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Hypostomus luteus
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Beschreibung: Gattung/Art: Hypostomus luteus Godoy, 1980

Synonym: Plecostomus luteus, Gelber Schilderwels, Golden Sailfin Pleco

Herkunft: Rio Pelotas, Rio Canoas, Rio-Uruguai-Einzug, Brasilien, Argentinien

Größe: 45 cm

Wasserwerte:
T: 18 - 24°C
pH: 6 - 7,5

Empfohlene Beckengröße: ab 200 cm



Ein Hypostomus luteus aus Argentinien im Grenzgebiet zu Brasilien.


Haltung: Hypostomus sind Allesfresser, die zu herbivorer Ernährung tendieren. Ein ausgewogenes Futterangebot für Hypostomus luteus sollte aus den verschiedensten Zutaten bestehen. Sowohl Gemüse wie Salat, Brokkoli, Zucchini als auch Tabletten, Granulate oder Frostfutter wie Cyclops und rote Mückenlarven werden nicht verschmäht.


Das Diskussionsforum zum Thema Welsfutter findet ihr hier.



Geschlechtsunterschiede: Die Brustflossen der Hypostomus luteus Männchen sind länger als bei
den Weibchen. Ausgewachsene Hypostomus luteus Weibchen sind durch die breitere Bauchpartie (Laichansatz)
meist ebenfalls von den Männchen zu unterscheiden.



Ein komplett gelber Hypostomus luteus.
Die Hypostomus luteus haben 7 Weichstrahlen in der Rückenflosse (Dorsale).
Der erste Strahl in der Rückenflosse wird als Hartstrahl (Dorsalstrahl) bezeichnet und
weist einen leichten Odontodenbewuchs auf.
Die Weichstrahlen spalten sich im letzten Drittel in der Rückenflosse zweimal auf.
Die Rückenflosse (Dorsale) ist am letzten Strahl nicht durch eine Membran mit dem Rücken verbunden.
Die Fettflosse (Adipose) ist nicht mit der Rückenflosse verbunden.
Zwischen den beiden Hartstrahlen (Caudalstrahlen) der Schwanzflosse (Caudale) eines
Gelben Schilderwelses sind 14 Weichstrahlen zu zählen, die sich wiederum aufspalten.
Das Bild des Hypostomus luteus kannen durch Anklicken vergrößert werden.
So sind Feinheiten besser zu erkennen.


Besonderheiten: Die Art Hypostomus luteus ist etwas ganz Besonderes unter den Harnischwelsen, was sie den verschiedenen Farbstadien verdankt, die im Laufe der Entwicklung durchzogen werden. Juvenile Exemplare sind relativ unscheinbar grau gefärbt, beginnen jedoch im semiadulten Alter damit sich langsam umzufärben. Die gelben Punkte werden zuerst immer deutlicher und farbstärker. Der Prozess der Umfärbung beginnt an der Dorsale, den Pectoralen und den Ventralen, die sich von grau in gelb umfärben. Danach wird auch der Körper immer heller, bis schließlich der gesamte Wels gelb und alles grau verschwunden ist. Es handelt sich nicht bei allen diesen schönen, gelben Tieren um Männchen, wie früher teilweise angenommen wurde. Auch wird Hypostomus luteus bis zu ungefähr 45 cm groß und nicht wie vermutet nur 35 cm.



Durch Anklicken vergrößern sich die Bilder der Hypostomus luteus!


Sozialverhalten: Der Hypostomus luteus ist recht ruhig. Adulte Harnischwelse dieser
Art können sich territorial verhalten, meist die männlichen Vertreter dieser Welse.


Das Diskussionsforum zum Thema Beckeneinrichtung findet ihr hier.



Ähnliche Welse zu Hypostomus luteus:


Die Dekoration wie Steinaufbauten und ähnliches sollten bei den Hypostomus luteus gut
gegen das Einstürzen gesichert sein. Große Harnischwelse dieser Art haben enorme Kräfte.


Vermehrung: Anfang 2012 tauchten das erste Mal Nachzuchten der Art auf. Sicher ist, dass diese aus Taiwan stammten. Jedoch ist nichts Weiteres bekannt. Da um die Nachzucht ein großes Geheimnis gemacht wurde, sind verschiedene Geschichten entstanden. Eine besagt, dass es eine natürliche Vermehrung in einem Schaubecken war. Die Andere, dass die Tiere mit Hormonen stimuliert wurden. Eine nicht ganz abwegige Möglichkeit, bedenkt man den minimalen Export aus Argentinien und die hohen Preise, die die Art erzielt.



Durch Anklicken vergrößern sich die Bilder der Hypostomus luteus!


Das Diskussionsforum zum Thema Welszucht findet ihr hier.




Bei den Hypostomus luteus ist die Färbung sehr unterschiedlich, so das Laien diese
Welse schnell für unterschiedliche Arten halten können.


