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Hypostomus latifrons "L 51"
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Beschreibung: Gattung/Art: Hypostomus latifrons ( "L 51" = "L 281" ) Weber, 1986

Synonyme: Wabenmuster-Schilderwels, "Peckoltia-Gibbiceps"*

Herkunft: Río Paraguay, Paraguay und Argentinien

Vorgestellt: DATZ 11/1989

Die Original-Vorstellung dieses Welses in der Fachzeitschrift Datz:
L 51

Größe: ca. 35 cm

Wasserwerte:
T: 20 - 26 °C
pH: 6 - 7

Empfohlene Beckengröße: ab 150 cm


Ein Hypostomus latifrons (adult) aus dem Rio Paraguay-System.
Die Erwachsenenform des Hypostomus latifrons wurde von der DATZ als L 51 vorgestellt.



Sozialverhalten: Der Hypostomus latifrons "L 51 / L 281" ist friedlich und ruhig.
Ausgewachsene Männchen sind nur leicht territorial.

Geschlechtsunterschiede: Geschlechtsreife Weibchen des Hypostomus latifrons "L 51 / L 281" können
durch ihre Körperform von den Männchen unterschieden werden.

Etymologie: Der Gattungsname setzt sich aus dem lateinischen "latus", was in etwa "groß/breit"
bedeutet, und dem lateinischen "frons", was für "Stirn" steht, zusammen.
Der Name bezieht sich allem Anschein nach auf die breite Kopfform dieser Harnischwelse.

Das Diskussionsforum zum Thema Welsbeckeneinrichtung findet ihr hier.


Haltung: Bei der Haltung und Pflege der Hypostomus latifrons "L 51 / L 281" braucht man
keinen großen Aufwand zu betreiben. Es hat sich vielfach gezeigt, dass diese Welse sehr pflegeleicht sind.
Auch nach Angaben des Welsatls 2 ist der Hypostomus latifrons "L 51 / L 281" eine robuste und
einfach zu ernährende Welsart.
Diese Beobachtung konnte auch mehrfach bestätigt werden.
Der Bodengrund ist diesen Welsen allem Anschein nach nicht besonders wichtig.
Es spielt kaum eine Rolle, ob es nun ein Sandboden oder grober Kies bis hin zu felsigem Grund ist.
Es sollten im Becken viele Versteckmöglichkeiten vorhanden sein.
Hierzu bieten sich Wurzeln oder befestigte Steinaufbauten sowie auch Höhlen an.
Bei der Pflege von mehreren größer werdenden Harnischwelsen sollte das Becken in mehrere Territorien
unterteilt werden (mehr in der Anzahl als Welse), damit jeder seinen kleinen eigenen Raum besetzen kann.
Über gute Wasserqualität und daher regelmäßigen Wasserwechsel sowie eine gute Filterung und
die für Hanischwelse übliche höhere Sauerstoffversorgung braucht man eigentlich nicht mehr viel zu sagen.

Die Hypostomus latifrons "L 51 / L 281" gehören zu den sogenannten Allesfressern (Omnivore).
Sie fressen verschiedene Grünfuttersorten, je nach Gewöhnung, sowie natürlich liebend gern die verschiedensten
Sorten von Frostfutter oder Lebendfutter. Fischfilet oder auch Krebsfleisch werden ebenfalls gern genommen.
Trockenfutter wird in jeglicher Form angenommen, ob nun als Tabletten, Flockenfutter, Pellets, Granulat oder
was auch immer. Alles in allem sehr einfach in der Ernährung im Aquarium.
Je nachdem wie hell oder dunkel das Becken eingerichtet ist, kann die Färbung der Tiere unterschiedlich sein.
Auch die Färbung der Umgebung, wie eine Wurzel oder ein Stein, beeinflusst das Farbenkleid des Welses, das hell oder dunkel sein kann.
Bei Stress lässt die kontrastreiche Musterung schlagartig nach und die Tiere wechseln zu einer dunkleren und
schwächeren Musterung. Gerade auf den Flanken zeigt sich dies sehr schnell.
Diese Harnischwelse sind friedlich gegenüber anderen Aquarienbewohnern.



Das Maul dieses Allesfressers (Omnivore).


Herkunft: In den meisten Fällen stammen die Welse für den Export aus der größeren Umgebung der
Hauptstadt Paraguays, aus Asuncion. Hier sind sie im Rio Paraguay-System zu finden.
Die Typuslokalität von der wissenschaftlichen Erstbeschreibung ist demnach der Rio Araguay-guazú, ebenfalls
ein Fluss aus dem Rio Paraguay-System. Diese Art kommt allem Anschein nach im südlichen Teils Paraguays
vor, bis hin ins nördliche Argentinien hinein. Daher ist es nicht weiter verwunderlich, dass diese Welse
auch schon mal bei Zimmertemperatur gehalten werden.



