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Panaqolus sp. "L 104"
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Beschreibung: Gattung/Art: Panaqolus sp. "L 104"

Synonyme: Zierbinden–Zwergschilderwels, Clown–Pleco, Peckoltia vittata, Panaqolus maccus, Panaqolus cf. maccus, LDA 67 (Das Aquarium 6/02), L 104, L 105, L 448, Clownsucker

Herkunft: Amazonas, nahe Puerto Ayacucho (?), Venezuela

Vorgestellt: DATZ 8/1992

Die Original-Vorstellung dieses Welses in der Fachzeitschrift Datz als PDF.
Weiter gehts! (L 103 - L 107)


Größe: 6 - 8 cm

Wasserwerte:
T: 24 – 28 °C
pH: 5 – 7,5
GH: bis 20° dGH



Ein Panaqolus sp. aff. maccus "L 104" aus Venezuela, nahe Puerto Ayacucho.
L 104 ist aller Wahrscheinlichkeit nach ein Variante von L 448.



Geschlechtsunterschiede: Die Odontoden sind gerade auf dem Schwanzstiel bei geschlechtsreifen Männchen wesentlich stärker ausgebildet.
Die Weibchen sind von der Form her leicht an ihrem Laichansatz zu erkennen,
während die Männchen eine wesentlich schmalere Taille haben.

Sozialverhalten: Im Allgemeinen eine lebhafte und unproblematische Art.
Untereinander kann es zwar zu Rangeleien kommen, die aber in der Regel nicht besonders schlimm werden.
Die Welse können auch mit größeren Tieren zusammen gehalten werden, da sie sehr robust sind.



Ein Panaqolus sp. aff. maccus Weibchen mit 7 cm.


Beckeneinrichtung: Das Becken sollte mindestens 60 cm lang sein für eine dauerhafte Pflege.
Wenn eine Gruppe gepflegt werden soll, empfiehlt es sich, auf dementsprechend größere Becken zurückzugreifen.
Jungtiere können beim Heranwachsen natürlich erst mal in kleineren Becken gepflegt werden, ohne
dass es zu Problemen kommt.
Das Aufwuchsbecken sollte dann aber, je nach dem Platzbedarf der Welse, ebenfalls Stück für Stück größer
gewählt werden.

Als Bodengrund hat sich Sand oder feiner Kies bewährt.
Das Becken kann auch mit festeren Wasserpflanzen bepflanzt werden.
Näheres über Pflanzen in Welsbecken hier.
Die Becken sollten strukturell unterteilt werden, um einzelne Territorien zu schaffen, gerade bei der Gruppenhaltung.
Dazu bieten sich Wurzeln oder auch Schieferplatten an.
Nähere Informationen zum Thema Wurzeln in Welsbecken findet ihr hier.
Die Wurzeln bieten auch gute Unterschlupfmöglichkeiten an, damit sich die Tiere auch mal zurückziehen können.
Gerade bei dieser Art ist es ausgesprochen wichtig, dass es sich um weiches Wurzelholz handelt.
Es sollte auch recht viel Wurzelholz im Becken vorhanden sein.

Des weiteren brauchen die Welse Verstecke in Form von Höhlen, Spalten oder auch Steinaufbauten.
Über die Größe und Art der Höhlen haben wir im Forum einen extra Bericht angefertigt. Dieser ist hier zu finden.
Außerdem ist es von Vorteil, mehr Höhlen im Becken anzubieten als Welse vorhanden sind.
Gerade bei der Haltung im Gesellschaftsbecken sind ruhige oder auch sichere Rückzugsorte
für Welse recht wichtig.


Das Diskussionsforum zum Thema Beckeinrichtung findet ihr hier.




Porträtaufnahme eines Panaqolus sp. aff. maccus.


