Theoretisch schon.
Praktisch aber sind ja auch die Veränderungen im Genmaterial (und deren phänotypische Auswirkungen) natürlich nur mutmaßlich festzustellen.
Es gibt keinen "Beweis" - es kann Keiner in die Vergangenheit zurückfahren und die Vorfahren untersuchen.
Deshalb ist und bleibt alles, was in wie jetzt auch immer gearteten Stammbäumen und/oder Kladogrammen dargestellt wird, immer nur eine Mutmaßung.
Nicht mal ein in eine Kette passendes Fossil ist ein 100% Beweis.
Ein Puzzle, das Stück für Stück zusammengebaut wird, immer wieder umstrukturiert, neu geordnet wird und bei dem man versucht, zu einem befriedigenden Ergebnis zu gelangen.
Sozusagen eine Sysyphusarbeit
Wirkliche Beweise sind rar oder nicht vorhanden, Theorien, Thesen, Meinungen, das ist es, was wir lesen, denen wir uns anschließen oder auch nicht, worüber wir diskutieren.
Abgesehen davon gibt es auch heute noch Leute (sogar irgend einen afrikanischen Biologen), die sagen, "das war schon immer so".
Kann ja auch der Liebe Gott alles so geschaffen haben, wie es heute ist... auch die Cichliden im Malawi See