Diese Aufnahme zeigt ein Jungtier (juvenil) von Hypostomus latifrons "L 51 / L 281".
Die Wabenmuster - Schilderwelse haben 7 Weichstrahlen in der Rückenflosse (Dorsale).
Der erste Strahl in der Rückenflosse wird als Hartstrahl (Dorsalstrahl) bezeichnet und
weist einen leichten Odontodenbewuchs auf.
Die Weichstrahlen spalten sich im letzten Drittel in der Rückenflosse zweimal auf.
Die Rückenflosse (Dorsale) ist am letzten Strahl nicht durch eine Membran mit dem Rücken verbunden.
Die Fettflosse (Adipose) ist nicht mit der Rückenflosse verbunden.
Zwischen den beiden Hartstrahlen (Caudalstrahlen) der Schwanzflosse (Caudale) eines
Hypostomus latifrons "L 51 / L 281" sind 14 Weichstrahlen zu zählen, die sich wiederum aufspalten.


*Sonstiges: Der Hypostomus latifrons wurde 1986 durch Weber erstmals wissenschftlich beschrieben.
In der DATZ 11/1989 wurde dieser Wels mit der L-Nummer L 51 vorgestellt. Hierbei wurde ebenfalls erwähnt, dass
diese Welse im Handel oft fälschlich als "Peckoltia-Gibbiceps" angeboten werden. Zu der Zeit war noch nicht
bekannt, dass es sich um eine schon wissenschaftlich beschriebene Art handelte.
Die Firma Transfish importierte im November 1999 einige Harischwelse aus Paraguay. Diese wurden in der
DATZ 05/2000 vorgestellt. Mit der L-Nummer L 281 wurden sehr junge Welse vorgestellt, von denen man sich
nicht sicher war, um welche Art, ja nicht mal um welche Gattung es sich handelt.
Dies lag an ihrer geringen Größe. Man nahm an, dass es sich um eine Peckoltia-Art oder einen Wels der
Panaque-dentex-Gruppe handeln könnte.
Dies zeigt deutlich, wie schwer es oftmals ist, Jungfische genau zu unterscheiden, da sie beim Heranwachsen sehr
oft noch eine Verwandlung in Form und Farbe vollziehen.
So ist es schon mehrfach vorgekommen, dass Jungtiere (Juvenile) und Alttiere (Adulte) als unterschiedliche
L-Nummern vorgestellt wurden.

In der Berscheibung des Hypostomus latifrons "L 51 / L 281" im Welsatlas 2 wurde darauf hingewiesen,
dass bei einigen Veröffentlichungen über Fische aus dieser Gegend der wissenschaftliche Name Peckoltia vittata
gelegentlich auftaucht, obwohl diese Welse allem Anschein nach in dieser Region nicht vorkommen.
Man geht davon aus, dass es zu Verwechslungen gekommen ist mit Jungtieren von Hypostomus latifrons,
die den Peckoltia vittata recht ähnlich sehen.

Zucht: Über die Nachzucht von Hypostomus latifrons "L 51 / L 281" ist derzeit noch nichts bekannt.
Die Harnischwelse dieser Gattung gehören zu den sogenannten Verstecktbrütern oder auch Höhlenbrütern.
In der Aquaristik haben sich Ton- und Schieferhöhlen bewährt. Diese sollten aber immer an die Größe der Zuchttiere
angepasst zur Verfügung stehen. Näheres zum Thema Höhlen findet ihr hier.
Bei Hypostomus-Arten werden die normalen Höhlen aus dem Handel wohl etwas klein sein.
Daher müsste man sich selbst beim Bau von Höhlen versuchen oder sich welche nach Maß anfertigen lassen.
Es sollten immer mehrere Höhlen in leicht unterschiedlichen Größen angeboten werden, da die Harnischwelse
in einer ihnen genau zusagenden Höhle eher ablaichen.



Hier ein Alttier von Hypostomus latifrons "L 51 / L 281". Die Erwachsenenform wurde in der DATZ als L 51 vorgestellt.


Ähnliche Welse:
Importsituation: Die Hypostomus latifrons "L 51 / L 281" sind im Handel sehr selten zu sehen.
Es werden selten Welse dieser Art importiert. Um Tiere dieser Art zu bekommen, braucht man schon
viel Glück oder man hat einen Importeur, der diese Welse direkt bestellen kann.

Weitere Informationen :



Autor: Ralf Heidemann (Fischray)

Wir bedanken uns für die Bilder bei André Werner und der Fa. Transfish.




Wer Informationen hat bezüglich Hypostomus latifrons "L 51 / L 281", die noch nicht
berücksichtigt wurden, kann sie gleich als Antwort unter diesen Datenbankeintrag setzen.
Bei der nächsten Bearbeitung dieses Eintrags wird dieses dann berücksichtigt.
Wir sind immer daran interessiert, gutes Bildmaterial für die Datenbank zu sammeln. Wer
diesbezüglich eigene Aufnahmen für die Datenbank hat und diese zur Verfügung stellt,
kann dies hier tun.
Schlüsselwörter: Hypostomus latifrons L51 L051 Paraguay Argentinien Hypostominae Hypostomini
Sortierung: 053
Größe min: 30
Beckengröße min: 150
Temperatur min: 20
Temperatur max: 26



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Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 22:55 Uhr.

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