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Der automatische Wasserwechsel
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Beschreibung:
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Der automatische Wasserwechsel





Durchflussanlagen oder automatischen Wasserwechsel gibt es ja in den verschiedensten Ausführungen.
Gerade bei der Aufzucht von Jungfischen ist eine hohe Wasserqualität hilfreich.
Bei Gesprächen unter Züchtern und in den Vereinen oder Arbeitskreisen kann man immer auch neue Ideen dazu sammeln.
Ich stelle mal kurz die Variante vor, die in meiner Anlage Verwendung findet.
Ich betreibe größtenteils Einzelfilterung und wenig Blockfilter beziehungsweise Zentralfilter.

Zum Grundverständnis ist zu erwähnen, dass ich den gesamten Raum aufheize, um die Temperatur in den Becken zu halten.
Sollte es erforderlich sein, werden bei einzelnen Becken mit Heizstäben die Temperaturen zusätzlich erhöht.


Gerade beim Betrieb größerer Aquarienanlagen ist eine Automatik beim Wasserwechseln angebracht.
Der Zeitaufwand des regelmäßigen Wasserwechsels ist bei Anlagen mit über hundert Becken schon enorm.

Das Prinzip ist einfach: es geht um eine permanente Zugabe von Frischwasser (Kaltwasser).
Wichtig war auch, dass die Anschaffung und die Installation nicht zu kostenintensiv sein sollten.
Natürlich brauchen die Becken auch Überläufe; ob durch eine Bohrung oder eine Überlaufverrohung ist prinzipiell egal.
Der Aufbau ist relativ simpel. Gebraucht wird ein Aquarium, das die höchste Stelle in der Anlage darstellt. Dies wird das Vorratsbecken.


Zum Verständnis eine einfache Zeichnung zum Aufbau des Systems zum Wasserwechsel.

Im Vorratsbecken wird ein standardmäßiger Toilettenschwimmer aus dem Baumarkt installiert,
der an die Kaltwasserleitung angeschlossen wird.
Dadurch wird der Wasserspiegel im Vorratsbecken immer auf eine konstante Höhe aufgefüllt.
Aus Sicherheitsgründen sollte auch das Vorratsbecken mit einem Überlauf versehen sein,
falls der Toilettenschwimmer einmal nicht mehr schließen sollte.
Der Überlauf sollte aber kontrollierbar sein, um Unregelmäßigkeiten frühzeitig bemerken zu können.
Zusätzlich habe ich noch einige Belüftersteine in das Vorratsbecken gehängt, unter anderem damit
eine Temperaturschichtung im Becken verhindert wird.
Da das Vorratsbecken oberhalb im Aquarienraum steht, wo es erfahrungsgemäß ja auch am wärmsten ist,
wird das Wasser leicht erwärmt.
Auch die Belüftersteine im Vorratsbecken heben die Temperatur leicht an.
Wenn es nötig ist, kann man auch zusätzlich noch mit einem Heizstab erwärmen.
Das Vorratsbecken hat bei mir ein Volumen von 300 Litern. Je größer das Becken ist, desto besser für einen
Gasausgleich und eine Erwärmung des Wassers.


Das Vorratsbecken ist das höchste Becken in der Anlage.
In der Mitte befindet sich der Toilettenschwimmer, der an die Kaltwasserleitung angeschlossen ist.
Das graue Rohr links ist das Steigrohr für den Sicherheitsüberlauf.
Die schwarzen Rohre sind die Versorgungsleitungen für die einzelnen Tropfer.


Der Toilettenschwimmer verrichtet über viele Jahre seine Arbeit. Aber irgendwann kommt der Tag,
an dem er nicht mehr richtig schließt. Das kann zwar 10 Jahre dauern, aber trotzdem ist es ratsam,
im Vorratsbecken einen Überlauf einzubauen, um nicht die Anlage unter Wasser zu setzen.

Mit dem einfach zu verlegenden Mikrodrip-System von Gardena habe ich nun eine ½ Zoll-Versorgungsleitung
zu meinen tiefer stehenden Haltungsaquarien gezogen. Im Vorratsbecken sorgt eine kleine 5-Watt-Pumpe für
eine minimale Unterstützung, es wird aber kein wesentlicher Druck aufgebaut.
Die Pumpe sollte nur als leichte Strömungshilfe über den Beckenrand dienen.
Kurz hinter der Pumpe habe ich noch ein 5mm-Loch in die Leitung gebohrt (natürlich noch unter dem
Wasserspiegel im Versorgungsbecken), damit kein richtiger Pumpendruck entstehen kann.
Beim Füllen der Leitung braucht man nur das Loch einen Moment zuzuhalten.
Eigentlich fließt das Wasser, einmal angesaugt, im Rohr von selbst durch den Höhenunterschied in
die Haltungsbecken. Die Pumpe ist nur als Sicherheit gedacht, damit sich keine Luftblasen sammeln können.

