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Heckti 20.02.2014 09:11

Filtern über Zeolith
 
Hallo Zusammen,

nach einigem lesen kam mir der Gedanke hinter meine HMF´s ein Säckchen Zeolith zu hängen um dem PO4 entgegen zu steuern. Hat jemand Erfahrungen in diesem Zusammenhang.
Mir ist durchaus bewusst das am auf Seiten des Futters hinsichtlich Qualität und Menge den Eintrag ins Becken schon reduzieren kann, nur lässt es sich in einem Artenbecken ohne Pflanzen nicht ganz vermeiden.

Vielen Dank schon mal:blm:

AsterixX 20.02.2014 11:10

Hallo Torsten

das wollte ich auch machen, jedoch noch nicht in die Tat umgesetzt.
Voraussetzung dafür ist genügend Platz hinterm HMF!

Zumindest Schaden wird es sicherlich nicht ;).

LG Frank

seppe82 20.02.2014 11:19

Hallo,

die Frage ist eigentlich auch, kann es negative Auswirkungen haben wenn man es zu lange drin lässt???

Gruss

Heckti 20.02.2014 11:24

Hi Frank,

der Platz ist denke ich bei meinen Eck-HMF's nicht das Problem. Ich hatte nur was gelesen von Ionenaustausch. Bei meinem bisherigen Kenntnisstand ging ich davon aus das das Zeug alles mögliche bindet und nichts abgibt. Wenn allerdings ein Austausch stattfindet, dann fragt welcher und wie weit werden Wasserwerte beeinflusst?

Heckti 20.02.2014 11:27

Hi Seppe,

Sollte es nur binden, dann ist es irgendwann gesättigt und funktioniert bestenfalls noch als biologischer Filter. Aber negativ sollte es dann nicht werden zumindest nicht schlechter als vorher.

AsterixX 20.02.2014 11:37

Hi Seppe,

üblicherweise wird Zeolith auch im Außenfilter eingesetzt,
da ist die Kontaktzeit/Dauer/Häufigkeit deutlich höher als bei HMF.
Konnte diesbezüglich noch keine negativen Aussagen lesen,
sonst wäre das sicherlich auch vom Markt genommen worden
oder Warnhinweise aufgeführt!

@Torsten
Ich kann mir nicht vorstellen das ein solcher Austausch stattfindet.
Zur Sicherheit kannst ja ein Hersteller anschreiben ;).

LG Frank

Heckti 20.02.2014 11:55

Hi Frank,

Ich hab mir das hier gestern Nacht zu Gemüte geführt und kam dann hinsichtlich Austausch ins grübeln.

https://doelling-berlin.de/?Themen:Zeolith

AsterixX 20.02.2014 12:08

Hi Torsten,

und hattest eine schlaflose Nacht zu verzeichnen :evil:?

Kannte ich bis dato auch noch nicht. Allerdings ob was dahinter steckt,
könnte nur ein Geologe sagen. Da fehlt es mir am Basiswissen.

Soweit ich beim überfliegen gelesen habe ist dies nur in Verbindung
mit Salz problematisch. Eine "normale" Anwendung sollte dementsprechend OK sein.
Das sollte bei Benutzung von im Artikel erwähnten Mitteln bedacht werden..

LG Frank

Heckti 20.02.2014 12:24

Nen bißchen was zu lesen war es schon.:o

Nochmal drüber nachgedacht könnte man auch zu dem Schluss kommen, das der Austausch nur nach der Regeneration mit Salz zum Vorschein kommt. Und es im Ersteinsatz keine Rolle spielt. Das ist jetzt aber nur eine Vermutung.

AsterixX 20.02.2014 13:00

Hi Torsten,

es stand ja geschrieben, das es nur in Verbindung mit Salz eine Gefahr besteht, das Giftstoffe abgegeben werden können.
Hierbei ist der Autor nicht näher darauf eingegangen von welchem Salz explizit Gefahr ausgeht oder dieser auf alle Salze das appliziert!

LG Frank

Heckti 20.02.2014 13:40

Hi Frank,

Kochsalz reicht wohl schon aus um den Effekt des Ausschüttens an Giftstoffen auszulösen. Deswegen wird es ja damit regeneriert. Nur stellt ich mir die Frage ob es nach der Regeneration im Becken dann das Salz abgeben muss um die Schadstoffe wieder aufzunehmen? Das wäre dann nicht das was ich will.

AsterixX 20.02.2014 13:49

Hi Torsten,

das stand doch drin, das ausreichend gewässert werden sollte.
Damit dürfte das Salz aus dem Zeolith herausgespüllt werden.

Das Kochsalz zum Austausch und der daraus resultierenden Gefahr gemeint ist,
ist mir schon klar. Jedoch Salz ist nicht gleich Salz. Es gibt sicherlich noch
andere Salze in Gesteinen, Mittelchen, etc...
Eine Generalisierung ist mir etwas zu fluffig ;).
Für die Leitfähigkeit sind auch unterschiedliche Salze verantwortlich.