Haltung: Der Panaqolus sp. aff. maccus ist in der Haltung sehr unkompliziert.
Bei der Nahrung sind sie nicht besonders wählerisch. Gefressen wird so ziemlich alles, was es an
Futtersorten im Handel so zu kaufen gibt.
In der Natur sind diese Welse häufig, wenn nicht sogar ständig, auf Holz und im Holz zu finden.
Ansammlungen von angeschwemmten Totholz sind häufig ein beliebter Platz für diese Welse.
Das Becken sollte recht stark gefiltert werden und mit Hilfe eines Diffusors oder eines Durchlüftersteins mit
Sauerstoff angereichert werden. Dies hat einen positiven Effekt auf das Wohlbefinden und Verhalten der Tiere.
Das liegt daran, dass Harnischwelse im Allgemeinen in den eher sauerstoffreichen und gut durchströmten
Bereichen der Flüsse beheimatet sind.

Diese Welse gehören zu den sogenannten Holzfressern, obwohl es im Prinzip Allesfressern sind.
Sie fressen pflanzliche wie auch tierische Nahrung.
Es wird in der Literatur häufig darauf hingewiesen, dass diese Tiere rein pflanzlich ernährt werden sollen.
Mit einer rein pflanzlichen Ernährung kommen diese Welse auch gut zurecht, nur hat sich auch gezeigt,
dass ein ausgewogener tierischer Anteil das Wachstum fördert und zum Laichansatz anregt.
Die tierische Nahrung wird von den Welsen im Allgemeinen lieber gefressen,
in Form von Frostfutter, wie rote/schwarze/weiße Mückenlarven, Wasserflöhe, Moinas, feiner Krill,
Artemia, Cyclops und noch einiges mehr. Fischfilet ist, wie bei vielen anderen Welsen, ebenfalls
eine sehr beliebte Spezialität. Auch Muschelfleisch und die sogenannten Meeresfrüchte werden nicht verschmäht.
Lebendfutter, das beim Tümpeln gefangen wurde, oder auch Futtertierzuchten wie Artemia, Grindal oder Enchyträen
sind natürlich auch beliebt bei diesen Welsen.
Es sollte regelmäßig pflanzliches Futter gereicht werden. Es kann auch dazu kommen, dass die Welse an
Wasserpflanzen gehen, wenn nicht genügend Grünkost gegeben wird.
Pflanzliches Futter in Form von Salaten verschiedener Art, Gurken, Zucchini oder auch Kartoffeln
werden in der Regel als Futter angenommen. Bei einigen Welsen wird das Pflanzenfutter mal mehr und
bei anderen mal weniger gern genommen, da haben die Tiere teilweise unterschiedliche Geschmäcker.
Trockenfutter in den verschiedensten Arten wird ebenfalls gern gefressen.
Im Handel gibt es die verschiedensten Futtersorten für eine ausgewogene Ernährung dieser Welse.
Ob nun als Granulat, Flockfutter, Futterpellets, in Tablettenform oder als Futterchips spielt für die Welse
kaum eine Rolle. Einige Welspfleger verfüttern mit viel Erfolg auch ihren selbst gemachten Futterbrei.

Bei Magenuntersuchungen von frisch gefangenen Wildfangtieren zeigte sich immer wieder, wie
auch bei dieser Gattung, dass Holzbestandteile vorhanden waren.
Biologen und Ichthyologen betrachten dies als Indiz dafür, dass Holz einen festen Bestandteil
ihrer natürlichen Nahrung oder zumindest eine Nahungsergänzung darstellt.
Möglich wäre auch eine Aufnahme des Holzes durch das Abweiden der Baumrinde
auf der Suche nach Kleintieren oder Bakterien- und Algenbelag.
In der Fachliteratur wird immer wieder darauf hingewiesen, dass diese Welse für
ihre Darmflora einen gewissen Teil Holz benötigen.
Die Futterindustrie bietet inzwischen Trockenfutter mit beigemengten Holzfasern an
für eine natürliche Ernährung, meist in Tablettenform.
Weiches Wurzelholz im Becken würde natürlich ebenfalls ausreichen, das diese Welse
gegebenenfalls dann als Nahrungsergänzung ansehen würden.
Teilweise wundert man sich, wie schnell Welse dieser Gattung eine weiche Wurzel nach ihrem
Belieben verändern können. Es können recht schnell richtige Mulden ausgefräst werden, in denen
sich die Welse dann gerne verstecken.
Wichtig ist bei der Ernährung, dass recht abwechslungsreich gefüttert wird. Dies ist
für eine dauerhafte Gesundheit der Harnischwelse wichtig.

