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-   -   Wie lange bleibt Osmosewasser frisch? (https://www.l-welse.com/forum/showthread.php?t=16466)

MAC 04.07.2007 06:37

Wie lange bleibt Osmosewasser frisch?
 
Hi,
wie lange kann man Osmosewasser aufbewahren?
Verschlossen im Kanister ist eine Wahl oder aber in der Tonne mit Luftzufuhr die andere.
Ich frage mich wie lange es "frisch" bleibt im Kanister......
Und wie lange würde bereits verschnittenes und aufbereitetes Wasser halten? Sprich Leitungswasser/Osmose und Ph senkende Zugaben evtl. Humine ect., hat da jemand Anhaltspunkte?
Ich denke länger wie 2 Wochen würde es sowieso nicht "rumstehn".
Oder könnte es auch im Osmosewasser zu einer Keimbildung oder sonstwas kommen wenn es im Kanister 2 Wochen steht?
Es ist ja kein destiliertes Wasser was ganz tot ist und wenn es bereits verschnitten wurde erst recht nicht.
mfg
Sven

stephan_rlp 04.07.2007 07:05

Hallo Sven,

ich lagere mein Osmosewasser vor dem WW immer eine Woche lang ohne Belüftung in tipp topp sauberen Getränkefässern.

Die einzige messbare Veränderung die es innerhalb dieser Woche erfährt ist, dass der PH von 7 auf 5 sinkt :D

Richie 04.07.2007 10:32

Hallo Sven,

ich weiß jetzt nicht welche Bedeutung die Aussage für die Aquaristik hat, aber in Apotheken darf destilliertes Wasser maximal 24h lang nach der Herstellung für irgendwelche Tinkturen etc. benutzt werden. Danach gilt es als verkeimt und nicht mehr rein genug für Arzneimittel.

In der Aquaristik ist das wahrscheinlich nicht so ausschalggebend. Allerdings verkeimt ein offener Behälter schneller als ein verschlossener. Belüften schadet wahrscheinlich nicht, allerdings werden ggf. über die Luft auch Keime eingebracht.

@Stephan:
Warum sinkt Dein pH innerhalb einer Woche von 7 auf 5? Das hat eine Ursache, die interessant wäre.

Ich verbrauche mein Wechselwasser innerhalb von maximal 5 Tagen und konnte dabei bisher keine Probleme feststellen. Als die Tonne neu war hab ich alles sofort verbraucht, da es nach 2-3 Tagen irgendwie komisch nach Kunstoff gerochen hat. Das hat sich aber mittlerweile verflüchtigt.

Viele Grüße,
Richard

Volker D. 04.07.2007 12:37

Mahlzeit

Walter hatte mal irgendwo hier in den Tiefen der Threads davon geschrieben.

Luftdicht verschlossen 3-4 Tage, wenn ich mich recht erinnere.

Walla 04.07.2007 12:44

Hallöchen,

als alter Segler kann ich nur sagen max. 2 Tage, wenn es verschlossen und unbewegt ist. Belüften würde ich zumindest das Wasser. Mit Zufuhr von CO2 hält das Wasser fast ewig.

Liebe Grüße
Wulf

elfivegas 04.07.2007 14:13

Hi Mac,

so etwas ähnliches hab ich auch schon mal gefragt.
Allerdings handelte es sich um VE Wasser.
Inwieweit es sich unterscheidet ob VE oder Osmose weiss ich allerdings nicht.
Ich selber halte Osmosewasser in Kanistern sogar 2 Wochen auf und hab bis jetzt nichts nachteiliges bemerkt.

Hier mal der Link:
https://www.l-welse.com/forum/showthread.php?t=7651

Ich hoffe ich konnte Dir ein wenig weiter helfen :confused:

LG Nicky

MAC 04.07.2007 14:40

Ok...
alles dabei von 24 Std. über 3-4 Tage bis hin zu ewig (im Link) .....
Ich werde es luftdicht verschliessen und lichtgeschützt lagern und es besser früher wie später verbrauchen!

