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worldwidewels 28.10.2006 14:39

Wasser aus elektirschem Luftentfeuchter
 
Hallo ans Forum,

mir hat letztens eins Nachbar angeboten das Wasser aus seinem elektrischen Luftenfeuchter für meine Fleischfressenden Pflanzen zu nutzen.

Jetzt hab ich mich natürlich gefragt, ob ich das Wasser auch für mein L-Wels Becken nehmen könnte.
Prinzipiell ist es ja nichts anderes als Destilat.
Allerdings weiß ich nicht ob sich durch das Gerät etc. nicht irgendwelche giftigen Ablagerungen etc. im Wasser lösen könnten.

Vielleicht kennt sich ja jemand damit aus.

Danke schonmal

Karsten

Welsy 28.10.2006 17:27

Hallo,

ich kenne mich zwar nicht damit aus. Aber ich könnte mir vorstellen, wenn du der Luft die Feuchtigkeit entziehst, das du damit die ganzen Schadstoffe aus der Luft mit einsammelst und zwar in konzentrierter Form.

Grüße Ruth

worldwidewels 28.10.2006 18:18

Naja also ich denke, da das Gerät ja bei denen im Keller steht, wird da wohl die Schadstoffkoonzentration richtung 0 gehen, sonst könnte man ja da wohl kaum wohnen und die Luft da nicht atmen.

Sturi 28.10.2006 19:45

Hi,

es kommt auf den Typ des Trockners an. Bei z.B. Kondensationstrocknung kondensiert das Wasser über Kühlrippen eines Kühlers. Der ist meist aus Metall (CU oder AL) und hat Lötstellen, Schweisstellen...den Rest denk dir selber.

Die Schadstoffbelastung ist mit Sicherheit auch erhöht, da hier viel Luft (zum Entfeuchten) an der feuchten Kondensationsoberfläche vorbeigeführt wird. Die Feuchtigkeit nimmt mikroskopische Staubpartikel auf und bindet sie.

Gruß Andreas

Badenser 28.10.2006 19:51

Hi,

was Andreas über den Staub schreibt stimmt, und wenn ein Keller entfeuchtet werden muß, sind Schimmelpilzsporen meist nicht weit, ich würde es lassen.

Karsten S. 28.10.2006 20:02

Hallo,

das Gleiche gilt vermutlich auch für Wäschetrockner, auch wenn hier Pilzsporen kein Problem sein sollten. Hinzu kommen könnten dafür Waschmittelrückstände, oder ?!

Gruß,
Karsten

worldwidewels 29.10.2006 09:40

Dankeschön für die schnellen Antworten.
Klingt einleuchtend für mich. Schade wieder mal eine günstige Variante weniger geignetes Wasser zu bekommen.

ALso bleibt wirklich nur Osmose oder Ionentauscher.

habt ihr da vielleicht empfehlungen was die Osmoseanlagen angeht?

Wenn möglich mit dem gerinsten Wasser/Abwasserverhältnis

michl11 29.10.2006 10:25

Hi karsten gebe doch in der Suche mal Osmoseanlagen ein steht ne menge darüber drinnen aber Ich denke mal das Wasserverhältnis mindestens 2-1 wenn nicht mehr,gehe aber mal von 3 bis 4-1 aus
Ich würde auch von der entfeuchterwasser abraten
1.) Staub und ev.Pilzbakterien
2.) Wasserhärte und ähnliches

Martin G. 29.10.2006 11:23

Zitat:

Zitat von michl11
Hi karsten gebe doch in der Suche mal Osmoseanlagen ein steht ne menge darüber drinnen aber Ich denke mal das Wasserverhältnis mindestens 2-1 wenn nicht mehr,gehe aber mal von 3 bis 4-1 aus
Ich würde auch von der entfeuchterwasser abraten
1.) Staub und ev.Pilzbakterien
2.) Wasserhärte und ähnliches

Wasserhärte? Aus verdunstetem Wasser? Aha. Erst denken, dann schreiben...

Martin.

michl11 29.10.2006 11:37

Martin
Ich meinte damit das keine härte da ist, da wird es es eventuell ein problem geben.Ich habe da schon gedacht,keine angst möglich nicht ganz korrekt geschrieben

Fischray 30.10.2006 23:16

Hi

Es kommt immer darauf an, was man damit vor hat.
Ich habe selber zwei Raumlufttrockner in betrieb.
Und ich benutze seit Jahren das Abwasser der Trockner.
Nicht für die dauerhafte Haltung meiner L-Welse
(dafür würde das Wasser nicht ausreichen), sondern
für die Zucht.
Für Arten, die weicheres Wasser brauchen (kurzfristig),
zum Beispiel Salmler.
Über eine Schädigung bei längerem Gebrauch kann ich nichts
Sagen, aber bei der Zucht hatte ich noch keine Probleme
oder Ausfälle.
Nur viele Nachzuchten.
Einen geringen Leitwert hat das Wasser allerdings trotzdem,
noch ca. 20 mS.
Ich kann allerdings nicht sagen, ob man das Wasser aus jedem
Trockner benutzen kann.

