade bei dieser Gattung ist es ausgesprochen wichtig, dass es sich um weiches Wurzelholz handelt.
Es sollte auch recht viel Wurzelholz im Becken vorhanden sein.
Des weiteren brauchen die Welse Verstecke in Form von Höhlen, Spalten oder auch Steinaufbauten.
Über die Größe und Art der Höhlen haben wir im Forum einen extra Bericht angefertigt. Dieser ist hier zu finden.
Außerdem ist es von Vorteil, mehr Höhlen im Becken anzubieten als Welse vorhanden sind.
Gerade bei der Haltung im Gesellschaftsbecken sind ruhige oder auch sichere Rückzugsorte
mit Fluchtmöglichkeiten für diese Welse recht wichtig.


Das Diskussionsforum zum Thema Beckeinrichtung findet ihr hier.





Haltung: Diese Tiere sind im mittleren Amazonas und seinen Nebenflüssen stark verbreitet.
Wie in den Rio Tapajós, Rio Trombetas, Rio Tefé, Rio Xingú, Rio Cuminá und Rio Manacapuru.
In der Natur sind diese Welse unter Steinen versteckt oder auf Holz zu finden.
Ansammlungen von angeschwemmtem Totholz sind häufig ein beliebter Platz für diese Welse.
Sie wurden in Schwarzwasser- und auch in Klarwasserflüssen nachgewiesen.
Außerdem wurden sie in fließendem Wasser, aber auch in der Trockenzeit in Restwasserstellen gefangen.
Das Becken sollte gut gefiltert werden und am besten einen zusätzlichen Durchlüfterstein besitzen.
Dies hat einen positiven Effekt auf das Wohlbefinden und Verhalten der Tiere, da sie dann meist aktiver sind.
Das liegt daran, dass Harnischwelse im Allgemeinen in den eher sauerstoffreichen und gut durchströmten
Bereichen der Flüsse beheimatet sind. Sie können aber auch ohne einen erhöhten Sauerstoffanteil zurechtkommen.
Diese Welse können zur Not anscheinend Sauerstoff über die Luft atmen, indem sie bei Sauerstoffmangel im Aquarium an der Aquarienscheibe oben leicht durch den Wasserspiegel stoßen und ein Wasser-Luft-Gemisch einsaugen.

Laut Literatur wird darauf hingewiesen, dass diese Welse pflanzliche wie auch tierische Nahrung fressen.
Die tierische Nahrung wird von den Welsen im Allgemeinen lieber gefressen,
in Form von Frostfutter, wie rote/schwarze/weiße Mückenlarven, Wasserflöhe, Moinas, feiner Krill,
Artemia, Cyclops und noch einiges mehr. Fischfilet ist, wie bei vielen anderen Welsen, ebenfalls
eine sehr beliebte Spezialität. Auch Muschelfleisch und die sogenannten Meeresfrüchte werden nicht verschmäht.
Lebendfutter, das beim Tümpeln gefangen wurde, oder auch Futtertierzuchten wie Artemia, Grindal
oder Enchyträen sind natürlich auch beliebt bei diesen Welsen.
Es sollte regelmäßig pflanzliches Futter gereicht werden.
Bei einigen Welsen wird das Pflanzenfutter mal mehr und bei anderen mal weniger gern genommen,
da haben die Tiere teilweise unterschiedliche Geschmäcker.
Merkwürdigerweise konnte ich bei mir keinen dieser Welse ans pflanzliche Futter bekommen.
Ich halte und züchte diese Welse seit Jahrzehnten, ohne dass diese Welse pflanzliches Futter in Form von
Salaten verschiedener Art, Gurken, Zucchini oder auch Kartoffeln angenommen haben.
Aber versuchen sollte man es mal, vielleicht wird es ja was.
Trockenfutter in den verschiedensten Arten wird gern gefressen.
Im Handel gibt es die verschiedensten Futtersorten für eine ausgewogene Ernährung dieser Welse.
Ob nun als Granulat, Flockfutter, Futterpellets, in Tablettenform oder als Futterchips spielt für die Welse
kaum eine Rolle. Einige Welspfleger verfüttern mit viel Erfolg auch ihren selbst gemachten Futterbrei.
Bei Magenuntersuchungen von frisch gefangenen Wildfangtieren zeigte sich immer wieder, wie
auch bei dieser Gattung, dass Holzbestandteile vorhanden waren.
Biologen und Ichthyologen betrachten dies als Indiz dafür, dass Holz einen festen Bestandteil
ihrer natürlichen Nahrung oder zumindest eine Nahungsergänzung darstellt.
Möglich wäre auch eine Aufnahme des Holzes durch das Abweiden der Baumrinde
auf der Suche nach Kleintieren oder Bakterien- und Algenbelag.
In der Fachliteratur wird immer wieder darauf hingewiesen, dass diese Welse für
ihre Darmflora einen gewissen Teil Holz benötigen.
Die Futterindustrie bietet inzwischen Trockenfutter mit beigemengten Holzfasern an
für eine natürliche Ernährung, meist in Tablettenform.
Weiches Wurzelholz im Becken würde natürlich ebenfalls ausreichen, das diese Welse
gegebenenfalls dann als Nahrungsergänzung ansehen würden.
Wichtig ist bei der Ernährung, dass recht abwechslungsreich gefüttert wird. Dies ist
für eine dauerhafte Gesundheit der Harnischwelse wichtig.