Ich dachte evtl. mit einem Tropfen Säure damit es bereits sauer lagert,
aber da sich der Ph-Wert unter Umständen von alleine senkt bleibt das wohl aus .... ich schau mal wie es läuft.
mfg
Sven

EBI2k 04.07.2007 17:32

Hi,

also ich lagere Osmosewasser in der Regel nie länger als 1-3 Tage, aber es kam auch schon vor, dass ich es eine Woche in den dafür vorgesehenen Wasserkanistern gelagert habe. Luftdicht verschlossen kann ich mir kaum vorstellen, dass sich da etwas ernsthaft nachteiliges tun wird.

Also ich wette, dass das Wasser, das so in unseren Aquarien rumdümpelt um das x-fache stärker keimbelastet ist, als Wasser, dem fast alles an verwertbarem fehlt. Auch eine O2-Zufuhr ist bei einem verschlossenem Behälter doch ausgeschlossen. Wo soll das Problem sein?

Grüße
Marc

stephan_rlp 04.07.2007 17:57

Hallo,

Zitat:

@Stephan:
Warum sinkt Dein pH innerhalb einer Woche von 7 auf 5? Das hat eine Ursache, die interessant wäre.
Da bin ich bis heute nicht hinter gekommen. Habe mich nur auf einmal gewundert, dass der PH Wert in allen Becken sinkt in denen ich Osmosewasser verwende. Dann habe ich gemerkt, dass der PH Wert bei 5 ist. Ich kann es mir nicht erklären.

Badenser 04.07.2007 18:12

Hi Marc,
Zitat:

Zitat von EBI2k (Beitrag 129466)
Also ich wette, dass das Wasser, das so in unseren Aquarien rumdümpelt um das x-fache stärker keimbelastet ist, als Wasser, dem fast alles an verwertbarem fehlt. Auch eine O2-Zufuhr ist bei einem verschlossenem Behälter doch ausgeschlossen. Wo soll das Problem sein?

und hier irrst Du Dich, sehr gutes Aquarienwasser hat eine Keimzahl von 10 hoch 2 KBE (wie es z.B. auch noch nach Trinkwasserverordnung erlaubt ist).
Die Bakterien im Aquarium finden sich hauptsächlich im Bakterienrasen auf Oberflächen (Filter Einrichtungsgegenstände etc.) im Becken, weniger freischwimmend im Wasser.

Was die luftdicht verschlossenen Behälter betrifft, es gibt auch Bakterien die ohne Sauerstoff auskommen.
(Ich schnüffel immer an gelagertem Wasser, bevor ich es einsetze).

Wasser zu lagern, ist nicht ganz einfach, es ist wie bei den Lebensmitteln, Sauberkeit des Wassers und der Lagerbehälter, Lagertemperatur, Sonneneinstrahlung und Lagerzeit haben grossen Einfluß auf die Wasserqualität.
Gerade bei VE- Wässern die über Harze entsalzt werden, ist ein Risiko durch die große Oberfläche des Austauscherharzes Mikroorganismen ins Wasser gegeben, bei Osmoseanlagen hängt dies vom Zustand der Membran ab, wenn ich mich recht erinnere.

Borbi 04.07.2007 19:00

Mahlzeit,

Zitat:

Warum sinkt Dein pH innerhalb einer Woche von 7 auf 5?
Wichtigster Grund dürfte eindiffundierendes CO2 sein. Da Du bei Osmose-Wasser keinerlei puffernde Ionen mehr hast, schlägt das sofort auf den pH-Wert.

Und nachdem die meisten unter Aquarianern üblichen elektrischen pH-Messgeräte bei sehr niedrigen Leitfähigkeiten nicht mehr so richtig zuverlässig arbeiten, kann der Messwert schon mal ziemlich niedrig ausfallen. Kann aber durchaus auch sein, dass der pH-Wert von 5 "stimmt".

Wie auch immer: CO2 senkt den pH-Wert (das muss ich ja bestimmt nicht erklären.. :D ).

Grüße, Sandor

Tanja123 04.07.2007 19:31

Hallo,

also ich wusste das wirklich nicht, daß der PH im Osmosewasser sinkt.
Letztens hatte ich mich noch über Werte in einem Becken gewundert.

Habe gestern abend und heute morgen eine Tonne aufgefüllt und bin jetzt grad mal nachmessen gegangen. Tatsächlich ist der Wert runter und steht im Moment auf PH 6,01.

Ich lasse das Osmosewasser in der geschlossenen Tonne auch nur 1-3 Tage (eher 1 Tag) stehen, aber eher deswegen, weil der Verbrauch ziemlich hoch ist.


