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Sturisomatichthys leightoni
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Sturisomatichthys_leightoni_von_Daniel_Matth_us.jpg
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Beschreibung: Gattung/Art: Sturisomatichthys leightoni (Regan, 1912)

Synonyme: Oxyloricaria leightoni, Zwergstörwels, Leightonis Störwels

Herkunft: Rio Magdalena (Honda), Rio Cauca; Kolumbien

Größe: 18 cm

Wasserwerte:
T: 20 - 26 °C
PH: 5,5 - 7
KH: 0 - 8
GH: 0 - 16

Empfohlene Beckengröße: ab 80 cm



Ein Sturisomatichthys leightoni aus dem Rio Magdalena Zufluss bei Honda.


Sozialverhalten: Der Sturisomatichthys leightoni ist eine ruhige, friedliche und gegenüber anderen
Beckenbewohnern sehr gut verträgliche Art.


Das Diskussionsforum zum Thema Beckeneinrichtung findet ihr hier.




Die linke Aufnahme zeigt einen Sturisomatichthys leightoni in der Draufsicht (Dorsalansicht).
Bei der rechten Aufnahme sieht man einen Sturisomatichthys leightoni in der Bauchansicht (Ventralansicht).
Hierbei fällt die weiß leuchtende Baupartie auf.
Die Bilder des Sturisomatichthys leightoni können durch Anklicken vergrößert werden.
So sind die Feinheiten beim Leightonis Störwels besser zu erkennen.

Haltung: Für ein Pärchen der Sturisomatichthys leightoni reicht ein 80 cm Becken.
Bei der Haltung größerer Gruppen sollte auch ein dementsprechend größeres Aquarium gewählt werden.
Ein sandiger Bodengrund ist für diese Welse die erste Wahl. Aber abgerundeter Kies ist auch möglich.
Die Welse haben tagsüber abgedunkelte Bereiche gern, in die sie sich zurückziehen können.
Sie sind nicht besonders schreckhaft, was sich daran zeigt, dass man sie auch tagsüber in den freien Bereichen des
Beckens antreffen kann.
Sie stammen häufig aus Weißwasser-Flüssen. In der Aquaristik sind sie meist mit dem normalen Leitungswasser
schon gut bedient.
Sie fressen ohne Probleme Trockenfutter, sollten aber auch immer regelmäßig mal Frostfutter bekommen.



Sturisomatichthys leightoni zählen zu den Aufwuchs- beziehungsweise Allesfressern (omnivore).
Lebendfutter wird seltener angenommen, Frostfutter hingegen wird gefressen.
Überbrühter Salat, Spinat, Petersilie, Kohlrabi oder Rosenkohl werden gerne angenommen.
Auch werden die üblichen Sorten von Trockenfutter gerne verzehrt.

Das Diskussionsforum zum Thema Welsfutter findet ihr hier.



Die Sturisomatichthys leightoni sind keine "Höhlensitzer" wie viele andere Welse,
eher sitzen sie auf Steinen, Pflanzen, Wurzeln oder an der Seitenscheibe.
Das Bild des Sturisomatichthys leightoni kann durch Anklicken vergrößert werden.
So sind die Feinheiten beim Leightonis Störwels besser zu erkennen.

Sonstiges:
Die Gattung Sturisomatichthys (ISBRÜCKER & NIJSSEN, 1979) ist nahe verwandt mit Sturisoma,
woher auch der Name kommt. Der Verbreitungsschwerpunkt liegt im Río Magdalena-Becken in Kolumbien.
Sturisomatichthys citurensis ist aus Panama beschrieben.
Im Gegensatz zu Sturisoma haben Sturisomatichthys kein so stark ausgeprägtes Rostrum,
bleiben kleiner und besitzen 11-12 Caudalstrahlen.
Die Pflege ist einfach und auch die Vermehrung gelang bereits bei allen aquaristisch bekannten Arten.
Die Tiere sind Allesfresser und daher einfach zu ernähren. Lediglich S. sp. "Kolumbien 1" und
S. leightoni sind aquaristisch wirklich gut bekannt.


Das Bild des Sturisomatichthys leightoni kann durch Anklicken vergrößert werden.
So sind die Feinheiten beim Leightonis Störwels besser zu erkennen.

Das Diskussionsforum zum Thema L-Welse findet ihr hier.



Der dunkle Fleck des Sturisomatichthys leightoni unter
der Dorsale reicht bis in den Ansatz der Dorsalflosse hinein.

