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Home » Loricariidae » Panaque  

Panaque bathyphilus
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Beschreibung: Gattung/Art: Panaque bathyphilus (Lujan & Chamon, 2008)

Synonyme: L 90, Weißschwanz - Panaque, Papa-Panaque, Panaque bathyphilus (siehe dazu unter "Sonstiges" )

Herkunft: Peru, Rio Ucayali Einzug, Rio Huallaga bei Tingo Maria

Vorgestellt: DATZ 01/1992

Die Original-Vorstellung dieses Welses in der Fachzeitschrift Datz als PDF.
Drei neue Loricariiden (L 88 - L 90)


Größe: über 40 cm

Wasserwerte:
T: 26 - 30 °C
pH: 6,0 - 7,5
KH: 0 - 5 °dH
GH: 0 - 10 °dH

Empfohlene Beckengröße: ab 200 cm Kantenlänge

Geschlechtsunterschiede: Sichere Unterschiede sind bisher noch nicht bekannt. Die sekundären Geschlechtsmerkmale treten in dieser Gattung nicht so stark hervor, wie bei vielen anderen. Der Odontodenbewuchs kann bei beiden Geschlechtern sehr stark ausgeprägt sein. Insbesondere paarungswillige Männchen können enorme Kiemendeckelodontoden ausbilden. Ein möglicher Unterschied ist die Kopfform: Die Männchen haben breite und weitaus bulligere Köpfe als die Weibchen, deren Kopf, von oben gesehen, eher spitz zuläuft.

Sozialverhalten: Jungtiere sowie adulte Exemplare verhalten sich meist friedlich. In einer Gruppe kann es gelegentlich zu kleinen Rangeleien kommen, die aber nicht über Schwanzschläge hinaus gehen.

Haltung:
Gleicht in der Haltung den anderen bekannten Panaque - Arten, benötigt insbesondere sehr viel Holz. Wer mehrere dieser schönen Welse pflegen möchte muss eine starke Filterung einplanen, denn L 90 sind wahre Holzfresser, die auch große Wurzeln in kurzer Zeit komplett tilgen können.


Ein sehr schön gezeichnetes Exemplar


Sonstiges:
Oft wird Panaque schaeferi "L 203" als Panaque bathyphilus angeboten. Der Panaque schaeferi "L 203" verfügt allerdings über ein Netzmuster, welches ihn gut von Panaque bathyphilus unterscheiden lässt. Außerdem haben echte L 90 stets eine weiße/orangene Caudale mit teils sehr langen Filamenten, sowie sehr kleine Augen.

Nathan K. Lujan und Carine C. Chamon (2008) beschrieben die Art als Panaque bathyphilus. Es gibt einige Unstimmigkeiten zwischen den in der Beschreibung genannten Charakteristika und den Welsen, die wir als L 90 kennen, es scheint jedoch mittlerweile klar, dass es sich um dieselbe Art handelt.
L 90 hat einen Irislappen, bei Panaque bathyphilus fehlt dieser jedoch der Beschreibung zufolge. Alle anderen beschriebenen Panaque haben einen Irislappen. Die Verbreitungsgebiete der beiden "Formen"liegen weit voneinander entfernt. Panaque bathyphilus wurde aus dem Rio Solimoes in Brasilien beschrieben und L 90 stammt aus der Gegend um Tingo Maria, Peru.

Es wurde trotz intensiver Suche, nur ein einziges Exemplar für die Erstbeschreibung gefunden. Den Autoren zufolge hat das entweder mit der extremen Seltenheit dieser Art zu tun oder es ist darauf zurückzuführen, dass Panaque sich gerne in „solid structures of rock or wood“ aufhalten. Wahrscheinlicher ist es allerdings, dass es sich bei dem Holotypen um eine farbliche Modifikation handelt, wie sie mittlerweile öfter bekannt geworden ist.

Ähnliche Welse: Panaque schaeferi "L 203"

Weiterführende Informationen:
Welsatlas Bd. 2 S. 800, Miniatlas L-Welse S. 87, piranha-info


Schön zu sehen ist hier die, für Panaque typische, flach abfallende Stirn.


ein xanthoristischer L 90 aus Peru






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In der Variante Panaque sp. "L 90" Juanjui.



In der Variante Panaque sp. "L 90" Juanjui.


Zucht: Bisher ist es leider nicht gelungen Panaque sp. "L 90" im Aquarium zu vermehren.

Panaque sind bisher noch nicht häufig nachgezogen worden.
Bei der letzten mir bekannten Zucht wurden zwei Weibchen und ein Männchen ins Zuchtbecken gesetzt. Bei den Versuchen mit nur einem Weibchen war es zu viel Stress für das einzelne Weibchen. Mit zwei Weibchen hat es dann geklappt. Die großen Männchen können sehr ruppig vorgehen, was für ein einzelnes Weibchen schlecht enden kann.

Angefüttert wurden die Tiere zum Teil mit sehr viel weichem Holz. Gelaicht haben sie in einer großen Tonröhre, die nur einseitig geöffnet war. Alle Gegenstände, ob nun Höhlen (besser mehrere anbieten) oder Wurzeln, sollten fixiert sein, sonst könnten sie durchs Becken knallen.

In der Regel laichen viele Harnischwelse in Höhlen ab.
Näheres zum Thema Höhlen findet ihr hier.

In der Natur sind Höhlen für solch große Tiere nicht so einfach zu finden.
In den Uferböschungen sind zwar auch Höhlen zu finden, nur scheinen diese eher mit Arten der Gattung Liposarcus und co. besetzt zu sein.
Es wurde auch schon über in der Natur gefundene Gelege in Holzmulden berichtet, was einen guten Ansatz für eine gezielte Zucht darstellen könnte. Solche Gelege im Holz sind auch von anderen Harnischwelsarten bekannt, aber diese laichen im Aquarium anscheinend lieber in Höhlen ab. Daher sollte man auch diesen Welsen ruhig einige Höhlen in passender Größe anbieten.

Für einen Zuchtversuch sollten die Tiere nicht zu klein sein, damit sie auch wirklich schon laichbereit sind. Dies sollte bei Tieren mit 20 bis 25 cm wohl der Fall sein.
Die natürliche Regenzeit sollte für eine gezielte Zucht bedacht und simuliert werden.
Angefüttert werden die Tiere zum Teil mit sehr viel weichem Holz.
Dazu gehört auch eine gezielte zeitlich begrenzte Fütterung mit kräftigem Lebend- oder Frostfutter.
Dadurch soll ein Laichansatz bei den Weibchen angefüttert werden.










Autor: Daniel Konn-Vetterlein (Acanthicus) und Ralf Heidemann.

Wir bedanken uns für die Bilder bei www.amazon-exotic-import.de, bei Ralf Binninger, bei www.oafa-aquarium.com, bei Carlos Chamorro Velásquez (www.akara-aquarium.com, Peru), bei www.aquariumPAEX.com, bei Timo Schellenberg, bei Anna Sophie sowie bei Sandor Tüllmann.
Schlüsselwörter: Panaque bathyphilus L90 L090 Ucayali Huallaga Peru Tingo Maria Hypostominae Ancistrini
Sortierung: 092
Größe min: 60
Beckengröße min: 200
Temperatur min: 24
Temperatur max: 29



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