Viele Grüsse
Tanja

Volker D. 04.07.2007 23:04

Zitat:

Zitat von Tanja123 (Beitrag 129483)
Hallo,

also ich wusste das wirklich nicht, daß der PH im Osmosewasser sinkt.


Viele Grüsse
Tanja

Nicht gepuffert, das heisst?

Das ein Erlenzäpfchen 1000l Osmose um das 1000fache an pH sinken lässt(oder mehr).

Kein reales Beispiel, nur um Tanja mal aufzuklären das da einiges fehlt(wie mir auch).

harryhirschxvii 04.07.2007 23:08

Hi,
auch auf die Gefahr hin, dass ich mich hier nun als kleines Schweinchen oute - ich bewahre das Wasser wesentlich länger auf.

Mein über Ionentauscher entsalztes Wasser lagert hier Wochen, wenn nicht Monate, in dicht geschlossenen, trinkwassergeeigneten Kanistern. Eine Zeitlang stand ein Fass mit VE-Wasser in der Garage, da bin ich dann ob Sommer oder Winter hingegangen und habe meine Eimer reingetaucht und damit meine Becken befüllt. Ich konnte nichts negatives feststellen, meine A. borelli laichten in diesem Wasser, die Jungen wurden groß, und auch jetzt ist das kein Thema.

Auch meine 10L-Jungfischaufzuchtbecken, die täglich frisches Wasser bekommen, kriegen abgestandenes Leitungswasser, dass ich in die Gieskanne fülle, sobald sie leer ist, also normalerweise täglich. Es kann da aber auch passieren, dass das Wasser in der Gieskanne schon mal eine Woche steht und dann wieder verwendet wird, wenn die Becken grade mal leer stehen.

Allerdings hatte ich Schwierigkeiten mit angesetzem Erlenzapfenwasser. Da ist wohl die Sauerstoffzehrung hoch genug dass die wenigen vorhanden Bakterien angefangen haben zu arbeiten, die Flasche war geschlossen, das konnte ich nicht mehr verwenden, da es bestialisch stank...

Ich persönlich bin der Ansicht, dass man das alles nicht so eng sehen sollte. Bakterien haben wir überall (wir arbeiten ja schliesslich weder steril noch sonstwie medizinisch) und solange die (fast) nichts zu fressen haben, passiert da eigentlich auch nicht viel - ergo bei geschlossenem Behälter ohne irgendwelche Zusätze.

Gruß,
Tim

P.S.: Neben meinem Bett steht eine Wasserflasche für mich zum nächtlichen "Durst befriedigen", die braucht auch mal 2 bis 3 Wochen bis sie leer ist, da mache ich mir auch keine Gedanken...

Walla 05.07.2007 06:14

Hallöchen Tim,

mit dem Trinkwasser wäre ich etwas vorsichtiger, vor allem ohne Kohlensäure. Gerade das Problem Trinkwasser ist mir als alter Segler bekannt, denn hier kann man auf hoher See nicht das benötigte Trinkwasser heranzaubern.

Deshalb mal hier eine Erklärung:

Haltbarkeit von Trinkwasser

Expertenantwort.
Laut Auskunft eines Hygieneinstitutes ist das Wasser, auch wenn es sich um einwandfreies Trinkwasser handelt, max. nur drei bis vier Tage haltbar. Danach erhöht sich die Anzahl der Bakterien um ein Vielfaches und die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung steigt. Das Wasser kann für die empfindliche Darmflora schädlich sein. Auch das Wasser, das zum Waschen und zum Abwaschen verwendet wird, sollte einwandfrei sein. Verlängern läßt sich die Haltbarkeit um wenige Tage durch Kühlen des Wassers, auf bis zu zwei Jahre durch die Zugabe eines Silberpräparates wie "Micropur".

Die Zugabe von Micropur schließe ich aber aus.

Liebe Grüße
Wulf

EBI2k 05.07.2007 08:25

Hi,

okay, ich habe verstanden, dass tatsächlich auch in nährstoffarmem Wasser Bakterien leben. Auch unter ausschluss einer O2-Zufuhr in das Gefäß.

Aber jetzt muss ich doch mal fragen, was machen dann die Leute, die ihre Regenwasser in großen Mengen lagern um es das ganze Jahr über als Aquarienwasser zu verwenden?

