L-Welse.com Forum

L-Welse.com Forum (https://www.l-welse.com/forum/index.php)
-   Lebensräume der Welse (https://www.l-welse.com/forum/forumdisplay.php?f=12)
-   -   Belo Monte endgültig genehmigt (https://www.l-welse.com/forum/showthread.php?t=29059)

KleinerWels 03.06.2011 12:06

Belo Monte endgültig genehmigt
 
Hallo an alle,

am Mittwoch genehmigte die IBAMA endgültig den Bau des BELO MONTE KRAFTWERKS.

Hier ein Link zu einem Artikel:https://www.sueddeutsche.de/d5e38p/4...-Mega-Dam.html

Die dort ansässigen Indigenen werden isoliert oder umgesiedelt und was passiert mit unseren Welsen die dort vorkommen?

Viele Grüße
Alfons

Fischray 03.06.2011 12:28

Hi Alfons

Was soll passieren?
Die werden einfach sang- und klanglos aussterben.
Was nicht im Aquarieum vermehrt werden kann, ist für
immer verloren.
Egal wie interessant oder auch schön sie sind.
Das ist die Macht der Menschheit "Ausrottung"!

Leute, vermehrt die bedrotenn Arten. Und zwar die, die nicht die
Lobby eines L 46 haben. Denn das sind die Arten, die es endgültig betrifft.

Ein Blauaugen Panque hatte vor langer Zeit mal 5 Dollar gekostet,
und kaum einer wollte ihn haben.:nnd:
Dann galt er als ausgerottet, und alle wolten ihn haben.:frusty:
Danach gab es eine Wiedergeburt, und die Welse tauchten wieder auf,
nur halt für 1000 Dollar.
Auch ein Grund, warum man die Vermehrung der unpopulären Welse
betreiben könnte.
Ein L 46 wird sich nie in Masse vermehren, aber er wird nicht aussterben.
Jedenfalls nicht in der Aquaristk, in der Natur wird er auf absehbare Zeit
aif jeden Fall aussterben.:mad:

Gruß Ralf

KleinerWels 03.06.2011 12:45

Hi Ralf,

auch ich bin mir sicher das sie aussterben werden aber es gibt Leute die behaupten das sich diese Fische "umstellen" werden.

Fische, die in Stromschnellen leben und dann in einem sauerstoffarmen Stausee, dem ständig Methan und CO² in Mengen entweichen weil die Bäume, die da standen nicht einmal abgeholzt werden. Wie soll das gehen?

Viele Grüße
Alfons

baerandre 03.06.2011 13:01

Hallo zusammen,

dazu fällt mir nur ein Spruch ein den ich mal gelesen habe:

Erst wenn der letzte Fisch gefangen, der letzte Baum gerodet und das letzte Tier gestorben ist werdet ihr merken das man Geld nicht essen kann.

oder frei nach Jane Fonda : Wir gehen mit dieser Welt um als hätten wir noch eine zweite im Kofferraum.

Gruß

Andre

L172 03.06.2011 14:28

Hi

Zitat:

Zitat von KleinerWels (Beitrag 202711)
aber es gibt Leute die behaupten das sich diese Fische "umstellen" werden.

Fische, die in Stromschnellen leben und dann in einem sauerstoffarmen Stausee, dem ständig Methan und CO² in Mengen entweichen weil die Bäume, die da standen nicht einmal abgeholzt werden. Wie soll das gehen?

Kein Fisch aus Stromschnellen wird sich entweder an ein trockenes Flussbett bzw. einen See mit (mehr oder minder) stehendem Wasser anpassen...

Grüße,
Christian

stefan1984 03.06.2011 23:20

eben, so schnell arbeitet die evolution nicht. auch wenn welse sehr wiederstandsfähig sind, wird ein großteil aussterben. und nicht nur die welse. es sind ja noch tausende weitere tierarten betroffen.
das da die welt nicht auf die barrikaden geht, um eines der wenigen paradiese der erde retten ist wirklich schrecklich.
aber da muss ich mir auch sagen: was habe ich dagegen gemacht.
nur immer gelesen, was passieren soll. unternommen habe ich nichts.
und die art hat meiner meinung nach wenig bedeutung, wenn sie nur in aquarien existiert.
eine weitere schandtat der menschheit.

