Hallo Yann!
Wieso meinst du, es sei ein Liposarcus? :hmm: :hmm: :hmm:
Für G. scrophus sind die Nasenflügel vielleicht wirklich zu klein, wobei die Übergänge ja nicht so toll abgegrenzt sind und ich das am lebenden Tier nicht genau nachmessen kann (s. u.).
Ich hab mal die Wiederbeschreibung (Weber [1992] hatte die Art als Synonym von G. gibbiceps angesehen) von G. scrophus von Page, Armbruster und Sabaj (Ichth. Ex.Fresh. 7 (2): 185 – 191) durchgesehen.
Als auffälligste Merkmale sind leider 3 dunkle Sattelflecken und ein heller gelb-roter oberer C-Strahl angegeben. Körper und Bauch sind hellbraun, Kopf oben dunkelbraun mit hellem Streifen zwischen den Augen. C und D sind dunkelbraun.
Das einzige brauchbare Farbmerkmal ist, dass G. scrophus im Gegensatz zu anderen Glyptoperichthys keinerlei Flecken- oder Punktmuster aufweist, weder auf Körper noch auf Flossen.
Unsere Tiere sind zwar irgendwelche Farbmorphen, aber es dürfte schwierig (wenn auch nicht unmöglich) sein, ein solches Punktmuster weg zu selektieren (z. B. gibbiceps-Albinos zeigen ja immer noch ihr Zeichnungsmuster).
An morphologischen Kennzeichen wird erwähnt, dass die Art ein wenig höher gebaut ist und einen deutlichen supraoccipital-Hügel (crest) aufweist (deshalb bekam ich auch die Diagnose G. scrophus).
Oberer Körper und Schwanzstiel sind bedeckt mit stark gekielten (anterior) oder stachligen (spiny; posterior) Knochenplatten.
Die Nasenflügel haben einen Durchmesser von >0,6x dem Augendurchmesser (im Gegensatz zu <0,6x bei den anderen Arten). Daher auch der Name „Rhinoceros-Segelflosser“. Die Art tauche recht häufig im Handel auf (Bilder: z. B. Aquarienatlas 2 S. 514, Kobayagawa 1991 S. 61 oben).
Wirklich ausschließen möchte ich G. scrophus danach nicht, was nicht heißt, dass es nicht was ganz anderes sein kann....
Grüße
Christian