Auch bei den Wasserwerten stellt er den Pfleger vor keine große Aufgabe.
Er kommt ohne weiteres mit den meisten Leitungswassern zurecht.
Eine große Wasseraufbereitung ist nicht nötig.
Ein wöchentlicher Teilwasserwechsel ist für eine erfolgreiche Pflege angebracht.
Je größer das Haltungsbecken gewählt ist, desto stabiler sind die Wasserwerte.
Auch die Pflege des Beckens wird einfacher, je größer dieses ist.
Ein pH-Wert um die 6 - 7 ist den Tieren vollkommen recht. Man sollte aber anmerken, dass
die Vermehrung zwar ohne weiteres bei diesen Wasserwerten vorkommt, aber bei einem leicht
saureren pH-Wert passiert es in der Regel häufiger.
Für die Filterung gibt es die verschiedensten Möglichkeiten. Da wurde Hier schon mal einiges
zusammengetragen.
Alles in allem ist dieser Wels ein ausgezeichneter Anfängerfisch fürs Gesellschaftsbecken.



Das typische Maul eines Ancistrus sp. „L 71/L 181/L 249“ (Aufwuchsfresser).


Das Diskussionsforum zum Thema Welsfutter findet ihr hier.




Oberkieferbezahnung eines Ancistrus sp. „L 71/L 181/L 249“. Unterkieferbezahnung eines Ancistrus sp. „L 71/L 181/L 249“.


Vergesellschaftung: In einem sogenannten Gesellschaftsbecken kann der Ancistrus
durchaus gut gepflegt werden. Er neigt nicht dazu, andere Fische zu erjagen.
Geschlechtsreife Männchen können sich in kleineren Becken schon mal bekämpfen, was in der Regel
nicht weiter gefährlich ist.
Bei der Fütterung können sich robustere größere Welse mal ums Futter drängeln und streiten.
Das ist normal und bringt keine weiteren Probleme mit sich.
Bei mehreren ausgewachsenen Männchen in einem Becken reicht es schon, einfach an mehreren Stellen
gleichzeitig zu füttern.
Es ist vollkommen unproblematisch, diese Welse auch mit kleineren Fischen wie Salmlern zu vergesellschaften.
Bei der Vergesellschaftung sollte natürlich darauf geachtet werden, dass die Wasserwerte der Pfleglinge nahezu identisch sind. Es wird auf die Dauer gesehen keinen Erfolg versprechen, Tiere mit unterschiedlichen
Grundanforderungen in einem Becken zu pflegen. Mit Grundanforderungen sind die Beckentemperatur,
die Wasserhärte, der pH-Wert, die unterschiedlichen Futterarten und ähnliches gemeint.
Auch die unterschiedliche Stressempfindlichkeit von Fischen muss beachtet werden.
Einige Arten haben es lieber eher ruhig, während andere wesentlich toleranter gegenüber Störungen sind.
Da es von der Seite des Ancistrus sp. kaum Bedenken gibt, sollte darauf geachtet werden, dass
diese ruhigen Welse nicht von anderes Bewohnern attackiert werden, wie zum Beispiel von einigen Barschen,
die schon mal die Flossen der Welse mehr oder weniger stark beschädigen können.
Ob die Tiere, die vergesellschaftet werden, aus ein und dem selben Ursprungshabitat stammen
oder von verschiedenen Kontinenten, ist eher eine Frage der allgemeinen Vorlieben des Halters.
Wenn die Pflegbedingungen übereinstimmen, spricht in der Regel nichts dagegen.