Bensaeras 04.06.2011 02:43

Hi,

alles in allem ist das was dort passiert (dort wird es nur im Großen sichtbar) noch mehr als töricht, es zeigt einfach wie unterentwickelt Menschen sind. Das einige von sich behaupten, sie seien höherentwickelt als Tiere, mag im Einzelfall zwar auf einige Merkmale zutreffen, bei einem Vergleich von Verhaltensweisen habe ich allerdings große Zweifel.

Vorallem zeigt es doch die Fehlleitung der Kapitalwirtschaft und der damit verbundenen Zielsetzung/en.

Zitat:

Zitat von L172 (Beitrag 202715)
Hi

Kein Fisch aus Stromschnellen wird sich entweder an ein trockenes Flussbett bzw. einen See mit (mehr oder minder) stehendem Wasser anpassen...

Grüße,
Christian

Entgegen des Aufschreiens einiger, hätte ich in diesem Fall keine Skrupel (Skrupellosigket bedingt durch Skrupellosigkeit) an "Faunenverfälschung" zu denken. Man könnte die vom Aussterben bedrohten Tierarten umsiedeln. In einigen Fällen mögen die Tiere tatsächlich in anderen, ähnlichen Gebieten wieder Lebensräume erschließen können.

Jost 04.06.2011 08:05

Moin
nicht das ich falsch verstanden werde, auch ich bin nicht für diesen Staudammbau (obwohl man auch mal darüber nachdenken sollte ob es gerechtefrtigt ist, das Leute mit dem Finger wegen etwas auf andere zeigen, was sie selbst bis zum Erbrechen Jahrhunderte lang praktiziert haben, aber das ist ein anderes Thema).
Dennoch, dies hier
Zitat:

Zitat von L172 (Beitrag 202715)
Hi



Kein Fisch aus Stromschnellen wird sich entweder an ein trockenes Flussbett bzw. einen See mit (mehr oder minder) stehendem Wasser anpassen...

Grüße,
Christian

kann ich so nicht unterschreiben. Ja der Großteil der Individuen einer Art wird es vermutlich nicht schaffen (und je stenöker die Art desto weniger), aber die Art an sich (wobei hier der Begriff Art eh nicht paßt) wird überleben und sich anpassen. Evolution geht viel schneller als einige hier vermuten werden. Dazu gibt es genug Beispiele.....

Fischray 04.06.2011 11:48

Hi

Zitat:

Evolution geht viel schneller als einige hier vermuten werden. Dazu gibt es genug Beispiele.....
Ja, da hat Jost wohl recht.
Nur leider haben die sauerstoffbedürftigen Harnischwelse sehr schlecht abgeschnitten bei den Beispielen.
Barsche und Salmler haben aber größere Chancen.

Bei anderen Staudamm-Projekten in Brasilien wurde das leider sichtbar.
Die freischwimmenden Fische schaffen es eher, sich in die Oberläufe zurückzuziehen.

Gruß Ralf

L172 04.06.2011 16:02

Hi!

Zitat:

Zitat von AntonyoBensaeras (Beitrag 202757)
Entgegen des Aufschreiens einiger, hätte ich in diesem Fall keine Skrupel (Skrupellosigket bedingt durch Skrupellosigkeit) an "Faunenverfälschung" zu denken. Man könnte die vom Aussterben bedrohten Tierarten umsiedeln. In einigen Fällen mögen die Tiere tatsächlich in anderen, ähnlichen Gebieten wieder Lebensräume erschließen können.

Wenn damit mal keine andere Art(en) bedroht werden...

@Jost: Ich hoffe, Du hast Recht!

@Ralf: Tatsächlich hatte ich mich engstirnigerweise hauptsächlich auf Harnischwelse bezogen. Da es um die H. zebra-Population (ja, es gibt noch andere Arten dort, aber es nunmal hier die populärste) schon sowieso nicht so gut bestellt ist, wird das bestimmt nicht bei der Erholung helfen...

Grüße,
Christian

Bensaeras 04.06.2011 19:43

Hi,

Zitat:

Zitat von L172 (Beitrag 202774)
Hi!


