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Alt 19.05.2003, 11:03   #1
Aquario
Jungwels
 
Registriert seit: 22.02.2003
Beiträge: 28
Hallo,
ich habe kein passendes Forum gefunden also stelle ich mal mein Problem hierherein.Mir ist was seltsames an meinem H.Fallax aufgefallen und zwar diese rote Stelle an seinem Mund.Was könnte das sein und woher kommt das???



Vielen Dank für eure Hilfe
Gruß Aquario
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Alt 22.05.2003, 11:39   #2
Martin G.
Herr der grossen Klappe
 
Benutzerbild von Martin G.
 
Registriert seit: 06.04.2003
Beiträge: 1.981
Hi Aquario!

Der hat mit großer Wahrscheinlichkeit ein bakterielle Infektion. Die Behandlung ist allerdings meist nicht so einfach. Du kannst ja mal die Breitspektren-Antibiotika aus dem Handel ausprobieren. Bei mir haben die allerdings nicht so gut funktioniert. Häufig, aber nicht immer, hilft schon vernünftige Beckenhygiene (Wasserwechsel, Filterreinigung...), Warten und Beten . Ein Bekannter von mir hat durch solche besch... Infektionen schon mehrere Tiere verloren, weil kein Antibiotikum geholfen hat. Wenn es sehr wichtig ist, kannst du ja mal einen Tierarzt befragen. Ahnung haben die meisten aber auch nicht.

Grüße, Martin.
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Du bist Herr deiner Worte. Aber einmal ausgesprochen beherrschen sie dich.
Bilder aus Uganda...
Redaktion VDA-Arbeitskreis BSSW.
Martin G. ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.05.2003, 12:26   #3
Fil
Welspapa
 
Benutzerbild von Fil
 
Registriert seit: 10.01.2003
Beiträge: 164
Hi Martin,

Ich hab zwar wirklich keine Ahnung, aber könnte man die Welsli nicht in eine seperates Becken tun und behandeln?
Ist einfach nur ne Frage


Grüessli Fil :hi:
Fil ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.05.2003, 14:19   #4
madate
L-Wels King
 
Benutzerbild von madate
 
Registriert seit: 03.04.2003
Beiträge: 1.014
Hi.



Sieht wirklich aus wie eine bakterielle Infektion.Aber hör auf jeden Fall mit Antibiotika auf!!!!!!!!!!!!!!!!!! :tch: :tch: :tch:
Sowas kann leicht zu einer Resistenzblidung kommen.Und schließlich wechselst du dein Wasser und somit kommt das Antibiotikum ins Trinkwasser.Es mag nicht viel erscheinen auf die Menge des Wassers in der Trinkwasserversorgung,aber es brauchen nur einige Bac´s resistent zu werden und dann können sie sich sehr schnell vermehren. Ein weiterer Punkt ist,das du damit auch die Filterbakterien vernichtest und damit dein ganzes Becken gefährdest.
Am besten separierst du den Wels und fütterst ihn gut.Du kannst ihm auch noch Vitamine geben,schaden kanns nicht.


Gruß,
Mathias
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Freude allein tut´s überhaupt nicht,der Genuß des geistigen Beherrschens muß sie veredeln.
E.A.Roßmäßler


madate ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.05.2003, 16:49   #5
Martin G.
Herr der grossen Klappe
 
Benutzerbild von Martin G.
 
Registriert seit: 06.04.2003
Beiträge: 1.981
Hi Leute!

@Madate: Übertreibe es aber mal nicht! Die Resistenzbildung kannst du, wenn sie denn passiert sowieso nicht verhindern. Und der Wasserwechsel ist auch relativ unbedeutend im Vergleich zur Gesamtantibiotikamenge, die den ganzen Tag in die Umwelt kommt. Ein Großteil der in der Medizin genutzten Antibiotika (AB), die dem Menschen auf welchem Weg auch immer appliziert werden, werden in aktiver Form über Urin und Stuhl wieder ausgeschieden. Dazu kommt, daß die meisten resistenten Bakterienstämme nur unter AB leben, weil sie ansonsten einen Selektionsnachteil gegenüber nichtresistenten Keimen haben. Außerdem entwickelt sich von einer einmaligen, verschwindend geringen AB-Gabe keine Resistenz. Löse doch mal eine Tablette (die für 100 Liter die Wirkungsdosis enthält) in 100 Kubickmeter Abwasser. Das interessiert kein Bakterium. Zuletzt: AB, die für Tiere genutzt werden, sind meist nicht in der Humanmedizin in der Anwendung, um evt. entstehende Resistenzen problemfrei behandeln zu können.
Die Filterbakterien, soweit sie in handelsüblichen Schnellfiltern überhaupt von Bedeutung sind, wachsen auch wieder...
Wir können darüber gern weiter diskutieren. Endlich mal eine Verknüpfung von Hobby und Studium :vsml: :spze: !

