L-Welse.com Forum
HomeForumL-Nummern, Zuchtberichte, Literatur, ...L-NummernC-NummernSystematik - Gattungen, Arten, ...Fachbegriffe und deren ErklärungGalerieLinks

Registrieren HilfeForenordnung Mitgliederliste Mitgliederkarte Kalender Suchen Heutige Beiträge Alle Foren als gelesen markieren

  Home · Suche · Mitglieder Liste · Registrieren  

Home » Loricariidae » Guyanancistrus   · nächster Artikel »

Guyanancistrus sp. "L 221"
Beiträge Gesehen
0 9930
spacer
Empfohlen von durchschn. Bewertung
Keine Empfehlungen Nichts angezeigt
221bg.jpg
Großbild


Beschreibung: Gattung/Art: Guyanancistrus sp. "L 221" = "L 223"

Herkunft: Rio Paru, Pará, Brasilien

Vorgestellt: DATZ 08/1996

Die Original-Vorstellung dieses Welses in der Fachzeitschrift Datz als PDF.
Endlich wieder L-Nummern! (L 212 - L 223)


Größe: ca. 15 cm

Empfohlene Beckengröße: ab 120 cm



Guyanancistrus sp. "L 221" aus dem Rio Paru.


Geschlechtsunterschiede:
Gerade die älteren Männchen haben einen stärkeren Odontodenbewuchs hinter den Kiemendeckeln.
Der erste Strahl der Brustflosse ist bei den Männchen stärker bestachelt.
Bei geschlechtsreifen Weibchen ist die breitere Bauchpartie leicht erkennbar. Männchen haben einen breiteren Kopf.

Sozialverhalten:
Eine recht ruhige und verträgliche, aber durchaus auch durchsetzungsfähige Art.

Etymologie:
"Guyan" im Gattungsnamen bezieht sich auf die Herkunft dieser Harnischwelse, nämlich den Guyanaschild sowie den Guyana Staat.
Ancistrus hat seinen Ursprung in Anlehnung an die Kiemendeckel - Odontoden.
Diese befinden sich in eingeklapptem Zustand hinter den Kiemendeckeln. Ancistrus wurde von dem griechischen Wort "ankistron" abgeleitet,
was soviel heißt wie "Widerhaken" oder auch "Angelhaken". Den deutschen Namen "Antennenwels" bekamen die Tiere wegen der geweihartigen Tentakeln
der geschlechtsreifen Männchen.


Wer interessantes Bildmaterial seiner Welse hat, kann es hier veröffentlichen.



Beckeneinrichtung:
Ausgewachsene Tiere sollten mindestens in einem 120 cm langen Aquarium gepflegt werden.
Steinaufbauten sind bei diesen Welsen sehr beliebt. Auch sollten einige Wurzeln zum Abweiden und
als Verstecke im Becken vorhanden sein.
Nähere Informationen zum Thema Wurzeln findet ihr hier.
Ein Sandboden ist eine gute Wahl als Bodengrund. Es sollten für jeden Wels zwei Höhlen eingeplant werden.
Ob nun Tonhöhlen oder Schieferhöhlen ist dabei nicht besonders ausschlaggebend.
Da die Temperaturen nicht so hoch sind wie bei der Haltung manch anderer Harnischwelse,
können hier sehr gut festere Aquarienpflanzen eingesetzt werden, wie zum Beispiel Anubias.
Näheres über Pflanzen in Welsbecken hier.

Das Diskussionsforum zum Thema Beckeinrichtung findet ihr hier.


Haltung: Bei der Ernährung zählen Guyanancistrus sp. "L 221" zu den Aufwuchsfressern.
Hierbei sollten sie einen überwiegenden Teil an pflanzlicher Nahrung bekommen.
Es sollte viel Gemüse gefüttert werden. Es bieten sich verschiedenste Salate, Gurken,
Zucchinis, Kartoffeln oder ähnliches an. Ein weiterer Teil der Nahrung ist gut durch Frostfutter abzudecken.
Hier werden die verschiedensten Sorten angenommen. Natürlich werden die unzähligen Trockenfuttersorten
ebenfalls ohne weiteres angenommen. Hier gibt es ja im Aquaristikhandel inzwischen eine enorme Auswahl.
Den Welsen ist es aber in der Regel egal, welcher Hersteller verwendet wird. Man sollte aber auf einen erhöhten pflanzlichen Anteil achten.
Es sollten Wurzeln im Becken vorhanden sein, einmal als Versteckmöglichkeit und zum anderen zum Abweiden.
Es scheint zwar nicht der Fall zu sein, dass sie auf jeden Fall für ihre Verdauung Holz benötigen, aber es ist mit Sicherheit kein Fehler.

Das Diskussionsforum zum Thema Welsfutter findet ihr hier.



