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Ancistrus sp. "L 213"
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Beschreibung: Gattung/Art: Ancistrus sp. "L 213"
(Pimental-Weißtüpfel-Antennenwels)

Herkunft: Rio Tapajós, Pará, Brasilien

Vorgestellt: DATZ 8/1996

Die Original-Vorstellung dieses Welses in der Fachzeitschrift Datz als PDF.
Endlich wieder L-Nummern! (L 212 - L 223)


Größe: 10 - 12 cm

Wasserwerte:
T: 26 - 30° C
pH: 5,5 – 7,5
GH: 0 - 20

Empfohlene Beckengröße: ab 60 cm



Ein Ancistrus sp. "L 213" aus dem Rio Tapajós.


Geschlechtsunterschiede: Männchen mit Tentakeln auf dem Kopf, längere Interopercularodontoden und mehr Odontoden auf dem ersten Brustflossenstrahl. Weibchen etwas kleiner und fülliger, eventuell kleinen Tentakelkranz am Schnauzenrand.



Die Bilder des Ancistrus sp. "L 213" können durch Anklicken vergrößert werden.
So sind Feinheiten besser zu erkennen.



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Sozialverhalten: Ruhige gut verträgliche Art.



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Der Rio Tapajos ist einer der großen Zuflüsse des Amazonas.
Er ist etwa 810 km lang und mündet bei Santarem von Süden her in den Rio Amazonas.
An der Mündung ist der Rio Tapajós etwa 12 Kilometer breit.


Die Bilder des Ancistrus sp. "L 213" können durch Anklicken vergrößert werden.
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Beckeneinrichtung: Für ein Paar Ancistrus sp. „L 213“ sollte mindestens ein 60 cm Becken
verwendet werden. Wenn eine Gruppe gepflegt werden soll, empfiehlt es sich, auf dementsprechend
größere Becken zurückzugreifen. Hier sollte es ein 80 cm Becken sein.
Jungtiere können beim Heranwachsen natürlich erst mal in kleineren Becken gepflegt werden, ohne
dass es zu Problemen kommt.
Im Allgemeinen hat sich als Bodengrund Sand oder feiner Kies bewährt.
Das Becken kann auch mit festeren Wasserpflanzen bepflanzt werden.
Näheres über Pflanzen in Welsbecken hier.
Wie bei den meisten Harnischwelsarten sollten die Aquarien strukturell unterteilt werden, um einzelne
Territorien zu schaffen, hauptsächlich bei der Gruppenhaltung.
Dazu bieten sich Wurzeln oder auch Schieferplatten an.
Nähere Informationen zum Thema Wurzeln in Welsbecken findet ihr hier.
Die Wurzeln bieten gute Unterschlupfmöglichkeiten, damit sich die Tiere auch mal zurückziehen können.
Gerade bei dieser Gattung ist es ausgesprochen wichtig, dass es sich um weiches Wurzelholz handelt.
Es sollte auch recht viel Wurzelholz im Becken vorhanden sein.
Des weiteren brauchen die Welse Verstecke in Form von Höhlen, Spalten oder auch Steinaufbauten.
Über die Größe und Art der Höhlen haben wir im Forum einen extra Bericht angefertigt. Dieser ist hier zu finden.
Außerdem ist es von Vorteil, mehr Höhlen im Becken anzubieten als Welse vorhanden sind.
Gerade bei der Haltung im Gesellschaftsbecken sind ruhige und sichere Rückzugsorte
mit Fluchtmöglichkeiten auch für diese Welse recht wichtig.
Das Diskussionsforum zum Thema Beckeinrichtung findet ihr hier.




Die Ancistrus sp. „L 213“ haben 7 Weichstrahlen in der Rückenflosse.
Die Bilder des Ancistrus sp. "L 213" können durch Anklicken vergrößert werden.
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Haltung: Bei den Wasserwerten stellt der Ancistrus sp. "L 213" den Pfleger vor keine große Aufgabe.
Er kommt ohne weiteres mit den meisten Leitungswassern zurecht.
In der Haltung unterscheidet sich die Art nicht von anderen Ancistrus.
Ein wöchentlicher Teilwasserwechsel ist für eine erfolgreiche Pflege angebracht.
Je größer das Haltungsbecken gewählt ist, desto stabiler sind die Wasserwerte.
Auch die Pflege des Beckens wird einfacher, je größer dieses ist.
Ein pH-Wert um die 6 – 7,5 ist den Tieren vollkommen recht.
Für die Filterung gibt es die verschiedensten Möglichkeiten. Da wurde Hier schon mal einiges
zusammengetragen.

