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Jungtiere bei Eltern belassen, sonst ist die Ausfallrate enorm
Guten morgen alle miteinander,
auch wenn momentan hier kein Sonnenschein herrscht, hoffe ich trotzdem Erfahrungsberichte von Kennern und auch Anfängern zu bekommen. Wie man ja bereits in anderen Beiträgen von mir vielleicht gelesen hat, habe ich 3 L144 in den Größen von 8 - 12cm gekauft. Der Größte war mein geliebter Bock Bruno. Nun haben sie bereits nach 3 Wochen angefangen zu Balzen und kurz darauf verlies er die Höhle nicht mehr. Mir war klar, Junge sind unterwegs. Nun kam es leider, dass ich zu dieser Zeit ein junges Kampffischweibchen geschenkt bekam und dieses brachte wohl die Pünktchenkrankheit mit, sodass ich Medikamentös vorgehen musste und meinen Bock vorsichtshalber mit Höhle in das 60erBecken, in dem 3 kleine L144 leben, gegeben habe. Soweit lief alles gut und nach 5 Tgen konnte ich die ersten Larven entdecken. 2 Tage später waren scho sehr viele aus der Höhle raus und mein Bock rührte sich nicht mehr. Wir nehmen an, dass er wohl verhungert ist, da ich in 3 Wochen nicht wirklich Zeit zum päppeln hatte und es schien, dass er im kleinen Becken kein Futter zu sich nahm (obwohl imer direkt was vor der Höhle lag). Nunwaren die Kleinen im 60er und ich dachte, das bekommste ja auch so hin. Nachdem der Dottersack aufgebraucht war, habe ichsie mit zeriebenen und aufgeweichten Tabletten gefüttert. Alles lief supe, bis wir 14 Tage späterin Urlaub sind. Am vorletzten Urlaubstag informierte mich mein Bruder, dass er 3 tote Jungen gefunden hätte, die anderen aber munter aussehen und fressen. Mein Freund meinte dazu, dass es wahrscheinlich selektion war und die 3 die Schwächsten waren. Als wir heim kamen sah ich das Desaster. So gut wie alle Babys hatten so einen aufgeblähten Magen, als ob man Luft in sie eingeführt hätten. Verhielten sih sonst aber vollkommen nomal und fraßen sogar. Sofort dachte ich an Wasserbauchsucht oder Darmprobleme wegen zu wenig Holz. Allerdings schloss ich beides schnell aus, da sie erstens sonst keine Anzeichen für Bauchwassersucht hatten und die größeren völlig fit waren und Holz hatten sie zum einen in mehrfacher Wurzelform und zum anderen habe ich überwiegend chips mit Holzanteil verfüttert. Verzweifelt sah ich zu, wie jeden Tag mehrere starben. Ich suchte hier im Forum und auch Googlete ich sehr viel, bis ich einen Bericht gelesen habe, in dem einer festellte, dass er bei seinen Ancistrus sp. immer dann total Ausfälle, mit aufgeplatzten Mägen, hatte, wenn er seine Jungtiere sofort nach dem Schlüpfen trennte. Egal ob er Holz und/ oder Laub dazu tat. Alle verstarben. Die Jungtiere, die allerdings bei den Eltern blieben und erst nach einigen Wochen umgesetzt wurden, passierte nichts. Er geht davon aus, dass die Jungtiere irgendwelche Stoffe bekommen, die ihnen hilft die Verdauung zu stabilisieren. Nun würde mih interessieren, ob jemand von euch die selben oder änliche Erfahrungen gemacht hat. Liebe grüße Juliane |
Hallo Juliane,
daß dein Bock verhungert ist, kann ich mir nur schwer vorstellen. Ein L 80 Bock kommt eigentlich seit einem Jahr nicht mehr aus der Höhle und ist ein Gelege nach dem anderen am betreuen. Der müsste dann ja mehr als verhungert sein ....:ill: Die Beobachtungen mit den Jungtieren konnte ich so auch nicht machen, deshalb vermute ich, daß dein Massensterben mit den Wasserwerten oder irgendeiner Krankheit zu tun hat. Viele Grüsse Tanja |
Hallo Tanja,
naja, er ist in dem Becken weder Tagsüber noch Nachts aus der Höhle gekommen und hat keinerlei Nahrung angenommen (mein 2. Bock kommt kurzzeitig aus der Höhle um im nahen Umkreis Futer zu suchen). DIe Wasserwerte waren normal und auch die "größeren" haben ja keinerlei Probleme gemacht. Und da ich genau das selbe Phänomen, wie der Tester des gefundenen Berichts (er hat sogar Laienhaft eine Studie darüber gemacht), nehme ich auch heute noch an, dass es daran lag. Aber interessant, das es bei dir nicht so ist / war. Liebe Grüße Juliane |
fische halten es lange ohne futter aus
wochenlang-und verhungern da nicht. was auch immer es war,verhungert ist er definitiv nicht baba marion |
Hallo Marion,
nun gut, woran er auch gestorben sein mag, ich weiß ja nicht was vorher war (hatte ihn ja erst 3 Wochen) oder woran es nun wirklich lag. Aber eigentlich ist das ja auch gar nicht das Thema, sondern die Erfahrungen der Jungtieraufzucht ohne Eltern. Würde mich freuen noch ein paar Erfahrungen zu lesen. Liebe Grüße Juliane |
Hallo Juliane,
na wie schon erwähnt, die Jungtiere werden wohl an der gleichen Ursache gestorben sein, wie der Bock. Sofern die Kleinen genügend zu fressen bekommen (und die Wasserwerte in Ordnung sind), spielt es keine Rolle, ob sie mit oder ohne Eltern aufwachsen. Die Eltern interessieren sich nach Verlassen der Höhle nämlich sowieso nicht mehr für die Jungtiere. Also kann von Aufzucht mit oder ohne Eltern gar nicht gesprochen werden. Viele Grüsse Tanja |
du nimmst sicher bezug auf uwes berichte auf welse.net,gelle?
