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Line 17.03.2010 15:41

Beleuchtung, Vit.D Mangel und Deformationen
 
Hallo in die Runde

Gerade gelesen in einem Thema hier:
Zitat: Inspector/elke

Zitat:

Wenn ich die Häufung mopsköpfiger Jungtiere in schlecht beleuchteten Becken betrachte, die mir in den letzten Jahren bei einigen Kollegen aufgefallen ist, dann halte ich die Bildung von Vitamin D zur Vermeidung von rachitischen Deformationen sogar für sehr wichtig. Nicht zuletzt bemerkte ich dies auch ein einem meiner Becken und der einzige Unterschied zu den anderen Becken war die nicht ausreichende Beleuchtung die ich darauf hin sofort ausgetauscht habe.

Ich weiß nicht, ob es darüber schon wissenschaftliche Abhandlungen gibt, aber in der Tierzucht tritt das Problem immer dann auf, wenn Lebewesen zu wenig oder falsches Licht zur Verfügung haben. Das stimmt mich persönlich sehr nachdenklich und hat mich dazu bewogen sehr darauf zu achten, dass die passende Beleuchtung über meinen Becken eingesetzt wird.

LG Elke

Ich finde, dieses Beitrag sollte nicht in dem HMF-Thread ertrinken. Andere und mehrere Meinungen dazu sind gefragt.
Beitrag war auch eine Antwort auf die neue Trend mit LED Beleuchtung.

Meine ersten Mopsköpfe sind auch in nicht beleuchteten Becken erstanden. Niemals während ich beleuchtete Becken verwendete.

Oder kommt es, dass Beleuchtete Becken meistens ein wenig bepflanzt sind oder wenigstens mit viele Grünalgen versiert sind (wasserreinigend Wirkung)..

Vitamin D Mängeln wegen zu wenig Sonnenlicht kennt man ja sonst weit und breit. Aber unter Nachtaktiven Welsen auch?

Viele Grüsse
Line

Bluesmaker 17.03.2010 18:08

Hallo Line,

ich möchte dazu noch zu bedenken geben, dass es sich bei vielen Arten nicht nur um nachtaktive Welse handelt, sondern diese auch in sehr tiefen Gewässerabschnitten vorkommen, in der naturgemäß wenig Licht hinkommt.

Wenn das Licht also einen Einfluss hat würde ich einen indirekten vermuten. Auf die Kleinstlebewesen im Becken beispielsweise und auf die Bakterienkulturen. Was aber bei vielen Wasserwechseln auch wieder relativiert wird. Auch die Frage nach der Wirkung von Pflanzen im Becken hängt damit zusammen, da unbeleuchtete Becken nicht bepflanzt sein können. Komplexes Feld.

Viele Grüße, Manuel

inspector 18.03.2010 09:00

Hallo Manuel,

Mit hiesigen Lichtverhältnissen und unserer Vorstellung von dem wieviel Licht tatsächlich noch in tiefere Regionen dringt kann man es gar nicht vergleichen. Direkt über der Wasseroberfläche kannst Du in Südamerika (z.B. Rio Negro) ca. 30.000 Lux messen im Klarwasser in ca. 50 cm Tiefe sind es immerhin noch 12.000 Lux! Ich glaube nicht, dass sich die Tiere immer nur in den allertiefsten und dunkelsten Regionen aufhalten.

Die einzige Ausnahme die ich kenne, sind die absoltuten Tiefseefische - und auch da steigen die Larven oft erst einmal auf in höhere Regionen und verschwinden erst ab einem gewissen Entwicklungsstand wieder in der Tiefe wenn ich mich recht entsinne. Viele ernähren sich als Larven von Plankton, welches nur in höheren Regionen anzutreffen ist, da es von der Photosynthese abhängt.

LG Elke

Pike 18.03.2010 09:44

Hallöchen

Ein wirklich interessanter Aspekt mit dem ich mich gedanklich auch schon einige Zeit auseinandersetze.

Bei Reptilienhaltern ist der Einfluss von UV-Strahlung im Zusammenhang mit Missbildungen der Knochenstruktur schon lange ein Thema und wissenschaftlich auch belegt.Weshalb sollte also bei Fischen dieser Gedanke so abwägig sein?

Sicher hat Manuel recht mit seinem Einwand,dass viele Welse nachtaktiv sind und in tiefen Leben in die nur wenig Licht eindringt aber das trifft noch lange nicht bei allen zu.
Gerade zum Beispiel "Sandwelse",bei denen Skelettdeformationen auch immer wieder ein Thema sind,halten sich nicht selten an sonnendurchfluteten Stellen auf.

Aber auch viele angeblich Nachtaktive L-Welse werden in der Natur immer wieder mal an lichtdurchfluteten Stellen gesehen und huschen dort um Wurzeln oder Steine.
Wenn man nun bedenkt,dass oft nur eine relativ kurze Einwirkzeit von UV-Strahlung (UV-B) genügt damit der Körper Vitamin D produzieren kann,dann wird diese Lichttheorie doch wirklich interessant.
Tja...und wer sagt uns,dass Jungwelse von Arten die bevorzugt in grossen Tiefen und dunklen Bereichen leben in der Natur nicht ein anderes Verhalten als die Alttiere zeigen und vermehrt in beleuchteten Bereichen anzutreffen sind?
Vielleicht wäre ja das auch die Erklärung weshalb bei Arten wie z.B. dem L25 kaum Jungtiere eingeführt wurden,weil sie halt ganz woanderst sind als die grösseren...dies ist jedoch nur eine reine Spekulation meinerseits!