Auch bei den Wasserwerten stellt er den Pfleger vor keine große Aufgabe.
Er kommt ohne weiteres mit den meisten Leitungswassern zurecht.
Eine große Wasseraufbereitung ist nicht nötig.
Jede Woche sollte 30 – 50 % des Wassers ausgetauscht werden.
Ein pH-Wert um die 7 ist den Tieren vollkommen recht. Man sollte aber anmerken, dass die Vermehrung zwar
ohne weiteres bei diesen Wasserwerten vorkommt, aber bei einem leicht saueren pH-Wert passiert
es in der Regel häufiger.
Die Temperatur im Haltungsbecken sollte etwa bei 25 bis 28 °C liegen.
Alles in allem ist dieser Wels ein ausgezeichneter Anfängerfisch fürs Gesellschaftsbecken.


Das Diskussionsforum zum Thema Welsfutter findet ihr hier.




Das typische Maul eines Panaqolus sp. aff. maccus.



Oberkieferbezahnung eines Panaqolus sp. aff. maccus. Unterkieferbezahnung einesPanaqolus sp. aff. maccus.


Vergesellschaftung : In einem allgemein als Gesellschaftsbecken bezeichneten Aquarium sind diese Welse gut aufgehoben. Sie sind trotz ihrer geringen Größe sehr widerstandsfähig gegenüber größer werdenden Welsen und können in der Regel problemlos zusammen mit anderen Wels-Gattungen gepflegt werden.
Die Vergesellschaftung mit Salmlern, Barben, Fadenfischen, Lebendgebärenden oder Zwergbuntbarschen ist ohne weiteres möglich.
Bei der Vergesellschaftung sollte natürlich darauf geachtet werden, dass die Wasserwerte der Pfleglinge nahezu
identisch sind. Es wird auf die Dauer gesehen keinen Erfolg versprechen, Tiere mit unterschiedlichen
Grundanforderungen in einem Becken zu pflegen. Mit Grundanforderungen sind die Beckentemperatur, die Wasserhärte, der pH-Wert, die unterschiedlichen Futterarten und ähnliches gemeint. Auch die unterschiedliche Stressempfindlichkeit von Fischen muss beachtet werden. Einige Arten haben es lieber eher ruhig, während andere wesentlich toleranter gegenüber Störungen sind.
Da es von der Seite des Panaqolus sp. aff. maccus kaum Bedenken gibt, sollte darauf geachtet werden, dass
diese ruhigen Welse nicht von anderes Bewohnern attackiert werden, wie zum Beispiel von einigen Barschen,
die schon mal die Flossen der Welse mehr oder weniger stark beschädigen können.
Ob die Tiere, die vergesellschaftet werden, aus ein und dem selben Ursprungshabitat stammen
oder von verschiedenen Kontinenten, ist eher eine Frage der allgemeinen Vorlieben des Halters.
Wenn die Pflegbedingungen übereinstimmen, spricht in der Regel nichts dagegen.