Gruß Ralf

Walla 31.10.2006 06:56

Hallöchen Ralf,

selbst habe ich keine Erfahrung mit diesen Kondenswässern. Kenne aber einige Leute, die das Kondenswasser aus Klimageräten oder Wäschetrocknern verwenden und dieses auch ohne bisherige Probleme. Selbst habe ich nicht solche Geräte, um da selbst Versuche durchführen zu können.

Liebe Grüße
Wulf

Baron Ätzmolch 31.10.2006 08:33

Zitat:

Zitat von Fischray
Einen geringen Leitwert hat das Wasser allerdings trotzdem,noch ca. 20 mS.

Mahlzeit!

20 mS wäre fast der Leitwert von Meerwasser.
Ich nehm' mal sehr stark an, du meinst 20 µS.

--Michael

harryhirschxvii 31.10.2006 15:36

Hi,
ich kann es mir nicht verkneifen, aber wenn verbessern, dann richtig:

elektrischer Leitwert, Einheit: S (oder eben kleiner dann mS oder µS) - der Leitwert wird von uns Aquarianern NIE verwendet, wir meinen immer die

elektrische Leitfähigkeit, Einheit: S/cm (oder eben kleiner dann mS/cm oder µS/cm) und die meinen wir Aquarianer IMMER - auch wenn es in so ziemlich jeder Publikation auf dem aquaristischen Sektor falsch drinsteht...

War nicht böse gemeint ;-).

Gruß,
der IUPAC- und DIN-treue Chemiker
Tim

teq 31.10.2006 17:00

Moin,
Zitat:

Zitat von harryhirschxvii
elektrische Leitfähigkeit, Einheit: S/cm (oder eben kleiner dann mS/cm oder µS/cm)

Ohne böse abgeleitete Einheiten ist das dann s³*A²*100/m³*kg? :wacko:

Gruß, Patrick

harryhirschxvii 31.10.2006 17:23

Hallo Patrick,
irgendwelche wie auch immer gearteten Erweiterungen zur Einheit beziehen sich des eigentlich "besseren" Verständnisses wegen auf wie auch immer geartete "Spezialfälle". So macht es Sinn, bei einem z.B. Kabel eben noch Querschnitt oder ähnliches mit einzubeziehen, dann kann man verschiedene Durchmesser besser vergleichen.

Aber darauf wollte ich gar nicht hinaus. Fakt ist, dass wir in der Aquaristik immer nur von Leitfähigkeiten reden (sollten), und die Einheit der Leitfähigkeit ist eben S/cm. Der Leitwert ist eine im Falle von Elektrolyten (also elektrisch leitenden Lösungen wie unser Wasser mit einigen gelösten leitend machenden Stoffen) unspezifische Größe, welche sich auf den Abstand und die Oberfläche der messenden Elektroden beziehen muss (das steht auch extra in DIN EN 27 888 (1993) drin). Die sogenannte "Zellkonstante" bei Leitfähigkeitsmesszellen ist übrigens der Korrekturfaktor, mit dem man das Messergebnis der Elektrode (also der Kehrwert des gemessenen elektrischen Widerstandes zwischen den Elektroden) multiplizieren muss, um das Messergebnis auf eine Messgeometrie von 2 Elektroden mit einer Oberfläche von je 1cm² und 1cm Abstand zu normieren - also zu vereinheitlichen. Der unkorrigierte Wert wäre dann der unter diesen speziellen Bedingungen gemessene Leitwert.
Oder eben noch mal kurz zusammengefasst: Leitwert ist falsch, Leitfähigkeit ist richtig. Und auch wenn 9879876876986698 Leute immer wieder vom Leitwert reden, macht es das nicht richtiger ;-).
Tut mir leid, so in die Tiefe wollte ich eigentlich gar nicht gehen, aber wenn ich schon mal gefragt werde....

Normalerweise reden wir Aquarianer ja nicht aneinander vorbei, wenn wir das "/cm" weglassen oder den Begriff Leitwert benutzen. Aber ich konnte es mir nicht verkneifen, das Verbesserte zu verbessern - wenn schon, denn schon ;-).

Ich weiss, ich bin ein Tüpfelchenscheisser, aber ich bin hier ganz offensichtlich nicht der einzige ;-)...

Gruß,
Tim

Badenser 31.10.2006 18:08

Hi,

weil.....

Wir können alles, ausser......Hochdeutsch. :ce:


sorry für´s offtopic

teq 31.10.2006 20:50

Moin Tim,

Genauer nachgefragt habe ich eigentlich auch nicht. Sonst hätte ich nicht aus dem Kopf mal eben die Leitfähigkeit in SI-Basiseinheiten und Faktoren notiert ;) Das Fragezeichen bezoge sich eher darauf, ob ich mich korrekt erinnerte.
Aber wenigstens hats mal jemand ausgeführt warum es die Leitfähigkeit und nicht der Leitwert ist :)

Gruß, Patrick

Richie 31.10.2006 22:47

Hallo zusammen,

also ich hab auch schon mal über die Benutzung von Wasser aus dem Kondenstrockner zu verwenden. Probiert mal davon. Nur ne Fingerspitze voll. Das schmeckt zumindest bei mir immer siefig. das kommt mir nicht ins Becken.

