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Glyptoperichthys xinguensis "L 83"
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Beschreibung: Gattung/Art: Glyptoperichthys xinguensis "L 83", Weber, 1991

Synonyme: Pterygoplichthys xinguensis

Herkunft: Rio Xingú (südlich von Altamira), Pará, Brasilien

Vorgestellt: DATZ 3/1991 = Loricariiden aus dem Xingú und dem Tocantins (L 79 - L 83)

Größe: über 40 cm

Wasserwerte:
T: 25 - 30 °C
pH: 5 - 7

Empfohlene Beckengröße: ab 200 cm



Der Glyptoperichthys xinguensis "L 83" stammt aus dem Rio Xingú.


Haltung: In der Pflege sind die L 83 sehr einfach zu haltende Harnischwelse. Oft werden sie in Becken
als Algenvertilger geschätzt. Leider bekommen diese Welse recht schnell eine für die Aquaristik eher zu große
Länge. Als Alttiere kommt es häufig vor, dass sie Pflanzen fressen. Sollten sie erst einmal damit begonnen haben,
ist es kaum mehr möglich, sie davon abzubringen.
Ansonsten gehören sie zu den sogenannten Allesfressern (Omnivore). Es gibt kaum ein Futter, das sie verschmähen.
Gefressen wird Trockenfutter jeglicher Art, Frostfutter, fleischliche und pflanzliche Nahrung.
Alleine wegen der Größe dieser Welse sollte das Aquarienwasser sehr häufig gewechselt werden, da diese Tiere
einen enormen Stoffwechsel aufweisen.
Eine gute Filterung sollte selbstverständlich vorhanden sein und ein zusätzlicher Durchlüfterstein, da diese Welse
aus einem sehr strömungsreichen Gewässer stammen.
Der Rio Xingú ist ein sehr warmer und das ganze Jahr über sehr schnell fließender Klarwasserstrom.
Daher sollten Wildfänge dieser Art nicht zu kühl gehalten werden.


Das Diskussionsforum zum Thema Welsfutter findet ihr hier.



Das Maul eines Glyptoperichthys, der zu den Allesfressern (Omnivore) gehört.


Namensgebung: Den Gattungsnamen Glyptoperichthys bekam die Art durch die Revision von Weber 1991.
Armbruster hingegen erklärte 2004 Glyptoperichthys zum Synonym von Pterygoplichthys,
was nicht gerade unumstritten ist. Daher behalten wir erst mal die Gattung Glyptoperichthys bei.
Armbruster hätte gern die Glyptoperichthys und Liposarcus als Synonym zu Pterygoplichthys
gemeinsam in einer Gattung.
Im europäischen Raum werden diese Welse wissenschaftlich als Glyptoperichthys xinguensis geführt.
Als Segelschilderwelse werden die Welse gerne wegen ihrer großen Rückenflosse bezeichnet.
Dieser allgemeine Begriff wird bei verschiedensten Gattungen verwendet.
Die L-Nummer L 83 bekam diese Art in der März-Ausgabe der Zeitschrift DATZ 1991.
Bei Fangreisen in Brasilien wurden diese Welse damals nachgewiesen und bekamen erst einmal eine L-Nummer,
da man sich nicht sicher war, ob es nicht eine eigenständige neue Art sein könnte.



Ein Glyptoperichthys xinguensis "L 83" ist eher etwas für große Aquarien.


Sonstiges: Diese Welse wurden schon 1990 über die Firma Transfish (München) importiert und bekamen
erst in der DATZ 03/1991 ihre L-Nummer.
Die Welse wurden von den Fängern flussaufwärts von der Ortschaft Altamira im Rio Xingú gefangen.
Die großen Exemplare sind im Hauptstrom zu finden, während die Jungwelse eher in den flacheren
Bereichen des Flusses oder der Zuflüsse anzutreffen sind.


Das Diskussionsforum zum Thema Beckeinrichtung findet ihr hier.



Der Glyptoperichthys xinguensis "L 83" (das linke Bild) hat eher eine dunkle Grundfarbe mit einer helleren
Linienzeichnung, während ein Glyptoperichthys gibbiceps "L 165" (das rechte Bild) eher eine dunkle
Fleckmusterung auf einer helleren Grundfarbe erkennen lässt.
Im Handel werden gelegentlich L 165 als L 83 deklariert und unter dem falschen Namen angeboten.


Beschreibung: Diese Welse werden sehr häufig mit dem Glyptoperichthys gibbiceps "L 165" verwechselt.
Während der L 165 eher ein Flecken- bis Wabenmuster aufweist, so hat der L 83 eher ein Netz- oder Linienmuster.
Der L 83 wird auch gelegentlich als Glyptoperichthys lituratus bezeichnet, was ebenfalls falsch ist.