Namensgebung: Diese Welse werden häufig als L 162 bezeichnet. Der eigentliche L 162 ist vom Aussehen her nahezu identisch, ist aber mit einer Endgröße mit 10 cm ein ganzes Stück größer und massiger als der LDA 67.
Die Bezeichnungs-Nummer LDA 67 vergab die Zeitschrift „Das Aquarium“ (06/02) für diesen Wels.
Im Handel werden die Tiere auch häufig als Peckoltia vittata bezeichnet. Dass es keine Peckoltia sind, ist allerdings unumstritten. Häufig werden sie auch mit der L-Nummer L 104 oder L 105 im Handel angeboten.
Bei Panaqolus sp. aff. maccus steht das „sp. aff.” für „species affinis“, was übersetzt „ähnliche Art“ heißt.
Bei diesem Tier sagt es aus, dass es eine wissenschaftlich noch unbeschrieben Art ist, die aber ähnlich zu
der beschriebenen Art Panaqolus maccus ist.
Sie werden auch häufig unter L 15 oder als Peckoltia vittata im Handel angeboten, was natürlich
andere Arten darstellt.
Durch die L-Nummer "L 448" wurde, mit dem Rio-Meta-Einzug, der weitreichende Fundort dieses Panaqolus erfasst.







Sonstiges: Während Jungtiere untereinander noch eine sehr ähnliche Zeichnung aufweisen, sind die Alttiere extrem variabel.
Bei Alttieren sind Welse mit Streifen oder auch mit Punkten zu finden. In der Regel sind die Linien recht fein gezeichnet,
aber es sind auch mal Exemplare darunter mit einer recht breiten Linienzeichnung. Während ein Teil der Wels eine recht gleichmäßig verlaufende Zeichnungsmusterung aufweist, so haben andere Tiere eine eher gewundene Zeichnung. Es ist fast schon das Erkennungszeichen dieser Tiere, dass sie extrem variabel sind.
Jungtiere haben auch noch Filamente.
Mit L 104 und L 105 sind noch zwei Welse bekannt, die aller Wahrscheinlichkeit zur gleichen Art gehören.
Ausgehungerte Welse lassen sich meist am besten mit kräftigem Frostfutter wieder aufpäppeln.
Um pflanzliches Futter verdauen zu können, brauchen diese Welse einen gesunden Bakterienstamm in Magen und Darm.
Dieser ermöglicht ihnen die Verwertung des Pflanzenfutters.
Bei langen Importreisen, auf denen sie für lange Zeit keine Nahrung bekommen, können die Bakterienstämme
Schaden nehmen. Das kann dazu führen, dass die Tiere ihre Nahrung aufnehmen, aber nicht richtig verdauen können.
Um die Bakterienstämme wieder in Gange zu bringen, wurden immer mal wieder Erfolge mit Jogurtkulturen
vermeldet. Auch bewährt hat sich die Methode, Kotreste von eingelebten Welsen dieser Art ins Quarantänebecken
zu geben. Dieser wird von den Welsen bei der Futtersuche mit aufgenommen und damit auch allem Anschein nach
die benötigten Bakterienstämme.
Das Problem ist bei den Panaqolus allerdings nicht so intensiv wie bei den Panaque
oder den Baryancistrus.
Selbst bei Jungtieren scheint es gelegentlich so zu sein, dass sie die benötigten Bakterienstämme erst einmal erwerben müssen, um pflanzliche Nahrung komplett verdauen zu können.
Dies ist noch stärker bei Sturisoma-Arten zu beobachten.
Um Holz verdauen zu können, brauchen diese Welse Pilzkulturen in Magen (Nelson 1999 – 2002).


Das Diskussionsforum zum Thema L-Welse findet ihr hier.




Panaqolus sp. aff. maccus haben 7 Weichstrahlen in ihrer Rückenflosse, die sich auch noch mehrfach aufspalten.
Die Fettflosse dieser Harnischwelse ist wie bei vielen anderen nicht mit der Rückenflosse verbunden.



Zucht: Die Zucht ist in der Regel recht einfach. Die Art wurde schon seit langem in der Aquaristik gepflegt und durch ihre geringe Endgröße ist sie auch recht beliebt. Da ist es eigentlich kaum verwunderlich, dass es gelegentlich mal Nachzuchten gibt. Die Vermehrung gelingt bei weichem Wasser mit der Zeit meist von ganz allein.
Bei einer guten Fütterung mit Lebend- oder Frostfutter kommt es recht schnell zum Laichansatz.
Man sollte darauf achten, dass die Welse nicht überfüttert werden. Sie ähneln dann leicht einer Kugel, was natürlich nicht gerade gesund ist für diese Tiere.