Wasser aus dem Raumentfeuchter sollte hier bei weitem unproblematischer sein.

Viele Grüße,
Richard

harryhirschxvii 31.10.2006 23:00

Hi,

Zitat:

Zitat von teq
...die Leitfähigkeit in SI-Basiseinheiten und Faktoren notiert ;) Das Fragezeichen bezoge sich eher darauf, ob ich mich korrekt erinnerte.

Okay - so genau hatte ich gar nicht hingesehen, da ich bisher auch ehrlich gesagt noch nicht auf die Idee gekommen bin, das ganze mit Basiseinheiten zu machen. Aber wenn mich nicht alles täuscht, dann stimmt das so, würde ich sagen.
Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass nun die Verwirrung erst recht groß wird, wenn wir auf einmal Leitfähigkeiten mit Kubiksekunden erklären... :esa:

Aber davon ganz abgesehen sind wir vom Thema (ja, ich gebe zu, dank mir...) nun ziemlich weit abgekommen. Nun kann ich zu diesem Thema nicht viel sagen, da ich so einen Luftentfeuchter nicht habe.
Allerdings habe ich einen Bekannten, der in seiner Diplomarbeit die Eignung des Kondenswassers eines Bautrockners auf Lebensmitteltauglichkeit untersuchte. Wenn mich nicht alles täuscht war hier das Problem, dass eine ganze Menge organischen Mülls ebenfalls mit auskondensierte (also Rückstände von Lösungsmittel, Harzen, usw...).
Ich kann mir vorstellen, das zumindest beim Wäschetrockner ebenfalls Duftstoffe, waschaktive Substanzen usw. mit auskondensieren.
Auch bei einem Raumentfeuchter lässt sich sicherlich die eine oder andere Überraschung finden. Die Frage ist nur, inwieweit dies nun schädlich ist oder nicht - ich möchte nicht wissen, was wir sonst so alles über unsere Luftheber ins Wasser bugsieren...
Aber offensichtlich funktioniert es ja bei dem einen oder anderen mit derartigem Kondenswasser.
Ich persönlich würde das Wasser aber nicht verwenden - dies ist aber nur eine Gefühlssache, aber mir wäre es zu heiss.

Gruß,
Tim

cory-fan 01.11.2006 10:56

Hallo!

Das Wasser aus meinem Raumentfeuchter hat 40 bis 50 µS/cm, was mir für den Gebrauch als Fischwasser zu hoch ist. Wasserflöhe sterben in den zusätzlich aufgehärteten Wasser innerhalb einiger Stunden.
Bei Werten unter 20µS/cm würde ich es benutzen.

Tschüß, Kurt

worldwidewels 01.11.2006 12:26

Wow,

danke für die vielen Antworten.
Also ich werd das Wasser interessehalber mal auf "Leitfähigkeit"(bitte nicht schlagen wenn es falsch sein sollte) untersuchen lassen.
Teile euch den Wrt dann mit und bin mal gespannt was ihr dann sagt. Allerdings läßt sich doch über die Leitfähigkeit nicht jeder Schadstoffanteil nachweisen oder?!

Karsten S. 01.11.2006 17:57

Hallo,

Zitat:

Zitat von worldwidewels
Allerdings läßt sich doch über die Leitfähigkeit nicht jeder Schadstoffanteil nachweisen oder?!

nein, das nicht.
Aber da reines Wasser eine sehr geringe Leitfähigkeit hat, kann man da grob auf die Menge der Verunreinigung schließen. Das könnten dann z.B. Kupferionen sein.
Andere Verunreinigungen (was auch immer sich aus der Luft niederschlägt) ändern ggf. die LF kaum.

Gruß,
Karsten

kapuzenwerner 01.12.2006 08:13

Zitat:

Zitat von worldwidewels
Dankeschön für die schnellen Antworten.
Klingt einleuchtend für mich. Schade wieder mal eine günstige Variante weniger geignetes Wasser zu bekommen.

ALso bleibt wirklich nur Osmose oder Ionentauscher.

habt ihr da vielleicht empfehlungen was die Osmoseanlagen angeht?

Wenn möglich mit dem gerinsten Wasser/Abwasserverhältnis

Habe selbst die eurosys 500 in Betrieb,Verhältnis 1zu2,5 bringt in einer Std ca 18 ltr.,kostet ca. 70 Euronen Nachrüstfilter 9,90 Euro.
Bin rundherum zufrieden.
Habe sie bei E... gekauft.
Auf wunsch kann ich Dir die Adresse mailen.
MFg
Kapuzenwerner


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