In der Natur sind diese Welse unter Steinen versteckt oder auf Holz zu finden.
Ansammlungen von angeschwemmtem Totholz sind häufig ein beliebter Platz für diese Welse.
Das Becken sollte gut gefiltert werden. Gegen einen zusätzlichen Durchlüfterstein ist nichts einzuwenden.
Dies hat einen positiven Effekt auf das Wohlbefinden und Verhalten der Tiere, da sie dann meist aktiver sind.
Das liegt daran, dass Harnischwelse im Allgemeinen in den eher sauerstoffreichen und gut durchströmten
Bereichen der Flüsse beheimatet sind.
In der Literatur wird darauf hingewiesen, dass diese Welse pflanzliche wie auch tierische Nahrung fressen.
Die tierische Nahrung wird von den Welsen im Allgemeinen lieber gefressen,
in Form von Frostfutter, wie rote/schwarze/weiße Mückenlarven, Wasserflöhe, Moinas, feiner Krill,
Artemia, Cyclops und noch einiges mehr. Fischfilet ist, wie bei vielen anderen Welsen, ebenfalls
eine sehr beliebte Spezialität. Auch Muschelfleisch und die sogenannten Meeresfrüchte werden nicht verschmäht.
Lebendfutter, das beim Tümpeln gefangen wurde, oder auch Futtertierzuchten wie Artemia, Grindal oder Enchyträen
sind natürlich auch beliebt bei diesen Welsen.
Es sollte aber regelmäßig pflanzliches Futter gereicht werden, zum Beispiel Gurken, Zucchini, rohe Kartoffeln, überbrühte Kohlrabiblätter etc.
Bei einigen Welsen wird das Pflanzenfutter mal mehr und bei anderen mal weniger gern genommen,
da haben die Tiere teilweise unterschiedliche Geschmäcker.

Das Diskussionsforum zum Thema Welsfutter findet ihr hier.



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Trockenfutter in den unterschiedlichsten Formen wird ebenfalls gern gefressen.
Im Handel gibt es die verschiedensten Futtersorten für eine ausgewogene Ernährung dieser Welse.
Ob nun als Granulat, Flockenfutter, Futterpellets, in Tablettenform oder als Futterchips spielt für die Welse
kaum eine Rolle. Einige Welspfleger verfüttern mit viel Erfolg auch ihren selbst gemachten Futterbrei.



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Zucht: Bereits nachgezogen.
Regelmäßige Zuchterfolge gibt es bei Temperaturabsenkung während des Wasserwechsels. Die Gelegegroße von Ancistrus sp. "L 213" beträgt im Durschnitt von 25 bis 30 Eier. Der Schlupf war nach ca. 5 Tagen, bei einer Temperatur von 27 C. Das Männchen ist z.Z. ca. 15 cm und das Weibchen ca. 10 cm groß.




Die Jungtiere der Ancistrus sp. "L 213" haben keinen Saum in der Rückenflosse, aber anfangs einen
weißen Saum in der Schwanzflosse.
Der Saum in der Schwanzflosse löst sich beim Heranwachsen in der Mitte auf,
so dass nur noch die Flossenspitzen weiß bleiben.


Ähnliche Welse: Ancistrus sp. "L 71", Ancistrus sp. "L 359", Ancistrus sp. „L 370“



Die Schwanzflosse hat 14 Weichstrahlen zwischen den beiden Hartstahlen und weiße Flossenspitzen.
Die Bilder des Ancistrus sp. "L 213" können durch Anklicken vergrößert werden.
So sind Feinheiten besser zu erkennen.

Zuchtbericht von Snador.

Zitat:
Zitat von Borbi Beitrag anzeigen
Tag zusammen,

offenbar hab ich Ancistrus sp. "L 213" nachgezogen..

