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Panaqolus sp. "Rio Tocantins"
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Beschreibung: Gattung/Art: Panaqolus sp. „Rio Tocantins"

Synonyme: Schokoladen-Harnischwels, Schokoladen-Zwergkaktus

Herkunft: Rio Tocantins, Pará, Brasilien

Größe: 10 - 12 cm.

Wasserwerte:
T: 25 - 29 °C

Empfohlene Beckengröße: ab 80 cm





Geschlechtsunterschiede: Geschlechtsreife Weibchen sind an der fülligeren Körperform zu erkennen.
An der Genitalpapille können auch Unterscheidungen zwischen Männchen und Weibchen getroffen werden.
Dies bedarf allerdings einiger Übung.


Beckeneinrichtung: Der Panaqolus sp. „Rio Tocatins“ sollte in einem Becken gepflegt werden, das mit vielen Wurzel bestückt ist.
Nähere Informationen zum Thema Wurzeln findet ihr hier.
Es sollten ebenso auch ausreichend Höhlen angeboten werden.
Näheres zum Thema Höhlen findet ihr hier.
Es empfiehlt sich, für jeden Harnischwels im Becken zwei Höhlen zur Verfügung zu stellen.
Alles in allem sollten viele Versteck- und Unterstellmöglichkeiten im Becken vorhanden sein.
Das Becken sollte gut gefiltert werden, ebenso ist eine gute Sauerstoffversorgung anzuraten.


Das Diskussionsforum zum Thema Beckeinrichtung findet ihr hier.






Haltung: Die Haltung dieser Art ist absolut unproblematisch.
In Becken ab einer Größe von 80 cm können diese Tiere gepflegt werden. Bei größeren Gruppen sollte das Becken
natürlich dementsprechend größer sein.
Die Welse sind ruhig und ausgesprochen friedlich gegenüber anderen Fischen.
Auf eine gute Wasserqualität sollte auf die Dauer schon geachtet werden. Regelmäßige Wasserwechsel sollten eigentlich normal sein.
Ein Teil des Beckens sollte gut durchströmt sein, hierbei empfehlen sich reine Strömungspumpen.
Die Welse vergreifen sich nicht sonderlich an Wasserpflanzen, daher ist gegen einer Bepflanzung des Beckens
nichts einzuwenden. Die Tiere scheinen sich in bepflanzten Becken sichtlich wohler zu fühlen.
Näheres über Pflanzen in Welsbecken hier.
Bei Panaqolus sp. „Rio Tocantins" handelt es sich um ein tagsüber sehr aktives Tier, das sich bei weitem nicht so versteckt, wie man es von vielen Harnischwelsen gewohnt ist.
Die Tiere brauchen Holz für ihre Nahrungsergänzung, daher sollten weiche Wurzeln im Becken nicht fehlen. Die Ernährung ist recht einfach. Gefressen werden alle üblichen Futtersorten von Flockenfutter über Futtertabletten bis hin zum Frostfutter.
Bei der Ernährung sollte darauf geachtet werden, dass die Tiere ausreichend Grünfutter bekommen.
Die unterschiedlichsten Gemüsesorten werden von diesen eigentlichen Vegetariern gerne genommen:
Kartoffeln, Salat, Zucchini, Gurken und so weiter. Es sollte eine gute Sauerstoffversorgung im Becken gegeben sein, was erheblich zum Wohlgefühl der Tiere beiträgt.


Das Diskussionsforum zum Thema Welsfutter findet ihr hier.



Vergesellschaftung: Der Panaqolus sp. „Rio Tocantins" ist schon wegen seiner Größe ein optimaler Vertreter für Gesellschaftsbecken mit kleinen Fischen. Ob nun eine Vergesellschaftung mit Salmlern, Lebendgebärenden,
Fadenfischen, Zwergbuntbarschen oder Garnelen, spielt bei der Haltung kaum eine Rolle.
Diese Tiere können im Allgemeinen in jedem sogenannten Gesellschaftsbecken gepflegt werden.





Das Diskussionsforum zum Thema L-Welse findet ihr hier.