Und was die Eindringtiefe von Licht im Wasser anbelangt,ist die oft wesentlich grösser als angenommen und hängt vor allem stark von den Schwebstoffen ab.
In wirklich klarem Wasser wie dies z.B. in Klarwasserflüssen nicht selten der Fall ist,dringt z.B. blaues Licht bis 60 Meter tief ein.
Da die Eindringtiefe primär von der Wellenlänge abhängig ist und Licht mit einer geringeren Wellenlänge wie eben z.B. das Blaue (ca.450nm) tiefer eindringt als Licht mit einer grösseren Wellenlänge,müsste doch das UV-B Licht ebenfalls sehr tief eindringen (ca 300nm).
Oder täusche ich mich da?

Von UV-A Strahlung (ca 350nm) wird jedenfalls behauptet,dass sie unter optimalen Verhältnissen soger bis 100 Meter messbar sein kann.

Naja,ich bin zwar kein Lichtspezialist aber unter diesen Aspekten,zumal ich mich nicht täusche,ist die Theorie vom Zusammenhang Deformationen und UV-Licht sicher eine gründlichere Betrachtung wert.



Gruss
Däni

Line 18.03.2010 10:17

Hallo Däni

Interessante Theorie mit den Jungwelsen und interessantes Beitrag!

Gelegentlich wird ja erwähnt, dass beispielsweise Zebrajungen im jungen Alter gerne Grünzeug fressen. Da müssten sie ja in Lichtzonen anzutreffen sein? Um überhaupt Grünzeug zu finden? Eben Zebras leiden ja viel unter Mopsköpfigkeit.

Mit meiner eher bescheidenes Wissen über die Biotope - wundere ich mich, dass viele Welse so hervorragend getarnt sind - wären sie bloss und immer nur tief, dunkeln und nur Nachts anzutreffen. Sie sind ja bestens getarnt für starke Lichtspiele im Wasser. L18, L14, L114, L124/75 zB. Sind wohl aber auch alle eher Tagaktivere Welse.
Natürlich gibt es ja aber auch einfarbiger und dunklere Arten.

Viele Grüsse
Line

inspector 18.03.2010 10:39

Hallo Line,

nicht nur die jungen Zebras fressen gerne Grünzeug. Auch meine Alttiere kommen für eine Spirulinatablette sofort aus ihren Verstecken. Deformationen des Skeletts sind z.Bsp. auch bei Vogelzüchtern immer wieder ein Problem. Oftmals wird das nur auf zu wenig Calzium im Futter geschoben - aber auch hier spielt das Licht erwiesenermaßen die entsprechende Rolle. Extra dafür wurden entsprechende "Birdlamps" entwickelt...genau wie bei den Reptilien. Warum sollte das bei Fischen so viel anders sein? Vielleicht benötigen sie die UV-Strahlung nicht in dem Maß wie andere Lebewesen - dass sie diese für eine Vitamin-D Produktion benötigen dafür besteht für mich persönlich kein Zweifel.

LG Elke

Cattleya 18.03.2010 10:51

Salü
ein par Denkanstösse

wiso habe ich bei nur 8w Raumlicht, bei L46 öfters bei L114 aber nur 2:350 Mopse ? Bei anderen Null.

wie kommen L46 die bekanntlich in einem Fluss leben der ziemlich "undurchsichtig" und auf 4-12 m tiefe leben an ihr Tageslicht ?

lg Udo

Pike 18.03.2010 11:15

Hi Udo

Zitat:

Zitat von Cattleya (Beitrag 184606)
wiso habe ich bei nur 8w Raumlicht, bei L46 öfters bei L114 aber nur 2:350 Mopse ? Bei anderen Null.

Weil vermutlich der Bedarf an Vitamin D bzw UV-B unterschiedlich ist.
Sei das auf Grund des Stoffwechsels,der Wachstumsgeschindigkeit oder halt anderen schwer ersichtlichen Faktoren.
Dies würde auch erklären weshalb gewisse Arten vermehrt zu Skelettdeformationen neigen als andere.

Zitat:

Zitat von Cattleya (Beitrag 184606)
wie kommen L46 die bekanntlich in einem Fluss leben der ziemlich "undurchsichtig" und auf 4-12 m tiefe leben an ihr Tageslicht ?

Weil eben die Jungtiere evtl doch öfters mal in lichtdurchfluteten Zonen anzutreffen sind als vermutet.
Erwachsene Tiere können sich vermutlich den Aufenthalt in lichtarmen Zonen schon allein wegen des deutlich geringeren Bedarfs an Vitamin D problemlos erlauben als Jungtiere deren Skelett sich noch in der Entwicklung befindet.
Und viel UV-Licht brauchts ja auch nicht.