Sonstiges: Ausgehungerte Welse lassen sich meist am besten mit kräftigem Frostfutter wieder aufpäppeln.
Diese genügsamen Harnischwelse können schon mal zwischen 10 und 20 Jahre alt werden.
In Südamerikas Flüssen sind eine Vielzahl von schwarzen Welsen mit weißen Punkten bekannt.
Darunter ist auch eine große Auswahl an Ancistren zu finden, was eine genaue Bestimmung
nicht gerade einfach macht. Das Punktmuster verändert sich auch beim Heranwachsen mit der Größe des Fisches.
Bei Jungtieren ist in der Rücken- und in der Schwanzflosse noch ein weißer Saum zu finden.
Der Saum geht je nach Zuchtstamm zwischen 4 cm bis 8 cm Körperlänge verloren.
Auch ist die Breite des Saums je nach Zuchtstamm unterschiedlich, das kann zum Teil sehr variabel sein.
In der Aquaristik ist der „L 71/L 181/L 249“ der am häufigsten vorkommende schwarze Ancistrus
mit weißen Punkten.

Die meisten Verwechslungen entstehen zwischen den „L 71/L 181/L 249“ und den Ancistrus dolichopterus
„L 183“, da sie im Handel sehr oft unter dieser Bezeichnung verkauft werden.
Oftmals werden sie schon vom Großhandel oder gar Importeur unter dieser Bezeichnung geliefert und
dann darunter an den Kunden weitergegeben.
Da die meisten Zoohändler nicht gerade die spezialisierten Welsexperten sind, fallen solche Fehler selten auf.
Daher ist eine falsche Bezeichnung fast schon eher häufig anstatt, wie es sein sollte, selten.
Aus diesem Grund werden auch Nachzuchten immer mal wieder anders bezeichnet.
Gelegentlich werden sie auch als Ancistrus hoplogenys verkauft, was allerdings der L 59 ist.
Da die Jungtiere einen weißen Saum haben, werden sie daher häufig unter der deutschen Bezeichnung
„Weißsaumantennenwels“ verkauft. Was nicht wirklich falsch ist, bezogen auf den weißen Saum, aber eben auch
für den L 183 verwendet wird.

Dies ist ein Ancistrus dolichopterus "L183":

Das beste Unterscheidungsmerkmal zwischen „L 71/L 181/L 249“ und „L 183“ ist die Anzahl der Weichstrahlen
in der Rückenflosse. Während die meisten Welse der Gattung Ancistrus 7 Weichstrahlen haben,
haben die „L 71/L 181/L 249“ 7 – 8 Weichstrahlen, während die „L 183“ 8 – 10 Weichstrahlen besitzen.
Während die „L 71/L 181/L 249“ ihren Saum komplett verlieren, behalten die L 183 meist ihren Saum.
Bei den L 183 wird der Saum im Alter ebenfalls immer schmaler, teilweise kommt es auch vor, dass der Saum
bei einigen Tieren nahezu komplett verschwindet. Das ist je nach Zuchtstamm leicht unterschiedlich.
Unter Stress und im Alter werden die L 183 eher gräulich als die „L 71/L 181/L 249“.
Bei Jungfischen ist die Bestimmung meist schwieriger, da man für das Zählen der Weichstrahlen
schon eine Lupe braucht.

Ich habe aus Versehen mal zwei Nachzucht-Würfe in ein Becken zusammen gesetzt. Das eine
waren Nachzuchten von „L 71/L 181/L 249“, das andere von „L 183“, beide Würfe in der gleichen Größe.
Die Tiere waren um die 4 cm, hatten beide ihren weißen Saum und sahen identisch aus.
Als ich das Versehen bemerkte, konnte ich keinen Unterschied feststellen.
Ein befreundeter Aquarianer (G. Arndt) erzählte mir bei einem BSSW-Treffen, dass es noch eine
Unterscheidungsmöglichkeit gibt. Der Grund, warum die L 183 auch „blaue Antennenwelse“ heißen,
ist der blaue Schimmer in den Flossensäumen. Auf den ersten Blick sehen sie identisch aus.
Strahlt man den Wels von hinten mit einer Taschenlampe an, so schimmert der Saum des L 183 bläulich,
während der Saum beim „L 71/L 181/L 249“ rein weiß leuchtet.
Auf diese Weise ist es tatsächlich gelungen die Jungtiere zu trennen.

Zum Thema „Wer ist der Blaue Antennenwels“ ein Artikel von Ingo Seidel in der DATZ.


Das Diskussionsforum zum Thema L-Welse findet ihr hier.




Dieser Ancistrus sp. „L 71/L 181/L 249“ hat 8 Weichstrahlen in ihrer Rückenflosse,
die sich auch noch mehrfach aufspalten.
Die Fettflosse dieser Harnischwelse ist wie bei vielen anderen nicht mit der Rückenflosse verbunden.




Die Kiemendeckel-Odontoden eines Ancistrus sp. „L 71/L 181/L 249“ Männchens.
Durch das Abspreizen der Kiemendeckel-Odontoden verhakt ein Ancistrus sehr schnell im Fangnetz.