Grüße
Marc

Tanja123 05.07.2007 08:54

Hallo Volker,

Zitat:

Kein reales Beispiel, nur um Tanja mal aufzuklären das da einiges fehlt(wie mir auch).
Da fehlt nicht nur einiges, sondern sehr viel (bei mir jetzt ;)).
Aber irgendwo macht das die Sache doch erst interessant, daß man trotz unzähliger Jahre immer wieder dazu lernt und irgendwie bei jedem Züchter den einen oder anderen Trick abschauen kann, den man noch nicht kannte :D



Hallo Wulf,

ich glaube das mit den Bakterien und der Wahrscheinlichkeit von Erkrankungen.
Aber ich z.B. bin einfach nicht der Mensch, der auf jeden gesundheitlichen Aspekt sein Augenmerk legt.
Ich wühle lieber mit den Hunden im Dreck, in den Fischbecken oder trinke altes Wasser (eigentlich trinke ich ja eh fast nur Kaffee).

Also so lange das Wasser in meiner Tonne nicht stinkt oder merkwürdig aussieht, halte ich es für gut und finde die Tatsache, daß mein PH-Wert darin gesunken ist, wichtiger als die Bakterien, die da vielleicht Party machen :D.


Viele Grüsse
Tanja

Walla 05.07.2007 10:00

Hallöchen Tanja,

manche Menschen wundern sich über Unwohlsein und Dünnpfiff, meinen dann, was Schlechtes gegessen zu haben und wissen nicht, was so Kolibakterien anrichten können.

Liebe Grüße
Wulf

Cattleya 05.07.2007 10:19

Hallo
Ich verwende Regenwasser ,also vergleichbar mit UO-Wasser, welches in einen 60000L Tank läuft(unterirdisch).
Und wens mal 6 Wochen nicht oder kaum regnet, dann ist dass Wasser 6 Wochen alt,,,,,oder auch 8 Wochen alt.
Nix negatives bemerkt.
Lg Udo

Tanja123 05.07.2007 10:22

Hallo Wulf,

Zitat:

manche Menschen wundern sich über Unwohlsein und Dünnpfiff, meinen dann, was Schlechtes gegessen zu haben und wissen nicht, was so Kolibakterien anrichten können.
Stimmt - das sind sicher die, die die Wasserflasche 2-3 Wochen neben dem Bett stehen haben .... :ttu::lch:


Ich wollte damit auch nur sagen, daß man es mit der Vorsicht auch übertreiben kann, aber ich gehe davon aus, daß du mich schon richtig verstanden hast :D.


Viele Grüsse
Tanja

EBI2k 05.07.2007 10:32

Hi,

Zitat:

Ich verwende Regenwasser
Ich wollte auch, dass du antwortest, Udo. Es hätte mich gewundert, wenn du jetzt gesagt hättest, du entkeimst dein Regenwasser mit einer UVC-Lampe :ill:.

Grüße
Marc

Badenser 05.07.2007 18:01

Hi,
Zitat:

Zitat von Cattleya (Beitrag 129523)
...Ich verwende Regenwasser ,.... welches in einen 60000L Tank läuft(unterirdisch).

die Temperatur des Wassers im Erdtank würde mich sehr interessieren.
Einer unserer Kunden sammelt auch Regenwasser im Erdtank und meinte daß das Wasser selten wärmer als 8°C wird.

harryhirschxvii 05.07.2007 20:05

Hi zusammen,

Zitat:

Zitat von Tanja123 (Beitrag 129524)
Stimmt - das sind sicher die, die die Wasserflasche 2-3 Wochen neben dem Bett stehen haben .... :ttu::lch:

Jetzt weiss ich endlich, warum ich morgens immer so dolle Morgen-A-A machen muss...:ill:

Aber mal im Ernst: Wer macht abends eine Flasche stilles Wasser auf und leert sie am anderen Tag aus? Mal unabhängig davon, ob man nun aus der Flasche oder aus dem Glas getrunken hat.

Natürlich hast Du recht, Wulf, ich denke gerade auf dem Schiff oder so sollte man enorm vorsichtig sein. Aber ob ich tatsächlich von einigen Schluck Wasser am Abend mein Leben um 50 Jahre oder so verkürze.... (ich habe ein wenig übertrieben, gebe ich zu....)