Das sind zumindest meine Vermutungen im Bezug auf deine Fragen aber eben,die Betonung liegt auf "Vermutung"!

Gruss
Däni

Cattleya 18.03.2010 11:21

Salü Däni
danke für Info,
Doch Klärungsbedarf herscht nun noch bei..
Zitat:

Weil eben die Jungtiere evtl doch öfters mal in lichtdurchfluteten Zonen anzutreffen sind als vermutet
es gibt aber Züchter, die erwänten, das schon Larfen Mopse sind.
Das würde ja heissen, dass die Elterntiere den Mangel bereits hatten.
lg Udo

inspector 18.03.2010 11:46

Hallo Udo,

ich bin zwar kein Biologe - aber es besteht ja ein Zusammenhang zwischen der Verwertung von für den Skelettaufbau benötigtem Calzium und Vitamin D-Mangel. Ohne ausreichend Vitamin D kann das Calzium nicht verwertet werden. Stellen also die Elterntiere nicht genügend Calzium für den Organismus der Jungtiere zur Verfügung (die Bedarfe werden dann evtl. sogar aus dem Skelett des Elterntiers gedeckt) kommen geschädigte Jungtiere zur Welt. So ist das bei Vögeln oder Reptilien - warum sollten sich Fische da so gravierend unterscheiden? Das erklärt auch, warum die Jungtiere bereits als Larve im Ei geschädigt sind - sie hatten nicht genügend Calzium für den Skelettaufbau zur Verfügung. Das kann ich natürlich nicht für Fische beweisen bin weder Chemiker noch Biologe - aber bestimmte Gesetzmäßigkeiten treffen mit Sicherheit auf alle Lebewesen zu.

LG Elke

inspector 18.03.2010 11:51

Hi noch einmal,

Was für mich noch ein Punkt ist... viele Aquarienfische bekommen ab einem bestimmten Alter eine deformierte Wirbelsäule. Das könnte evtl. auch mit einer Deformation durch Calziumabbau zusammenhängen und damit dann wieder mit Vitamin D-Mangel...nur so ein Gedanke, der in diesen Kreis gut reinpasst, denn das Kunstlicht/zu wenige Licht beeinflusst sicherlich auch hier den Vitaminhaushalt.

LG Elke

Pike 18.03.2010 12:28

Hallöchen

Die Theorie,dass Deformationen bei Jungtieren auch auf einen Mangel bei den Eltern zurück zu führen sind taucht ebenfalls immer wieder mal auf.

Ich denke auch,dass bei deformierten Larven und ganz kleinen Jungfischen das Problem sicher bei den Eltern vermutet werden muss aber diese Deformationen halt auch erst später während des Wachstums der Jungtiere auftreten können und dann das Problem eher bei der Aufzucht liegt.

Man darf einfach nicht vergessen,dass es wirklich nicht viel Sonnenlicht braucht um den Bedarf zu decken.
Beim Menschen heisst es ja im Bezug auf mangelndes Tageslicht,dass 15 Min selbst an einem Bewölkten Tag vollends genügen.

Um den Zusammenhang von UV-Licht und Deformationen bei Fischen wirklich genau und belegbar zu erforschen bräuchte es sehr aufwändige und vor allem kostspielige Versuchsreihen aber das eine oder andere kann man ja in kleinerem Rahmen durchaus mal selbst probieren.

Ich meinerseit bleib da auf jeden Fall mal am Ball was den Einfluss von UV-Licht auf die Entwicklung anbelangt,denn ich denke durchaus da könnte was dran sein.

Gruss
Däni

Cattleya 18.03.2010 12:30

Salü Elke
ich wollte nur den Gedankenanstoss bringen,
dass In freier Wildbahn die Elterntiere in beinahe Dunkelheit leben , die Jungen also des öfteren Mopse sein müssten.
Das in Aquarien aber ein x-faches an Licht vorhanden ist (im Vergleich zu 6m tiefe) aber hier Mopse bei L46 beinahe in jedem zweiten Gelege vorkommen.
Das der Vergleich "Jungtiere in Randzohnen aufhalten.." nicht gelten kann, weil bereits Larfen Mopse sind.
Es sei den unsere AQ Lichter haben keinen UV-B -Anteil der laut Wikipedia notwendig ist.
Nebenbei, ist Vitamin D meines Wissens kein eigentliches Vitamin sondern ein Hormon, steht bestimmt auch in Wikip.. Aber dies hat hier nichts zur Sache.
Zitat:

Ich meinerseit bleib da auf jeden Fall mal am Ball was den Einfluss von UV-Licht auf die Entwicklung anbelangt,denn ich denke durchaus da könnte was dran sein.
Meine Frau weigert sich strikte dagegen bei Ihrem Monatlichen Besuch auf einer "Sonnenbank" par Tüten Welse mitzunehmen. :mad:

ps: aber das ich nun nicht falsch verstanden werde. Ich währe der letzte der neue "Ideen" , "Vorgehensweisen" kritisiert. Ich will nur darauf hinweisen, Gedanken) die irgendwie zu der "ohne Licht = Mops" nicht so recht passen.
lg Udo

Borbi 18.03.2010 13:05

Moin,

Zitat:

[...]Das in Aquarien aber ein x-faches an Licht vorhanden ist (im Vergleich zu 6m tiefe) aber hier Mopse bei L46 beinahe in jedem zweiten Gelege vorkommen.
..dabei wäre aber noch zu berücksichtigen, ob z. B. noch eine Abdeckscheibe zwischen Beleuchtung und Wasser ist (man einen HQI-Brenner mit Quarzscheibe verwendet usw.) da eine solche Glasabdeckscheibe auch den UV-Teil aus der Beleuchtung rausfiltern kann.

