L-Welse.com Forum
HomeForumL-Nummern, Zuchtberichte, Literatur, ...L-NummernC-NummernSystematik - Gattungen, Arten, ...Fachbegriffe und deren ErklärungGalerieLinks

Registrieren HilfeForenordnung Mitgliederliste Mitgliederkarte Kalender Suchen Heutige Beiträge Alle Foren als gelesen markieren

  Home · Suche · Mitglieder Liste · Registrieren  

Home » Loricariidae » Ancistrus  

Ancistrus sp. "Wabenmuster"
Beiträge Gesehen
0 16504
spacer
Empfohlen von durchschn. Bewertung
Keine Empfehlungen Nichts angezeigt
Ancistrus-sp_-Wabenmuster-.jpg
Großbild


Beschreibung: Gattung/Art: Ancistrus sp. "Wabenmuster"

Synonyme: Ancistrus sp."Honeycomb", Wabenmuster-Antennenwels, Wabenmuster-Ancistrus, Waben-Ancistrus.

Herkunft: Brasilien

Größe: bis 12 cm

Wasserwerte:
T: 25 - 29° C
pH: 6 - 7,5

Empfohlene Beckengröße: ab 80 cm



Wer interessantes Bildmaterial seiner Welse hat, kann es hier veröffentlichen.



Diese Welse stammen aus Brasilien, aber der genaue Fundort ist noch nicht bekannt.


Geschlechtsunterschiede: Bei recht jungen Männchen sind die Tentakeln um den Schnauzenrand frühzeitig zu erkennen. Große geschlechtsreife Tiere tragen ein ausgeprägtes Tentakelgeweih. Weibliche Ancistren hingegen haben kein solches Geweih auf dem Kopf.
Geschlechtsreife Weibchen haben durch ihren Laich eine fülligere Bauchpartie.
Männchen entwickeln einen stärkeren Odontodenbewuchs auf dem Brustflossenstachel.



Die Männchen halten sich gerne in ihrer Höhle auf und tragen ein Tentakelgeweih auf dem Kopf.
Bei den Weibchen sind keine Tentakel am Schnauzenrand vorhanden und auch keine auf dem Kopf.


Sozialverhalten: Ruhige, gegenüber anderen Beckenbewohnern gut verträgliche Art.
Bei geschlechtsreifen Männchen kann es auf engem Raum zu Rangeleien kommen.

Etymologie: Die Gattung Ancistrus bekam ihren Namen in Anlehnung an die
Interopercular-Odontoden. Diese befinden sich in eingeklapptem Zustand hinter den Kiemendeckeln. Ancistrus wurde von dem griechischen Wort „ankistron“ abgeleitet, was soviel heißt wie „Widerhaken“ oder auch „Angelhaken“.
Den deutschen Namen „Antennenwels“ bekamen die Tiere wegen der geweihartigen Tentakeln der geschlechtsreifen Männchen.



Das Diskussionsforum zum Thema Beckeinrichtung findet ihr hier.


Haltung: Die Waben-Antennenwelse zeigen keine Aggression gegenüber anderen Aquarienbewohnern. Bei geschlechtsreifen Männchen kommt es gelegentlich zu Rangeleien auf engem Raum, wobei die Interopercular-Odontoden drohend hervorgestülpt werden.
Bei einer genügenden Anzahl an Höhlen in einem gut gefilterten Becken sollte es ein leicht zu pflegender Fisch sein, der auch an Wasserwerte und Futter keine großen Ansprüche stellt.
Da diese Art nicht so groß wird, ist sie gut für jegliche Gesellschaftsbecken geeignet.
Gefressen werden verschiedenste Sorten von Frostfutter, Lebendfutter, Futtertabletten und natürlich auch gerne Granulatfutter. Auch sollte nicht auf weiche Wurzeln im Aquarium verzichtet werden, da sie allem Anschein nach für eine dauerhaft gesunde Pflege der Welse im Aquarium wichtig sind.
Die Wurzeln stellen eine Zellulosequelle dar.
Es sollten nicht verschiedene Ancistrus-Varianten in einem Becken gepflegt werden, da eine Vermischung der Varianten sehr wahrscheinlich ist.



Das Diskussionsforum zum Thema Welsfutter findet ihr hier.


Beschreibung: Da viele Ancistren mit einem Wabenmuster bekannt sind, ist eine sichere Zuordnung oft schwierig. Gerade Jungtiere sind nahezu identisch.

