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Fr April 7, 2006
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Beschreibung:
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Gattung/Art: Panaque sp. ( L 191 ), Grüner Panaque
Synonyme: Dull-Eyed Royal Pleco, Broken Line Royal Pleco, Green Panaque, Panaque cf. Suttonorum green
Herkunft: Rio Caguán, Caquetá, Kolumbien
Vorgestellt: DATZ 02/1995
Die Original-Vorstellung dieses Welses in der Fachzeitschrift Datz als PDF.
Loricariiden aus Venezuela (L 190 - L 195)
Größe: über 40 cm
Wasserwerte:
T: 24 - 29°C
pH: 6,0 - 7,5
KH: 0 - 5° dH
GH: 0 - 20° dH
Empfohlene Beckengröße: ab 150 cm

Ein Panaque sp. "L 191" aus dem Rio Caguán.
Geschlechtsunterschiede: Große und laichreife Männchen bilden ein Bündel von extrem starken und
langen Stacheln (Odontoden) hinter den Kiemendeckeln aus.
Auch am Ende des Brustflossenstrahls bilden sich lange Odontoden aus.
Bei Untersuchungen an toten Panaque hat sich gezeigt, dass auch Weibchen die Odontoden an den Kiemen
sehr lang ausbilden können. Die Angaben wurden vom Gattungstypus übernommen.
Porträtaufnahme von L 191.
Sozialverhalten: Ruhige Art, wenn auch mal bei größeren Tiere gelegentlich innerartliche Rangeleien.
Etymologie: Ausnahmsweise nicht aus dem Griechischen oder Lateinischen. Eigenmann & Eigenmann
übernahmen 1889 bei der Gattungsbeschreibung den Namen „Panaque“ von den ansässigen Flussbewohnern,
die P. nigrolineatus so bezeichnen.

Beckeneinrichtung: In ein bepflanztes Hollandaquarium sollte man keine Panaque einsetzen, es sei denn,
man möchte seinen Pflanzenbestand stark reduzieren.
Näheres über Pflanzen in Welsbecken hier.
Die L 191 sind natürlich auch strömungsliebend.
Vorsicht ist geboten, wer große Plexiglasbecken hat oder Styroporrückwände. Auch auf Stromkabel sollte verstärkt
geachtet werden, da Panaque überall gerne raspeln.
Da Wurzeln regelrecht geschreddert werden, sollte ein leistungsstarker Außenfilter betrieben werden.
Nähere Informationen zum Thema Wurzeln findet ihr hier.
Gerade auch als Versteckmöglichkeit sind Wurzeln in einem Panaquebecken dringend nötig.
Wenn man ihnen Höhlen anbietet, sind sie sehr selten darin zu finden.
Näheres zum Thema Höhlen findet ihr hier.
Das Diskussionsforum zum Thema Beckeinrichtung findet ihr hier.

Aufnahme eines L 191
Haltung: Sie betrachten Pflanzen als ausgezeichnete Nahrungsergänzung.
Als jüngere Tiere bevorzugen sie noch die weicheren Pflanzenarten, was bei Alttieren oftmals egal zu sein scheint.
Als Grundeinrichtung eines Panaque-Beckens ist natürlich Holz anzusehen, im Aquarium meist in Form von Wurzeln,
da die Tiere dieses wohl schon alleine für ihre Verdauung benötigen.
Da die Tiere einen starken Raspeltrieb aufweisen und außerdem noch einen starken Stoffwechsel haben,
sollte ein Panaque-Becken verstärkt gefiltert werden.
Da Panaque-Arten aus Klar- und Weißwasserflüssen stammen, sollte auch der L 191 nicht bei einem pH-Wert
von unter 6 gepflegt werden.
Der Panaque sp. "L27" aus
dem Rio Tapajós ist die einzige Ausnahme. Die Wasserbedingungen erfüllt meist das einfache Leitungswasser,
nur auf die Wasserqualität (Nitrit) sollte verstärkt geachtet werden.
Um eine Gruppe zu pflegen, sollte früh ein großes Becken zur Verfügung stehen, da schon halbwüchsige Tiere mit
Erlangen der Geschlechtsreife zu Rangeleien neigen.
Das Becken sollte daher mit Wurzeln und Aufbauten sichtschützend unterteilt werden.
Die L 191 brauchen viele Versteckmöglichkeiten, wenn sie in einer Gruppe gehalten werden.
Bei der kleinsten Störung flüchten die Tiere meist in ihr persönliches Stammversteck.
Da die Tiere als sehr gute Algenfresser bekannt sind und in Diskusbecken große Beliebtheit gefunden haben,
ist der Hinweis angebracht, sie nicht mit Rinderherz und ähnlichem zu füttern.
Sie fressen zwar gierig diese proteinhaltige Nahrung, was sich auch beim Wachstum bemerkbar macht,
dies kann aber zu Verfettung und Erkrankungen führen.
Die L 191 sollten große Mengen pflanzlicher Kost erhalten und gelegentlich auch Frostfutter.
Je älter und damit größer die Panaque werden, desto langsamer wachsen die Tiere.
Zum einen, da sie im Vergleich zu ähnlich groß werdenden Arten wie Glyptoperichthys von Anfang an
langsamer heranwachsen, und zum anderen, da sie im Vergleich zu manch anderen Harnischwelsen für
jeden Zuwachs in der Länge eine erhebliche Zunahme an Volumen brauchen.