Zitat:

Das der Vergleich "Jungtiere in Randzohnen aufhalten.."
Widerlegt das zwar nicht, aber:
man erinnere sich an ein Bild, das Lucia in Hannover gezeigt hat, mit dem H. zebra Jungtier direkt unter der Wasseroberfläche, zusammen mit einem Baryancistrus und noch irgendwas anderes.
In diesem Sinne: kleine Pseudacanthicus kommen aus den flachen Ufergewässern, große müssen in großen Tiefen ertaucht werden.
Knochenaufbau in der Wachstumsphase benötigt dabei viel Vitamin D, das Aufrechterhalten der Knochenstruktur bei quasi adulten Tieren nur noch deutlich weniger.

Wer kennt die genaue Syntheseroute für Melanin(e) in Fischen, deren Lichtabhängigkeit, den genauen physiologischen Zusammenhang mit Vitamin D (bzw. dessen Produktion)?

Grüße, Sandor

Borbi 18.03.2010 13:42

Moin,

..für die Interessierten ein Stück Literatur:

Lock, E.-J., Waagbö, R., Bonga, S. W., Flik, G., Aquaculture Nutrition, 2010, 16, 100.

Titel:
The significance of vitamin D for fish: a review

Abstract:
Zitat:

Fish store large quantities of vitamin D in their liver and fat tissues, including the fat associated with muscle, and this makes fish an important dietary source of vitamin D. Fish do not synthesize vitamin D and are fully dependent on dietary sources to meet their requirement. Under natural circumstances planktonic vitamin D accumulates in the aquatic food chain. In aquaculture, formulated diets are used and vitamin D intake can be manipulated. The minimum dietary requirement for vitamin D has been established in several fish species. The role of vitamin D in fish physiology is still enigmatic. Till the 1970s there was consensus that fish accumulate but not metabolize vitamin D. There is substantial evidence now, four decades later, that fish have a vitamin D endocrine system with similar functions as in mammals. We here summarize the major characteristics of the fish vitamin D endocrine system. The hydroxylation of vitamin D to more polar metabolites, their plasma levels and protein-bound transport in blood plasma will be discussed. The vitamin D receptor profile, receptor distribution and responses to vitamin D are reviewed for the key target tissues (gill, intestine, kidney and bone). We will address the classical slower actions through transcription factors as well as the faster G-protein coupled (membrane) receptor mediated effects. We then review the dietary requirement of vitamin D in aquaculture and address some lesser known functions of the vitamin D endocrine system.
Entsprechend dem zweiten Satz sind Fische, im Gegensatz zu Säugetieren, nicht in der Lage, Vitamin D selbst herzustellen sondern benötigen zwingend Aufnahme über die Nahrungskette.

Cheers, Sandor

Cattleya 18.03.2010 14:33

Salü
heist soviel wie: Licht ist "Wurscht" ?
Also Vitamin D mit der Nahrung zuführen, = vorallem Fisch aber auch Milchprodukte und Rindfleisch.
Wobei nur ersteres Sinn macht. Da Rindfleisch für Kaltblüter unverdaulich.
lg Udo

Jost 18.03.2010 15:13

Moin
nette Diskussion :abt: , freue mich auf die Fortsetzung

Udo
Zitat:

Under natural circumstances planktonic vitamin D accumulates in the aquatic food chain.
Versuchs mal mit Plankton anstatt Milch in Dein Becken zu kippen, oder einen toten Fisch oder eine tote Kuh :mjm: :lch:

Line 18.03.2010 15:51

Hi

Zitat:

freue mich auf die Fortsetzung


ich auch!.. Also flüstere ich nur ....

@ Elke:

Spirulina ist meiner Wissen nach zur 60% Pflanzliches Protein. Also kein Wunder, dass die es gerne haben.
Und ehmm.. verkrümmte Wirbelsäulen sind so viel ich weiss, eher ein typisches Symptom und folge von Fischtuberkulose.


Viele Grüsse
Line

Cattleya 18.03.2010 16:33

Salü
@Jost
Zitat:

nette Diskussion , freue mich auf die Fortsetzung
ist das nun echt oder ironisch gemeint?

