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Pseudancistrus zawadzkii "L 321"
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Beschreibung: Gattung/Art: Pseudancistrus zawadzkii "L 321" Silva et al., 2014

Synonyme: Pseudancistrus sp. "L 321"

Herkunft:
Rio Tapajós bei Itaituba und Rio Tracuá, Bundesstaat Pará, Brasilien

Größe:
ca. 20 cm (größtes vorhandenes Tier: 17 cm), größtes Exemplar der Typenserie 13 cm (SL)

Wasserwerte:
T: 26 - 30° C; pH: 5,5 - 7,5; KH: 0 - 5° dH; GH: 0 - 20° dH

Empfohlene Beckengröße:
ab 100 cm

Etymologie:
Die Art ist Cláudio Enrique Zawadzki gewidmet.

Geschlechtsunterschiede: Männchen mit längeren Odontoden ( >1 cm) auf der Schnauze, verlängerte Odontoden auf Pectoralstacheln, Pectoralen relativ länger, Weibchen weniger und kürzere Odontoden auf der Schnauze und den Flossen.

Sozialverhalten:
Relativ dominante, durchsetzungsfähige Art.

Zucht:
Nicht bekannt.

Sonstiges:
Pseudancistrus fallen durch ihren imposanten Odontoden-"Bart" auf, der nicht wie bei Ancistrus aus weichen Gewebe besteht, sondern aus langen Odontoden, wie sie bei anderen Ancistrinen auf Pectoralen und Schwanzstiel zu finden sind.
Das bei mir schwimmende Männchen hat vor fünf Jahren im Händlerbecken zwei kleinere Artgenossen geradezu "aus dem Becken getrieben" - und das schon kurz nach dem Einsetzen. Ein voriges Jahr hinzugesetztes Weibchen - 11 cm lang - wird dagegen so gut wie nicht beachtet. Gegenüber anderen größeren Harnischwelsen, die frisch dazugesetzt werden, sind die Tiere sehr aggressiv - binnen kürzester Zeit können sie mit Hilfe ihrer Odontoden schwerste, oft tödliche Verletzungen verursachen. Kleinere Welse, die im Becken aufwachsen, werden dagegen nicht beachtet.
Das Herausfangen der Tiere gestaltet sich relativ schwierig: Mit dem Kescher droht die Gefahr des Verhakens, mit der Hand geht es kaum ohne blutende Verletzungen (beim Fänger). Trotzdem letztere Methode empfohlen. Kräftig Zufassen - große Tiere haben Kraft.
Laut André Werner unterscheidet sich die Art hauptsächlich durch die Bezahnung von L 259 - L 321 hat weniger Zähne. Außerdem sind die Punkte bei L 321 etwas kleiner. Was noch beobachtet werden konnte, aber nicht verallgemeinert werden soll, ist, dass die "Bartform" etwas unterschiedlich ist: Ein bei Ingo Seidel lebendes L 259-Männchen hat seitlich deutlich mehr Odontoden, dafür im vorderen Schnauzenbereich weniger. Bei L 321 sind die Odontoden fast gleichmäßig verteilt, nach vorn aber auch etwas weniger werdend. Aqualog betrachtet L 321 trotz dieser beträchtlichen Unterschiede als Synonym zu L 259.
Als Grundnahrung dienen verschiedene Futtertabletten, die alle sehr gern gefressen werden. Chlorella-Presslinge werden geradezu "eingeatmet". Salat, Rosenkohl, Broccoli und Löwenzahn werden nicht beachtet. Wichtig ist in erster Linie, dass es viel Futter ist. Hat das Männchen Hunger, sitzt es knapp unter der Wasseroberfläche an der Frontscheibe und plätschert dort herum, bis es Futter gibt. Bei solchen Aktionen können durchaus beträchtliche Mengen Wasser vor dem Becken landen.
Aufgrund des beträchtlichen Stoffwechsels sind regelmäßige Wasserwechsel und kräftige Filterung logischweise Pflicht. Gebiete mit reichlich Strömung werden teilweise direkt aufgesucht (ohne dass akuter Sauerstoffmangel herrscht).
Für große Becken und Leute, die einen mittelgroßen Loricariiden suchen, der eine Beziehung zur Fütterungsperson aufbaut, eine durchaus empfehlenswerte Art. Wenn man sie denn bekommt...

Besonderheiten:
Die Art gehört in die sogenannte Barbatus-Gruppe mit vier Pseudancistrus-Arten des Guyana-Schildes, die disjunkte Vorkommensgebiete haben, und weiteren Arten des Amazonasbecken wie Pseudancistrus asurini vom Rio Xingú. Diese nach der Typusart der Gattung Pseudancistrus barbatus benannte Gruppe umfasst die Pseudancistrus-Arten im engeren Sinne (in sensu stricto).
Pseudancistrus zawadzkii ist offenbar identisch mit dem ebenfalls aus dem Rio Tapajós bekannten Pseudancistrus sp. "L 321", vorgestellt in der DATZ 09/2002.

Quellen:
"Pseudancistrus corantijniensis, a new species from the Guyana Shield (Siluriformes: Loricariidae) with a molecular and morphological description of the Pseudancistrus barbatus group", Sophie de Chambrier und Juan I. Montoya-Burgos, Zootaxa 1918: 45-58 (2008)
"New species of the Pseudancistrus barbatus group (Siluriformes, Loricariidae) with comments on its biogeography and dispersal routes", Gabriel de Souza da Costa e Silva, Fábio Fernandes Roxo, Ricardo Britzke und Claudio Oliveira, ZooKeys 406: 1-23 (2014)
DATZ-Vorstellung 09/2002: Zwei Pseudancistrus aus dem Tapajós


https://www.researchgate.net/figure/...fig3_261951070


Wir bedanken uns für Bild 1 bei André Werner und der Fa. Transfish. und für die Bilder 2, 3, und 4 bei Mike Hemmann.
Schlüsselwörter: Pseudancistrus zawadzkii L321 321 Pará Para Tapajós Tapajos Itaituba Brasilien Hypostominae Ancistrini
Größe min: 20
Beckengröße min: 100
Temperatur min: 26
Temperatur max: 30



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