Wenn damit mal keine andere Art(en) bedroht werden...

natürlich sollte das nicht passieren. Da müsste man zuvor genau abwägen und forschen in welchen Fällen das passieren kann und in welchen nicht (was nicht einfach ist).
Gerade die Aquarianer tragen aber indirekt und direkt in einigen bekannten Fällen dazu bei, dass Arten sich heute in Gebieten wohl fühlen, aus denen sie eigentlich nicht stammen (man denke an p. axelrodi in Surinam, die großen Probleme mit Harnischwelsen/Segelschilderwelse in den warmen Gebeiten der USA, etc...).

VG

KleinerWels 05.06.2011 11:18

Hi,

das Perverse an der ganzen Sache ist ja auch zum Beispiel die Tatsache das Fische wie Hypancistrus zebra, die hier leben und von der IBAMA als bedrohte Art gelistet ist (wie Ralf auch schon anderweitig erwähnt hat) von der gleichen IBAMA jetzt durch diese Genehmigung zum Aussterben verurteilt wird.

Na ja, was sind schon ein paar kleine Fische, wenn wirtschaftliche Interessen in den Vordergrund treten...

Viele Grüße
Alfons

michl11 05.06.2011 12:11

Hallo Alfons



Zitat:

Zitat von KleinerWels (Beitrag 202816)
Hi,

wenn wirtschaftliche Interessen in den Vordergrund treten...

Viele Grüße
Alfons


Das ist aber überall auf der Welt so!


Gruß michl

stefan1984 05.06.2011 12:26

wenn man über den co2 ausstoß hinweg sieht, hat brasilien viele andere möglichkeiten an strom zu kommen.
dort gibt es unmengen an kohle, gas und auch an öl.
bei etwa 18einwohnern je quadratkilometer finde ich das auch bei einem so großen land noch als in ordnung. vor allem, wenn man mal auf die ausstöße von industrienationen wie china, japan, usa oder russland schaut.

L172 05.06.2011 16:25

Hi!

Zitat:

Zitat von KleinerWels (Beitrag 202816)
von der gleichen IBAMA jetzt durch diese Genehmigung zum Aussterben verurteilt wird.

Naja, ganz so einfach war das nicht.
Das Ibama hat ausdrücklich gesagt, dass das Projekt nicht befürwortet werden sollte, bzw. weitere Studien nötig seien.
Doch der Präsident bzw. die Präsidantin haben extremen Druck ausgeübt, so dass der Präsident des Ibama zurückgetreten ist, weil unter solchen Bedingungen keine gescheite Arbeit möglich sei.

Der neu eingesetzt Ibama-Chef hat sich dem Druck gebeugt und die Lizenz erteilt... (was vermutlich auch eine Bedingung für seine Nominierung war)

Grüße,
Christian

Cattleya 05.06.2011 23:35

Salü
Eigentlich halte ich mich lieber aus diesem Thema raus, aber
Zitat:

obwohl man auch mal darüber nachdenken sollte ob es gerechtfertigt ist, das Leute mit dem Finger wegen etwas auf andere zeigen, was sie selbst bis zum Erbrechen Jahrhunderte lang praktiziert haben, aber das ist ein anderes Thema)
.

= wahre Worte.
Ich find den Damm ja auch nicht gut,(wegen Indigenen Stämme und Tierwelt und und und,,nicht nur der Welse wegen) aber es ist nun mal Form der erneuerbaren Energien. Auch wenn sich das nicht rechnet. Wenn ich seh was da Deutschland mit ihren Kohlekraftwerken an CO2 raus pustet , wenn Brasilien den Energiebedarf den sie jetzt haben und noch vermehrt haben werden auch mit Kohle schöpfen würde. (wie Deutschland) Dann Prost ! He wenn alle so wie ihr . !!
Die machen da Tacheles Ruck-zuck-zack-zack,, das geht schneller als uns lieb ist.
Die sind Fertig mit dem Damm da habt ihr in Deutschland noch keine 20 KM der dringend benötigten Stromleitung von Nord nach Süd gebaut.
Die sind Fertig mit dem Damm da redet ihr in Deutschland noch immer von " der Ausstieg aus der Kernenergie ist machbar, wenn dies ,,,wenn dass ,, wenn Leitung von Nord nach süd". Und in der Zwischenzeit meint ihr, ihr tut wegen dem Verzicht auf Kernenergie was gutes, der Natur . Kehrt aber unter den Teppich, dass ihr Europas Co2 Schweinchen NUMER 1 seid. Den zusätzlichen Bedarf deckt ihr mit noch mehr Kolekraftwerken die bereits in Bau stehen.
Ihr Deutschen, das Grosse Vorbild von Europa das Vorbild der Welt , ich werdet Kioto => verbindliche Zielwerte für den Ausstoß von Treibhausgasen in den Industrieländern nie erreichen. Wenn ihr es nict schaft , will und muss der Rest der Welt es erst gar nicht versuchen.
Ich will nicht mit dem Finger auf euch zeigen aber kann nicht verstehen dass ihr mit dem Finger nach Brasilien Zeigt ! => ""was sie selbst bis zum Erbrechen Jahrhunderte lang praktiziert haben"" wie wahr wie wahr.