Was Milchproduckte betrifft, da gab es doch mal ein Heft wo jemand Joghurt verfüttert hat, einige Leute hier haben das nachgemacht mit geteilten Meinungen dazu.
Was Fisch betrift, sind meist gar in grünen Tabs viel Fisch enthalten. Granulate und Flockkenfutter sowiso. Ausnahme bildet da nur gerade die Hikari-Dinger. Die aber so gar kein Wels fressen mag. *g
lg Udo

inspector 18.03.2010 20:37

Hallo Line,
ja - die verkrümmte Wirbelsäule kann durchaus ein Merkmal von TBC sein. Ich kenne dieses Merkmal aber auch bei wirklich alten Barben oder Salmlern, die mit der Zeit immer krummer werden, je älter sie werden. Daher meine Schlussfolgerung.

Ich werde es austesten - habe meine Lampen komplett getauscht und es wird sich zeigen, ob die nächste Brut normal entwickelt ist - oder nicht. Hilft es, werde ich sicherlich dabei bleiben ;) und dabei spielt es dann keine so große Rolle warum ein naturnahes Lichtspektrum nützen könnte - hauptsache es funzzt :y_smile_g

Übringens habe ich in einer Arbeit von Jugend forscht https://www.hgr-web.de/html/hoehepun...fan_aurich.pdf auch noch folgende Aussage gefunden:

"Sonnenlicht ist für einige Fische ein wesentlicher Faktor für die Aufspaltung von Provitamin. Deshalb ist ein gewisser UV-A und UV-B Anteil bei der Beleuchtung unserer Aquarien für die Fische unverzichtbar."

Grüßle Elke

L172 18.03.2010 21:43

Hi Elke!

Ich habe in der von Dir verlinkten und zitierten Arbeit keines der Schlüsselwörter (Sonnenlicht, Aufspaltung, Provitamin, Beleuchtung und Aquarien) gefunden...

Hab ich was falsch gemacht? Stimmt der Link nicht?

Grüße,
Christian

keule-22 18.03.2010 21:56

Hallo

Das ist mal eine gute Diskussion.
Ich werfe jetzt mal einfach in den Raum das es an den Wasserparametern liegt.
Denn....in einem normal laufendem Aquarium ist es mehr als nur selten das mal ein Mops dabei ist.
Hingegen in den kleinen Aufzuchtsbecken vor allem die,
die erst kurz vor der Hälterung eingerichtet/umgerichtet wurden, weisen wesentlich mehr Möpse auf, egal welcher arten.
Ich vermute ein parameter stimmt da nicht,weil der Schadstoffabbau noch nicht wirklich gut funktioniert.
Ein Bakterium schließe ich aus weil ich dieses Becken vorher angeimpft habe, mit Filtermulm aus einem Becken, wo die selben jungtiere aus einem Gelege drinnen sind.
Bei uns sind es immer die Becken, in denen Erneuerungen oder Neueinrichtungen vorgenommen wurden.

inspector 18.03.2010 22:19

Hallo Christian,

Ups...da habe ich etwas durcheinandergewürfelt...das war der falsche Link :o...

es hätte der hier sein müssen: https://www.fg-meeresbiologie.de/spe...09/feeding.pdf das kommt davon, wenn man kreuz und quer sucht...

Tschuldigung

Grüßle Elke

inspector 18.03.2010 22:32

Hi,
noch ein Zusatz, der indirekt auch zum Thema gehört:

Ich habe vor ca. 1 Std. über dem Becken mit den Pseudohemiodon die Lampe gegen eine ESL 15W von Magaman "Nature Color" getauscht, die ich nach längerer Net-Recherche als diejenige herausgesucht habe, die in Beleuchtungsstärke und Lichtfarbe dem natürlichen Tageslicht am Nähesten kommt. Als ich gerade nachgesehen habe, wie hell sie nun wirklich sind, habe ich festgestellt, dass meine vorher eher 2-farbigen Sandwelse nun sehr kontrastreich 3-farbig sind. Was vorher eher verwaschen Dunkelgraubraun war ist nun einem Samtschwarz gewichen. Nun sind die Tiere entweder Schwarz-Sandfarben, Schwarz-Braun-Sandfarben oder Braun-Sandfarben gezeichnet. Die Farbveränderung scheint auf jeden Fall anzuzeigen, dass die Tiere auf den Lichtwechsel reagiert haben. Inwieweit sich das im Verhalten /Wohlbefinden niederschlägt wird sich zeigen. Auffällig ist, dass alle aus den Schattenzonen in die vom Licht durchflutete Vorderseite des Beckens geschwommen sind.

Grüßle Elke

Corina 18.03.2010 23:55

Hi!
Zitat:

Zitat von keule-22 (Beitrag 184648)
Denn....in einem normal laufendem Aquarium ist es mehr als nur selten das mal ein Mops dabei ist.
Hingegen in den kleinen Aufzuchtsbecken vor allem die,
die erst kurz vor der Hälterung eingerichtet/umgerichtet wurden, weisen wesentlich mehr Möpse auf, egal welcher arten.
Ich vermute ein parameter stimmt da nicht,weil der Schadstoffabbau noch nicht wirklich gut funktioniert.

Auch interessanter Hinweis. Es könnte aber auch sein, dass nicht ausreichend Aufwuchsnahrung/Pilze in neu eingerichteten Becken vorhanden sind.