Ich finde, das ist wieder so ein Beispiel dafür, dass eigentlich keiner so 100%ig weiss, was genau so abgeht. Die einen nehmen Wasser, das Monate alt ist und haben kein Problem, andere scheinen das Wasser zu sterilisieren. Wobei ich konkret aus der Praxis jetzt gehört habe, dass meine Erfahrungen durchaus nachvollziehbar sind...

Ich denke, dass es kein Problem ist, entsalztes Wasser über einige Wochen bis Monate aufzubewahren und es dann noch im Becken zu verwenden. Natürlich ist das nicht mehr steril - aber das sind unsere Becken doch auch nicht.

Ich schlage Dir, Sven, daher vor es auszuprobieren und nicht in "Problemstarre" (wie ich es schon von Olaf Deters in seinem Forum gelesen habe) zu fallen und gar nichts zu machen. Eine Sicherheit kann Dir sowieso keiner geben. Und bei mir klappt es in verschlossenen Kanistern oder Fässern wie gesagt völlig problemlos, das Wasser mehrere Monate aufzubewahren und es dann noch im Becken zu verwenden.

Gruß,
vom unappetittlichen :cool: und unhygienischen :ill: Tim :D

Sturi 05.07.2007 20:37

Hi,

whiskey, höher 50%, abends ans Bett, hält sich garantiert über Monate ist aber meist eher heute als gestern alle.

Im Ernst - die Wassertanks auf unserem Boot werden auch nach jedem Turn geleert und vor dem nächsten neu gefüllt. Hier sind im Leitungswasser genug Stoffe vorhanden um ein Bakterienwachstum zu fördern. Da das Befüllen dieser Tanks nicht steril geschehen kann, ebenso wie bei euren Vorratswassertanks, ist hier mit Bakterien zu rechnen. Durch die hohe Reinheit des Wassers, entsteht ein hoher osmotischer Druck. Fremde Atome werden durch den behälter in das Wasser diffundieren - selbst durch Glas. Auch dicht verschlossene Behälter werden IMO über kurz oder lang kein vollentsalztes Wasser mehr enthalten. Ich gehe aber eher von kurz aus.

Gruß Andreas

MAC 05.07.2007 20:38

Also,
luftdÃ*cht,dunkel,kalt evtl. ein wenig Silber mit rein (in Form von Silberkoloid) und es sollte für meinen Zeitraum von 7 bis max. 14 Tagen ausreichen.
Das es wohl auch geht "älteres" Wasser zu benutzen scheint klar zu sein, aber will schon wissentlich Keim/Bakterienbelastetes Wasser (was ja nicht zwingend zu Problemen führen muss) in sein Becken kippen.

Was mich nun noch stutzig macht ist der Händler der seine Osmosetonnen mit Sauerstoff versorgt.... er hat einen Sprudelstein in der Tonne hängen.
Das hat bei diesem aber wohl hoffentlich eher den Grund um sein Tauschwasser schon gut abgereichert ins Becken geben zu können.
Er benutzt kein Co2 in der Tonne.Das Wasser sollte innerhalb 1 Woche bei ihm verbraucht sein.

mfg
Sven

harryhirschxvii 05.07.2007 23:42

Hi,
ich weiss ja auch nicht, aber ist zwischen

Zitat:

Zitat von MAC (Beitrag 129559)
Keim/Bakterienbelastetes Wasser

und Wasser, das ein wenig steht, nicht ein himmelweiter Unterschied? Wir reden hier doch nicht über Kläranlagen oder sowas.

Ich glaube kaum, dass man die hygienische Situation auf einem Schiff mit unseren Becken vergleichen kann. In der Enge eines Schiffs, erst recht mit mehreren Personen an Bord und evt. wenig Möglichkeiten zur ärtzlichen Behandlung ist es sicher wichtig, so hygienisch wie möglich vorzugehen. Aber im Aquarium? Also meine Becken sind garantiert nicht steril - den Mulm lasse ich liegen, meine diversen Filter sind auch immer verschlammt und was alles so auf meinem Futter lebt oder an meinen Pfoten klebt, wenn ich ins Becken fasse, will ich gar nicht wissen. Und wenn ich ein Becken einfahren lasse, dann mit Mulm (ergo Bakterien und sonstiges "Viechzeugs") aus "alten" Becken...
Wer hatte denn nicht schon einmal einen Schluck AQ-Wasser im Mund beim Schlauch ansaugen? Oder desinfiziert Ihr Eure Schläuche jedes Mal, bevor Ihr daran zieht?

