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Peckoltia lineola "L 202"
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Beschreibung: Gattung/Art: Peckoltia lineola "L 202"

Synonyme: "LDA 57", "LDA 79", Orinoko - Zwergschilderwels

Herkunft: Rio Orinoco, Amazonas, Venezuela

Vorgestellt: DATZ 09/1995

Die Original-Vorstellung dieses Welses in der Fachzeitschrift Datz als PDF.
Neue Loricariiden (L 199 - L 202)


Größe: 12 - 15 cm

Wasserwerte:
T: 25 - 29 °C
pH: 5 - 7

Empfohlene Beckengröße: ab 100 cm



Ein Peckoltia lineola "L 202" aus der Umgebung von Puerto Ayacucho.


Geschlechtsunterschiede: Geschlechtsreife Weibchen lassen sich auch anhand der Körperform recht gut erkennen. Sie sind fülliger als die Männchen und wirken breiter, während die Männchen einen "V - ähnlichen" Körperverlauf haben. Die Unterscheidung der Geschlechter anhand der Genitalpapille ist nur für erfahrene und geübte Aquarianer eine weitere Möglichkeit.



Durch Anklicken vergrößern sich die Bilder der Peckoltia lineola "L 202".


Sozialverhalten: Recht ruhige und nicht gerade scheue Art. Gut geeignet für Gesellschaftsbecken.



Durch Anklicken vergrößern sich die Bilder der Peckoltia lineola "L 202".


Beckeneinrichtung: Das Becken sollte mindestens 80 cm lang sein um ein Pärchen zu pflegen.
Für eine Gruppe sollte natürlich ein größeres Becken gewählt werden. Die Becken sollten recht viele
Versteckmöglichkeiten bieten in Form von Höhlen und Spalten. Eine Ansammlung von weichen Wurzeln
sollte natürlich nicht fehlen, nicht nur zum Verstecken sondern auch zur Ergänzung des Nahrungsspektrums.
Nähere Informationen zum Thema Wurzeln findet ihr hier.
Für eine dauerhafte und gesunde Pflege dieser Tiere sind gerade weiche Wurzeln recht wichtig.
Pflanzen sind nicht nur für das Auge gern gesehen, auch die Peckoltia lineola fühlen sich in
einem bepflanzten Becken wohl.
Näheres über Pflanzen in Welsbecken hier.
Das Diskussionsforum zum Thema Welsbeckeneinrichtung findet ihr hier.

Wie bei anderen Welsen auch sollten wesentlich mehr Höhlen im Becken verteilt sein als Welse im Becken
vorhanden sind. In der Regel sollten für jedes Tier zwei Höhlen vorhanden sein.
Ein Aquarianer findet es meist toll, wenn man in die Höhlen schauen kann.
Die Welse haben es allerdings lieber, wenn die Höhleneingänge geschützt sind, indem sie unter den Wurzeln
liegen oder mit Schieferplatten leicht verdeckt sind.



Die Peckoltia lineola "L 202" haben 7 Weichstrahlen in der Rückenflosse (Dorsale).
Der erste Strahl in der Rückenflosse (Dorsale) wird als Hartstrahl (Dorsalstrahl) bezeichnet und
weist einen leichten Odontodenbewuchs auf.
Die Weichstrahlen spalten sich im letzten Drittel in der Rückenflosse zweimal auf.
Die Rückenflosse (Dorsale) ist am letzten Strahl nicht durch eine Membran mit dem Rücken verbunden.
Die Fettflosse (Adipose) ist nicht mit der Rückenflosse (Dorsale) verbunden.
Zwischen den beiden Hartstrahlen (Caudalstrahl) der Schwanzflosse (Caudale) eines
Peckoltia lineola "L 202" sind 14 Weichstrahlen zu zählen, die sich wiederum aufspalten.
Die leicht orangene Färbung lässt beim Heranwachsen nach.
Die Bilder des Peckoltia lineola "L 202" können durch Anklicken vergrößert werden.
So sind Feinheiten besser zu erkennen.


Haltung: Ausgewachsene Peckoltia sind auch tagsüber immer mal wieder zu beobachten.
Während andere Welsarten eher versteckt leben, sind diese eher etwas für den beobachtenden Aquarianer.
Spätestens bei der Fütterung sind diese recht gierigen Welse am Herumwuseln nicht mehr zu hindern.
Vorrausgesetzt sie haben sich im Becken eingewöhnt. Das Aquarium sollte gut gefiltert sein.
Eine leichte Strömung im Becken ist empfehlenswert. Auch auf einen hohen Sauerstoffanteil im Wasser sollte unbedingt geachtet werden. Je höher die Temperaturen, desto mehr sollte für eine gute Durchlüftung gesorgt werden.
Beim Futter sind diese Welse nicht besonders wählerisch. Futtertabletten oder auch Futtergranulat werden gern genommen. Damit die Tiere eine abwechslungsreiche Nahrung erhalten, sollte das Frostfutter nicht vergessen werden. Hier wird alles gern genommen, ob nun Mückenlarven oder Cyclops spielt kaum eine Rolle.
Selbst Flockenfutter und Pellets werden recht gern gefressen.


