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Wenn einer der sich auskennt und grad langeweile mal ein Bericht schreiben könnte, welche Steine,Hölzer,Wurzeln,Dekomaterialien usw., welche auswirkungen(wenn überhaupt) auf die Wasserwerte oder Fische haben können,wäre so einigen Leuten bei der Einrichung von Aquarien sehr geholfen(mir eingeschlossen :vsml: ) Nur mal so ne Idee.
Wenn einer falls einem irgendwelche Dinge einfallen die den Fischen,Pflanzen oder Wasserwerten garnicht so gutgetan haben kann das ja hier auch als Antwort mal schreiben. :spze: Bis dann Mark |
Hallo,
also echt "gut getan" hat frisches Mangrovenholz, das enthärtet einige Monate lang enorm, natürlich auch Braunfärbung. Manche Steine gegenteilig... ;) |
Zitat:
Andererseits kann frisches Mangrovenwurzelholz auch 'ne echte Seuche sein, wenn du nämlich schon weiches Ausgangswasser hast, und die Huminsäuren dir dann noch den letzten Rest Karbonathärte auffressen, und du so einen hübschen Säuresturz im Becken bekommst. --Michael |
Zitat:
Wo bekommt man denn frisches Mangrovenholz? Bzw was versteht ihr genau darunter? Das Mangrovenholz was man hier überall bekommt ist alles andere als "frisch". gruss C |
Zitat:
Andererseits kann frisches Mangrovenwurzelholz auch 'ne echte Seuche sein, wenn du nämlich schon weiches Ausgangswasser hast, und die Huminsäuren dir dann noch den letzten Rest Karbonathärte auffressen, und du so einen hübschen Säuresturz im Becken bekommst. --Michael [/b][/quote] Wasn? Wieso Säuresturz? I will KH 0 ;) |
Moin Herr Walter,
>Wasn? >Wieso Säuresturz? >I will KH 0 ;) ...und wie pufferst Du? Indina |
Morgen Indina,
ich selbst gar nicht ;) Das machen die Humin-, Fulvo-, und was weiß ich für Säuren, die durch Wurzeln, Erlenzapfen, Seemandelbaumblätter, Torf... ins Wasser gelangen. Wer hat schon mal ´nen Säuresturz erlebt? Ich noch nie, kaum einer (diese Frage ist schon sehr oft in Foren gestellt worden, keiner, der sein Becken pflegt, wird wohl damit Probleme haben, bei Gammelbecken sieht es natürlich anders aus). Ich hab sogar seit neuestem das Problem, dass ich den pH Wert in einem Becken nicht mehr in leicht saure Bereiche bekomme (fast pflanzenloses Becken). Wegen Säuresturz mach ich mir nun wirklich keinen Kopp, sollt IMHO ruhig ein bißchen mehr stürzen, der pH Wert... |
Indina: "...und wie pufferst Du?"
Walter: "ich selbst gar nicht. Das machen die Humin-, Fulvo-, und was weiß ich für Säuren, die durch Wurzeln, Erlenzapfen, Seemandelbaumblätter, Torf... ins Wasser gelangen." Mahlzeit! Kann ich nich' nachvollziehen, was du da schreibst. Was verstehst du denn unter puffern? Die Säuren machen dir doch auf Dauer den Puffer kaputt. Ich dachte, wir sprächen hier von der Pufferwirkung des *Karbonatsystems*, wo eine schwache Säure (Kohlensäure) zusammen mit ihren Salzen (Karbonaten und Hydrogenkarbonaten) vorliegt, und dass dieses Karbonatsystem dafür sorgt, dass geringe Zugaben von Säuren zu keiner wesentlichen pH Änderung führen, weil diese Säuren mit den Salzen der Kohlensäure reagieren, dabei Kohlensäure freisetzen (die jedoch ihrerseits zumindest teilweise wieder in Kohlendioxid und Wasser zerfällt) und selbst zu Salzen werden, mithin nicht zur Senkung des pH-Wertes führen. Wenn du nun mal aber eine geringe Karbonathärte hast, und entsprechende Mengen an "Humin-, Fulvo-, und was weiß ich für Säuren", dann dauert es eben nicht allzu lange, bis die von dir angesprochenen Säuren die schwächere Säure (sprich: Kohlensäure) aus ihren Salzen vertrieben haben, und damit kein Puffer mehr aus Karbonaten und Hydrogenkarbonaten vorhanden ist, und die Pufferwirkung somit dahin ist. Zitat:
Zitat:
Ich hab nun mal (teilweise extrem) weiches Leitungswasser. Und wenn die Pflanzen dann auch noch ordentlich assimilieren und dazu auch noch die Mangelware Hydrogenkarbonat nutzen, und die organischen Säuren aus den Dekowurzeln ihr übriges tun zum Vernichten des Hydrogenkarbonats, dann hab' ich halt nach spätestens 10 Tagen ohne Wasserwechsel oder Aufhärtung eine KH von 0 und den entsprechenden Säuresturz. Zitat:
Wenn das nicht hilft, kannste ja noch mit 'n paar starken Mineralsäuren nachhelfen... --Michael |
Zitat:
Ich wechsle nur mit reinem Osmosewasser (20 µS/cm)... |
Zitat:
Und Puffern heißt, den pH Wert trotz Zugabe starker Säuren/Basen +/- konstant zu halten, aber das weißt Du ja sicher auch selbst, lieber Baron ;) Aber wieder mal Theorie und Praxis... Die Praxis hat gezeigt (nicht nur bei mir), was auch aus zahlreichen Diskussionen zu diesem Thema hervorgegangen ist, dass eben stark "braune" extrem weiche Wässer durch irgendwelche Inhaltsstoffe (frag mich bitte jetzt nicht, welche, welche Säuren und Salze genau) relativ stabil gegenüber pH Schwankungen sind, auch ohne Karbonatpuffer. Nur ist halt der pK Wert dieser Säuren anscheinend ein anderer als von Kohlensäure... Wäre selbst sehr interessiert an genauen Angaben über Inhaltsstoffe diverser Torfe, Erlenzäpfchen, Wurzeln, ... Ich fahre ein solches Becken seit Jahren problemlosest (teilweise auch mit geringster Pflege und monatelangem Nicht-Wasserwechsel, wenn ich länger weg bin); einzig der relativ hohe pH Wert ist mir ein Rätsel, da eben die Theorie etwas anderes besagen würde. |
Zitat:
Nee, natürlich nich', aber wir sprechen ja hier von Aquarienwasser, und da wirst du ja wohl nicht abstreiten wollen, dass das Karbonatsystem die überragende Rolle spielt, wenn es um Pufferwirkung geht, und nicht "Humin-, Fulvo-, und was weiß ich für Säuren", da die bei Abwesenheit von Karbonaten und Hydrogenkarbonaten wenige bis gar keine Reaktionspartner haben, um überhaupt Salze bilden zu können. Warum? -- Weil Sulfate, Nitrate, Phosphate, Chloride etc. im Gegensatz zu Karbonaten und Hydrogenkarbonaten die Salze starker mineralischer Säuren sind, und schwache organische Säuren (wie eben Humin- und Fulvosäuren) nicht in der Lage sind, die starken Säuren aus ihren Salzen zu vertreiben. Zitat:
Zitat:
Dafür is' aber auch der pH von Schwarzwasser durch enthaltene organische Säuren entsprechend niedrig, und das Wasser steht (jedenfalls in Fließgewässern wie z.B. dem Rio Negro) zumindest an der Wasseroberfläche näherungsweise im Gleichgewicht mit den in der Luft enthaltene Gasen, also auch mit Kohlendioxid. Da schwankt dann eben pH-mäßig nich' viel. Falls du auf die Idee kommen würdest, mich zu fragen, warum dein "Schwarzwasserbecken" einen relativ hohen pH Wert aufweist, würde ich dir antworten, dass das Wasser offensichtlich weniger Wasserstoffionen enthält als natürliches Schwarzwasser, und hätte mich somit vollig diskret und unverfänglich aus der Affäre gezogen, ohne wirklich zu wissen, warum genau das so ist. --Michael |
Morgen,
Zitat:
Aber in (fast) Karbonathärte-losem Aquarienwasser? Scheinbar eben nicht mehr. Irgendetwas muß ja puffern, sonst würde der pH Wert ja Jojo Spielen (ist nur mal mein laienhafter Gedanke dazu). In jenem besagten Becken hat mal mein alter 20 cm Nigro, der Fischgott möge ihn seelig haben, Selbstmord begangen; die Leiche wurde aber nicht gleich entdeckt, sondern erst nach ein paar (?) Tagen, sah nimmer gut aus, schon eher angefault und mit ekelerregendem Leichengeruch. Als ich ihn rausgefangen hatte, machte ich natürlich schnell Wassertest (Nitrit, pH), war aber nichts Auffälliges zu entdecken. Also, irgendwas muß puffern ;) Wenn wir die genaue Zusammensetzung des Wassers wüßten, könnten wir vielleicht weiterrätseln; so hat das aber wenig Sinn. Es ist ja aber so, dass diese relativ stark "schwarzen" Aquarienwässer nicht nur bei mir problemlos und ohne Säuresturz sind. Zum wiederholetn Male: also muß irgendwas da drin auch puffern, ... |
Hallo,
ich erinnere mich daran, dass auf dem aquarium-forum.de jemand öfter mal ein dem Schwarzwasser eigenes Puffersystem (bzw: durch Torf gefilteretes Wasser) angesprochen hat, dass bei niedriger KH bzw. KH~0 einen Säuresturz verhindert. Da ich nicht viel darüber weiß, habe ich noch mal nachgefragt und als Antwort erhalten, dass es z.b. auch einen Phosphat-Puffer (der könnte z.B. für Walters hohen PH-Wert trotz niedriger KH verantwortlich sein) gibt und dass es in Schwarzwasser üblicherweise ein Humin- und Fulvopuffersystem ist, das den Ph-Wert stabil hält. Ich bin zwar aus den Antworten nicht schlauer geworden, was die Wirkungsweise betrifft, aber ein erster Anhaltspunkt wäre das ja Mal. Grüße |
Thx, Sathanael ;)
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Hallo Michael,
Zitat:
Walter sprach von reinem Osmosewasser, darin sind kaum Salze enthalten und die Pufferwirkung der organischen Säuren reicht völlig aus um einen pH-Sturz, den ich auch noch nie in gepflegten Becken erlebt habe, zu verhindern. Es ist selbst mit reinem Osmosewasser nicht einfach pH-Werte unter 5 zu erreichen, da muß man schon massiv mit Torf, Laub, Holz und ähnlichem arbeiten. sagt Bauer Lindemann |
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