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Acanthicus 03.05.2014 00:13

Xiliphius in Laichstimmung?
 
Moin zusammen,

seit fast zwei Tagen wacht eines meiner Xiliphius-Exemplare nun über ein selbst gegrabenes Loch. Vorher habe ich versucht sie irgendwie zu stimulieren, was aber ohne jedwede Erfahrung und ausstehende Erfolge schwierig war. Es ist auch nicht wirklich die Reaktion die ich erwartet hätte, aber mal schauen was die nächsten Tage bringen.

So'n Xiliphius melanoptreus mag unscheinbar wirken, ist aber weitaus seltener (und IMHO auch interessanter) als jeder H. zebra oder L 82. Nur mal so am Rande. :irr:



lg Daniel

bigbadbraun 03.05.2014 08:25

Hi Daniel,

erläutere doch bitte mal näher, was "irgendwie [...] stimulieren" war und was letztlich dann zum Buddeln geführt hat. Bin neugierig.

Danke,

der brauni

Alenquer 03.05.2014 10:39

Ich glaub der will eher wegen den unmöglichen Haftbedingungen ausbrechen.

Acanthicus 03.05.2014 12:04

Moin,

die "Stimulation" war wie gesagt einfach mal ein Versuch, der folgendermaßen ablief: 2-3 Wochen kein Frischwasser, täglich morgens Tümpelfutter (zum Großteil Daphnia) und abends gefrorene Rote Mückenlarven. Wenn die Mückenlarven aus waren gab es sealife von Timo, glaub' dreimal insgesamt.

Vor drei Tagen habe ich dann bei einem meiner Denticetopsis seducta Weibchen einen deutlichen Laichansatz gesehen. Beim letzten Mal habe ich entweder die Eiablage verpasst und sie wurden gefressen oder aber die Eier wurden zurückkgebildet/abgestossen ohne befruchtet zu werden. Um ihnen dieses Mal mehr potentiellen Ablaichplatz zu schaffen, habe ich drei Hand voll Eichenblätter ins Becken (60l) getan. Außerdem wurden 50% des Wassers gewechselt.
Das Wasser wurde über den Tag schon etwas bräunlich, ob der pH-Wert gesunken ist weiss ich nicht, gehe aber davon aus. Die seducta haben nicht sichtbar reagiert, die Xiliphius hingeggen haben sich das Loch gegraben.


viele Grüße, Daniel

MarkusK 03.05.2014 23:39

Hi Daniel,

auch wenn die Resonanz hier eher gegen Null geht: wie viele Xiliphius hast du nochmal mitnehmen müssen? ;-)
Und was sagst du zu der Geschlechterverteilung, weil du "Xiliphius-Exemplare" schreibst nehme ich an dass es nicht allzu einfach ist dazu was zu sagen, hast du denn jedenfalls eine Vermutung?

El_Duderino 04.05.2014 11:15

Hallo Daniel,

wie lange hast du denn diese Tiere schon bei dir?
Und kannst du noch generell etwas zu deren Verhalten und natürlichen Lebensraum sagen? Die Quellen, die ich nun zu diesen Welsen gelesen habe, waren diesbezüglich wenig aufschlussreich.
Ich hab das Gefühl bei dir schwimmen fast nur solche Rätsel...!?^^ Aber sehr spannend!;)

Beste Grüße, Sascha

L172 07.05.2014 10:30

Hi Daniel!

Viel Glück!
Wo hast Du die Tiere eigentlich her, denn, wie Du ja schreibst, sind sie ja nicht wirklich häufig...

Grüße,
Christian

Acanthicus 07.05.2014 10:41

Hi zusammen,

ich habe die Truppe nach der Catfish Convention aus England mitgebracht. Eigentlich sollten sie nach Norwegen, aber weil das nicht so geklappt hat wie geplant schwimmen die vier jetzt in Kiel. Pier Aquatics ist für solche Welse das reinste Paradies! Sind jetzt also knapp zwei Monate bei mir und offensichtlich totsimpel in der Pflege, sind auch aktiver als ich gedacht habe, bspw. deutlich aktiver als Bunocephalus.

Geschlechter sind schwierig zu bestimmen. Ich habe mir alle verfügbare Literatur besorgt, aber meistens werden Xiliphius nur erwähnt. Es scheint noch keine detaillierten Beobachtungen zu diesen Tieren zu geben. Das Loch wurde mittlerweile verlassen, und es ist wieder Ruhe eingekehrt. Allerdings habe ich noch Hoffnung, denn jetzt habe ich zwei sehr unterschiedlich gefärbte Varianten. Zwei Exemplare sind einheitlich braun, und zwei zeigen einen schicken Längsstreifen auf der Oberseite.


lg Daniel

El_Duderino 11.05.2014 18:34

Hi Daniel,

das klingt super. Ich bin auch ein Fan von den Bratpfannen aber ein bisschen mehr Aktivität hört sich gut an.;)
Glaubst du diie Unterschiede in der Färbung stellen einen Sexualdichromatismus dar?

Beste Grüße, Sascha

Acanthicus 18.04.2015 15:10

Moin,

es gibt auf jeden Fall einen Geschlechtsdichromatismus: die Zeichnung. Der geschlechtsdimorphismus geht bei den Tieren damit einher, dass die Weibchen riesige Mengen an Eiern produzieren, dadurch massiger wirken und auch etwas größer zu werden scheinen.

Das ist schon faszinierend, wenn man sich die Welse mal genauer anschaut:



cheers, Daniel


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