Das Diskussionsforum zum Thema Welsfutter findet ihr hier.




Das typische Maul eines Aufwuchsfressers.



Oberkieferbezahnung eines Peckoltia sp. Rio Curuá, die Unterkieferbezahnung einesPeckoltia sp. Rio Curuá. Bei Peckoltia lineola ist diese ähnlich.


Vergesellschaftung: Peckoltia lineola können ohne weiteres mit anderen Welsen gepflegt werden, es sollten nur nicht unbedingt Welse der Gattung Peckoltia sein.
Nicht, dass sie sich nicht verstehen würden, sondern eher weil die Gefahr von Kreuzungen bestehen würde.
Die Tiere können ohne weiteres in nahezu jedem Gesellschaftsbecken gepflegt werden, ob als Beifische
nun Zwergbuntbarsche, Salmler, Barben, Regenbogenfische, Lebendgebärende, Fadenfische oder andere
friedliche Fische vorhanden sind.


Das Diskussionsforum zum Thema L-Welse und Vergesellschaftung findet ihr hier.



Zucht: Seit vielen Jahren werden diese Harnischwelse inzwischen regelmäßig nachgezogen.
Bei dem Peckoltia lineola "L 202" handelt es sich um einen Höhlenbrüter.
Die Höhlen müssen von der Größe her an die Welse angepasst sein.
Während die Welse in der Natur Steinspalten oder Ausbuchtungen im Totholz als Schutz für
ihre Gelege heranziehen müssen, hat sich im Aquarium der Einsatz von Ton- oder Schieferhöhlen
durchaus bewährt.
Näheres zum Thema Höhlen findet ihr hier.
Gerade wenn mehrere große Männchen in einem Becken leben, hat es sich von Vorteil gezeigt,
das Becken in mehrere Bereiche (Territorien) optisch zu unterteilen.
So sind die Welse innerartlich noch wesentlich ruhiger, was für eine Vermehrung förderlich ist.
Das Zuchtwasser sollte leicht sauer sein und recht weich.
Das Männchen pflegt und verteidigt das Gelege bis die Jungfische schlüpfen und auf sich alleine gestellt sind,
wie bei den Harnischwelsen üblich.
Jungwelse fressen im Prinzip das selbe wie die Elterntiere, nur eben für ihre Größe angepasst verkleinert.
Artemia-Nauplien, gefrostete Cyclops und Bosmiden sind gut geeignet.
Die Aufzucht wird am besten separat gemacht, in einem extra Becken oder einem Einhängekasten („Gerdkasten“).
So ist eine gezielte Ernährung der Jungfische bei der Aufzucht gewährleistet.
Um den Stress unter den Jungwelsen zu minimieren, sollte man viele kleine Röhren als
Verstecke im Aufzuchtbehälter platzieren. So haben die Jungtiere einen Unterschlupf,
in dem sie sich sicher fühlen. Bei Rangeleien unter den Jungwelsen stehen immer zwei Ausgänge
zur Verfügung. Das senkt den Stress und erhöht dadurch die Wachstumsgeschwindigkeit der Welse.
Im Welsatlas Bd. 2 und im Back to Nature Handbuch für L-Welse wird ebenfalls über erfolgreiche Nachzuchten berichtet.
Es wurden Nachzuchten bei 26 °C (siehe WA2) erreicht, während aber bei der Mehrzahl der Züchter
Temperaturen um die 28 °C verwendet werden.
Im WA-2 wurde ein pH-Wert von 5 - 5,5 bei Regenwasser angegeben.



Ein Peckoltia lineola "L 202" der über Transfish importiert wurde.


Importsituation: Die Art ist im Handel eher selten zu finden und gehört nicht zum Standardsortiment.

Weitere Informationen :





Autor: Ralf Heidemann und Daniel Konn-Vetterlein

Wir bedanken uns für die Bilder bei André Werner und der Fa. Transfish. , Amazon-Aquatics, Ralf Heidemann sowie bei Enrico Richter.




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Durch Anklicken vergrößern sich das Bild des Peckoltia lineola "L 202".

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Durch Anklicken vergrößern sich das Bild des Peckoltia lineola "L 202".


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Wer Informationen hat bezüglich Peckoltia lineola "L 202", die noch nicht
berücksichtigt wurden, kann sie gleich als Antwort unter diesen Datenbankeintrag setzen.
Bei der nächsten Bearbeitung dieses Eintrags wird dieses dann berücksichtigt.
Wir sind immer daran interessiert, gutes Bildmaterial für die Datenbank zu sammeln. Wer
diesbezüglich eigene Aufnahmen für die Datenbank hat und diese zur Verfügung stellt,
kann dies hier tun.





Schlüsselwörter: Peckoltia lineola L202 202 Orinoco Orinoko Amazonas LDA57 LDA79 Venezuela Hypostominae Ancistrini
Sortierung: 207
Größe min: 12
Beckengröße min: 80
Temperatur min: 25
Temperatur max: 29



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Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 19:54 Uhr.

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