Falls Fische tatsächlich Vitamin D nur über die Nahrung aufnehmen können, ist vielleicht Vererbung ein schlechter Begriff. Nur gibt es innerartlich bestimmt auch Nahrungsspezialisten. Während tiefer lebende Welse (auch einer Art) eher Pilze und als Aasfresser tote Fische bevorzugen, benötigen höher lebende Artgenossen vielleicht eine andere Nahrung, um gesunden Nachwuchs zu erzeugen.

Gruß

Corina

Corina 19.03.2010 00:13

Nochmal Hallo,

die meisten Welse sind als Jungtiere doch Aufwuchsfresser. Aufwuchs benötigt viel Licht. Im Aufwuchs befinden sich viele Mikroorganismen und es verankern sich etliche Stoffe darin. Gutes Licht mit ausreichend UV scheint mir als ein Weg zur erfolgreichen Aufzucht nicht abwägig.

Udo füttert seine Fische eh mit "tranigem" Powerfutter :ce:, da gelangt durch die Eltern schon recht viel aus dem Komplex der D-Vitamine in den Nachwuchs, der auch dieses wieder verwerten kann.

Gruß

Corina

P.S. Als die L 399/L 400 eingeführt wurden, habe ich ja einen Schwung bekommen. Bevor ich sie weiter verteilt habe ist mir aufgefallen, dass die kontrastreich gefärbten Tiere sich sofort ein Plätzchen näher dem Licht erwählt haben.

Cattleya 19.03.2010 08:56

Salü
Zitat:

Hingegen in den kleinen Aufzuchtsbecken vor allem die,
die erst kurz vor der Hälterung eingerichtet/umgerichtet wurden, weisen wesentlich mehr Möpse auf, egal welcher arten.
nochmals, es gibt Larfen die sind als Mops zur Welt gekommen. Irgendwo hier in l-welse.com, ano ca 1999-2002 sind davon Bilder zu sehen.
ich denke nicht, das die Larve im vornherein wusste ob sie in ein neues EHK = als Mops reingeboren wird.

Zitat:

Udo füttert seine Fische eh mit "tranigem" Powerfutter
jetzt wo du es sagst. Ich kann berichten dass ich seit 2 Jahren bei L46 keinen Mops mehr hatte, bei rund 300 L97 NZ keinen Mops.
Müsste ich bei meinem nächsten Vortrag wohl extra mal erwähnen. :hrh:
lg Udo

Jost 19.03.2010 09:08

Zitat:

Zitat von Cattleya (Beitrag 184633)
Salü
@Jost

ist das nun echt oder ironisch gemeint?

Moin
absolut echt, Udo, wenn ich es ironisch gemeint hätte, würdest Du das sicher merken!

Zum Licht kann ich was beisteuern: Ich habe in meinem Fischzuchtraum nur 3 LED-Röhren, zusätzlich kommt ganz wenig Tageslicht herein, aber sicher kein UV. Und ich habe noch nie einen Mops gehabt. Hauptfutter bei mir ist aber Cyclops (für Jungtiere Moina) gefrostet (s.o.). Und ich halte bis zu 40 (bei Ancistrus manchmal bis 100) junge in einem kleinen Aufzuchtkasten (Größe siehe hier: https://www.nature2aqua.de/aufzuchtk...in_prod10.html). Probleme mit dem Wasserwerten bekomme ich nur hinsichtlich pH, der stark absinken kann, das macht aber nur den kleinen was aus (das sieht man denen an der Nasenspitze an, da braucht man fast kein pH-Meter), die großen sind davon völlig unbeeindruckt.

Zurück zum Vitamin D und dem Licht/Futter: Ich denke das review was Sandor gepostet gibt einen erstklassigen Überblick, und kann sicher als state of the art bezeichnet werden. Wichtig vor allem der Pfad wie Vitamin D in das Nahrungnetz für Fische hineinkommt, man beachte die Kongruenz zwischen dem wo, wo ist die Produktion (oberflächennah -> Plankton) und Hinweisen auf den Aufenthaltsort von Jungfischen (ebenfalls oberflächennah).

Nochwas zum Licht. Mein großes Becken (4,5 m Paludarium https://www.nature2aqua.de/Zuchtberi...2009/index.php) beleuchte ich auch nur mit LED (insgesamt 47 Watt), nur für die Anolis habe ich eine zusätzliche Wärme/UV-Lampe (4 Stunden pro Tag), weil die UV-Licht zur körpereigenen Vitamin D Produktion benötigen, was die Fische ja nicht können. Und mit dieser doch eher "dunklen" aber sicher natürlichen (bezüglich der Lichtverhältnisse im Wasser) Lichtvariante wachsen die meisten terrestrischen Pflanzen (Boden-Orchideen blühen regelmäßig) und selbst im Wasserteil (Abstand Lichtquelle Boden etwa 1,5m) wachsen einzelne wenig lichthungrige Pflanzen (z.B. A. barteri).

