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Panaque sp. "L 90"
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Beschreibung: Gattung/Art: Panaque sp. "L 90"

Synonyme: Weißschwanz - Panaque, Papa-Panaque, Panaque bathyphilus (siehe dazu unter "Sonstiges"

Herkunft: Peru, Rio Ucayali Einzug, Rio Huallaga bei Tingo Maria

Vorgestellt: DATZ 1/1992

Die Original-Vorstellung dieses Welses in der Fachzeitschrift Datz als PDF.
Drei neue Loricariiden (L 88 - L 90)


Größe: über 40 cm

Wasserwerte:
T: 26 - 30 °C
pH: 6,0 - 7,5
KH: 0 - 5 °dH
GH: 0 - 10 °dH

Empfohlene Beckengröße: ab 200 cm Kantenlänge





Geschlechtsunterschiede: Sichere Unterschiede sind bisher noch nicht bekannt. Die sekundären Geschlechtsmerkmale treten in dieser Gattung nicht so stark hervor, wie bei vielen anderen. Der Odontodenbewuchs kann bei beiden Geschlechtern sehr stark ausgeprägt sein. Insbesondere paarungswillige Männchen können enorme Kiemendeckelodontoden ausbilden. Ein möglicher Unterschied ist die Kopfform: Die Männchen haben breite und weitaus bulligere Köpfe als die Weibchen, deren Kopf, von oben gesehen, eher spitz zuläuft.

Zucht: Bisher ist es leider nicht gelungen eine Panaque – Art zu vermehren.

Sozialverhalten: Jungtiere sowie adulte Exemplare verhalten sich meist friedlich. In einer Gruppe kann es gelegentlich zu kleinen Rangeleien kommen, die aber nicht über Schwanzschläge hinaus gehen.

Haltung:
Gleicht in der Haltung den anderen bekannten Panaque - Arten, benötigt insbesondere sehr viel Holz. Wer mehrere dieser schönen Welse pflegen möchte muss eine starke Filterung einplanen, denn L 90 sind wahre Holzfresser, die auch große Wurzeln in kurzer Zeit komplett auffressen können.


Ein sehr schön gezeichnetes Exemplar


Sonstiges:
Oft wird Panaque sp. "L 203" als Panaque sp. "L 90" angeboten. Der Panaque sp. "L 203" verfügt allerdings über ein Netzmuster, welches ihn gut vom Panaque sp. "L 90" unterscheiden lässt. Außerdem haben echte L 90 stets eine weiße Caudale, sowie sehr kleine Augen.

Mitunter wird Panaque sp. "L 90" auch als Panaque bathyphilus angesprochen, eine durch Nathan K. Lujan und Carine C. Chamon (2008) beschriebene Art. Allerdings gibt es zahlreiche Faktoren, die eine Übereinstimmung der beiden Arten zweifelhaft erscheinen lassen, daher führen wir L 90 hier noch ohne wisschenschaftlichen Namen.

L 90 hat einen Irislappen, bei Panaque bathyphilus fehlt dieser jedoch der Beschreibung zufolge. Außerdem liegen die Verbreitungsgebiete der beiden „Arten“ weit voneinander entfernt. Panaque bathyphilus wurde aus dem Rio Solimoes in Brasilien beschrieben und L 90 stammt aus der Gegend um Tingo Maria, Peru.

Es wurde trotz intensiver Suche, nur ein einziges Exemplar gefunden. Den Autoren zufolge hat das entweder mit der extremen Seltenheit dieser Art zu tun oder es ist darauf zurückzuführen, dass Panaque sich gerne in „solid structures of rock or wood“ aufhalten. Wahrscheinlicher ist es allerdings, dass es sich bei dem Holotypen um einen Modifikanten handelt, ein abnormal gefärbtes Exemplar. Bisher haben alle bekannten Panaque einen Irislappen, diese neue Art passt also nicht perfekt in die Gattung.

Ähnliche Welse: Panaque sp. "L 203"

Weiterführende Informationen:
Welsatlas Bd. 2 S. 800, Miniatlas L-Welse S. 87, piranha-info


Schön zu sehen ist hier die, für Panaque typische, flach abfallende Stirn.


ein xanthoristischer L 90 aus Peru






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In der Variante Panaque sp. "L 90" Juanjui.



In der Variante Panaque sp. "L 90" Juanjui.


Zucht: Es gab noch keine Aquariennachzuchten der Panaque sp. "L 488".

Panaque ist noch nicht so häufig nachgezogen worden.
Bei der letzten mir bekannten Zucht wurden zwei Weibchen und
ein Männchen ins Zuchtbecken gesetzt.
Bei den Versuchen mit nur einem Weibchen war es zu viel
Stress für das einzelne Weibchen.
Mit zwei Weibchen hat es dann geklappt.
Die großen Männchen können sehr ruppig vorgehen, was für ein
einzelnes Weibchen schlecht enden kann.

Angefüttert wurden die Tiere zum Teil mit sehr viel weichem Holz.
Gelaicht haben sie in einer großen Tonröhre, die nur einseitig geöffnet war.
Alle Gegenstände, ob nun Höhlen (besser mehrere anbieten) oder
Wurzeln, sollten fixiert sein, sonst könnten sie durchs Becken knallen.

In der Regel laichen viele Harnischwelse in Höhlen ab.
Näheres zum Thema Höhlen findet ihr hier.
Da über die Vermehrung von Panaque nicht viel bekannt ist, sollte man hierbei
verschiedene Möglichkeiten in Betracht ziehen.

In der Natur sind Höhlen für solch große Tiere nicht so einfach zu finden.
In den Uferböschungen sind zwar auch Höhlen zu finden, nur scheinen diese eher mit
Arten der Gattung Liposarcus und co. besetzt zu sein.
Es wurde auch schon über in der Natur gefundene Gelege in Holzmulden berichtet, was einen guten
Ansatz für eine gezielte Zucht darstellen könnte.
Solche Gelege im Holz sind auch von anderen Harnischwelsarten bekannt, aber diese laichen im
Aquarium anscheinend lieber in Höhlen ab.
Daher sollte man auch diesen Welsen ruhig einige Höhlen in passender Größe anbieten.

Für einen Zuchtversuch sollten die Tiere nicht zu klein sein, damit sie auch wirklich schon
laichbereit sind. Dies sollte bei Tieren mit 20 bis 25 cm wohl der Fall sein.
Die natürliche Regenzeit sollte für eine gezielte Zucht bedacht und simuliert werden.
Angefüttert werden die Tiere zum Teil mit sehr viel weichem Holz.
Dazu gehört auch eine gezielte zeitlich begrenzte Fütterung mit kräftigem Lebend- oder Frostfutter.
Dadurch soll ein Laichansatz bei den Weibchen angefüttert werden.










Autor: Daniel Konn-Vetterlein (Acanthicus) und Ralf Heidemann.

Wir bedanken uns für die Bilder bei www.amazon-exotic-import.de, bei Ralf Binninger, bei www.oafa-aquarium.com, bei Carlos Chamorro Velásquez (www.akara-aquarium.com, Peru), bei www.aquariumPAEX.com, bei Timo Schellenberg, bei Anna Sophie sowie bei Sandor Tüllmann.
Schlüsselwörter: Panaque L90 L090 Ucayali Huallaga Peru Tingo Maria Hypostominae Ancistrini bathyphilus
Sortierung: 092
Größe min: 60
Beckengröße min: 200
Temperatur min: 24
Temperatur max: 29



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