Ausserdem kann ich mir nicht vorstellen, dass die vielleicht im VE-Wasser vorhanden Bakterien sich sooo wesentlich von denen in meinen Becken unterscheiden - die stehen doch in den gleichen Räumen, werden von der gleichen Person bedient usw. usf. und daher so wahnsinnig viel Unheil anrichten können, wie es dem einen oder anderen hier vielleicht vorkommt.

Ich kann es nur wiederholen: Was mich angeht hat altes Wasser noch nie zu Problemen geführt.

Oder mal ganz konkret andersrum gefragt: Wer hatte denn schon Probleme im Becken, weil er altes, abgestandenes Regen- oder VE-Wasser benutzt hat?

Wir können noch lange so diskutieren, aber solange keiner zumindest mal die KBEs in altem und noch älterem und frischem VE-Wasser und zum Vergleich im Aquarium bestimmt, werden wir wohl noch lange im Unklaren bleiben.


Viele Grüße,
Tim

MAC 06.07.2007 04:22

Zitat:

Hi,
ich weiss ja auch nicht, aber ist zwischen


Zitat:
Zitat von MAC
Keim/Bakterienbelastetes Wasser

und Wasser, das ein wenig steht, nicht ein himmelweiter Unterschied? Wir reden hier doch nicht über Kläranlagen oder sowas.
Ich glaube himmelweite Unterschiede liegen im Auge des Betrachters.
Das deine Schmerzgrenze bei dir selber evtl. höher ist als bei anderen kann schon sein.
Versteh mich nicht falsch ich habe auch schon aus Waldbächen gesoffen (über Tage) und habe berufsbedingt schon einen ganzen Haufen verdorbenener Lebensmittel zu mir genommen (man glaubt gar nicht was man als Koch immer alles probieren muss) aber ob ich das auch den Aqurienbewohnern antun möchte?

Zitat:

Wer hatte denn nicht schon einmal einen Schluck AQ-Wasser im Mund beim Schlauch ansaugen? Oder desinfiziert Ihr Eure Schläuche jedes Mal, bevor Ihr daran zieht?
Die eigene hygienische Gleichgültigkeit/Resistenz muss man ja nicht auf seine Fische übertragen.
Versteh mich auch hier nicht falsch. Die Tiere kommen mit Sicherheit nicht aus einer sterilen Natur und kein Aquarium ist steril.
Wobei einige Arten ja irgentwo schon in sehr keimfreien Gewässern leben!

Warum wechseln wir denn das Wasser?
Ein Grund der für diesen Thread ja nun wichtig ist:
Wasserwechsel um "Keimdruck" zu vermeiden/reduzieren.
Bakterien,Keime und natürlich noch Schimmelsporen die noch gar nicht erwähnt wurden.

Zitat:

Wir können noch lange so diskutieren, aber solange keiner zumindest mal die KBEs in altem und noch älterem und frischem VE-Wasser und zum Vergleich im Aquarium bestimmt, werden wir wohl noch lange im Unklaren bleiben.
Das ist mit Sicherheit schon geschehen und Badenserralf wird dir da teilweise auch was zu sagen können. Vergleiche zu Aquarienwasser?
Welches Wasser würdest du gerne zum testen nehmen, ich denke da wird es alles geben vom Durchflussbecken mit reinem Frischwasser UVC geklärt bis zur Jauchegrube.

Was solls jeder macht so weiter wie er es immer gemacht hat und gut....
Lagerungsbedingungen scheinen ja auch eine riesen Rolle zu spielen.
mfg
Sven

Cattleya 06.07.2007 05:25

Hallo

Zitat:

die Temperatur des Wassers im Erdtank würde mich sehr interessieren.
Das liegt im Sommer bei ca 17 Grad und im Winter bei ca 8 Grad.
Kommt aber sehr drauf an. Denn sind die Scheiben aufgeheizt und es fällt ein Sommergewitter - Regen drauf, heizt es auch mal auf über 20 Grad auf. Liegt Schnee auf den Scheiben und es taut fällt es auch mal unter die erwähnten 8 Grad.