Beschreibung: Diese Harnischwelse sind mit ihrer Endgröße von ca. 12 cm sehr gut für die Aquaristik geeignet.
Auffällig sind bei diesen Welsen die recht kräftig wirkenden Stacheln, die unregelmäßig auf dem gesamten Körper verteilt sind. Während bei einigen Arten dieser Gattung der Schwanzstiel stark mit Odontoden bedeckt ist, so erinnern diese Tiere mehr an einen grob gestachelten Kaktus.
Die Grundfarbe ist ein einheitliches Schokoladenbraun (zur Laichzeit ein grünlich wirkender Schimmer), das an einigen Stellen hellere Musterung hat. Bei einer genaueren Betrachtung stellt man fest, dass die helleren Stellen regelrecht tiefer liegen, ähnlich einer Krokodilpanzerung.
Das Maul ist charakteristisch für einen Panaqolus. Die 10 bis 12 Zähne (5 bis 6 pro Seite) des Vorderkiefers sind löffelförmig gebogen und besitzen eine eindeutige rundliche Form. Die 12 bis 14 Zähne (6 bis 7 pro Seite) des hinteren Kiefers sind ebenfalls löffelförmig gebogen, allerdings spitz, an Reißzähne erinnernd.
Die Kieferbezahnung ist V-förmig angeordnet.
An der Maulscheibe befinden sich seitlich die Riktalbarteln, wie bei Harnischwelsen üblich.
Der bei Panaqolus bekannte feine und dichte Odontodenbewuchs auf dem Schwanzstiel ist bei dieser Art so nicht zu beobachten. Die Tiere haben viel mehr einen Bewuchs mit dickeren und unregelmäßigen einzelnen Stacheln, die mehr an eine Nadelbaumrinde erinnert.
Zur Laichzeit bekommen die Männchen eine urtümlich wirkende Bestachlung auf den gesamten Körperflanken, die stark an einen Kaktus erinnert. Auffälligerweise fehlt die Bestachlung am Ansatz der gesamten Rückenflosse.
Kräftige Odontoden auf dem ersten Brustflossenstrahl und ebenfalls, was selten ist, stabile Odontoden auf dem ersten Bauchflossenstrahl.
Der Dorsalstrahl ist mit stark unregelmäßig wirkenden Odontoden bestückt und selbst die Analflosse prägt zur Laichzeit einen Odontodenbewuchs aus.
Die Rückenflosse hat 7 Weichstrahlen und nahezu kein Zeichnungsmuster. Wenn überhaupt, hat sie eine leichte fleckig wirkende Marmorierung oder Warbenmusterung.
Dahingegen hat die Schwanzflosse eine bei Panaqolus untypische und unregelmäßige Wurmlinienzeichnung.
An den beiden Enden der Schwanzflosse sind kurze mit Odontoden besetzte fadenartige Verlängerungen.
Die mit Stacheln besetzte Fettflosse ist nicht mit der Rückenflosse verbunden.
Die Spitzen der Kiemendeckelodontoden sind um ca. 45° nach außen abgeknickt.
Bei eingezogenen Kiemendeckelodontoden stehen so die Spitzen drohend vom Körper ab.
Das Auge ist mit einem Irislappen bedeckt.
Während der Körper komplett mit Knochenplatten bedeckt ist, ist der Bauch gänzlich nackt.





Sonstiges: Die erste Einfuhr war 1999, mit einem Import von L 2 aus dem Rio Tocantins.
Die Welse sind praktisch nicht zu bekommen. Ein sehr seltener Harnischwels, der in der Aquaristik eigentlich gänzlich unbekannt ist. Die Tiere werden wahrscheinlich auch in Zukunft nicht im Handel erhältlich sein.
Seit 1999 sind keinerlei Importe dieser ungewöhnlichen Art mehr bekannt.


Zucht: Die Zucht dieser Tiere ist noch nicht gelungen.
Da diese Welse sehr selten bis gar nicht in der Aquaristik zu finden sind, wird es wohl nicht so schnell
zu Nachzuchten kommen.
Bei den Welsen handelt es sich um Höhlenbrüter, wobei das Männchen das Gelege erbrütet.
Näheres zum Thema Höhlen findet ihr hier.


Das Diskussionsforum zum Thema Welszucht findet ihr hier.



Weitere Informationen : Durch die Seltenheit sind weltweit keine weiteren Informationen verfügbar.

Informationen zur Gattung allgemein findet man in Wels Atlas Band 2 , Seite 728.


Wer interessantes Bildmatereal seiner Welse hat, kann es hier veröffentlichen.



Autor: Ralf Heidemann (Fischray)

Wir bedanken uns für die Bilder bei Ralf Heidemann (Fischray).


Wer Informationen hat bezüglich Panaqolus sp. „Rio Tocatins“, die noch nicht berücksichtigt wurden,
kann sie gleich als Antwort unter diesen Datenbankeintrag setzen.
Bei der nächsten Bearbeitung dieses Eintrags wird dieses dann berücksichtigt.
Wir sind immer daran interessiert, gutes Bildmaterial für die Datenbank zu sammeln.
Wer diesbezüglich eigene Aufnahmen für die Datenbank hat und diese zur Verfügung stellen möchte,
kann dies hier tun.




Die Panaqolus sp. "Rio Tocantins" sind nicht spektakulär von der Farbe her, dafür aber sehr selten.
In der Pflege ist diese Art unproblematisch und sie ist auch tagsüber im Aquarium aktiv.
Als Beifang von Fischen aus dem Rio Tocantins kam diese Harnischwelsart herein.
Die Panaqolus gehören zu den sogenannten Holzfressern und werden als Panaqolus sp. "Rio Tocantins" geführt.
Schlüsselwörter: Panaqolus Rio Tocantins Pará Para Brasilien Schokoladen-Harnischwels
Größe min: 12
Beckengröße min: 80
Temperatur min: 25
Temperatur max: 29



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