@Welsifil: bei bakteriellen Infektionen ist eine Stärkung des fischeigenen Immunsystems wichtig. Umsetzen ist Streß, der das nicht unbedingt fördert.

Grüße, Martin.
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Martin G. ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.05.2003, 19:55   #6
madate
L-Wels King
 
Benutzerbild von madate
 
Registriert seit: 03.04.2003
Beiträge: 1.014
@ tatia_p82:


So,also mir brauchst du jetzt nicht über Bakterien zu erzählen.Ich arbeite in einem biologischen Labor und arbeite mit Bac´s.
Wie du schon sagst,es kommen viele AB ins Abwasser,aber müssen wir das unterstützen.Ich glaube nicht.Zumal das in den wenigsten Fällen wirklich notwendig ist,AB einzusetzen.
Es kann auch eher so sein,daß die Behandlung vom Aquarianer falsch gemacht wird,was sicherlich vorkommt.
Und was die Filterbakterien angeht,würde ich es nicht darauf ankommen lassen.Ein Aquarium kann schneller umkippen als man denkt.
Ich kanns nur wiederholen,Hände weg von Antibiotika!


Gruß,
Mathias
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E.A.Roßmäßler


madate ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.05.2003, 20:54   #7
Walter
Herr Prof. Obermoserer
 
Benutzerbild von Walter
 
Registriert seit: 02.01.2003
Beiträge: 4.130
Images: 552
Hi Martin,
untertreib Du bitte nicht.
Es geht nicht nur um die Resistenzbildung, sondern um die Antibiotika an und für sich in den Abwässern.
Durch Ablassen des mit Antibiotika versetzten Wassers von Aquarien (allerdings Salzwasseraquarien, viele Salzige versetzen ihr Wasser schon prophylaktisch mit Antibiotika) in die Kanalisation sind schon die biologischen Stufen von Kläranlagen lahmgelegt worden.
Das ist kein Scherz, sondern Realität. Deshalb reagieren auch manche Tierärzte etwas gereizt, wenn Aquarianer mit der Bitte um Antibiotika zu ihnen kommen.
__________________
Grüße, Walter
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Alt 23.05.2003, 23:50   #8
Martin G.
Herr der grossen Klappe
 
Benutzerbild von Martin G.
 
Registriert seit: 06.04.2003
Beiträge: 1.981
Hi Leute!

Ich habe bloß mal so festgestellt, daß man mit einer gezielten AB-Behandlung (Breitspektrum ist richtigerweise Unsinn) dem Fisch vielleicht mehr hilft als der Umwelt schadet. Mit einer Tablette bzw. Therapie legt man keine Kläranlage lahm!
Ich muß sagen, ich kenne keine Tierärzte, die gereizt reagieren, wenn man als Aquarianer mit der Bitte nach AB kommt (wobei ich sagen muß, daß ich familienbedingt sehr viele Tierärzte kenne). AB-Prophylaxe halte ich allerdings auch für Unsinn erster Güte. Die meisten Tierärzte, zu denen ich wegen Medikamenten gegangen bin, waren froh, daß ich wußte, was ich will, weil die meisten bei "Fischkrankheiten" wohl nicht in der Vorlesung waren .

@Madate: Wenn du mit Bacis arbeitest, halte ich eine so grundlegende Abneigung auch für etwas übertrieben, weil du das Feld gerade dann besser kennen solltest - du solltest dann schon mal nicht sagen, daß schon ganz geringe Mengen zur Resistenzbildung ausreichen, da sträubt sich das Harr eines jeden Mikrobiologen... Prinzipiell bin ich auch gegen die Nutzung von Medikamenten, aber man sollte nicht grundsätzlich eine Möglichkeit ausschließen. Ich habe im gleichen Absatz Alternativen dargelegt, die bedeutend ungefährlicher, billiger und einfacher sind. Aber wenn es nicht hilft... Bei meinem Pseudancistrus z. B. würde ich alles machen, um ihn zu retten.

Grüße, Martin.
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Martin G. ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.05.2003, 00:23   #9
Walter
Herr Prof. Obermoserer
 
Benutzerbild von Walter
 
Registriert seit: 02.01.2003
Beiträge: 4.130
Images: 552
Ich kenn solche Leut schon Martin,
und eigentlich geht´s eher darum: Klein anfangen, ...
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Grüße, Walter
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Alt 24.05.2003, 06:29   #10
Martin G.
Herr der grossen Klappe
 
Benutzerbild von Martin G.
 
Registriert seit: 06.04.2003
Beiträge: 1.981
Stimmt. Leider.

Gruß, Martin.
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