Noch 20 Jahre , dann ist meine Tochter gerade mal ca 27 , die von Ralf und dem anderen Ralf auch und Norman seine etwas jünger . Noch 20 Jahre ,dann haben wir Reversible Schäden, das macht mir Sorgen . Wir sind dabei den Planeten zu verheizen, noch 20 Jahre vielleicht auch weniger...!?
was kümmert uns da der L46. !?
Unser Enkel schon werden uns fragen "DU Opa. Tiger ausgestorben, Eisbär ausgestorben, Planet Wortwörtlich verheizt warum habt das nicht verhindert.!??
So nun stellt mal 2 Grad Höher (die Energie aus eurem Kohlekraftwerk) damit der L66 nicht aus stirbt .


gruss :p => Ich find den Damm ja auch nicht gut

ps<. und wer jetzt rein gar nix verstanden hat was zwischen und auf den Zeilen steht ,der Zieht nun über die Schweiz her. Mach mal ich guck in 7 Tagen wider rein ;)

Alenquer 06.06.2011 08:38

Moin Udo

Zitat:

der Zieht nun über die Schweiz her.
Nein Udo, nur weil einer " Unsinn" schreibt müssen doch nicht alle dafür büßen.
Schliesslich ist die Schweiz neutral und man bekommt den Strom aus der Steckdose.
Die Schweiz hat bald eine Stromlücke die sie schliessen(da hat sie mal wieder zu langsaaaaamm geschaltet) muss und du kannst hinterher sagen:
Wir haben nichts produziert, das wart ihr, wir haben nur Strom eingekauft.

Wie man es dreht und wendet, es wird kein Schuh aus der ganzen Stromerzeugerei.

roloffia 07.06.2011 12:53

Hallo Zusammen!

Ich bin nicht der Freund von Art Ausrottung, von Fauna Verfälschung auch nicht, aber wir alle zusammen haben kein Recht dem Brasilianern zu sagen was sie dürfen und was nicht.
Amis versuchen das immer wieder und was haben wir dafür – Terror, Krieg und Armut!!!
Durch denn Damm bau werden einige Arten (so aus dem Bauch ca. 100 arten) in Xingu zu Gründe gehen – Kolaterallschaden, und … .
In Afrika sterben unwiderruflich Fischarten durch Agrarpolitik oder Straßenbau, einige Arten leben nur auf ca.1²km. Vielleicht haben die Fische keine Lobby, nicht so wie L-Welse?! Wer weis schon was da von? Wir allein haben unsere „Geleibte“ Welse schon dazu gebracht das wir nicht mehr wiesen ob sie noch echte und genetisch saubere Arten sind, aber die Hybridisierung haben wir uns selbst beigebracht – das ist sehr Dum, oder …?!

Und jetzt jammer wir das im Rio Xingu Arten sterben – wie Pervers das ist!!!

Gruß, Christoph

Alenquer 07.06.2011 13:04

Hi Christoph

Wenn es nur die Fische wären, ist aber nicht so.
Das ganze hat ein größeres Ausmaß für die Zukunft als man glaubt.

Zitat:

aber wir alle zusammen haben kein Recht dem Brasilianern zu sagen was sie dürfen und was nicht.
Doch, sicher jeder hat das Recht was dazu zusagen.
Besonders das man die Kapazitäten überhaupt nicht braucht, Alternativen aufzeigt(die es auch gibt).