Die Tiere habe ich Ende letzten Jahres von OF-Aquaristik unter der Bezeichnung L 180 als 4-5cm große Jungtiere erworben (L180 wird praktisch nicht importiert, aber häufig angeboten: es handelt sich fast immer um L 213 oder ähnliches), heute messen sie (1 Männchen und 4 Weibchen) um die 7-8cm:



Im Moment sitzen sie in so einer Art "Parkbecken", bis ich mal dazu komme, sie gezielt anzusetzen.
Solange wollten die aber offenbar nicht warten, jedenfalls konnte ich gestern ein paar Mini-Ancistren an den Scheiben entdecken:



Ich schätze, dass die Jungtiere etwa vor 1 Woche die väterliche Höhle verlassen haben.
Und nach langem Suchen hab ich auch die Höhle gefunden, die der Vater benutzt hat, denn er sitzt schon auf dem nächsten Ballen geradezu gigantischer Eier (jedenfalls für so einen kleinen Ancistrus).
Die Eier sind noch größer als ich es bei L 309 kennengelernt habe und erinnern mich spontan an große Hypancistrus-Eier.
Kein Wunder also, dass die Jungtiere bereits an die 1,8 cm messen (aber trotzdem nicht leicht zu fotografieren sind):



Man beachte, dass die Jungtiere (noch?) keine weißen Spitzen/Ränder in der Schwanzflosse haben! Mir fällt spontan kein wildfarbener Ancistrus ein, bei dem die sonst noch "fehlen". Mal sehen, vielleicht entwickeln sie sich ja noch in den nächsten Wochen.

Die Nachzucht dieser Tiere muss als ziemlich einfach bezeichnet werden: es reicht ein 60er Becken, 27-28°C, mittelhartes Leitungswasser (ca. 400 µS/cm Leitfähigkeit) und damit ein neutraler bis leicht alkalischer pH-Wert, wöchentlicher Wasserwechsel. Gesellschaft kann es auch ruhig geben, ein paar Corydoras, Peckoltia und zwei Hexenwelse halten die Tiere nicht vom laichen hab.

Bleibt nur abzuwarten, ob so ein eigentlich idealer Ancistrus (klein, "warm": sogar für Hypancistrus- oder Diskus-Becken geeignet, leicht nachzuziehen und sogar ansprechend gefärbt) irgendwelche Freunde findet..

Grüße, Sandor

Die Bilder des Ancistrus sp. "L 213" können durch Anklicken vergrößert werden.
So sind Feinheiten besser zu erkennen.


Weiterführende Informationen: Welsatlas Bd. 2 S. 209, Miniatlas L-Welse S. 152



Dieses Ancistrus sp. "L 213" Männchen hat etwa 9 cm Länge.


Autor: Ronny Stavenow (volksheld12), Sandor (Zitat) und Ralf Heidemann

Wir bedanken uns für die Bilder 1-3 bei Ronny Stavenow (volksheld12), Ingo Seidel, Michael Berg, Sandor und Ralf.




Wer Informationen hat bezüglich Ancistrus sp. „L 213“, die noch nicht
berücksichtigt wurden, kann sie gleich als Antwort unter diesen Datenbankeintrag setzen.
Bei der nächsten Bearbeitung dieses Eintrags wird dieses dann berücksichtigt.
Wir sind immer daran interessiert, gutes Bildmaterial für die Datenbank zu sammeln. Wer
diesbezüglich eigene Aufnahmen für die Datenbank hat und diese zur Verfügung stellt,
kann dies hier tun.




Ich denke, dass in Südamerika in jedem Flusssystem eine schwarze Ancistrus-Art mit weißen Punkten vorkommt.
Daher ist es offt sehr schwer, diese Tiere ohne Herkunftsangaben eindeutig zu bestimmen.
Dieses ist ein Ancistrus sp. "L 213" aus dem Rio Tapajós.
Bei dieser Art fallen die weißen Spitzen in der Schwanzflosse besonders auf.
Die Rückenflosse hat keinen weißen Saum, auch nicht bei Jungfischen.
Sie bleiben kleiner als viele andere Vertreter dieser Gattung und sind auch noch etwas abgeflachter.
Schlüsselwörter: Ancistrus L213 213 Pará Para Tapajós Tapajos Brasilien
Sortierung: 218
Größe min: 10
Beckengröße min: 60
Temperatur min: 26
Temperatur max: 30



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