LG Frank

Heckti 20.02.2014 14:32

Hmmm...das heißt wenn man sich die Mühe macht das Zeolith nach der Erschöpfung zu regenerieren, hat man quasi einen Dauerabsorber für Amonium, PO4 usw.
Seh ich das richtig?

Safrane 20.02.2014 14:32

Hallo,

wenn es wie ein normaler Ionentauscher funktioniert, dann sind da einfach geladene Gruppen drauf, die andere Ionen anziehen und binden. Gibt man jetzt eine große Anzahl anderer Ionen dazu z.B. Kochsalz (dissoziert in Wasser in Na+ und Cl-) kommt es dadurch zu einer Verdrängung der am Ionentauscher gebundenen anderen Ionen, wenn diese schwächer dran gebunden sind. Ionengröße, Ladung, aber auch der pH-Wert spielen da eine Rolle.
Ich denke, so lange man nicht zu viel Salz reingibt, besteht da nicht so sehr die Gefahr und eine Regeneration mit Salz ist ja auch keine schlechte Sache. So kann man den Ionentauscher länger verwenden.

Im Normalfall kannst du das Salz mit längeren Spülen wieder ablösen. Ist ja sowieso keine extrem feste Bindung.

Grüße
Anja

Safrane 20.02.2014 14:39

Hallo Thorsten,

theoretisch schon. Allerdings wird die Kapazität vielleicht mit der Zeit nach unten gehen. Weil alles wird man wahrscheinlich nicht regeneriert bekommen.

Grüße
Anja

Almewels 20.02.2014 15:16

Hallo
 
Ich könnte mir die Phosphateliminierung nur durch Bindung erklären.

So dürften sich die Aluminiumionen mit den Phosphat zu Aluminiumphosphat verbinden. Diese Verbindung müsste dann ausfällen, sprich eine kleine Flocke bilden und sedimentieren (sich absetzen), oder sich in der prösen Struktur des Mediums anlagern....
Aber das ist nur meine Vermutung, bzw meine Erklärung.

Durch diese Methode wird nämlich auf Kläranlagen auch das Phosphat rausgefällt...und zwar mit Hilfe von Eisensalzen, bzw Aluminiumsalzen.:y_smile_g

Da die Aluminiumionen nach dieser Theorie allerdings aufgebraucht, bzw an das Phosphat gebunden werden (bilden eine feste Verbindung), sollte es in diesem Fall nicht möglich sein das Filtermedium zu regenerieren.

Gruß
Alex

Safrane 20.02.2014 15:37

Hi,

welche Ionen vom Material wieder abgelöst und somit eine Regeneration erfolgen kann, hängt natürlich vom jeweiligen Ionen ab. Ein schwach bindendes kann durch ein stärker bindendes verdrängt werden. Wenn natürlich sich Verbindungen bilden, die dann ausfallen, ist das natürlich was anderes. Allerdings bin ich mir beim Zeolith nicht sicher, ob so etwas möglich ist. In einem normalen Ionentauscher möchte man ja die regierenden Gruppen nicht aus dem Material herauslösen und damit ausfallende Verbindungen erzeugen.
Werden bei Kläranlagen die Eisen-/Aluminiumsalze an einer Matrix gebunden eingesetzt oder einfach in die Becken als Salze zugegeben?


Grüße
Anja

Almewels 20.02.2014 18:31

Hi
 
In der Abwasserreinigung werden die Salze einfach in gelöster Form zugefügt.

Ich weiß nicht wie das beim Zeolith aussieht, ob sich die Ionen da lösen oder nicht, es ist nur meine Vorstellung wie es funktionieren könnte, weil ich es nur in dieser Form kenne.

Gruß
Alex

nelix89 20.02.2014 19:21

Hi,

Zeolithe können Kationen (positiv geladene Ionen) binden bzw. austauschen. Phosphat ist ein Anion (=> negativ geladen).

lg
Felix

Heckti 20.02.2014 21:06

Hmmm...das würde bedeuten das es garkein Phosphat binden kann?

nelix89 20.02.2014 21:54

Hi,

also ich würde sagen, dass es keines binden kann. Ich konnte auch bei Suchen im Web nichts finden, dass einen Anionenaustausch, der rein von Verbindung von Struktur und Chemie von Zeolith auch schwer möglich scheint, möglich ist. Damit auch keine Phosphatbindung.
Es gibt allerdings durchaus Ionenaustauscher die das können. Wobei mir dazu bisher keine natürlichen Austauscher sondern nur Kunstharze einfallen.

lg
Felix

Zappel 25.02.2014 11:55

Hallo,

ich habe im Netz das hier gefunden, vielleicht ist es ja hilfreich.

LG,
Karin

L 46 25.02.2014 12:51

Ich habe eine ganze Menge blaues Zeolith zu verkaufen, falls Interesse besteht.


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