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Ancistrus cirrhosus
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Ancistrus_cirrhosus.jpg
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Beschreibung: Gattung/Art: Ancistrus cirrhosus Valenciennes, 1836

Synonyme: Argentinischer Antennenwels, Hypostomus cirrhosus, Bristlenose Catfish

Herkunft: Rio Paraná, Argentinien

Größe: 10 - 12 cm

Wasserwerte:
T: 16 - 25 °C
pH-Wert: 6 - 8

Empfohlene Beckengröße: ab 100 cm



Ein Ancistrus cirrhosus aus dem Rio Paraná in Argentinien.


Sozialverhalten: Der Ancistrus cirrhosus ist eine ruhige, gegenüber anderen Beckenbewohnern gut verträgliche Art. Bei geschlechtsreifen Männchen kann es auf engem Raum zu Rangeleien kommen.

Etymologie: Die Gattung Ancistrus bekam ihren Namen in Anlehnung an die Interopercular-Odontoden. Diese befinden sich in eingeklapptem Zustand hinter den Kiemendeckeln. Ancistrus wurde von dem griechischen Wort „ankistron“ abgeleitet, was soviel heißt wie „Widerhaken“ oder auch „Angelhaken“. Der Artnamen bedeutet wörtlich behaart (cirrus = Haar) und verweist auf seine Tentakeln beim Männchen.

Haltung: Der Ancistrus cirrhosus ist wie viele Hanischwelse eher ein nachtaktiver Aquarienbewohner, die sich tagsüber eher versteckt aufhalten. Die Einrichtung der Aquarien sollte mit sehr vielen Versteckmöglichkeiten und Unterständen versehen sein.
Sand hat sich als Bodengrund bewährt, ebenso feiner Kies. Diese Harnischwelse gehören zwar zu den Pflanzenfressern, sie haben sich aber an den Anubias, die mit im Becken waren, nicht vergangen. Bei der Haltung sollten die Welse ein keimarmes Aquarienwasser vorfinden mit einer guten Strömung und einem hohen Sauerstoffanteil. Sehr häufiger Wasserwechsel sollte eine Pflicht sein. Becken mit weichem bis mittelhartem Wasser und einem Temperaturbereich von 16 - 25 °C sollten für die Haltung dieser Welse zur Verfügung stehen. Gefressen werden alle möglichen Sorten von Trockenfutter wie auch Pflanzenkost und Frostfutter.


Das Diskussionsforum zum Thema Welsfutter findet ihr hier.


Das typische Maul eines Männchens und eines Weibchens.
Das Diskussionsforum zum Thema Beckeneinrichtung findet ihr hier.


Das typische Maul dieses Allesfressers.
Das Diskussionsforum zum Thema L-Welse findet ihr hier.


Oberkieferbezahnung eines Ancistrus sp. Unterkieferbezahnung einesAncistrus sp. .
Das Diskussionsforum zum Thema Welszucht findet ihr hier.


Sonstiges: Der Ancistrus cirrhosus ist eine Kühl zu haltene Art. Womöglich handelt es sich hierbei um eine der Arten, aus denen später der heute gut bekannte "Gemeine Antennenwels" (Ancistrus sp.) entstanden ist.

Zucht: Die Zucht von Ancistrus cirrhosus ist natürlich in einem Artbecken am einfachsten zu bewerkstelligen. Beim Ancistrus cirrhosus handelt es sich um einen Höhlenbrüter. Es sollte ein sehr weiches und auch saures Wasser verwendet werden. Während die Welse in der Natur Steinspalten oder Ausbuchtungen im Totholz als Schutz für ihre Gelege heranziehen müssen, hat sich im Aquarium der Einsatz von Ton- oder Schieferhöhlen durchaus bewährt. Näheres zum Thema Höhlen findet ihr hier.
Für eine Erhöhung des Zuchterfolges hat sich gezeigt, dass es sinnvoller ist, wenn die Höhlen von der Größe
her den Welsen angepasst sind. Gerade bei mehreren Männchen in einem Becken sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass es sehr viele Versteckmöglichkeiten gibt. Es sollten mindestens zwei Höhlen für jeden Wels im Becken vorhanden sein, damit es nicht zu Streitereien wegen Höhlenmangels kommt. Insbesondere wenn mehrere große Männchen in einem Becken leben, hat es sich als Vorteil erwiesen,
das Becken in mehrere Bereiche (Territorien) optisch zu unterteilen. So sind die Welse innerartlich noch wesentlich ruhiger, was für eine Vermehrung förderlich ist. Großzügige und häufige Wasserwechsel und eine zusätzliche Strömungspumpe fördern das Ablaichen.
Das Männchen pflegt und verteidigt das Gelege bis die Jungfische schlüpfen und auf sich alleine gestellt sind,
wie bei den Harnischwelsen üblich. Die Beckentemperatur hat auch einen Einfluss auf den Schlupf des Geleges. Bei kühleren Temperaturen ist die Entwicklung langsamer. Das ist auch beim Heranwachsen der Jungwelse der Fall.
Jungwelse fressen im Prinzip das selbe wie die Elterntiere, nur eben für ihre Größe angepasst verkleinert. Die Aufzucht wird am besten separat gemacht, in einem extra Becken oder einem Einhängekasten („Gerdkasten“). So ist eine gezielte Ernährung der Jungfische bei der Aufzucht gewährleistet. Um den Stress unter den Jungwelsen zu minimieren, sollte man viele kleine Röhren als Verstecke im Aufzuchtbehälter platzieren. So haben die Jungtiere einen Unterschlupf,
in dem sie sich sicher fühlen. Bei Rangeleien unter den Jungwelsen stehen immer zwei Ausgänge zur Verfügung. Das senkt den Stress und erhöht dadurch die Wachstumsgeschwindigkeit der Welse. Viel Wasserwechsel ist für ein rasches Wachstum der Welse schon so etwas wie eine Grundvoraussetzung und bräuchte eigentlich kaum erwähnt zu werden. Es ist empfehlenswert, dass im Aufzuchtbecken eine gute Versorgung mit Sauerstoff vorhanden ist, denn durch einen erhöhten Futterbedarf hat dies klare Vorteile.



Ancistrus cirrhosus Valenciennes, 1836


Weitere Informationen zu Ancistrus cirrhosus:

Autor: Ralf Heidemann (Fischray)

Wir bedanken uns für die Bilder bei Ingo Seidel, Ralf Heidemann und die Grafik von Paul Louis Oudart (1796-1860).


Wer Informationen hat bezüglich Ancistrus cirrhosus, die noch nicht berücksichtigt wurden, kann sie gleich als Antwort unter diesen Datenbankeintrag setzen. Bei der nächsten Bearbeitung dieses Eintrags wird dieses dann berücksichtigt.
Wir sind immer daran interessiert, gutes Bildmaterial für die Datenbank zu sammeln. Wer diesbezüglich eigene Aufnahmen für die Datenbank hat und diese zur Verfügung stellt, kann dies hier tun.
Schlüsselwörter: Ancistrus cirrhosus Paraná Argentinien
Größe min: 10
Beckengröße min: 80
Temperatur min: 16
Temperatur max: 25



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