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L 106
Beiträge Gesehen Erstellungsdatum
0 16154 Mi April 5, 2006
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106bg.jpg


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Beschreibung: Gattung/Art: Guyanancistrus sp. "L 106"

Synonyme: Orinoko-Guyanaharnischwels

Herkunft: Rio Orinoco Oberlauf, nahe Puerto Ayacucho (?), Venezuela

Vorgestellt: DATZ 8/1992

Die Original-Vorstellung dieses Welses in der Fachzeitschrift Datz als PDF.
Weiter gehts! (L 103 - L 107)


Größe: ca. 15 cm

Wasserwerte:
T: 25 bis 29 °C
pH: 5 - 7

Empfohlene Beckengröße: ab 120 cm



Geschlechtsunterschiede: Bei geschlechtsreifen Tieren kann man anhand der Körperform die
Männchen und Weibchen auseinander halten. Die Weibchen sind durch ihren Laichansatz wesentlich
fülliger. Die Unterscheidung der Geschlechter anhand der Genitalpapille ist nur für erfahrene und geübte
Aquarianer eine weitere Möglichkeit. Gerade alte Männchen weisen einen starken Odontodenbewuchs auf.

Sozialverhalten: Die L 8 sind ruhige und verträgliche Harnischwelse.

Haltung: In einem Becken ab 120 cm kann eine Gruppe Guyanancistrus sp. L 106 schon recht gut
gepflegt werden.
Wenn eine größere Gruppe Alttiere gepflegt werden soll, wird auch ein dementsprechend größeres Becken benötigt.
Die Wasserwerte sind kaum eine Herausforderung, so dass in den meisten Fällen das ganz normale
Leitungswasser schon für die Haltung hervorragend geeignet ist.
Es sollten genügend Versteckmöglichkeiten vorhanden sein in Form von Wurzeln und Höhlen.
Nähere Informationen zum Thema Wurzeln findet ihr hier.
Es sollten immer mehr Höhlen im Becken vorhanden sein als Harnischwelse.
Das Becken kann auch mit Pflanzen bestückt sein. Dabei sollten besser festere gewählt werden.
Näheres über Pflanzen in Welsbecken hier.
Eine gute Filterung gehört genauso zum Wohlbefinden der Tiere wie auch eine ausreichende
Sauerstoffversorgung. Ein zusätzlicher Durchlüfterstein hat sich bewährt.
Frostfutter in Form von Mücklarven, Cyclops, Wasserflöhen, Moina oder feinem Krill wird gerne
genommen. Auch werden ohne weiteres die verschiedensten Trockenfuttersorten verspeist, ob nun Granulat,
Flockenfutter oder Futtertabletten spielt dabei kaum eine Rolle.
Bei Magenuntersuchungen von frisch gefangenen Wildfangtieren zeigte sich immer wieder, wie
auch bei dieser Gattung, dass Holzbestandteile vorhanden waren.
Biologen und Ichthyologen betrachten dies als Indiz dafür, dass Holz einen festen Bestandteil
ihrer natürlichen Nahrung oder zumindest eine Nahungsergänzung darstellt.
Möglich wäre auch eine Aufnahme des Holzes durch das Abweiden der Baumrinde
auf der Suche nach Kleintieren oder Bakterien- und Algenbelag.
In der Fachliteratur wird immer wieder darauf hingewiesen, dass diese Welse für
ihre Darmflora einen gewissen Teil Holz benötigen.
Die Futterindustrie bietet inzwischen Trockenfutter mit beigemengten Holzfasern an
für eine natürliche Ernährung.
Weiches Wurzelholz im Becken würde natürlich ebenfalls ausreichen, das diese Welse
gegebenenfalls dann als Nahrungsergänzung ansehen würden.



Das Diskussionsforum zum Thema Welsfutter findet ihr hier.