Bei dem Panaqolus sp. aff. maccus handelt es sich um einen Höhlenbrüter.
Die Höhlen müssen von der Größe her an die Welse angepasst sein.
Während die Welse in der Natur Steinspalten oder Ausbuchtungen im Totholz als Schutz für
ihre Gelege heranziehen müssen, hat sich im Aquarium der Einsatz von Ton- oder Schieferhöhlen
durchaus bewährt.
Näheres zum Thema Höhlen findet ihr hier.
Gerade wenn mehrere große Männchen in einem Becken leben, hat es sich von Vorteil gezeigt,
das Becken in mehrere Bereiche (Territorien) optisch zu unterteilen.
So sind die Welse innerartlich noch wesentlich ruhiger, was für eine Vermehrung förderlich ist.
Das Männchen pflegt und verteidigt das Gelege bis die Jungfische schlüpfen und auf sich alleine gestellt sind,
wie bei den Harnischwelsen üblich.

Durch Veränderung der Wasserwerte sowie gute Fütterung sind diese Welse recht leicht zur Zucht zu stimulieren.
Ein Gelege kann schon mal eine Größe von 20 – 30 Eiern haben. Die Jungen schwimmen frei nach 12 – 14 Tagen.
Das ist ein wenig von der Wassertemperatur abhängig.
Die Aufzucht wird am besten separat gemacht, in einem extra Becken oder einem Einhängekasten („Gerdkasten“).
So ist eine gezielte Ernährung der Jungfische bei der Aufzucht gewährleistet.
Um den Stress unter den Jungwelsen zu minimieren, sollte man viele kleine Röhren als
Verstecke im Aufzuchtbehälter platzieren. So haben die Jungtiere einen Unterschlupf,
in dem sie sich sicher fühlen. Bei Rangeleien unter den Jungwelsen stehen immer zwei Ausgänge
zur Verfügung. Das senkt den Stress und erhöht dadurch die Wachstumsgeschwindigkeit der Welse.
Die Jungen fressen schon gleich kleingeriebenes Trockenfutter sowie auch frisch geschlüpfte Artemia.
Bei viel Wasserwechsel und guter Fütterung wachsen sie recht schnell heran.

Haltungs- und Zuchtberichte von: Zuchtbericht zu LDA 67 von Manuela Kerecz




Das Diskussionsforum zum Thema Welszucht findet ihr hier.



Importsituation: Die Panaqolus sp. aff. maccus werden in großen Stückzahlen importiert.
Sie sind leicht im Handel zu bekommen, da sie in jedem zweiten Zooladen im Standardsortiment vorhanden sind.
Gefangen werden die Tiere häufig im Rio-Meta-Einzug (Villavicencio) in Kolumbien.
Nach den Ancistrus sp. „gemeiner Antennenwels“ und seinen Zuchtvarianten ist der Panaqolus sp. aff. maccus einer der am häufigsten gehandelten Loricariiden im Handel.
Im Handel werden sie häufig auch als „Zwergschilderwelse“ bezeichnet.

Ähnliche Welse: LDA 68, L 104, L 105, Panaqolus maccus L 162, L 448.


Autor: Ralf Heidemann (Fischray)



Ein Panaqolus sp. aff. maccus Männchen in 7 cm.



Bericht über LDA 67 von Martin Grimm:

Schaefer & Stewart beschrieben 1993 in ihrer Revision der Gattung Panaque drei Arten des Panaque-dentex-Komplexes neu. Darunter war auch der aus Venezuela stammende Panaqolus maccus. Zusätzlich zum Typenmaterial dieser Art wurden auch 69 Exemplare aus Aquarienpopulationen konserviert, bei denen es sich um den hier vorgestellten Panaqolus sp. aff. maccus handelt. Die Art hat weniger Streifen und bleibt rund zwei Zentimeter kleiner. Während Panaqolus maccus relativ selten importiert wird, wird Panaqolus sp. aff. maccus sehr häufig aus Kolumbien eingeführt und ist im Handel meist recht preiswert erhältlich. Hier wird die Art jedoch häufig unter der relativ abwegigen Bezeichnung Peckoltia vittataL 15) angeboten. Ursache dessen ist die Fehlbestimmung dieser Art in diversen gebräuchlichen Fachbüchern. Peckoltia vittata sieht anders aus und wird deutlich größer.

