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Lasiancistrus cf. caucanus "L 312"
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312bg.jpg
Großbild


Beschreibung: Gattung/Art: Lasiancistrus cf. caucanus "L 312"

Synonyme: LDA 71, Magdalena-Deltaschwanzwels

Herkunft: Rio Magdalena und Rio Cauca, Kolumbien

Vorgestellt: DATZ 03/2002

Größe: ca. 15 cm

Wasserwerte:
T: 24 - 28°C
pH: 6 - 8

Empfohlene Beckengröße: ab 120 cm



Dieser Lasiancistrus cf. caucanus "L 312" stammt aus dem Rio Magdalena.


Sozialverhalten: Der Lasiancistrus cf. caucanus "L 312" ist eher eine scheuere und ruhigere Art.


Geschlechtsunterschiede: Bei den Männchen sind die Brustflossen länger ausgebildet.
Bei geschlechtsreifen Männchen ist während der Laichzeit ein verstärkter Odontodenbewuchs um die
Maulpartie erkennbar.
Die Bauchpartie bei laichbereiten Weibchen ist deutlich runder.


Wer interessantes Bildmaterial seiner Welse hat, kann es hier veröffentlichen.




Beckeneinrichtung: Für diese Harnischwelse sollte bei erwachsenen Tieren ein Becken mit einer
Kantenlänge von 120 cm ausreichend sein.
Als Bodengrund ist feiner Kies oder auch Sand gut geeignet.
Es sollten viele Wurzeln im Becken Verwendung finden.
Nähere Informationen zum Thema Wurzeln findet ihr hier.
Die Wurzelansammlungen sollten ruhig bis zur Wasseroberfläche reichen und eine Vielzahl
von Versteckmöglichkeiten bieten.
Wenn im Becken Pflanzen zu finden sind, sollten es eher die Arten mit festeren Blättern sein.
Näheres über Pflanzen in Welsbecken hier.
Bei der Pflege von mehreren Männchen sollten auch mehrere optisch abgetrennte Territorien
eingerichtet werden.

Das Diskussionsforum zum Thema Beckeinrichtung findet ihr hier.





Haltung: Für die Haltung dieser strömungsliebenden Harnischwelse ist meist schon das
Leitungswasser der meisten Haushalte durchaus ausreichend.
Für das Wohlbefinden ist eine Strömungspumpe zu empfehlen.
Das Wasser sollte gut durchströmt und sauerstoffreich sein. Dazu hat sich ein Diffusor oftmals bewährt.
Ein Durchlüfterstein wäre ebenfalls eine Möglichkeit den Sauerstoffgehalt des Wassers anzuheben.
Das Aquarienwasser sollte nicht zu stark belastet sein, daher sind regelmäßige Teilwasserwechsel
unbedingt anzuraten.
Als Futter wird in der Regel die gesamte Palette der Trockenfuttersorten wie Flocken, Tabletten oder
Granulat von den Welsen angenommen.
Es sollte regelmäßig pflanzliches Futter angeboten werden wie Salate, Gurken oder Kartoffeln.
Frostfutter sollte ebenfalls eine der regelmäßigen Zugaben sein, wenn auch diese Tiere zum
größeren Teil pflanzliche Kost bekommen sollten.
Die Lasiancistrus cf. caucanus "L 312" gehören zu den sogenannten Aufwuchsfressern.


Das Diskussionsforum zum Thema Welsfutter findet ihr hier.



Das typische Maul eines Aufwuchsfressers,
der sich hauptsächlich pflanzlich ernährt.


Oberkieferbezahnung eines Lasiancistrus cf. caucanus "L 312"
und die Unterkieferbezahnung.


Vergesellschaftung: In einem Gesellschaftsbecken mit friedlichen Fischen kann diese Welsart
gut gehalten werden. Auch die Vergesellschaftung mit anderen Welsen ist problemlos möglich.
Nur sollte nicht unbedingt noch eine zweite Lasiancistrus-Art im Becken sein (Hybridisierungsgefahr).

Sonstiges: Häufig werden solche Welse zur Bekämpfung von Algen ins Aquarium gesetzt.
Die ersten Importe dieser Art kamen über die Firma Transfish Anfang 2000 nach Deutschland herein.
Jüngere Exemplare sind im Allgemeinen noch heller gefärbt und zeigen eine kontrastreichere Musterung.
Wie bei vielen Harnischwelsen ist die Färbung dieser Tiere untereinander sehr unterschiedlich.
Je älter die Tiere werden, desto dunkler werden sie und gleichen sich dem Aussehen nach eher an.
Ein einheitliches Erkennungsmerkmal sind die helleren Flecken auf der Rückenpartie dieser Welse.
Diese sind auch bei älteren Tieren dieser Art noch gut sichtbar.
Die Kopfzeichnung ist bei Jungtieren noch deutlich, dunkelt aber bei ausgewachsenen Exemplaren
komplett ab und ist dann nicht mehr sichtbar.
Bei jungen Welsen ist noch eine Wurmlinienmusterung erkennbar, bei Alttieren nur noch
eine marmorierte Musterung.