Aber in so einem korrupten Land wird das mit Arroganz ignoriert.
https://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/...ngsumsiedlung/

P.S. Hier wurden riesige Bauprojekte gestoppt wegen einer Fledermaus.

Suckermouth Jo 07.06.2011 13:26

Hallo
Der Staudamm ist nicht gut, alle sind sich einig. Aber noch schlechter ist dass die IBAMA nicht einen Aufruf an alle Aquarianer der Welt erlassen hat: " Kommt und fangt vorher noch alle L-Welse raus und schützet und vermehret sie. Im Gegenteil: Exportverbot.
Uebrigens, bei uns in der Schweit stirbt der Roi du Doubs, ein Spindelbarsch (Zingel asper) aus, es gibt in der Schweiz noch 80 bis 160 Exemplare. Diese Art geht infolge Wasserverschmutzung und Wasserentzug (von französischen und schweizer Wasserkraftwerken) in ihrem ohnehin geringen Bestand zurück. Die IUCN stufte sie 1996 als „Critically Endangered“ (vom Aussterben bedroht) ein.
Kaum ein Hahn kräht danach, einige lokale Fischer und der WWF vielleicht......
Kommentar überflüssig.

Gruss
Jo

Walla 07.06.2011 13:59

Hallöchen Leute,

das der Staudamm gebaut wird, war mit so klar und sicher, wie das Ahmen in der Kirche. Doch wozu das Ganze. Es soll Strom für ein Alu-Werk liefern.

Der Grund ist, dass die Schweizer halt alles in Alu verpacken müssen.

Ne, Spaß beiseite. Es wird viel zu viel Alu für alles Mögliche als Verpackung und Anderes genommen und landet schlussendlich im Müll.

Auf der anderen Seite muss ich Udo recht geben. Gerade wir deutschen sind ein Volk der Egoisten. Wenn ich mal die Fläche von Deutschland betrachte und im Gegenzug das Autobahnnetz, dann wird einem schon einiges deutlicher. Ganz schlimm sind dann noch die Aquarianer, die da eine Unmenge an Strom verbrauchen, nur damit die Fische es schön warm, sauberes Wasser und reichlich Luft zum Atmen haben. Und wem langt schon ein Aquarium? Nein, je mehr desto besser. Allein deshalb benötigen wir ja in Deutschland mindestens 5 Atomkraftwerke.

Wir zeigen wirklich immer mit Fingern auf Andere. Die Arme sind zu kurz, daher können wir uns nicht an die eigene Nase fassen, geschweige denn die Hand vor die Stirn klopfen.

Liebe Grüße
Wulf

roloffia 07.06.2011 14:19

Hallo Volker,

ich verstehe die Argumentation und gebe Dir Recht, aber ich sehe das nicht so drastisch.
Na ja, durch der Bau würd die brasilianische Regierung von einigen Firmen unterstützt, bei uns machen das die große Banken – wo liegt der Unterschied?
Das „Korrupte Land Basilien“ vor 10-15 Jahren noch Bankrott war, aber heute keine Auslandschulden mehr hat. Ps. als erste waren US-Schulden getilgt! Wir dagegen leben auf Schuldenberg und unsere Renten sind nicht mehr sicher.

Wie Du sagst, man soll seine Meinung ohne Reue sagen, OK. Ich sage klare JA: Brasilien hat das Recht selbst zu entscheiden, genau wie damals Ghana bei Volta-Stausee und zu letzt auch China.


„ Volta-Stausee mit seiner Fläche von 8502 km² der flächengrößte vollständig von Menschen künstlich geschaffene Stausee der Erde. Der Staudamm, dessen Volumen 7.991.000 m³ beträgt, wurde von 1961 bis 1966 als Hauptteil des „Volta River Project“ gebaut, dient nicht nur der Stromerzeugung aus Wasserkraft, sondern auch dem Hochwasserschutz.“

Das ist ein Erfolg, oder ?