Das Diskussionsforum zum Thema L-Welse findet ihr hier.



Der Glyptoperichthys xinguensis "L 83" (das linke Bild) hat eher eine dunkle Grundfarbe mit einer helleren
Linienzeichnung, während ein Glyptoperichthys gibbiceps "L 165" (das rechte Bild) eher eine dunkle
Fleckmusterung auf einer helleren Grundfarbe erkennen lässt.
Ein echter L 83 ist im Aquaristikhandel nicht so häufig zu finden.


Zucht: Die Glyptoperichthys xinguensis "L 83" wurden bisher noch nicht in der Aquaristik
nachgezogen. Zum Teil mag es natürlich daran liegen, dass diese Welse nicht so häufig eigeführt werden. Zum anderen
ist es nicht immer einfach, große Exemplare zusammen zu halten.
Man bräuchte natürlich auch noch ein sehr großes Aquarium: Für ein Tier ist ein 200 cm Becken noch im Rahmen.
Für ein Paar kann man schon eher 300 cm ansetzen, da sie auch die Möglichkeit haben sollten, sich ein wenig
aus dem Weg gehen zu können.
Tiere dieser Gattung werden bei asiatischen Züchtereien in Teichen nachgezogen.
Es wird berichtet, dass in den Teichen Abflussrohre versenkt wurden, in die sich die Tiere zurückziehen.


Das Diskussionsforum zum Thema Welszucht findet ihr hier.



Oft werden große Glyptoperichthys xinguensis "L 83" in zu kleinen Becken gehalten. Gegenüber
anderen großen Harnischwelsen sind sie recht territorial.


Exportsituation: Diese Harnischwelse dürfen aus Brasilien exportiert werden.
Die brasilianische Regierung regelt ihre Exporte von Zierfischen über eine Positivliste. Diese wird von der IBAMA herausgegeben.
Es dürfen nur Zierfische exportiert werden, die auf der Liste geführt werden.
Bei einigen Arten, die unter verschiedenen Bezeichnungen gehandelt werden, sind die Farbvarianten oder
Fundortvarianten von der IBAMA nicht extra aufgeführt worden.
So kommt es auch vor, dass nicht extra aufgeführte Arten gehandelt werden, da sie als eine Variante
einer beschriebenen Art gelten. Hierbei sind aber die Grenzen leicht schwammig.

Bei schweren Verstößen gegen die Exportvorschriften hat die brasilianische Regierung schon
hohe Geldstrafen und auch Gefängnisstrafen verhängt.
Daher sind in den letzten Jahren die Exporte aus Brasilien stark zurückgegangen.
Neue Arten, die bei Aquarianern weltweit immer sehr begehrt waren, sind aus Brasilien eher nicht
mehr zu erwarten. Hier haben sich in den letzten Jahren andere südamerikanische Länder hervorgetan.


Wer interessantes Bildmaterial seiner Welse hat, kann es hier veröffentlichen.



Der Glyptoperichthys xinguensis "L 83" (das linke Bild) hat eher eine dunkle Grundfarbe mit einer helleren
Linienzeichnung, während ein Glyptoperichthys gibbiceps "L 165" (das rechte Bild) eher eine dunkle
Fleckmusterung auf einer helleren Grundfarbe erkennen lässt.


Handel: Diese Harnischwelse sind sehr selten im aquaristischen Handel anzutreffen.
Da der L 83 sehr ähnlich ist zum L 165 und dieser aus asiatischen Züchtereien für wenige Cent importeirt wird,
lohnt sich der Import brasilianischer Wildfänge nicht besonders.
Daher sind die L 83 im Handel kaum vertreten. Tiere unter dieser Bezeichnung sind häufig L 165.



Ein Glyptoperichthys xinguensis "L 83" sollte nicht zu kühl gehalten werden.


Weitere Informationen :





Wir bedanken uns für die Bilder bei Anna Sophie, Andreas Jekel (www.geophagus.de) und Ralf Heidemann.


Wer Informationen hat bezüglich Glyptoperichthys xinguensis "L 83", die noch nicht
berücksichtigt wurden, kann sie gleich als Antwort unter diesen Datenbankeintrag setzen.
Bei der nächsten Bearbeitung dieses Eintrags wird dieses dann berücksichtigt.
Wir sind immer daran interessiert, gutes Bildmaterial für die Datenbank zu sammeln. Wer
diesbezüglich eigene Aufnahmen für die Datenbank hat und diese zur Verfügung stellt,
kann dies hier tun.
Schlüsselwörter: Glyptoperichthys xinguensis L83 L083 Para Xingu Brasilien Hypostominae Pterygoplichthini
Sortierung: 085
Größe min: 40
Beckengröße min: 200
Temperatur min: 25
Temperatur max: 30



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Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 16:56 Uhr.

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