Im „Welsatlas 2“ wird die Vermutung geäußert, dass der L 268 identisch sein könnte.
Ob diese Annahme zutrifft, konnte noch nicht geklärt werden.
Uns stehen derzeit leider nicht beide L-Nummer zur Verfügung, um hierzu nähere
Angaben machen zu können.

Im dem Buch „Back to Nature“ geht Ingo Seidel davon aus, dass der L 312 der beschriebene Art
Lasiancistrus caucanus entsprechen müsste.
Nach Angaben von Werner hat der L 312 allerdings eine andere Anordnung der Knochenplatten.
Ob dies zur Abgrenzung einer eigenständigen Art ausreicht oder bei dieser Art nur eine
größere Variabilität aufzeigt, muss ebenfalls noch geklärt werden.
Daher führen wir den L 312 erst einmal als Lasiancistrus cf. caucanus.

Im Rio Cauca ist auch der Ancistrinae sp. “Rio Cauca” zu finden, der dem L 312 auf den ersten
Blick sehr ähnlich sieht. Dort kann es leicht zu Verwechslungen kommen.

Das Diskussionsforum zum Thema L-Welse findet ihr hier.



Die Lasiancistrus cf. caucanus "L 312" haben 7 Weichstrahlen.
Die Fettflosse ist nicht mit der Rückenflosse verbunden.


Zucht: Der Lasiancistrus cf. caucanus "L 312" wurde auch schon in der Aquaristik vermehrt.
Nach Angaben des Welsatlas 2 gelang die Erstvermehrung in der Anlage der Firma Transfish. Dort handelte es sich um
eine Durchflussanlage mit den Wasserwerten mit pH-Wert 8,2, 16 – 18°dGH und ca. 14°KH.
Hierbei wurde ein 80x40x40 cm Becken verwendet.
Die Eiablage geschah in einer passenden Tonröhre.
Näheres zum Thema Höhlen findet ihr hier.
Es wurden Gelegegrößen von 60 bis 75 Eiern erreicht.
Die Jungfische konnten mit Futtertabletten gut aufgezogen werden.

Allgemein hat es sich bewährt Jungtiere separat in einem kleinen Becken oder einem
Einhängekasten (Gerdkasten) aufzuziehen. So ist eine gezielte Fütterung einfacher.


Das Diskussionsforum zum Thema Welszucht findet ihr hier.





Ähnliche Welse:
  • Lasiancistrus guapore
  • Ancistrinae[/i] sp. "L 268"
  • Ancistrinae sp. “Rio Cauca”

Importsituation: Die ersten Importe dieser Art kamen wohl durch die Firma Transfish nach Deutschland.
Es kommen eher selten Importe dieser Harnischwelse nach Deutschland.
Wegen ihres eher schlichten Aussehens werden diese Welse meist nur in geringen Stückzahlen
eingeführt. Da es auch keine regelmäßigen Nachzuchten dieser Art gibt, sind sie im Handel
kaum zu bekommen.

[b]Weitere Informationen :


Auge von Lasiancistrus cf. caucanus "L 312".
Das Auge ist mit einem kleinen Irislappen bedeckt.




Autor: Ralf Heidemann (Fischray)


Wir bedanken uns für die Bild bei Andreas Hartl und Ralf Heidemann.




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Wer Informationen hat bezüglich Lasiancistrus cf. caucanus "L 312", die noch nicht
berücksichtigt wurden, kann sie gleich als Antwort unter diesen Datenbankeintrag setzen.
Bei der nächsten Bearbeitung dieses Eintrags wird dieses dann berücksichtigt.
Wir sind immer daran interessiert, gutes Bildmaterial für die Datenbank zu sammeln. Wer
diesbezüglich eigene Aufnahmen für die Datenbank hat und diese zur Verfügung stellt,
kann dies hier tun.





Mit Lasiancistrus cf. caucanus "L 312" ist mir mal eine unspektakuläre Art vor die Kamera gekommen.
Es ist inzwischen ein Jahrzehnt her, als ich glücklicherweise diese Welse bekam.
Die Lasiancistrus cf. caucanus "L 312" sind im Rio Magdalena und Rio Cauca in Kolumbien nachgewiesen worden.
Es ist eine sehr flache und langgezogene Harnischwelsart.
Da sie eine recht schlichte Färbung aufweisen, ist es kaum verwunderlich, dass sie sehr selten gehalten werden.
Schlüsselwörter: Lasiancistrus L312 Magdalena LDA71 caucanus
Größe min: 15
Beckengröße min: 120
Temperatur min: 24
Temperatur max: 28



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Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 12:27 Uhr.

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