Vergesellschaftung: Von den Wasserwerten her kommen diese Welse sehr gut für ein
sogenanntes Gesellschaftsbecken in Frage. Sie sind gegenüber anderen Fischen nicht aggressiv und
auch nicht besonders territorial. Tagsüber sind sie eher zu den Fütterungszeiten zu sehen,
während sie mehr Aktivität in der Dämmerung oder auch in der Nacht zeigen.
In ein südamerikanisches Salmlerbecken würden sie gut hineinpassen.



Die Guyanancistrus sp. "L 221" haben 7 Weichstrahlen in der Rückenflosse (Dorsale).
Der erste Strahl in der Rückenflosse (Dorsale) wird als Hartstrahl (Dorsalstrahl) bezeichnet und
weist einen leichten Odontodenbewuchs auf.
Die Weichstrahlen spalten sich im letzten Drittel in der Rückenflosse zweimal auf.
Die Rückenflosse (Dorsale) ist am letzten Strahl nicht durch eine Membran mit dem Rücken verbunden.
Die Fettflosse (Adipose) ist nicht mit der Rückenflosse (Dorsale) verbunden.
Zwischen den beiden Hartstrahlen (Caudalstrahl) der Schwanzflosse (Caudale) eines
Guyanancistrus sp. "L 221" sind 14 Weichstrahlen zu zählen, die sich wiederum aufspalten.
Die leicht orangene Färbung lässt beim Heranwachsen nach.
Das Bild des Guyanancistrus sp. "L 221" kann durch Anklicken vergrößert werden.
So sind Feinheiten besser zu erkennen.


Namensgebung:
Früher wurden diese Welse auch gerne von einigen Ichthyologen der Gattung Lasiancistrus zugeordnet.
Inzwischen haben sie ihre eigene Gattung Guyanancistrus bekommen.
Der Ichthyologe Armbruster hat die Angewohnheit viele Gattungen zusammen zu fügen und ist der Ansicht,
dass man Guyanancistrus als Synonym zu Pseudancistrus sehen soll,
was sich inzwischen durch genetische Analysen eindeutig widerlegt ist.

Zucht:
Über die gelungene Nachzucht der Guyanancistrus sp. "L 221" ist zur Zeit noch nichts bekannt.
Dies dürfte auch daran liegen, dass diese Welse recht selten gehalten werden.
Aufgrund ihrer Verwandtschaft ist davon auszugehen, dass es sich um Höhlenbrüter handelt.
Bei Betrachtung der Wasserwerte in ihren Herkunftsgebieten sollte bei Zuchtversuchen
der Leitwert gesenkt werden. Sehr gute Fütterung und viel Wasserwechsel mit zunehmender Strömung sollten ihr übriges tun.
Bei einem Zuchtversuch sollten verschiedene Höhlenformen ausprobiert werden.
Näheres zum Thema Höhlen findet ihr hier.

Das Diskussionsforum zum Thema Welszucht findet ihr hier.



Sonstiges: Es sind in der Regel kaum Guyanancistrus sp. "L 221" im Handel zu finden, da es vor Ort keinen regelmäßigen Zierfisch fang gibt.
Es ist allgemein davon aus zu gehen das es sich bei L 221 und L 223 um die selbe Art handelt.

Weiterführende Informationen zu Guyanancistrus sp. "L 221":
Welsatlas Bd. 2 S. 317
Miniatlas L-Welse S. 196
Back to Nature Handbuch für L-Welse
DATZ 1996/8 = Endlich wieder L-Nummern
planetcatfish.com
plecoplanet
aquaticrepublic


Autor: Ralf Heidemann

Wir bedanken uns für das Bild bei Jens Gottwald Aquatarium.de und Heinz Morche.


Wer Informationen hat bezüglich Guyanancistrus sp. "L 221",
die noch nicht berücksichtigt wurden, kann sie gleich als Antwort unter diesen Datenbankeintrag setzen.
Bei der nächsten Bearbeitung dieses Eintrags wird dieses dann berücksichtigt.
Wir sind immer daran interessiert, gutes Bildmaterial für die Datenbank zu sammeln.
Wer diesbezüglich eigene Aufnahmen für die Datenbank hat und diese zur Verfügung stellt,
kann dies hier tun.
Schlüsselwörter: Guyanancistrus L221 221 Pará Para Paru Brasilien Hypostominae Ancistrini
Sortierung: 226
Größe min: 15
Beckengröße min: 120
Temperatur min: 25
Temperatur max: 29



Powered by: ReviewPost PHP vB3 Enhanced
Copyright 2003 All Enthusiast, Inc.


Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 16:03 Uhr.

Werbung
Die L-Welse-Datenbank


Powered by vBulletin® Version 3.6.8 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2020, Jelsoft Enterprises Ltd.
© 2003 - 2020 L-Welse.com | Impressum