Die Art ist relativ variabel gezeichnet. Während manche Tiere ein deutliches Linienmuster auf dem Kopf haben, sind diese Linien bei anderen Tieren vollständig zu Punkten aufgelöst.
Relativ konstant sind die Streifen in den Flossen, womit sich diese Art gut von Panaqolus maccus abgrenzen lässt. Die Streifen auf dem Körper laufen von vorn unten nach hinten oben (anteroventral nach posterodorsal). Auf den Brustflossen hat Panaqolus maccus vier bis fünf Binden, Panaqolus sp. aff. maccus dagegen maximal drei. Die Art hat drei Streifen auf den Bauchflossen (Panaqolus maccus hat vier). Ein nicht so sicheres Unterscheidungsmerkmal ist die Schwanzflosse. Panaqolus sp. aff. maccus hat meist keine Filamente, bei Panaqolus maccus können sie durchaus länger ausgebildet sein.
Die Abgrenzung zu Peckoltia vittata ist einfach. Diese Art wird deutlich größer und ist ein klassischer Peckoltia sensu strictu (im engeren Sinne). Die Streifen sind viel breiter und gleichmäßiger, der obere Schwanzflossenstrahl ist bei den Männchen stark verdickt und mit Odontoden besetzt. Dies ist bei den Zwergschilderwelsen nicht so ausgeprägt.

Autor: Martin Grimm




Ein sehr grob gestreifter LDA67.


Wer interessantes Bildmaterial seiner Welse hat, kann es hier veröffentlichen.




Auge von Panaqolus sp. aff. maccus.
Das Auge ist mit einem kleinen Irislappen bedeckt.


Weitere Informationen : Miniatlas L-Welse S. 99.
Wels Atlas Band 2 , Seite 766.
Back to Nature Handbuch für L-Welse, Seite 152.
Amazonas Nr. 30, Seite 38 – 42.


http://maccus.de/panaqolus.htm

http://www.aqua4you.de/fischart851.html

http://aquadings.de/tierwelt/panaqol...ls-clown-pleco

http://www.worldcichlids.com/fishpro...lownpleco.html

http://www.kleine-maultierfarm.de/fi...chwelse/lda67/

http://www.panaqolus.de/arten/panaqo...maccus-lda067/

http://corywelt.de/thread.php?postid=6924

http://www.backtonature.nu/pleco/fisk.php?NR=280

http://www.welse.net/SEITEN/maccus.htm

http://www.l-welse.com/forum/showthread.php?t=9860

http://www.planetcatfish.com/catelog...species_id=736



Wir bedanken uns für die Bilder bei André Werner und der Fa. Transfish , Manuela Kerecz und Ralf Heidemann (Fischray)





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Wer Informationen hat bezüglich Panaqolus sp. aff. maccus "L 104", die noch nicht
berücksichtigt wurden, kann sie gleich als Antwort unter diesen Datenbankeintrag setzen.
Bei der nächsten Bearbeitung dieses Eintrags wird dieses dann berücksichtigt.
Wir sind immer daran interessiert, gutes Bildmaterial für die Datenbank zu sammeln. Wer
diesbezüglich eigene Aufnahmen für die Datenbank hat und diese zur Verfügung stellt,
kann dies hier tun.
Schlüsselwörter: Zwergschilderwels maccus Panaqolus Venezuela LDA67 L104 L105 vittata Orinoko l448
Sortierung: 106
Größe min: 8
Beckengröße min: 60
Temperatur min: 24
Temperatur max: 28



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