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Ancistomus sp. "Rio Caete"
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Ancistomus_Rio_Caete_01_600.jpg
Großbild


Beschreibung: Gattung/Art: Ancistomus sp. “Rio Caete”

Herkunft: Rio Caete, Pará, Brasilien

Größe: 12 cm

Wasserwerte:
T: 25 - 29 °C
pH: 5,5 - 7,5

Empfohlene Beckengröße: ab 80 cm



Dieser Ancistomus sp. “Rio Caete” stammt aus dem mittleren Rio Caete.


Geschlechtsunterschiede: Im Vergleich zum Weibchen bilden die Männchen einen stärkeren Odontodenbewuchs aus.
Geschlechtsreife Weibchen lassen sich auch anhand der Körperform recht gut erkennen.




Sozialverhalten: Der Ancistomus sp. “Rio Caete” ist eher einer der ruhigeren Wels, der auch gegenüber
anderen eine friedliche Art darstellt.

Beckeneinrichtung: Es sollte für ein Paar mindestens ein 80 cm Becken verwendet werden.
Als Bodengrund hat sich Sand oder feiner Kies bewährt.
Das Becken kann auch mit festeren Wasserpflanzen bepflanzt werden.
Näheres über Pflanzen in Welsbecken hier.
Die Becken sollten strukturell unterteilt werden, um einzelne Territorien zu schaffen, gerade bei der Gruppenhaltung.
Dazu bieten sich Wurzeln oder auch Schieferplatten an.
Nähere Informationen zum Thema Wurzeln in Welsbecken findet ihr hier.
Die Wurzeln bieten auch gute Unterschlupfmöglichkeiten an, damit sich die Tiere auch mal zurückziehen können.
Des weiteren brauchen die Welse Verstecke in Form von Höhlen, Spalten oder auch Steinaufbauten.
Über die Größe und Art der Höhlen haben wir im Forum einen extra Bericht angefertigt. Dieser ist hier zu finden.
Gerade bei der Haltung im Gesellschaftsbecken sind ruhige oder auch sichere Rückzugsorte
für Welse recht wichtig.


Das Diskussionsforum zum Thema Beckeinrichtung findet ihr hier.




Porträtaufnahme eines Ancistomus sp. “Rio Caete”.


Haltung: Die Ancistomus sp. “Rio Caete” stammen aus dem Rio Caete in Brasilien.
Das Becken sollte recht stark gefiltert werden und mit Hilfe eines Diffusors oder eines Durchlüftersteins mit
Sauerstoff angereichert werden. Dies hat einen positiven Effekt auf das Wohlbefinden und Verhalten der Tiere.
Das liegt daran, dass Harnischwelse im Allgemeinen in den eher sauerstoffreichen und gut durchströmten
Bereichen der Flüsse beheimatet sind.
Diese Welse gehören zu den sogenannten Allesfressern (Omnivore), daher fressen sie pflanzliche wie auch
tierische Nahrung. Die tierische Nahrung wird von den Welsen im Allgemeinen lieber gefressen,
in Form von Frostfutter, wie rote/schwarze/weiße Mückenlarven, Wasserflöhe, Moinas, feiner Krill,
Artemia, Cyclops und noch einiges mehr. Fischfilet ist, wie bei vielen anderen Welsen, ebenfalls
eine sehr beliebte Spezialität. Auch Muschelfleisch und die sogenannten Meeresfrüchte werden nicht verschmäht.
Lebendfutter, das beim Tümpeln gefangen wurde, oder auch Futtertierzuchten wie Artemia, Grindal oder Enchyträen
sind natürlich auch beliebt bei diesen Welsen.
Pflanzliches Futter in Form von Salaten verschiedener Art, Gurken, Zucchini oder auch Kartoffeln
werden ebenfalls in der Regel als Futter angenommen. Bei einigen Welsen wird das Pflanzenfutter mal mehr und
bei anderen mal weniger gern genommen, da haben die Tiere teilweise unterschiedliche Geschmäcker.
Trockenfutter in den verschiedensten Arten wird ebenfalls gern gefressen.
Im Handel gibt es die verschiedensten Futtersorten für eine omnivore Ernährung.
Ob nun als Granulat, Flockfutter, Futterpellets, in Tablettenform oder als Futterchips spielt für die Welse
kaum eine Rolle. Einige Welspfleger verfüttern mit viel Erfolg auch ihren selbst gemachten Futterbrei.
Wichtig ist bei der Ernährung, dass recht abwechslungsreich gefüttert wird. Dies ist
für eine dauerhafte Gesundheit der Harnischwelse wichtig.