ich kenne die these,habe das schon oft gehört,aber nie im zusammenhang mit ancistren. eigentlich sind sie wirklich sehr robust,und kommen egal ob im elternbecken oder bei extraufzucht gut durch. wenn ein kontakt mit der ichthyoerkrankung besteht bzw, mit der medikation ist ein sterben wohl da zu suchen. waren die ancistren im selben becken?-hab das leider nicht rauslesen können. baba marion |
Hallo Tanja,
ich bin nicht wirklich überzeugt davon, dass die Jungtiere an der selben "Krankheit" gestorben sind, zudem habe ich schon häufiger von einem Erschöpfungs- und Hungertot gelesen. Ich glaube, um eine produktive Jungtier-Diskussion zu halten, verlinke ich mal die Seite, die über genau das gleiche Phänomen berichten: https://www.welse.net/SEITEN/bauch.htm Liebe Grüße Juliane |
Hallo Juliana,
also mir persönlich scheint das alles keinen so rechten Sinn zu machen. Es kann sich ja eigentlich nur ums Wasser, die Wasserwerte und die sich darin befindenden Bakterien handeln. Mit der Pflege der Eltern hat das nämlich grundsätzlich nichts zu tun. Meine Jungtiere kommen fast alle in den EHK und ich hatte bislang keine Ausfälle. Eine Pflege der Elterntiere haben sie da auch nicht. Weniger empfindliche Sorten, wie L 80 setze ich manchmal auch direkt in ein separates Jungtier-Becken. Ebenfalls keine Ausfälle. Die meisten belasse ich jedoch im Elternbecken, im EHK. Viele Grüsse Tanja |
hallo juliane!
du bist auf meine frage wegen ichthyo/medikamenteneinsatz noch nicht eingegangen. baba marion |
Zitat:
das Problem hatte ich auch schon 2x auch beim L144. Bei mir habe ich es auf zu große WW zurückgeführt, da die Symptome immer danach auftraten. Bauchwassersucht schließe ich aufgrund des schnellen Krankheitsverlaufes aus! Nitritvergiftung ist auch möglich. Die Fressen ja Unmengen und es könnte zu spitzen kommen die dann den Tieren auf dem Magen schlagen. Fakt ist bei mir, seitdem die WW kleiner und dafür regelmäßiger sind, ist das Thema durch. MFG Michael |
Hallo Marion,
das tut mir leid, ich hatte den Beitrag überlesen. Ichtyo war bei den Platys im Anfangstadium, von daher habe ich etwas die Temperatur erhöht, Wasser gewechselt und den Wels rausgeholt. Mit Medikamenten kam er nicht in Berührung und ich schätze er, genauso wie die weiteren Welse waren nicht befallen (bei den Damen, die weiterhin im befallenen Becken waren, war nichts anzusehen, auch hatten sie kein unnormales verhalten). Hallo Michael, das ist ein interessanter Ansatz, ich hab auch täglich kurz deren "Hinterlassenschaften" abgesaugt und etwa alle 2 - 3 Tage einen sehr großen WW gemacht. Ich hab mir nochmal den Beitrag durchgelesen und mir ist aufgefallen, dass dort nur von Ancistren geredet wurde, der L80 gehört ja nicht dazu, aber interessant, dass es bei Peckoltia scheins keine ähnliche "Krankheitsentwicklung" statt findet. Liebe Grüße Juliane P.S.: mir fällt gerade auf, dass zumindest ein ? im Threadtitel fehlt, so sieht es ja aus, als wäre es eine überzeugte Aussage. |
morgen,morgen!