Zucht: Bei dem Ancistrus sp. handelt es sich um einen Höhlenbrüter.
Während die Welse in der Natur Steinspalten oder Ausbuchtungen im Totholz als Schutz für
ihre Gelege heranziehen müssen, hat sich im Aquarium der Einsatz von Ton- oder Schieferhöhlen
durchaus bewährt. Näheres zum Thema Höhlen findet ihr hier.
Für eine Erhöhung des Zuchterfolges ist es sinnvoll, wenn die Höhlen von der Größe
her den Welsen angepasst sind.
Gerade wenn mehrere große Männchen in einem Becken leben, hat es sich von Vorteil gezeigt,
das Becken in mehrere Bereiche (Territorien) optisch zu unterteilen.
So sind die Welse innerartlich noch wesentlich ruhiger, was für eine Vermehrung förderlich ist.
Die „L 71/L 181/L 249“ laichen auch schon in einem mittelharten Leitungswasser ab.
Leichter ist die Vermehrung in weicherem und leicht saurem Wasser.
Eine zusätzliche Strömung und mehrmaliger Wasserwechsel mit leicht kühlerem Wasser
hilft bei der Laichanregung der Tiere. Wichtig ist auch, dass die Zuchttiere gut im Futter stehen.
Das Männchen pflegt und verteidigt das Gelege bis die Jungfische schlüpfen und auf sich alleine gestellt sind,
wie bei den Harnischwelsen üblich.



Jungwelse fressen im Prinzip das selbe wie die Elterntiere, nur eben für ihre Größe angepasst verkleinert.
Die Aufzucht wird am besten separat gemacht, in einem extra Becken oder einem Einhängekasten („Gerdkasten“).
So ist eine gezielte Ernährung der Jungfische bei der Aufzucht gewährleistet.
Um den Stress unter den Jungwelsen zu minimieren, sollte man viele kleine Röhren als
Verstecke im Aufzuchtbehälter platzieren. So haben die Jungtiere einen Unterschlupf,
in dem sie sich sicher fühlen. Bei Rangeleien unter den Jungwelsen stehen immer zwei Ausgänge
zur Verfügung. Das senkt den Stress und erhöht dadurch die Wachstumsgeschwindigkeit der Welse.





Das Diskussionsforum zum Thema Welszucht findet ihr hier.



Importsituation: Diese Welse sind im Handel recht leicht zu bekommen. Sie werden als Wildfänge
und auch als Nachzuchten immer mal wieder angeboten.
Sehr häufig werden sie auch unter der Bezeichnung „Weißsaum-„ oder „Tüpfelantennenwels“ angeboten.
Auch sind sie immer mal wieder falsch bezeichnet als L 183 im Handel anzutreffen.
Da diese Welse recht häufig vermehrt werden, sind sie eher im Handel anzutreffen als die L 183, die
als Jungwelse ein identisches Aussehen haben.







Ähnliche Welse: Ancistrus sp. "L 289", Ancistrus sp. “L 327”, Ancistrus sp. “L 180”, Ancistrus sp. “L 344”, Ancistrus sp. “L 100”, Ancistrus sp. “L 183”, Ancistrus leucostictus.


Weiterführende Informationen: Welsatlas Bd. 2 S. 184.
Miniatlas L-Welse S. 67.
Back to Nature Handbuch für L-Welse, Seite 68.


http://www.welse.net/SEITEN/ancist.htm

http://www.aquarienclub.de/welse/index.html

http://www.planetcatfish.com/catelog...pecies_id=1249

http://www.coryforum.de/thread.php?g...b2111d05bf65e4

http://www.nature2aqua.de/BilderSeiten/L181/index.php

http://www.austria-aqua.net/modules....rstennasenwels

http://www.aquanet.de/Magazine/Detai...a-6cac9f8bd4d0


Das Auge von Ancistrus sp. „L 71/L 181/L 249“.


Autor: Ralf Heidemann

Wir bedanken uns für die Bilder bei Ralf Heidemann (Fischray).


Wer Informationen hat bezüglich Ancistrus sp. „L 71/L 181/L 249“, die noch nicht
berücksichtigt wurden, kann sie gleich als Antwort unter diesen Datenbankeintrag setzen.
Bei der nächsten Bearbeitung dieses Eintrags wird dieses dann berücksichtigt.
Wir sind immer daran interessiert, gutes Bildmaterial für die Datenbank zu sammeln. Wer
diesbezüglich eigene Aufnahmen für die Datenbank hat und diese zur Verfügung stellt,
kann dies hier tun.







Schlüsselwörter: Ancistrus L71 L071 181 L181 249 L249 Pará Para Tapajos Tapajós Brasilien
Sortierung: 073
Größe min: 25
Beckengröße min: 120
Temperatur min: 25
Temperatur max: 29



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