Das Diskussionsforum zum Thema Welsfutter findet ihr hier.




Das typische Maul eines Aufwuchsfressers.


Vergesellschaftung: Als Beifische sind ruhige, nicht zu aggressive Fische zu empfehlen, die den Welsen Futter übrig lassen. Die Tiere sind, wie eigentlich bei Harnischwelsen üblich, nicht räuberisch.
Daher kann man sie ohne Probleme mit kleineren Fischen vergesellschaften.
Lebendgebärende, Fadenfische, Zwergbuntbarsche, Barben, Salmler, ja selbst afrikanische Cichliden sind in der Vergesellschaftung in der Regel kein Problem.
Eine Gruppenhaltung ist im Allgemeinen empfehlenswert.
Es wäre schade, diesen Wels einzeln zu halten, aber es ist problemlos möglich.

Die Auswahl an Aquarienfischen für ein Gesellschaftsbecken ist sehr vielfältig.



Ancistomus sp. “Rio Caete”


Das Diskussionsforum zum Thema L-Welse findet ihr hier.




Meistens haben die Ancistomus sp. “Rio Caete” 7 Weichstrahlen.
Die Fettflosse ist nicht mit der Rückenflosse verbunden.


Zucht: Bei dem Ancistomus sp. “Rio Caete” handelt es sich um einen Höhlenbrüter.
Die Höhlen müssen von der Größe her an die Welse angepasst sein.
Während die Welse in der Natur Steinspalten oder Ausbuchtungen im Totholz als Schutz für
ihre Gelege heranziehen müssen, hat sich im Aquarium der Einsatz von Ton- oder Schieferhöhlen
durchaus bewährt.
Näheres zum Thema Höhlen findet ihr hier.
Gerade wenn mehrere große Männchen in einem Becken leben, hat es sich von Vorteil gezeigt,
das Becken in mehrere Bereiche (Territorien) optisch zu unterteilen.
So sind die Welse innerartlich noch wesentlich ruhiger, was für eine Vermehrung förderlich ist.
Das Männchen pflegt und verteidigt das Gelege bis die Jungfische schlüpfen und auf sich alleine gestellt sind,
wie bei den Harnischwelsen üblich.
Jungwelse fressen im Prinzip das selbe wie die Elterntiere, nur eben für ihre Größe angepasst verkleinert.
Die Aufzucht wird am besten separat gemacht, in einem extra Becken oder einem Einhängekasten („Gerdkasten“).
So ist eine gezielte Ernährung der Jungfische bei der Aufzucht gewährleistet.
Um den Stress unter den Jungwelsen zu minimieren, sollte man viele kleine Röhren als
Verstecke im Aufzuchtbehälter platzieren. So haben die Jungtiere einen Unterschlupf,
in dem sie sich sicher fühlen. Bei Rangeleien unter den Jungwelsen stehen immer zwei Ausgänge
zur Verfügung. Das senkt den Stress und erhöht dadurch die Wachstumsgeschwindigkeit der Welse.

Zur Zeit ist noch kein veröffentlichter Zuchtbericht über Ancistomus sp. “Rio Caete” anderweitig bekannt
oder in der Datenbank von L-Welse.com vorhanden.


Das Diskussionsforum zum Thema Welszucht findet ihr hier.





Importsituation: Diese Welse sind im Handel so gut wie gar nicht vertreten.
Da sie nicht auf den Stocklisten der Exporteure aufgeführt sind und der genaue
Fangort nicht bekannt ist, sind keine gezielten Bestellungen dieser Tiere möglich.
Nur durch großen Zufall könnten Welse dieser Art eventuell noch mal als Beifang mit
nach Deutschland kommen.


Wer interessantes Bildmaterial seiner Welse hat, kann es hier veröffentlichen.




Auge von Ancistomus sp. “Rio Caete” Das Auge ist mit einem kleinen Irislappen bedeckt.


Weitere Informationen :

Autor: Ralf Heidemann (Fischray)




Wer Informationen hat bezüglich Ancistomus sp. “Rio Caete”, die noch nicht
berücksichtigt wurden, kann sie gleich als Antwort unter diesen Datenbankeintrag setzen.
Bei der nächsten Bearbeitung dieses Eintrags wird dieses dann berücksichtigt.
Wir sind immer daran interessiert, gutes Bildmaterial für die Datenbank zu sammeln. Wer
diesbezüglich eigene Aufnahmen für die Datenbank hat und diese zur Verfügung stellt,
kann dies hier tun.
Schlüsselwörter: Ancistomus Caete Brasilien
Größe min: 12
Beckengröße min: 80
Temperatur min: 25
Temperatur max: 29



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