Das Diskussionsforum zum Thema Welsfutter findet ihr hier.
Das typische Maul eines sogenannten Holzfressers.
Vergesellschaftung : Größere Tiere können teritorial werden, trotzdem ist es zu empfehlen sie in einer
Gruppe zu halten. Das Becken sollte dann groß genug sein und die Einrichtung dementsprechend angepasst.
Die Art ist nicht räuberisch und kann mit sämtlichen friedlichen Fischen vergesellschaftet werden.
Das können Salmler, Barben, Fadenfische, Lebendgebärende oder auch Barsche sein.

L 191
Namensgebung: Panaque nannten schon die Einheimischen die Welse dieser Art, daher
übernahmen Eigenmann & Eigenmann 1889 diesen Namen in ihrer Gattungsbeschreibung.
Dass in einigen Bezeichnungen für diese Panaque – Variante das Wort „grün“ fällt, liegt durch ihre
Grünfärbung ja auf der Hand.

L 191
Sonstiges: Der L 191 stammt laut Angaben von Werner (Transfish) aus dem Rio Caguán.
Der Rio Caguán ist einer der Zuflüsse des Rio Caguáu. Auffällig ist bei großen Panaque (50cm)
der riesig wirkende Kopfbereich, der das gesamte Tier prägt, damit verbunden auch eine enorme Körperhöhe
im Vergleich zur Körperlänge.
Von L 191 wurden nach Aussagen noch keine Welse über 25cm Länge importiert, was aber trotzdem vermuten lässt,
dass die Tiere eher im Größenbereich des Panaque nigrolineatus anzusehen sind.
Häufig werden ältere L 191 mit der Zeit immer dunkler.
Zur Zeit kommen L 191 sehr oft mit den L 190 zu uns nach Deutschland.
Da aus Brasilien der Import von Panaque (L 27) zur Zeit ausbleibt, kommen nun mehr Welse aus den
Nachbarländern zu uns, wie auch aus Kolumbien.
Im Handel werden sie in letzter Zeit gelegentlich unter der Bezeichnung L 90 angeboten, was eigentlich
vollkommen falsch ist. In wiefern die Welse der Panaque nigrolineatus – Gruppe alles eigenständige
Arten sind oder eventuell Fundortvarianten, ist noch nicht eindeutig zu klären.
Das Diskussionsforum zum Thema L-Welse findet ihr hier.

Meistens haben die L 191 7 Weichstrahlen, die sich zum Ende verzweigen.
Die Fettflosse ist nicht mit der Rückenflosse verbunden.

Die teilweise noch durchsichtige Schwanzflosse der jungen Panaque färbt sich beim Heranwachsen
der Welse langsam in die Grundfärbung des Tieres um.
Zucht: Die Zucht von L 191 ist in der Aquaristik wahrscheinlich noch nicht gelungen.
Die einzige bekannte Panaque-Zufallszucht fand bei einem Panaque cochliodon-Pärchen statt (Vires).
Dies geschah in einer vorher ausgeraspelten Mulde in einer Wurzel.
Da in den Herkunftsgebieten der L 191 keine geeigneten Bruthöhlen zu finden sind, ist die Annahme gegeben,
dass auch der L191 durchaus in einer Mulde ablaichen könnte.
Weitere interessante Informationen über die P. cochliodon Zucht im Wels Atlas 2.
BeiCochliodon, einer recht nahen Gattung, gab es Berichte über das Ablaichen unter Pflanzen im
Aquarium trotz vorhandener Höhlen.
http://www.malawicichlidhomepage.com...g_panaque.html
http://www.aqua4you.de/forum_thread16604.html?seite=1

Das Diskussionsforum zum Thema Welszucht findet ihr hier.

Ähnliche Welse: L 418
Wer interessantes Bildmaterial seiner Welse hat, kann es hier veröffentlichen.
Auge von L 191. Das Auge ist mit einem kleinen Irislappen bedeckt.
Weitere Informationen : Wels Atlas Band 2 , Seite 803-804.
Back to Nature Handbuch für L-Welse, Seite 174.
Datz 02/1995, Seite 132-133.
http://www.pleco.de/panaque/l191/bilder_l191.htm
http://www.welse.net/SEITEN/panaallg.htm
http://www.welse.net/SEITEN/nigrolin.htm
http://www.planetcatfish.com/catelog...species_id=642
http://www.aquanet.de/content/lexiko...5357b2fa7e?t=1
http://www.malawifish.com/welse_l191.html
http://www.plecofanatics.com/article...ntry.php?e=271
http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzlinien_Harnischwels
Autor: Ralf Heidemann (Fischray)
Wir bedanken uns für die Bilder bei Ralf Binninger, für 3 bei Walter Lechner, für Bild 2 bei
Mike Hemetsberger (fishworld) und für die Bilder von Ralf Heidemann (Fischray), Andreas Jekel (www.geophagus.de).
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Die statistischen Daten sind von welse.ch!
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Wer Informationen hat bezüglich Panaque sp. ,( L 191 ), die noch nicht
berücksichtigt wurden, kann sie gleich als Antwort unter diesen Datenbankeintrag setzen.
Bei der nächsten Bearbeitung dieses Eintrags wird dieses dann berücksichtigt.
Wir sind immer daran interessiert, gutes Bildmaterial für die Datenbank zu sammeln. Wer
diesbezüglich eigene Aufnahmen für die Datenbank hat und diese zur Verfügung stellt,
kann dies hier tun.
Auch wer einen guten oder interessanten Link zu dieser Art kennt, kann ihn hier gleich als Antwort posten.
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Schlüsselwörter:
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Panaque L191 Caguan Caqueta Kolumbien Hypostominae Ancistrini
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Beckengröße min:
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29
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