Soweit meine Erfahrungen.....

l8p (Felix) 19.03.2010 10:42

Hallo,

bei aller Bedeutung die Vitamine haben könnten. Wenn bei kleinen Welslarven Vitaminmangel bestehen würde, wären Mopsköpfe in diesem Fall die Regel und nicht die Ausnahme. Für die herrschen nämlich kurz nach dem Schlupf nahezu identische Bedingungen.

Das Mopsköpfigkeit mit der Ernährung der Elterntiere (Weibchen) zu tun hat kann man sich vorstellen, wenn man sieht wie "dünn" die Weibchen nach der Eiablage sind. Gerade zwischen zwei Gelegen muss das Futter extrem abwechslungsreich oder eine ausgewogene Mischung besitzen. Sonst werden die nur fett.

Ich habe zwar auch noch nie einen Mopskopf unter den Nachzuchten gehabt, aber ich habe auch keine Zebras. Für L 400 kann ich bestätigen, dass Würfe sehr unterschiedliche Vitalität haben, wenn sie kurz aufeinander vom selben Weibchen sind. Wachstum ist langsamer, Probleme treten häufiger auf. Durch eine entsprechende Fütterung treten diese Probleme aber schon lange nicht mehr auf.

Es ist in meinen Augen sowieso wichtig, den Tieren einen Lichtwechsel zu bieten, denn das ist schon sehr unnatürlich wenn da immer gleich dunkel ist.

Grüße

keule-22 19.03.2010 12:27

Hey Udo

Das ist mir soweit klar.
Nun muss ich dazu sagen das in diesem Fall die Larven nicht erst umgesetzt
wurden sondern die Larven sind in diesem becken geschlüpft.
Ich hatte zu diesem Zeitpunkt nicht darauf geachtet da das Becken eigentlich für unseren H.Contradens gedacht war.
Der bringt im Artenbecken nur wenige Jungtiere durch hingegen in einzelhaft mit dem Gelege wesentlich mehr.
Ich hatte dann auch L-403 mit Gelege und L-264 mit Gelege dazu gesetzt.
Auch ein L-260 war dort drinnen mit Gelege.Die Larven aller Gelege wiesen Mopsköpfigkeit auf waren schlecht entwickelt und starben größtenteils.Rausgewedelte Eier von diesen Gelegen habe ich vor dem Umsetzen in ein anderes Becken überführt und die sind alle normal geschlüpft und haben sich gut entwickelt.
Im Nachbarbecken gleiche bedingungen gleiches Licht teils sagar weniger kam kein einziger Mops zum Vorschein das einzigste es lief länger und stabiler.
Dem entsprechend denke ich das es ein Wasserparameter ist denn angeimpft wurden beide Becken mit Mulm vom gleichen Becken nur zu verschiedenen Zeiten.
Folglich kann es auch kein Vitaminmangel sein den wenn es bei Welsen verschiedener Arten mit anderen Nahrungsansprüchen passiert ist es nicht möglich das alle zur selben Zeit bzw. im abstand von 1-2 Wochen alle Mopsköpfe bringen.
Vitaminmangel kann es auch nicht sein weil meine Welse die ganze Woche über viele verschiedene Futtersorten bekommen auch selbst gefertigtes Frostfutter auf die jeweilige art abgestimmt.
Ich hatte in einem Interview I.S. auch auf die Mopsköpfigkeit angesprochen die Antwort
Zitat:

Frage: Wie entsteht die Mopsköpfigkeit bei den Welsen?

Antwort: Das ist ein Aufzuchtproblem, dass sicherlich mit den Wasserparametern zu tun hat. Ich vermute, dass dieses auf einen zu hohen Gehalt an Phosphaten oder einer anderen Substanz im Wasser zurückzuführen ist. Bei optimalen Wasserbedingungen treten diese nämlich meines Wissens nicht auf. Zitatende

Dies würde sich mit meiner Erfahrung decken bzw. über ein stimmen.
In einem Becken in dem ich sehr selten Wasserwechsle ist jetzt auch mal wieder ein Mops entstanden.
Entdecke ich doch mal wieder ein Mops, dann messe ich mal alle werte durch vieleicht findet sich da doch was.
Ich hoffe ich konnte es jetzt ein wenig näher erklären und euch eine anregung geben auch in eine andere Richtung zu denken:spz:.

Corina 20.03.2010 01:41

Hi,

ich hatte auch nie Mopsköpfigen Nachwuchs. Hm, habe aber noch nie Welse vermehrt, die ich zuvor bewusst dunkel gehalten habe.

Wenig oder unzureichendes Licht habe ich mit Minderwuchs in Verbindung gebracht. Auch da kam mir der Gedanke, ein Mangel an Licht könnte primär den Fisch in der Entwicklung schaden. Das Verhältnis Größe der Augen zur Gesamtentwicklung des Fisches scheint mir auch fragwürdig. Es bleiben viele Fragen offen...

Gruß
Corina

wildvet 24.04.2011 11:10

Zitat:

Zitat von keule-22 (Beitrag 184683)

Ich vermute, dass dieses auf einen zu hohen Gehalt an Phosphaten oder einer anderen Substanz im Wasser zurückzuführen ist. Bei optimalen Wasserbedingungen treten diese nämlich meines Wissens nicht auf.