Gruß, Christoph

Alenquer 07.06.2011 14:33

Mahlzeit

Und alle reden nur vom Belo Monte Staudamm, währendessen sollen insgesamt 11(in Worten Elf) gebaut werden

roloffia 07.06.2011 14:55

Hallo,
ja Volker, ich weis das auch und bewusst Rio Xingu geschrieben, so heiz das Projekt, oder?
vielleicht auch nicht :frusty:

Gruß, Christoph

Bensaeras 07.06.2011 15:12

Hi,

Zitat:

Zitat von roloffia (Beitrag 202888)
Ich sage klare JA: Brasilien hat das Recht selbst zu entscheiden, genau wie damals Ghana bei Volta-Stausee und zu letzt auch China.

ich habe mit dem Begriff Entscheidung und Brasilien evtl. Probleme. Entschieden haben ja so gesehen nur formal die Menschen, die in Brasilien leben - tatsächlich haben aber einige wenige die Entscheidung getroffen und das hauptsächlich vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Interessen (dass das häufig so ist, darüber braucht man nicht mehr zu sprechen).
Die Frage kann lauten, ob diese Interessen tatsächlich das Gemeinwohl der Gesamtbevölkerung steigern, oder ob die Interessen der Menschen in dem Land gar nicht signifikant durch das Projekt gesteigert werden.
Probleme habe ich auch dann, wenn viele Menschen, die seit Generationen am Ufer des Rio Xingu leben ohne ihr Einverständnis umgesiedelt werden.

Was aktuell kein Thema ist, aber in meinen Augen eins sein sollte, ist, dass man die Erde als Gesamtsystem versteht zu begreifen. Dann muss man noch andere Interessengruppen berücksichtigen, zumindest dann, wenn sich durch Projekte Folgen für das Gesamtsystem bemerkbar machen können (s.a. Energiegewinnung durch Atomtechnologie).
Ich weiß nicht welcher gescheite Mann das noch war der meinte, Die Erde sei ein Schiff, die Menschen nur die Passagiere. Da scheint es kurios, dass die Passagiere ihr eigenes Schiff zum Untergang bewegen.

VG

L172 07.06.2011 15:22

Hi!

@Udo: Sicher sind die deutschen Kohlekraftwerke auch keine Lösung, auch wenn die neuen "sauberer" sind.

ABER:
Für Brasilien gäbe es einige weitere Möglichkeiten.
Zum einen ließen sich wohl recht problemlos 40% Energie einsparen, die im Moment einfach verschwendet werden.
Zum anderen ist es eigentlich Blödsinn, Kraftwerke so weit von den Energieverbrauchern zu bauen. Von den beiden Kraftwerken, die hier im Bau sind, sind etwa 4000 km Leitungen nötig, um die Energie nach Sao Paulo zu bringen. Allein dadurch gehen schon um die 20% der Energie verloren...

Außerdem gibt es viele alte Staudämme, mit teils absurd großen Seen und kleinen uneffizienten Turbinen. Wenn man die modernisieren würde, könnte man schon viel gewinnen.
Allerdings ist das Argument meiner Kollegen immer: "aber das sind doch kleine günstige Projekte, da kann amn nicht so viel Geld abzapfen wie bei einem 5-Milliarden-Projekt, deshalb interessiert sich da niemand für. Das wird erst gemacht werden, wenn es keine Möglichkeiten für neue Staudämme mehr gibt"

Grüße,
Christian

roloffia 07.06.2011 15:33

Hallo Christian,

Ich weis nicht ob Umbau/Modernisierung alter Staudämmen technisch möglich ist, ehe nicht. Schade das werde gute Alternative für Xingu Projekt.

Gruß, Christoph

Alenquer 07.06.2011 15:41

Ja, ist es, Christoph
Steht im dem Link von mir und.... das ist die Alternative die ich meinte.

roloffia 07.06.2011 16:00

Hi Volker,

und wenn der Artikel von einem Populist geschrieben wurde und er keine Ahnung von der Technik hat ? Alte Staudämme lassen sich nicht so einfach modernisieren, umbauen - selten, wenn nicht sogar ganz unmöglich (Statik lässt das nicht zu).
Aufwand ist zu groß und noch sehr Riskant, auch für den Umwelt.

Gruß, Christoph


Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 16:31 Uhr.

Powered by vBulletin® Version 3.6.8 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2026, Jelsoft Enterprises Ltd.
©2003 - 2024 L-Welse.com | Impressum