Unser Trinkwasser, (eures ist auch gemeint) in den Quell-Wasser-Sammelbecken der Trinkwasserversorgung. Wie lange liegt dass rum, bevor es getrunken wird?
Wol teilweise auch tagelang. !?

lg Udo

MAC 06.07.2007 07:18

Zitat:

Zitat von Cattleya (Beitrag 129573)

Unser Trinkwasser, (eures ist auch gemeint) in den Quell-Wasser-Sammelbecken der Trinkwasserversorgung. Wie lange liegt dass rum, bevor es getrunken wird?
Wol teilweise auch tagelang. !?

lg Udo

Wie gesagt ich denke es liegt daran wie damit umgegangen wird und in wie weit es kontaminiert wird.Es kann also durchaus möglich sein das es den gesunden Fischen schnuppe ist.
Das in Deutschland in Tanks vorübergehend gelagerte Trinkwasser darf bzw. kann bereits 10mal soviele Keime aufweisen wie leitungsgeführtes Trinkwasser......
Auch geht es ja nicht ums selber trinken sondern darum das sich die Keimzahl erhöht je länger das Wasser steht.
Ob das relevant für die Fische ist muss jeder für sich zu Hause selber entscheiden.

Da fällt mir ein.... evtl. könnte ja ein erhöhter Keimdruck sich streßmässig auf die Fische auswirken so das sie sich öfter attackieren und masakrieren? :irr: Schon mal drüber nachgedacht`?

Is nur Spass ...:ce:... oder doch nicht?

mfg
Sven

harryhirschxvii 06.07.2007 17:45

Hi zusammen,

Zitat:

Zitat von MAC (Beitrag 129571)
Dass deine Schmerzgrenze bei dir selber evtl. höher ist als bei anderen kann schon sein.

Nun ja, ich hatte bisher äusserst selten Schmerzen beim Wasser trinken und wenn, dann kamen die nicht vom Wasser...:D

Ich möchte in erster Linie vor Panikmache warnen. Ich kann mir als Chemiker eben beim besten Willen nicht vorstellen, dass das verschlossen gelagerte VE-Wasser derartig verdreckt sein soll, dass massiv Keime und Bakterien darin leben, die dann auch noch schädlich sind. Wobei ich zugegebenermassen kein Mikrobiologe oder Biochemiker, sondern Analytiker bin.
Lebensmitteltaugliche PE-Flaschen oder Kanister werden verwendet, um STANDARD-Lösungen aufzubewahren, die dann für analytische Zwecke genutzt werden, und deren Haltbarkeit liegt auch bei einigen Monaten oder länger. Das ist seit Jahrzehnten Standard, und die Güte der Lösungen wird regelmäßig überprüft. Sooooo wahnsinnig viel kann sich da schonmal nicht herauslösen (bei Glas sieht es zugegebenermassen ein wenig anders aus - aber soweit ich weiss, gibt es keine Bakterien, die Kieselsäure oder Natrium oder Kalium oder so fressen...). Da hätte ich eher Bedenken, dass es Bakterien gibt, die langsam aber sicher die Membranen der UOA oder das Austauscherharz fressen (die gibt es tatsächlich) und das Wasser also gar nicht sauber aus den Anlagen kommen KANN und es daher völlig egal ist, ob das Wasser noch einige Tage steht oder nicht.

Aber meine Frage von oben wurde noch nicht beantwortet:
Wer hatte schon einmal Probleme mit seinen Tieren, weil die zu lange gelagertes VE-Wasser bekamen?

Mir ist übrigens noch was eingefallen: Viele meiner Vereinskollegen holen sich ihr Zuchtwasser von einer Quelle im Schwarzwald. Damit sich das Fahren lohnt, wird der Kombi oder Bus so vollgestellt, wie es nur geht, dass man nicht alle paar Wochen fahren muss. Die praktizieren das teilweise seit Jahrzehnten, und es ist überhaupt kein Problem.

Irgendwie komme ich nicht umhin zu denken, dass wir hier mal wieder den berühmten Unterschied zwischen Theorie und Praxis haben...

Gruß,
vom Schweinchen :D mit der hohen Schmerzgrenze :ill: Tim :cool:


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