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Bad_Rockk 19.01.2011 12:30

Bio CO2
 
Hallo zusammen,

habe mir überlegt eine selbstgebaute Bio-CO2 Anlage an mein 350L Becken zu hängen. Damit kann man scheinbar 15-20 Blasen pro Minute erzeugen.

Meine Frage ist jetzt, wenn ich diese Anzahl an Blasen in mein Becken einleiten würde, wären das schon genug um den Sauerstoffgehalt zu reduzieren? Wenn ja, geht das schon in einen kritischen Bereich?

Habe recht hartes Wasser, ca. GH 14 °dH. Aber das hat glaube ich nur einfluss auf das Verhalten des pH-Wertes, richtig?

Würde mich über ein paar Tips dazu freuen. Weiß selber, das CO2 und Welse sich eigentlich nicht besonders gut vertragen. Aber vielleicht gibt es ja einen vernünftigen Mittelweg.

Gruß Tim

Borbi 19.01.2011 12:38

Tag,

Zitat:

Meine Frage ist jetzt, wenn ich diese Anzahl an Blasen in mein Becken einleiten würde, wären das schon genug um den Sauerstoffgehalt zu reduzieren?
Das Einleiten von CO2 führt nicht zu einer Reduktion des Sauerstoffgehalts.

Zitat:

Habe recht hartes Wasser, ca. GH 14 °dH. Aber das hat glaube ich nur einfluss auf das Verhalten des pH-Wertes, richtig?
Bei dGH 14 wird der Einfluss auf den pH-Wert mit den üblichen Messmethoden nicht nachzuweisen sein.

Ein Fischgift bleibt CO2 trotzdem.
Wer meint, das unkontrolliert einleiten zu müssen..

Grüße, Sandor

Stefan H. 19.01.2011 13:24

Hi,
Zitat:

Würde mich über ein paar Tips dazu freuen. Weiß selber, das CO2 und Welse sich eigentlich nicht besonders gut vertragen. Aber vielleicht gibt es ja einen vernünftigen Mittelweg.
Die CO2-Düngung wird m.E. oft überbewertet. Es ist nicht dazu geeignet den pH-Wert zu senken, der Einflusss darauf ist in der Funktion als Pflanzendünger kaum der Rede wert. CO2 ist nur für die Pflanzen gut. In normal besetzten und bepflanzten Becken ist eine CO2-Düngung auch nicht zwingend notwendig. Es wird in Internetforen nur oft die Meinung vertreten, daß frisch eingerichtete Becken zu karg aussehen, weil zuwenig Pflanzen eingesetzt werden. Entsprechend stark wird dann auch bepflanzt. Dabei wird aber nicht berücksichtigt, daß die Pflanzen untereinander auch um Nährstoffe konkurrieren. Da kann auch CO2 schnell mal zum Mangel werden. Oder man schiebt schlechtes Pflanzenwachstum einfach auf zuwenig CO2, ohne daß man sich großartig darüber Gedanken macht ob nicht ein anderer Faktor schuld daran sein könnte. Genauso wird oftmals ein Sprudelstein als schlecht dargestellt, da dessen Betrieb CO2 austreibt und deshalb schlecht fürs Pflanzenwachstum sei. Jeder, der das Gegenteil bewiesen haben möchte, kann gerne mal bei mir zuhause mein Wohnzimmerbecken bertrachten. Keine CO2-Düngung, dafür läuft ein Sprudelstein recht ordentlich und die Pflanzen wachsen aber wie Hulle. Den Welsen und anderen Fischen geht und ging es bisher sehr gut. Das ist mein Mittelweg.

Grundsätzlich muss man sich also Gedanken machen, ob man sein Schwerpunkt auf gutes, intensives Wachstum vieler Pflanzen oder auf die gute Haltung von Fischen legt. CO2 ist in hohen Konzentrationen fischgiftig, daher versorge ich meine Fische lieber mit Luft, als mit CO2. Sicher geht das gut, eine CO2-Versorgung im bepflanzten Fisch-/Gesellschaftsbecken zu installieren. Es ist allerdings zu bedenken, daß in der Nacht die CO2-Konzentration stark ansteigen kann, da die Pflanzen kein CO2 mehr verbrauchen und im Gegenteil, CO2 sogar abgeben. Da ist, wie Sandor es sagt, eine unkontrollierte CO2-Zufuhr mittels Flaschengärung eigentlich nicht sehr sinnvoll. Wenn unbedingt mit CO2 gedüngt werden muss, dann aus der Flasche mit Nachtabschaltung.

