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Filtern mit Luftanhebern
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Beschreibung:
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Filtern mit Luftanhebern




Bei einzelnen Becken im Wohnbereich wird im Allgemeinen mit einem strombetriebenen
Innen- oder Außenfilter gearbeitet, um das Aquarium zu filtern.
In einer Aquarienanlage wird oft, alleine schon um Strom zu sparen, mit dem
Einsatz von Luftanhebern gefiltert.




Um mal das Prinzip eines Luftanhebers aufzuzeigen,
einige Erläuterungen dazu.
Ein Luftanheber kann etwa 200 -1500 Liter Wasser in einer Stunde bewegen.
Im Stromverbrauch kann man einen Luftanheber mit etwa 0,8 - 1,2 Watt veranschlagen.
Das Prinzip ist einfach: aufsteigende Luftblasen ziehen und treiben Wasser mit nach oben.
Eingezwungen in eine Röhre befördert das Luft/Wassergemisch das Wasser auch weit über
die Wasseroberfläche hinaus.
Um einiges an Optimierung vorweg zu nehmen:
- Ein Anheber, der mit der Wasseroberfläche abschließt, hat seine maximale Leistung.
- Je feiner die Luftblasen, desto leiser und auch effektiver fördert der Anheben.
- Durch einen großen Bogen wird die Leistung ebenfalls optimiert und der Anheber wird leiser im Betrieb.
- Der Durchmesser des Rohres sollte gut gewählt werden.



Hier möchte ich verschiedene Möglichkeiten von Luftanhebern zeigen, die
ich im Laufe der Jahre in meiner Anlage betrieben habe.


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Hier eine ganz einfache Variante:
ein Anheber aus einem grauen Kabelkanal.
Ich habe nur das Rohr in 45 Grad durchgeschnitten und
mit PVC-Kleber als Winkel zusammengeklebt.
Nun noch ein Loch oben in den Winkel gebohrt und
ein Stück Pneumatikschlauch reingeschoben.
Der Pneumatikschlauch ist dünner als die Luftschläuche, so dass
man den Luftschlauch einfach drüber stülpen kann.
Als Nachteil sei hier erwähnt, dass die Anheber durch die großen
Blasen recht laut waren und der spitze Winkel auch nicht gerade
vorteilhaft war. Ich hatte sie später noch verbessert, indem
ich einen Pneumatik-Schalldämpfer unten anbrachte. Das wirkt ähnlich wie ein Sprudelstein.



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Bei diesem hier wurde ein Stück Rohr als Luftkammer angeklebt,
wobei im Steigrohr an der Stelle kleine 1 mm Löcher gebohrt wurden.
Das grüne Plastikrohr wurde zurechtgebogen und mit Silikon zugeklebt.
Umständlich und leiser, nicht sehr befriedigend.
Durch die wenigen Löcher ist die Leistung noch nicht zufriedenstellend.



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Um mehr Löcher ins Steigrohr zu bekommen, wurde bei diesem Modell
die Luftkammer schräg beschnitten.
Ebenfalls zu aufwändig, aber mit mehr Löchern besser in der Funktion.
Der Winkel ist auch zu eng für einen ruhigen Betrieb.


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Dies war dann mal ein sehr gut laufendes Exemplar.
Ich habe ein graues PVC-Rohr mit Sand gebogen, was einen
ruhigen Durchstrom fördert, und habe unten die Luftkammer mit
einem größeren Kabelkanalrohr festgeklebt.
Geklebt habe ich diese mit einer Heißklebepistole.
Im Steigrohr sind mehrere kleine Löcher als Ring gebohrt.
Die Luft kommt nun gleichmäßig von allen Seiten, was
eine Wahnsinnsförderleistung bringt.
Diese Luftanheber sind sehr gut und laufen heute noch in meiner Anlage.
Mit etwas Übung sind diese Teile schnell gebaut.
Zu zweit hatten wir mal 100 Anheber am Tag gebaut.

Im eingebauten Zustand reicht es bei leistungsgeminderten Anhebern meist schon, mit einer
Fußballpumpe durch den Luftschlauch zu pumpen. Danach laufen sie
in der Regel schon wieder perfekt.
Zum Reinigen kommt sonst einfach eine passende Flaschenbürste zum Einsatz.


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Diese Anheber sind ebenfalls aus einem mit Sand gebogenen grauen PVC-Rohr hergestellt.
Als Luftkammer habe ich ein größeres Rohrstück verwendet.
In diesem Fall habe ich die Luftkammer nicht verklebt sondern
einen passenden Schlauch als Dichtung verwendet.
Einfach, um ihn zur Not auch noch mal zum Reinigen zerlegen zu können.
Ich hatte einfach ein V2A-Hähnchen für den Luftanschluss eingeschraubt.
Ich habe einige am Ende des Rohres angebaut und andere wie hier auch mal höher.
Man kann einen, zwei oder auch drei Lochkränze bohren, um eine gute Wirkung
zu erzielen.
Die Anheber laufen ebenfalls super und sind immer noch in Betrieb.
Diese Modelle sind ebenfalls sehr schnell gebaut.
Den V2A-Hahn habe ich bei den Neueren weggelassen und dafür
die kleinen Plastik-Luftwinkel angeklebt.

Um mal was zu der Lochgröße zu sagen:
Bei Membranpumpen sind kleinere Löcher um die 0,8 mm sehr gut in der Wirkung.
Ich betreibe für die Anheber Seitenkanalverdichter, da hat sich 1 mm gut bewährt.


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Für meine Gerdkästen habe ich eine kleinere Version mit einem Stück Schlauch als Dichtung gebastelt.
Die Löcher sind ganz unten gebohrt und die Lufteinfuhr ist weit oben.
Das macht einen sehr guten Durchsatz im Gerdkasten.
Somit auch eine höhere Sauerstoffkonzentration.


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Von der Firma Hobby wurden dann seinerzeit diese Luftanheber auf den Markt gebracht.
Ich kann aber nicht mal sagen, ob es diese überhaupt noch gibt.
Vom Betrieb her waren sie gut einsetzbar. Nur, wenn man Hunderte braucht,
halt ziemlich teuer.


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Irgendwo aus dem Ostblock (Polen oder Tschechien) kamen vor einigen Jahren diese
günstigeren Luftanheber. Diese liefen aber schlechter als die Hobby-Anheber.
Da durch den im Wasserstrom hängenden Lufteinströmer der ungehinderte Durchlauf
verhindert wird, kommt es hier zu Verwirbelungen, was die Leistung drosselt
und die Lautstärke erhöht.
Der Lufteinströmer setzt sich auch sehr schnell zu.


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Diese Luftanheber sind vor ein paar Jahren auf den Markt gekommen.
Sie bestehen aus Kabelkanalbogen, einem kurzen Stück rundem Kabelkanalrohr mit
3x Lochkränzen und einem Stück mit Luftkammer und Luftanschluss.
Im Einsatz ein ruhiger Betrieb mit gutem Durchfluss.


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Dieser Luftanheber ist auch schon seit Jahren auf dem Markt zu finden.





Das zum Bericht "Filtern mit Luftanhebern" erstellte Diskussionsthema im Forum: Filtern mit Luftanhebern
Ist für Ergänzungen, Anmerkungen, Erfahrungen und Verbesserungen die dort besprochen werden können.
Schlüsselwörter: Luftanheber Filtern Anheber fördert



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