Vergesellschaftung: Diese Welse können ohne weiteres in einem allgemeinen Gesellschaftsbecken
gepflegt werden. Mit Beifischen wie Salmlern, Fadenfischen, Barben, Regenbogenfischen
oder auch andere Welsarten, die im allgemeinen Zoohandel zu erwerben sind, gibt es in der Regel
keine Komplikationen. Wenn größere Barsche oder ruppigere Fische im gleichen Becken gepflegt
werden, brauchen die Welse viele Versteckmöglichkeiten und Unterschlüpfe.

Beschreibung: Die Welse haben eine ockerfarbene Grundfärbung mit einem dunklen Fleckenmuster.
Im Kopfbereich ist eine Punktzeichnung ausgeprägt, während die Zeichnung am Hinterkörper eher längliche
Flecken aufweist. Die Fettflosse ist nicht mit der Rückenflosse, die sieben Weichstrahlen aufweist, verbunden.

Das Diskussionsforum zum Thema L-Welse findet ihr hier.


Sonstiges: Sehr oft wir L 122 als L 106 im Handel angeboten.



Zucht: Bei dem Guyanancistrus sp. "L 106" handelt es sich ebenfalls um einen Höhlenbrüter.
Die Höhlen müssen von der Größe her an die Welse angepasst sein.
Näheres zum Thema Höhlen findet ihr hier.
Gerade wenn mehrere große Böcke in einem Becken leben, hat es sich von Vorteil gezeigt,
das Becken in mehrere Bereiche (Territorien) optisch zu unterteilen.
So sind die Welse innerartlich noch wesentlich ruhiger, was für eine Vermehrung förderlich ist.
Eine Absenkung der GH und des pH-Wertes sowie die Erhöhung der Strömung
regen das Ablaichen bei gut genährten und geschlechtsreifen Welsen an.
Das Männchen pflegt und verteidigt das Gelege bis die Jungfische schlüpfen und auf sich alleine gestellt sind,
wie bei den Harnischwelsen üblich.
Jungwelse fressen im Prinzip das selbe wie die Elterntiere, nur eben für ihre Größe angepasst verkleinert.
Die Aufzucht wird am besten separat gemacht, in einem extra Becken oder einem Einhängekasten („Gerdkasten“).
So ist eine gezielte Ernährung der Jungfische bei der Aufzucht gewährleistet.
Um den Stress unter den Jungwelsen zu minimieren, sollte man viele kleine Röhren als
Verstecke mit in den Aufzuchtbehälter platzieren. So haben die Jungtiere einen Unterschlupf,
in dem sie sich sicher fühlen. Bei Rangeleien unter den Jungwelsen stehen immer zwei Ausgänge
zur Verfügung. Das senkt den Stress und erhöht dadurch die Wachstumsgeschwindigkeit der Welse.


Das Diskussionsforum zum Thema Welszucht findet ihr hier.



Weiterführende Informationen: Welsatlas Bd. 2 S. 313, Miniatlas L-Welse S. 102

Wir bedanken uns für Bild 1 bei Rainer Stawikowski und für Bild 2 bei Tommi Suuripää.



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Die statistischen Daten sind von welse.ch!


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Wer Informationen hat bezüglich Guyanancistrus sp. "L 106", die noch nicht
berücksichtigt wurden, kann sie gleich als Antwort unter diesen Datenbankeintrag setzen.
Bei der nächsten Bearbeitung dieses Eintrags wird dieses dann berücksichtigt.
Wir sind immer daran interessiert, gutes Bildmaterial für die Datenbank zu sammeln. Wer
diesbezüglich eigene Aufnahmen für die Datenbank hat und diese zur Verfügung stellt,
kann dies hier tun.
Schlüsselwörter: Guyanancistrus L106 Amazonas Venezuela Hypostominae Ancistrini
Sortierung: 108
Größe min: 15
Beckengröße min: 120
Temperatur min: 25
Temperatur max: 29



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