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Hi
Samstag morgens um 8 Uhr.
Wir haben in den VW-Bus eine 500-Liter-Regentonne gestellt,Wasser aus dem Becken rein, Fisch rein und ab ging’s zum Koi-Doktor.
Mussten nur 80 km fahren.
Der Tierarzt meinte, das gefährliche bei Welsen ist wohl die Narkose,da Welse wesentlich empfindlicher reagieren als zum Beispiel Kois.
Röntgen ist nicht möglich, da man Plastik nicht auf der Aufnahme sehen kann.
Das Aufschneiden des Fisches ist auch nicht möglich, dies wäre das Todesurteil für das Tier.
Es bleibt nur eine Möglichkeit: es muss da raus, wo es rein kam.
Gesagt getan, der Wels wurde in eine Wanne gepackt, das Narkosemittel wurde zugegeben und schon nach ca. 1 Minute lag der Wels auf der Seite. Nun wurde der „nasse Sack“ aus der Wanne gezogen und auf den Tisch gelegt, nur noch schwach atmend.
Der Magenmuskel war widerstandslos zu öffnen und man konnte ohne größeren Aufwand und Gegenwehr in ihn hineingreifen.
Ein großes Glück war, dass der Ansaugkorb noch in vordern Teil steckte,
mit etwas Geschick war er in nu draußen.
Der Ansaugkorb war noch voll intakt, nur angeschleimt.
Das Tier kam gleich in frisches Wasser zum Aufwachen, er musste nun
Vor- und zurückbewegt werden, damit die Kiemen durchspült werden.
Nach einigen Minuten kam er auch wieder zu sich, Gott sei Dank.
Der Wels hat alles gut überstanden!
Nach einigen Informationen über die richtige Behandlung von Fischkrankheiten ging es für den Wels wieder nach Hause.
Jetzt schwimmt er wieder in seinem Becken und lauert auf den nächsten Leckerbissen.
In Moment schwimmen die Welse zu acht in einem 3-Meter-Becken,
das im Flur steht, bis ein größeres da ist.
Es sind 5 Marmorprachtantennenwelse und 3 Giraffenwelse; das größte
Tier im Becken ist einer der Giraffenwelse.
Gruß Ralf
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