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Peckoltia sp. "Rio Tapajós" "LDA87"
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Beschreibung: Gattung/Art: Peckoltia sp. "Rio Tapajós"

Synonyme: LDA 87

Herkunft: Rio Tapajós, Brasilien

Größe: 15 cm

Wasserwerte:
T: 25 - 30° C
pH-Wert: 6 - 7,5

Empfohlene Beckengröße: ab 100 cm



Der Peckoltia sp. "Rio Tapajós" stammt aus dem Rio Tapajós.


Geschlechtsunterschiede: Geschlechtsreife Weibchen lassen sich auch anhand der Körperform recht gut erkennen.
Sie sind fülliger als die Männchen und wirken breiter, während die Männchen einen "V - ähnlichen" Körperverlauf haben.
Die Unterscheidung der Geschlechter anhand der Genitalpapille ist nur für erfahrene und geübte Aquarianer eine weitere Möglichkeit.
Im Vergleich zum Weibchen bilden die Männchen einen stärkeren Odontodenbewuchs aus.



Das Bild des Peckoltia sp. "Rio Tapajós" kann durch Anklicken vergrößert werden.
So sind Feinheiten besser zu erkennen.


Sozialverhalten: Recht ruhige und nicht gerade scheue Art. Gut geeignet für Gesellschaftsbecken.



Das Maul eines Peckoltia sp. "Rio Tapajós".
Diese Welse gehören zu den sogenannten Allesfressern.
Die Bilder des Peckoltia sp. "Rio Tapajós" können durch Anklicken vergrößert werden.
So sind Feinheiten besser zu erkennen.


Links ist die Oberkieferbezahnung eines Peckoltia sp. "Rio Tapajós" zu sehen und
rechts die Unterkieferbezahnung.
Die Bilder des Peckoltia sp. "Rio Tapajós" können durch Anklicken vergrößert werden.
So sind Feinheiten besser zu erkennen.


Haltung: Das Becken für die Peckoltia sp. "Rio Tapajós" sollte recht stark gefiltert werden und mit Hilfe
eines Diffusors oder eines Durchlüftersteins mit Sauerstoff angereichert werden.
Dies hat einen positiven Effekt auf das Wohlbefinden und Verhalten der Tiere.
Das liegt daran, dass Harnischwelse im Allgemeinen in den eher sauerstoffreichen und gut durchströmten
Bereichen der Flüsse beheimatet sind.
Diese Welse gehören zu den sogenannten Allesfressern (Omnivore), daher fressen sie pflanzliche wie auch
tierische Nahrung. Die tierische Nahrung wird von den Welsen im Allgemeinen lieber gefressen,
in Form von Frostfutter, wie rote/schwarze/weiße Mückenlarven, Wasserflöhe, Moinas, feiner Krill,
Artemia, Cyclops und noch einiges mehr. Fischfilet ist, wie bei vielen anderen Welsen, ebenfalls
eine sehr beliebte Spezialität. Auch Muschelfleisch und die sogenannten Meeresfrüchte werden nicht verschmäht.
Lebendfutter, das beim Tümpeln gefangen wurde, oder auch Futtertierzuchten wie Artemia, Grindal oder Enchyträen
sind natürlich auch beliebt bei diesen Welsen.
Pflanzliches Futter in Form von Salaten verschiedener Art, Gurken, Zucchini oder auch Kartoffeln
werden ebenfalls in der Regel als Futter angenommen. Bei einigen Welsen wird das Pflanzenfutter mal mehr und
bei anderen mal weniger gern genommen, da haben die Tiere teilweise unterschiedliche Geschmäcker.
Trockenfutter in den verschiedensten Arten wird ebenfalls gern gefressen.
Im Handel gibt es die verschiedensten Futtersorten für eine omnivore Ernährung.
Ob nun als Granulat, Flockfutter, Futterpellets, in Tablettenform oder als Futterchips spielt für die Welse
kaum eine Rolle. Einige Welspfleger verfüttern mit viel Erfolg auch ihren selbst gemachten Futterbrei.
Wichtig ist bei der Ernährung, dass recht abwechslungsreich gefüttert wird. Dies ist
für eine dauerhafte Gesundheit der Harnischwelse wichtig.



Die Peckoltia sp. "Rio Tapajós" haben 7 Weichstrahlen in der Rückenflosse (Dorsale).
Der erste Strahl in der Rückenflosse (Dorsale) wird als Hartstrahl (Dorsalstrahl) bezeichnet und
weist einen leichten Odontodenbewuchs auf.
Die Weichstrahlen spalten sich im letzten Drittel in der Rückenflosse zweimal auf.
Die Rückenflosse (Dorsale) ist am letzten Strahl nicht durch eine Membran mit dem Rücken verbunden.
Die Fettflosse (Adipose) ist nicht mit der Rückenflosse (Dorsale) verbunden.
Zwischen den beiden Hartstrahlen (Caudalstrahl) der Schwanzflosse (Caudale) eines
Peckoltia sp. "Rio Tapajós" sind 14 Weichstrahlen zu zählen, die sich wiederum aufspalten.
Die leicht orangene Färbung lässt beim Heranwachsen nach.
Die Bilder des Peckoltia sp. "Rio Tapajós" können durch Anklicken vergrößert werden.
So sind Feinheiten besser zu erkennen.