Haltung: Die Hypostomus luteus gehören zu den sogenannten Allesfressern (Omnivore).
Die Welse fressen Trockenfutter verschiedenster Sorten. Dazu gehören Futtertabletten, Welschips, Granulatfutter,
Futterpellets sowie auch Flockenfutter.
Frostfutter oder Frischfutter wird sehr gern von diesen Schilderwelsen angenommen. Dazu gehören die verschiedensten
Mückenlarven-Varianten (weiße, schwarze, rote), Krill, Stinte, Fischfilet, Cyklops, Moina,
verschiedenste Mollusken, Artemia und vieles mehr.
Pflanzenfutter wird mal mehr und mal weniger gern genommen, aber für eine vielseitige Ernährung dieser Welse
sollte darauf nicht verzichtet werden. Beim Pflanzenfutter kommt es häufig vor, dass die einzelnen Welse ihr
Lieblingsfutter haben. So kommt es vor, dass der eine das Grünfutter gerne frisst und der nächste es meidet.
Hierbei sollten die verschiedensten Pflanzenfuttersorten ruhig mal ausprobiert werden.
Dazu gehören Eisbergsalat, Feldsalat, Rosenkohl, Kohlrabieblätter, Kartoffeln, Brokkoli, Erbsen, Löwenzahn,
Paprika, Gurken, Zucchini und vieles mehr.
Einige Aquarianer füttern ihre Tiere mit frischem selbstgemachtem Futterbrei. Für eine solche Zubereitung des
Futterbreis findet man im Forum "Ernährung der Fische" die verschiedensten Möglichkeiten.
Man sollte im Becken weiche Wurzeln anbieten. Zum einen sind sie als Verstecke sehr beliebt und zum anderen
werden sie von der einen oder anderen Harnischwelsart gerne als Nahrungsergänzung angesehen.
Nähere Informationen zum Thema Wurzeln findet ihr hier.


Das Diskussionsforum zum Thema L-Welse findet ihr hier.




Die Jungtiere (hier: ca. 8 cm) des Gelben Schilderwelses zeigen zuerst gelb gefärbte Schwanzflossen.


Exportsituation:
Die Hypostomus luteus dürfen und werden aus Argentinien exportiert.
Die Hypostomus luteus dürfen zur Zeit nicht aus Brasilien exportiert werden.
Die brasilianische Regierung regelt ihre Exporte von Zierfischen
über eine Positivliste. Diese wird von der IBAMA herausgegeben.
Es dürfen nur Zierfische exportiert werden, die auf der Liste geführt werden.
Bei einigen Arten, die unter verschiedenen Bezeichnungen gehandelt werden, sind die Farbvarianten oder
Fundortvarianten von der IBAMA nicht extra aufgeführt worden.
So kommt es auch vor, dass nicht extra aufgeführte Arten gehandelt werden, da sie als eine Variante
einer beschriebenen Art gelten. Hierbei sind aber die Grenzen leicht schwammig.

Bei schweren Verstößen gegen die Exportvorschriften hat die brasilianische Regierung schon
hohe Geldstrafen und auch Gefängnisstrafen verhängt.
Daher sind in den letzten Jahren die Exporte aus Brasilien stark zurückgegangen.
Neue Arten, die bei Aquarianern weltweit immer sehr begehrt waren, sind aus Brasilien eher nicht
mehr zu erwarten. Hier haben sich in den letzten Jahren andere südamerikanische Länder hervorgetan.


Wer interessantes Bildmaterial seiner Welse hat, kann es hier veröffentlichen.




Die farbliche Entwicklung eines Hypostomus luteus. Durch Anklicken vergrößern sich die Bilder!
Das letzte Bild zeigt warum dieser Harnischwels auch Gelber Schilderwels genannt wird.

Weitere Informationen zu Hypostomus luteus:


Der Hypostomus luteus zählt zu den schönsten Hypostomus-Arten.


Weitere Informationen im Internet:



Autor: Daniel Konn-Vetterlein (Acanthicus) und Ralf Heidemann (Fischray)

Wir bedanken uns für die Bilder bei Christian Cramer (L172), Udo Wanninger (Cattleya), Anna Sophie, Sandor Tüllmann (Borbi) sowie bei Pier Aquatics, Andreas Jekel (www.geophagus.de) und Enrico Richter!



Wer Informationen hat bezüglich Hypostomus luteus, die noch nicht
berücksichtigt wurden, kann sie gleich als Antwort unter diesen Datenbankeintrag setzen.
Bei der nächsten Bearbeitung dieses Eintrags wird dieses dann berücksichtigt.
Wir sind immer daran interessiert, gutes Bildmaterial für die Datenbank zu sammeln. Wer
diesbezüglich eigene Aufnahmen für die Datenbank hat und diese zur Verfügung stellt,
kann dies hier tun.
Schlüsselwörter: Hypostomus luteus Canoas Pelotas Uruguai Brasilien Hypostominae Hypostomini
Größe min: 45
Beckengröße min: 200
Temperatur min: 18
Temperatur max: 24



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Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 20:46 Uhr.

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