Hallo Allerseits.

Der thread ist zwar schon "alt", aber immer noch aktuell, und ich würde gerne meinen Senf dazu geben.

Erstens: Vit-D relevantes Licht, nämlich UVB bei 290nm, dringt kaum ins Wasser ein, sondern wird zum Grössten Teil reflektiert (deshalb kriegen wir so schnell einen Sonnenbrand am oder auf dem Wasser). Deshalb können Fische auch kein Vit D in der Haut synthetisieren: die allermeisten halten sich nicht lange genug an der Oberfläche auf, evolutionsgeschichlich war es nicht sinnvoll. Aquarienlampen emittieren auch kein UV-Licht. Nie. Eine Änderung der Lichtverhältnisse verändert lediglich die Mikroflora im Wasser.

@Jost
Hast Du schon mal die UVB-Ausschüttung Deiner UV-Lampen über der Wasseroberfläche gemessen? Die ist vermutlich nicht existent, bei dem Abstand, den ich auf Deinem link gesehen habe. Selbst eine neue Bright Sun Desert hätte da kaum noch nennenswerte Werte.

Vit D regelt den Kalziumhaushalt im Körper. Das heisst selbst wenn der Fisch genug Kalzium aufnimmt, kann er es nicht verwerten, wenn nicht genug Vit D vorhanden ist, und wenn zuwenig Kalzium im Futter vorhanden ist, nützt auch eine volle Ladung Vit D nichts. In natura finden Fische offenbar eine genügend ausgewogene Nahrung. Fragt sich jetzt, wo welcher Anteil im Fischfutter drin ist, das wir anbieten.
Da Vit D ein Hormon ist, untersteht es gewissen Regelmechanismen. Und da sich Hormone evolutionsgeschichtlich kaum verändert haben, vermute ich jetzt mal, dass bei Fischen derselbe Regelmechanismus greift, wie auch bei Reptilien, Amphibien, Vögeln und Säugetieren: Phosphor! Befindet sich zuviel Phosphor im Blut (der aktiv über die Nieren ausgeschieden werden muss und deshalb nur langsam sinkt), wird weniger Kalzium aufgenommen. Sinkt der Phosphorspiegel, wird wieder mehr Kalzium im Darm absorbiert.

Denkbar ist, dass Fische Phospate im Darm oder gar in den Kiemen spalten und als Phosphor aufnehmen können.
Und schon haben wir zwei brauchbare Erklärungen für Mopsköpfe, die nichts anderes als Manifestationen von Rachitis sind: unausgewogene Ernährung und schlechte Wasserwerte.
Auch die oben erwähnten Rückenwirbelverkrümmungen könnten eine Form von Osteomalazie bei ausgewachsenen Fischen sein, die dieselben Ursachen hat wie Rachitis.

Soweit mein kleiner Darwinistisch-medizinischer Exkurs.

Fröhliche Ostern
Berit

Alenquer 24.04.2011 11:42

Hallo Berit

Zitat:

Und schon haben wir zwei brauchbare Erklärungen für Mopsköpfe, die nichts anderes als Manifestationen von Rachitis sind: unausgewogene Ernährung und schlechte Wasserwerte.
Und dann steht die Frage immer noch im Raum.

Warum tritt es nicht bei den Bedingungen nicht bei allen Tieren eines Geleges auf?

firewriter46 25.04.2011 11:00

Hi,

Zitat:

Zitat von wildvet (Beitrag 201252)

Aquarienlampen emittieren auch kein UV-Licht. Nie.

@Jost
Hast Du schon mal die UVB-Ausschüttung Deiner UV-Lampen über der Wasseroberfläche gemessen? Die ist vermutlich nicht existent, bei dem Abstand, den ich auf Deinem link gesehen habe. Selbst eine neue Bright Sun Desert hätte da kaum noch nennenswerte Werte.

und wie sie das tun. UV-A in jedem Fall. Vollspektrumlampen auch viel UV-B. Wobei viel immer relativ ist. Es ist natürlich gegenüber den roten oder weißen Anteilen sehr gering, aber doch vorhanden. Alles UV-Licht wird durch eine Leuchtstofflamoe nie umgewandelt.

UV-Licht dringt auch in das Wasser ein. Jeder, der schonmal Schnorcheln oder Tauchen war, kann das wohl bestätigen. Wie schnell bekommt man da auf dem Rücken einen Sonnenbrand, obwohl man immer unter Wasser ist. Im Gegenteil, sauberes Wasser ist sehr durchlässig für UV-Licht.
Viele die hier eventuell auch Koifische halten, wissen auch, dass die Fische sich sehr oft im Sommer und ohne Beschattung des Teiches verbrennen können. Sie Koifische bekommen einen Sonnernbrand, der zur Verfärbung und Zerstörung der Schleimhaut führt. Das sieht man auch deutlich.
Es gab mal eine wissenschaftliche Arbeit darüber. Aber ich finde die leider gerade nicht. Es wa glaube ich eien Dissertation zu Schädigung von Teichfischen durch UV-Strahlung.


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