also kontakt mit ichthyo aber nicht mit medikamenten? war das becken in in das du die welse eingesetzt hast eingefahren,ww ok? an den grund wegen viel ww glaub ich nicht so ganz z.b mache ich in meinen aufzuchtsbecken,so welche in betrieb sind,täglich 50% ww ,(pures leitungswasser)und ausfälle sind nicht erkennbar. ich persönlich glaube eher entweder an -verschlechterte wasserwerte-nitritpeak? -doch eine bakterielle gschichte -oder was mir grade noch eingefallen ist-hast du granulat verfüttert? ich bin dazu übergegangen,jungwelsen keines zu verfüttern,oder es vorher quellen zu lassen. baba marion |
Hallo Marion,
ja Kontakt mit der Krankheit werden die Eier gehabt haben, aber mit keinem Medikament. Die WW waren völlig normal (also kein Nitrit, etwa 10mg Nitrat, kein Ammoniak und die selben restlichen WW wie im großen Becken) und das Becken lief bereits seit über einem Jahr (als kleines Welsaufzucht-Becken allerdings erst 3 Monate). Also selbst in der Urlaubszeit haben sie einen regelmäßigen Wasserwechsel bekommen, allerdings in den 2 Wochen nur alle 2 Tage, ohne tägliches absaugen. Das sterben begann etwa einen Tag bevor wir wieder kamen und da hab ich natürlich gleich nen Nitrittest gemacht, der keinen anzeige (Tröpfchentest). Kann natürlich sein, dasses sich früher gebildet hat und zu dem Zeitpunkt wieder vorbei war, was ich mir allerdings nicht wirklich denke. Etwas Bakterielles hätte es natürlich auch sein können, sollte es nochmal auftreten sollte ich mich vielleicht mit einer Larve an einen Tierarzt wenden? Wenn ja, müsste man mich nur aufklären, wo es möglicherweise Fachleute gibt, die es untersuchen können. Granulat habe ich keines gefüttert. Nur Wels-Chips (zu Anfang gemörsert und dann mit größeren Stückchen probiert ob sie diese schon abraspeln können) und nach etwa 2 Wochen, nach dem der Dottersack aufgebraucht war, mit Algea & Sinking Weavers zusätzlich. Ich freue mich übrigens sehr (falls es nicht rüber gekommen sein sollte), dass vorallem du so viele Möglichkeiten aufzeigst, die ich zwar angedacht, aber aufgrund des Linkes wieder verworfen habe. Da mein "neuer" Bock sich gerade heute (endlich) gepaart hat oder wenigstens stark in der Bals ist, hoffe ich natürlich auf neuen Nachwuchs und möchte da nicht wieder Verluste haben. Liebe Grüße, Juliane |
grüss dich!
ok jetzt fällt mir nixmehr ein. trotzdem denke ich,dass du an der these des elternlosen aufziehens und dann sterbens nicht unbedingt festhalten solltest. ganz viele ziehen ancistren in einem eigenen becken gross, nicht um sie zusätzlich zu päppeln sondern weil sie sonst aus dem becken nicht wirklich fangbar sind. baba marion |
hi!
ich hatte fast das selbe bei mir. 3 komplette generationen von 144igern sind mir mit den bäuchen eingegangen, und die wasserwerte waren alle im grünen bereich. nichts gefunden und aktuell hab ich wieder eine schwimmen und kein problem. bin nie draufgekommen was es ist. das dein bock gestorben ist könnt ja auch natürliche ursachen gehabt haben - altersschwach ... lg, cordo |
Hallo Juliane,
ich habe bislang keine schlechten Erfahrungen mit dem separaten Aufziehen von Ancistren gemacht (A. sp. Gelb/Schwarzauge und A. cf. L183). Ich habe einge wenige Male Teile des Geleges, die das Männchen rausgewedelt hat, in einem EHK aufgezogen ohne jeglich Ausfälle. Aufgeblähte Bäuche bei kleinen Ancistren hatte ich auch schon bei von dem Männchen aufgezogenen, obwohl in der Regel auch dort keine Ausfälle zu verzeichnen waren. Bei der Ursache hierfür kann ich auch nur raten, einmal hatte ich gleichzeitig zeitweise leicht erhöhte Nitritwerte (~0,2mg/l), ev. waren Sie vor den Messungen auch noch etwas höher. Gruß, Karsten |
Guten Abend,
mittlerweile habe ich wieder Jungtiere, aber diesmal habe ich sie im Elternbecken belassen. Mal sehen wie viele es sind... Ich habe mir anfang der Woche den Wels Atlas Band 2 geleistet und fand eine Theorie auf S116ff, in der es um mögliche Sekrete in den Tentakeln der männlichen Tiere geht, die die Jungtiere als zusätzliche Nahrung aufnehmen. Fand ich interessant. Liebe Grüße Juliane |
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