]
Das schwarze Rohr ist die 1/2" Zoll Zulaufleitung zu den Haltungsbecken,
die später auf 6mm Leitungen reduziert wird.


Die Versorgungsleitung ist für die unteren zwei Beckenreihen einfach auf das Holzgestell geschraubt.
So hat man die Möglichkeit einfach zu sehen, ob alles dicht ist.

Von der ½ Zoll-Versorgungsleitung bin ich zu meinen einzelnen Haltungsbecken mit 6mm-Leitung weiter gegangen,
alles mit den Verbindern vom Microdrip-System. Besonders praktisch sind die dazugehörigen Tropfer,
die sich stufenlos einstellen lassen, je nach Frischwasserbedarf im Haltungsbecken.
Die Tropfer sind bei mir so eingestellt, dass ca. 10% Frischwasser pro Haltungsbecken am Tag dazulaufen kann.


Das schöne an dem Gardenasystem ist, dass man alle möglichen Verbinder bekommen kann.
Hier ist die 1/2" Leitung auf dem Gestell zu sehen mit den Abgängen auf das 6mm Rohr,
das zu den einzelnen Becken geht.


Nun mal ein Bild von der oberen Beckenreihe. Die schwarze Leitung an der Wand ist wieder
die 1/2" Zoll Versorgungsleitung. Von dieser gehen die einzelnen Abgänge zu den Becken mit
der 6mm Leitung weiter. Das graue Rohr ist nur ein Leerrohr, in dem die 6mm Leitung steckt,
damit sie nicht aus dem Becken rutschen kann.


Die 6mm Leitung zu den unteren Becken im Gestell. Auch mit einem Leerrohr zur Sicherung.


Die Tropfer sind frei einstellbar, je nach Bedarf. Sind die Becken stark besetzt, wird der Durchlauf der
Tropfer einfach erhöht. Wichtig ist nur, dass diese immer ins Becken tropfen und nicht daneben rutschen können.

Das Haltungsbecken selber braucht natürlich einen Überlauf.
Am zweckmäßigsten ist eine Überlaufbohrung, die den Wasserspiegel konstant hält.
Wenn man sein Becken nicht anbohren möchte, geht natürlich auch ein Überlaufrohrsystem, gekauft oder selber gebaut.
Das überlaufende Wasser wird nun über eine Abflussleitung abtransportiert.
Ob es, wie bei mir, in den Garten geleitet wird oder ins Abwasser geht, ist jedem selbst überlassen.
Bei einer Zentralfilterung ist der Überlauf im Filter und der Zulauf bleibt im Haltungsbecken.


Das graue Rohr in der Mitte des Bildes ist das Überlaufsteigrohr im Becken.
Die meisten Becken haben bei mir eine Bodenbohrung und die Länge des Steigrohrs
gibt die Höhe des Wasserstandes an.
Bei einigen Becken habe ich auch schon mal die Bohrung in der Frontscheibe.
Im Becken ist noch ein Bogen mit etwas Rohr bis zur Wasseroberfläche als Überlauf.


Bei Becken ohne Bohrung benutze ich ein Überlaufrohrsystem.
Dieses beruht auf dem Prinzip einer zirkulierenden Röhre.


Die grauen Rohre im Gestell sind die Abflussleitungen für die jeweils darüber stehenden Becken.


Diese Abflussleitung läuft vor den Gestellen entlang nach draußen in den Garten.

Sollte in einer Kelleranlage keine Abflussmöglichkeit vorhanden sein, kann man einen Auffangbehälter
einsetzen mit einer schwimmergesteuerten Tauchpumpe, die das Wasser dann auch aufwärts befördert.
Hierbei ist es ratsam, eine etwas höher stehende zweite Notfalltauchpumpe ebenfalls mit Schwimmer
im Behälter stehen zu haben. Sicher ist Sicher.

Da es kein reiner Wasseraustausch ist, sondern eher eine ständige Vermischung von Alt- und Frischwasser,
wird etwas mehr Wasser verbraucht.
Der höhere Wasserverbrauch wird aber durch die riesige Pflegeerleichterung wieder wett gemacht.
Das Wachstum der Fische konnte sichtlich verbessert werden.
Pflegemaßnahmen wie das Absaugen des Bodengrunds und ähnliches sollten aber nicht
vernachlässigt werden.
In sehr stark besetzten Becken mache ich trotzdem noch zusätzlich einen regelmäßigen Wasserwechsel.

Ralf Heidemann


Bilder der Aquarienanlage.


Bilder der Aquarienanlage.


Bilder der Aquarienanlage.



Das zum Bericht "Der automatische Wasserwechsel" erstellte Diskussionsthema im Forum: Der automatische Wasserwechsel
Ergänzungen, Anmerkungen, Erfahrungen und Verbesserungen können dort besprochen werden.



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