Zucht: Bei dem Peckoltia sp. "Rio Tapajós" handelt es sich um einen Höhlenbrüter.
Die Höhlen müssen von der Größe her an die Welse angepasst sein.
Während die Welse in der Natur Steinspalten oder Ausbuchtungen im Totholz als Schutz für
ihre Gelege heranziehen müssen, hat sich im Aquarium der Einsatz von Ton- oder Schieferhöhlen
durchaus bewährt.
Näheres zum Thema Höhlen findet ihr hier.
Gerade wenn mehrere große Männchen in einem Becken leben, hat es sich von Vorteil gezeigt,
das Becken in mehrere Bereiche (Territorien) optisch zu unterteilen.
So sind die Welse innerartlich noch wesentlich ruhiger, was für eine Vermehrung förderlich ist.
Das Männchen pflegt und verteidigt das Gelege bis die Jungfische schlüpfen und auf sich alleine gestellt sind,
wie bei den Harnischwelsen üblich.
Jungwelse fressen im Prinzip das selbe wie die Elterntiere, nur eben für ihre Größe angepasst verkleinert.
Die Aufzucht wird am besten separat gemacht, in einem extra Becken oder einem Einhängekasten („Gerdkasten“).
So ist eine gezielte Ernährung der Jungfische bei der Aufzucht gewährleistet.
Um den Stress unter den Jungwelsen zu minimieren, sollte man viele kleine Röhren als
Verstecke im Aufzuchtbehälter platzieren. So haben die Jungtiere einen Unterschlupf,
in dem sie sich sicher fühlen. Bei Rangeleien unter den Jungwelsen stehen immer zwei Ausgänge
zur Verfügung. Das senkt den Stress und erhöht dadurch die Wachstumsgeschwindigkeit der Welse.



Das Bild des Peckoltia sp. "Rio Tapajós" kann durch Anklicken vergrößert werden.
So sind Feinheiten besser zu erkennen.


Ähnliche Welse: Peckoltia sp. "L 295"

Exportsituation: Diese Harnischwelse dürfen aus Brasilien exportiert werden.
Die brasilianische Regierung regelt ihre Exporte von Zierfischen nun über eine Negativliste.
Diese wird von der IBAMA herausgegeben.
Es dürfen nur Zierfische exportiert werden, die nicht auf der Liste geführt werden.
Die unter Export-Verbot stehenden Fische sind in einem Buch zusammengefasst:
Livro Vermelho 2018 vol6

Bei schweren Verstößen gegen die Exportvorschriften hat die brasilianische Regierung schon
hohe Geldstrafen und auch Gefängnisstrafen verhängt.
Daher sind in den letzten Jahren die Exporte aus Brasilien stark zurückgegangen.
Neue Arten, die bei Aquarianern weltweit immer sehr begehrt waren, sind aus Brasilien eher nicht
mehr zu erwarten. Hier haben sich in den letzten Jahren andere südamerikanische Länder hervorgetan.

Importsituation: Peckoltia sp. "Rio Tapajós" ist im Handel eher selten zu finden und gehört nicht zum Standardsortiment.



Der Rio Tapajos ist einer der großen Zuflüsse des Amazonas.
Er ist etwa 810 km lang und mündet bei Santarem von Süden her in den Rio Amazonas.
An der Mündung ist der Rio Tapajós etwa 12 Kilometer breit.


Weitere Informationen :


Das Auge von Peckoltia sp. "Rio Tapajós" es ist mit einem Irislappen bedeckt.
Die Bilder des Peckoltia sp. "Rio Tapajós" können durch Anklicken vergrößert werden.
So sind Feinheiten besser zu erkennen.



Wir bedanken uns für die Bilder bei Ralf Heidemann und Michael Berg.




Wer Informationen hat bezüglich Peckoltia sp. "Rio Tapajós", die noch nicht
berücksichtigt wurden, kann sie gleich als Antwort unter diesen Datenbankeintrag setzen.
Bei der nächsten Bearbeitung dieses Eintrags wird dieses dann berücksichtigt.
Wir sind immer daran interessiert, gutes Bildmaterial für die Datenbank zu sammeln. Wer
diesbezüglich eigene Aufnahmen für die Datenbank hat und diese zur Verfügung stellt,
kann dies hier tun.




Schon vor etlichen Jahren konnte ich die Peckoltia sp. "Rio Tapajós" "LDA87" bekommen.
Es sind eher versteckt lebende Welse, die aber bei der Fütterung auch mal hervor kommen.
Der Peckoltia sp. "Rio Tapajós" "LDA87" ist uns aus dem Rio Tapajós bekannt.
Eine von vielen ähnlich aussehenden Peckoltia-Arten.
Schlüsselwörter: Peckoltia Tapajos Tapajós LDA87 Brasilien Hypostominae Ancistrini
Größe min: 15 cm
Beckengröße min: 100 cm
Temperatur min: 25 °C
Temperatur max: 30 °C



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Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 16:06 Uhr.

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