Sonstiges: Die Ancistrus sp. „Wabenmuster“ werden im Handel häufig als L 89 angeboten.
Da diese Welse nur als Beifänge importiert wurden ohne eine Angabe zum Fundort, kann die Herkunft
zur Zeit noch nicht genau geklärt werden.
Die Ancistrus haben als Gattung wahrscheinlich das größte Verbreitungsgebiet in Südamerika. Nahezu in jedem Flusssystem Südamerikas sind ein oder sogar mehrere Ancistrus-Arten nachweisbar.
Durch das Abspreizen der Interopercular-Odontoden verhakt ein Ancistrus sehr schnell im Fangnetz.
Welchen Sinn die Tentakel auf dem Kopf des Männchens haben, ist derzeit noch spekulativ.
Es wird angenommen, dass die Tentakel Jungfische vorgaukeln, womit die Tiere Weibchen zum Ablaichen anregen wollen. Oder dass sie ein Sekret absondern, welches die Jungwelse als Nahrungsergänzung nehmen. Ebenso gibt es die Annahme, dass die Gelege mit den Tentakeln gesäubert werden. Auch gibt es die These, dass das Geweih eine Art Zeichen der Rangordnung darstellt.
Ob eine These oder gar etwas ganz anderes dahinter steckt, ist zur Zeit nur reine Spekulation.



Das Diskussionsforum zum Thema Welsfutter findet ihr hier.



Paarungswillige Weibchen schwimmen die Höhlen der Männchen an und drängen diese zur Paarung.
Geschlechtsreife Weibchen sind gut an ihrem Bauchumfang erkennbar (linkes Bild).


Zucht: Das Männchen betreibt die Brutpflege bis zum Freischwimmen der Larven.
Die Welse laichen in geschützten Bereichen im Aquarium leicht ab. Eine einseitig geöffnete Röhre hat sich für die Nachzucht als hervorragend bewährt.
Häufig laichen die Welse in gut gepflegten Gesellschaftsbecken im Laufe der Zeit von ganz alleine ab. Zur Zucht kann man die Tiere in einem separaten Becken natürlich auch gezielt ansetzen. Zuchtbereite Tiere sind leicht zu stimulieren durch häufigen Wasserwechsel, durch Veränderung des Leitwertes, der Temperatur oder auch durch Strömungsveränderungen.
Das Absenken des Leitwertes und eine Senkung des pH-Werts plus Strömung ist anzuraten,
wenn es mit einer gewollten Nachzucht mal nicht so klappt.
Möglichkeiten gibt es zur Stimulation ja etliche. Da sich Ancistren recht einfach vermehren lassen, ist es nicht verwunderlich, dass gerade bei dieser Gattung die ersten Zuchtvarianten unter den Harnischwelsen zu finden sind.
Die Gelegegröße hängt von der Größe und Vitalität der Elterntiere ab.
Die Aufzucht der Jungtiere ist in der Regel recht einfach. Gefressen wird so ziemlich jede Futtersorte, in der Hinsicht stellen die Nachzuchten keine großen Ansprüche.


Das Diskussionsforum zum Thema Welszucht findet ihr hier.




Der weiße Flossensaum ist bei jungen Tieren noch wesentlich ausgeprägter.


Ähnliche Welse: Ancistrus sp. “L 89“, Ancistrus sp. “L 156”, Ancistrus tamboensis, Acistrus sp. “Kolumbien”, Ancistrus sp. “Igarapé Miuá”, Ancistrus sp. “Wabenmuster 2”.

Importsituation: Diese Welse werden nicht importiert, da die Herkunft unbekannt ist.
Es gibt aber zahlreiche Züchter, die diese Harnischwels pflegen und auch vermehren. So sind in der Regel leicht, über
den Handel oder auch privat, Welse dieser Art zu bekommen.




Weitere Informationen : Wels Atlas Band 2 , Seite 138
Back to Nature Handbuch für L-Welse, Seite 67.

Weitere Informationen :



Autor: Ralf Heidemann (Fischray)

Wir bedanken uns für die Bilder bei André Pichel und Ralf Heidemann (Fischray)







Wer Informationen hat bezüglich Ancistrus sp. “Wabenmuster”, die noch nicht
berücksichtigt wurden, kann sie gleich als Antwort unter diesen Datenbankeintrag setzen.
Bei der nächsten Bearbeitung dieses Eintrags wird dieses dann berücksichtigt.
Wir sind immer daran interessiert, gutes Bildmaterial für die Datenbank zu sammeln. Wer
diesbezüglich eigene Aufnahmen für die Datenbank hat und diese zur Verfügung stellt,
kann dies hier tun.
Schlüsselwörter: Ancistrus Wabenmuster Antennenwels Brasilien Hypostominae Ancistrini Honeycomb
Größe min: 10
Beckengröße min: 80
Temperatur min: 24
Temperatur max: 29



Powered by: ReviewPost PHP vB3 Enhanced
Copyright 2003 All Enthusiast, Inc.


Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 11:23 Uhr.

Werbung
Die L-Welse-Datenbank


Powered by vBulletin® Version 3.6.8 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2020, Jelsoft Enterprises Ltd.
© 2003 - 2020 L-Welse.com | Impressum