L172 19.01.2011 13:49

Hi!

Bei Bio-CO2 gibt es auch keine Nachtabschaltung, sprich, nachts veratmen die Pflanzen Sauerstoff und es wird zusätzlich CO2 eingeleitet...

Grüße,
Christian

Bad_Rockk 19.01.2011 17:14

Hallo zusammen,

mir geht es wie schon um das Pflanzenwachstum. Habe recht viele Pflanzen im Becken und das Wachstum stagniert im Moment. Der Javafarn ist zuvor richtig gewuchert, dafür haben die Wasserlinsen sich nicht vermehrt. Meine Echinodorus select (E161) wachsen so gut wie garnicht...
Dafür habe ich aber Fadenalgen die ich wöchentlich entfernen muss. Seit dem die Algen da sind, vermehren sich auch die Wasserlinsen, aber immernoch recht langsam.

Ein Sprudelstein läuft bei mir auch tagsüber mit 200l/h.

Dünge mit Dennerle E15 und V30 nach Packungsanleitung. Da das aber scheinbar nicht die limitierenden Faktoren sind, dachte ich eben an CO2.

Gruß Tim

Stefan H. 19.01.2011 17:58

Hi,

daß jetzt Wasserlinsen und Fadenalgen besser wachsen kann gut an einem hohen NO3-Wert liegen. Lt. Deters kann stagnierendes Pflanzenwachstum ebenfalls u.a. an zuviel NO3 liegen: https://www.deters-ing.de/Wasser/nitrat.htm

Vielleicht setzt Du da mal an.

Schalki 19.01.2011 23:08

Hi,

macht es nicht eher Sinn den Sprudelstein nachts laufen zu lassen? Und tagsüber aus?

Dann ist auf jeden Fall nachts die Sauerstoffzufuhr gesichert.

MfG

Schalki

Walla 20.01.2011 06:45

Hallöchen Tim,

die von Dir angegebenen Pflanzen brauchen nicht unbedingt eine zusätzliche CO2-Zufuhr. Wenn Du jetzt Cabomba erwähnt hättest, dann würde ich es ja verstehen. Zu überlegen wäre, von was ernähren sich Algen und Pflanzen, außer CO2? Da ist Nitrat, Phosphor und unter anderem Eisen zu nennen. Auch darf man die Beleuchtung nicht außer acht lassen. Meist ist das Problem, dass Nitrat zu hoch, Phosphor viel zu hoch und Eisen zu gering ist. Da stagniert dann das Pflanzenwachstum und die Algen gedeihen. Fadenalgen sind aber auch ein guter Indikator, die zeigen, dass es mit dem Wasser noch keine großen Probleme gibt.

Gezielt bekämpfen soll man die Fadenalgen auch können und das auf rein biologischem Wege. So sah ich mal einen Bericht im Fernsehen, dass man Fadenalgen in Teichen problemlos mit Milchsäurebakterien bekämpfen kann. Dieses müsste auch im Aquarium funktionieren. Selbst habe ich es noch nicht ausprobiert, will dass aber noch in diesem Jahre mal machen.

Liebe Grüße
Wulf

Bad_Rockk 20.01.2011 09:10

Hallo,

der Sprudelstein läuft nachts nicht, da das Becken im Schlafzimmer steht. Das Teil ist einfach zu laut, bzw. nicht die Punkpe sondern das Geräusch der Luftblasen.

Zu viel von bestimmten Stoffen bekomme ich doch durch meine regelmäßigen WW reduziert, oder? Mache wöchentlich 15-20%. Eisen dünge ich wie gesagt mit dem E15 von Dennerle. Werde mir jetzt mal die Deters Seite angucken.

Beleuchtung ist 11h am Tag an. 2h Sonnenunter/-aufgang und ein kleines Mondlicht auf minimaler Intensität.

Gibt es eigentlich auch kurze Refelektoren für die Neonröhren? So 15-20 cm? Dann müsste man nicht die komplette Breite der Röhre mit dem Reflektor ausstattten, sondern könnte nur an den Stellen wo Pflanzen sind heller machen.

Gruß Tim

Bad_Rockk 20.01.2011 20:48

Hallo zusammen,

könnenen auch eine vielzahl von TDS die Wasserwerte negativ beeinflussen? Nach dem Füttern kriechen die zu 100-ten aus dem Boden. Grob geschätzt dürften das so 300-500 TDS sein.

Gruß Tim


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