Zucht: Die Sturisomatichthys leightoni gehören zu den Offenlaichern.
Bei der Haltung in einfachem Leitungswasser kommt es schon zum Ablaichen.
Gelege um die 40-60 Eier sind bei recht großen Tieren im Allgemeinen üblich.
Das Männchen betreut das Gelege und befechelt es nahezu permanent.
Bis zum Schlupf vergeht etwa eine Woche, je nach Beckentemperatur.
Die Aufzucht ist ähnlich wie bei den sehr nahe verwandten Sturisoma.
Die Jungfische sollten "im Futter stehen". Bewährt haben sich Einhängekästen für die Aufzucht.
Nach etwa 4 Tagen ist der Dottersack soweit aufgebraucht, dass sie auf Nahrungssuche gehen.
Aufgequollene entkapselte Artemia-Eier sind hier als Futter für diese Jungfische sehr gut geeignet.

Mit nahe verwandten Arten kann es durchaus mal zu Kreuzungen kommen.
Bei den Sturisomatichthys leightoni ist es schon zu Hybriden mit Farlowella sp. gekommen.

Das Diskussionsforum zum Thema Welszucht findet ihr hier.



Gelege von Sturisomatichtys sp. nach dem 1., 5. und 8. Tag. Die Bilder vergrößern sich beim Anklicken.

Wer interessantes Bildmaterial seiner Welse hat, kann es hier veröffentlichen.



Über lange Zeit war von diesen Welsen nur ein einziger Import nach Deutschland bekannt.
Darüber berichtete schon der Welszucht-Pionier H.-J. Franke 1985 in seinem legendären Werk
"Handbuch der Welskunde". Dort wurde auch über die Erstnachzucht von Dr. Foersch berichtet.
Die Tiere von Dr. Foersch stammen aus einem schnell fließenden Bach etwa 150 km südlich von Bogota.
Vor Ort konnten zu der Zeit ein Leitwert von 100 Mikrosiemens , pH-Wert 6,5 und 25°C gemessen werden.
Dr. Foersch bekam seine Welse seinerzeit von A. Werner jun. (München).
Er pflegte und züchtete diese Welse bei 22 - 24°C, mit 16° dH und 13°KH.
Die Aquarienscheibe wird gerne zum Anheften der Eier genutzt.
Ein angeheftetes Gelege besteht im Schnitt bei ausgewachsenen Tieren aus etwa 65 Eiern.
Diese sind etwa 2 mm groß und haben zunächst eine gelblich/braune Färbung, die später dunkler wird.
Der Schlupf der Jungfische erfolgt bei 23-24°C etwa nach 7-8 Tagen.
Bei der Erstnachzucht wurden überbrühter Spinat, sowie ein wenig Artemia und auch Futtertabletten gereicht.
Innerhalb von 2 Wochen hatten die Jungfische eine Größe von 2 cm.
Nach 5 Wochen waren die Tiere schon 3 cm groß und nach 8 Monaten konnten 8,5 cm gemessen werden.



Die Sturisomatichthys leightoni haben 7 Weichstrahlen in der Rückenflosse (Dorsale).
Der erste Strahl in der Rückenflosse (Dorsale) wird als Hartstrahl (Dorsalstrahl) bezeichnet und
weist kaum Odontodenbewuchs auf.
Die Weichstrahlen spalten sich mehrfach in der Rückenflosse auf.
Die Rückenflosse (Dorsale) ist am letzten Strahl nicht durch eine Membran mit dem Rücken verbunden.
Eine Fettflosse (Adipose) ist bei dieser Gattung nicht vorhanden.
Zwischen den beiden Hartstrahlen (Caudalstrahlen) der Schwanzflosse (Caudale) eines
Sturisomatichthys leightoni sind 10 Weichstrahlen zu zählen, die sich wiederum aufspalten.
Die Hartstrahlen (Caudalstrahlen) sind zum Filament verlängert. Das obere Filament in der Schwanzflosse
ist etwa doppelt so lang wie das des unteren Caudalstrahls.
Die Bilder des Sturisomatichthys leightoni können durch Anklicken vergrößert werden.
So sind Feinheiten besser zu erkennen.


Weitere Informationen zu Sturisomatichthys leightoni:


Autor: Daniel Konn-Vetterlein und Ralf Heidemann

Wir bedanken uns für das Bild bei und Erlend D. Bertelsen.




Wer Informationen hat bezüglich Sturisomatichthys leightoni, die noch nicht
berücksichtigt wurden, kann sie gleich als Antwort unter diesen Datenbankeintrag setzen.
Bei der nächsten Bearbeitung dieses Eintrags wird dieses dann berücksichtigt.
Wir sind immer daran interessiert, gutes Bildmaterial für die Datenbank zu sammeln. Wer
diesbezüglich eigene Aufnahmen für die Datenbank hat und diese zur Verfügung stellt,
kann dies hier tun.





Schlüsselwörter: Sturisomatichthys leightoni Oxyloricaria Magdalena Cauca Kolumbien Loricariina Sturisomina
Größe min: 20
Beckengröße min: 120
Temperatur min: 20
Temperatur max: 26



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