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Baryancistrus cf. xanthellus "L 81"
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Beschreibung: Gattung/Art: Baryancistrus cf. xanthellus "L 81"

Synonyme: Gelbsaum-Prachtharnischwels, Baryancistrus xanthellus, Golden Nugget

Herkunft: Rio Xingú, Pará, Brasilien

Vorgestellt: DATZ 3/1991

Die Original-Vorstellung dieses Welses in der Fachzeitschrift Datz als PDF.
Loricariiden aus dem Xingú und dem Tocantins (L 79 - L 83)


Größe: in Gefangenschaft bis 20cm / in freier Natur über 25cm

Wasserwerte:
T : 28 - 32 °C
pH: 5,5 - 7,5
KH: 0 - 5 °dH
GH: 0 - 10 °dH
Leitfähigkeit: 10 - 330 µS/cm

Empfohlene Beckengröße: mindestens 150 cm



Baryancistrus sp. "L 81" aus dem Rio Xingú.


Geschlechtsunterschiede: Bei jungen Welsen ist die Unterscheidung der Geschlechter kaum möglich.
Die Männchen haben, wie bei vielen anderen Harnischwelsen, einen vergleichbar breiteren und auch längeren Kopf.
Je größer die Tiere sind, desto eher ist eine sichere Unterscheidung möglich.
Die Männchen haben längere Brustflossenstacheln und auch größere Bauchflossen.
Bei geschlechtsreifen Tieren sind die Weibchen im Bauchbereich durch ihren Laich fülliger.
Ab einer Größe von 15 cm kann man davon ausgehen, dass die Tiere in etwa ihre Geschlechtsreife erreicht haben.
Die Unterscheidung der Geschlechter anhand der Genitalpapille ist nur für erfahrene und geübte
Aquarianer eine weitere Möglichkeit.




Die Draufsicht (Dorsalansicht) und die Bauchansicht (Ventralansicht) eines Baryancistrus cf. xanthellus "L 81" aus Brasilien.
Die Bauchpartie dieser Harnischwelse ist hell und nicht mit einer Panzerung bedeckt.
Bei geschlechtsreifen und laichvollen Weibchen ist die Bauchpartie wesentlich fülliger.
Die Bilder des Baryancistrus cf. xanthellus "L 81" können durch Anklicken vergrößert werden.
So sind Feinheiten besser zu erkennen.


Sozialverhalten: Revier bildend und territorial veranlagt. Mehrere Tiere nur in einem Becken ausreichender Größe, wo sich die Tiere aus dem Weg schwimmen können und mit ausreichend Versteckmöglichkeiten.



Das Maul eines Baryancistrus cf. xanthellus "L 81".
Das Bild des Baryancistrus cf. xanthellus "L 81" kann durch Anklicken vergrößert werden.


Haltung: Wenn sich die Tiere nach dem Import an das AQ - Leben gewöhnt haben, stellen sie keine all zu hohen Anforderung an die Wasserqualität. Häufiger Wasserwechsel und nur geringe Mengen an Stickstoffverbindungen im Aquarienwasser verstehen sich von selbst. Was pH und Härte betrifft sind die Tiere anpassungsfähig. Die Fische sind mit Flockenfutter, frischem Gemüse und Welstabletten relativ einfach zu ernähren. Wichtig dabei ist, das Füttern abwechslungsreich zu gestalten. Alles in allem ein sehr schöner und einfach zu handhabender Fisch, wenn er eingewöhnt ist.



Ein Baryancistrus cf. xanthellus "L 81" mit etwa 13 cm Totallänge.
Das Bild des Baryancistrus cf. xanthellus "L 81" kann durch Anklicken vergrößert werden.


Besonderheiten: Baryancistrus sind auch Pflanzenfresser. Dies führt bei mangelnder Fütterung (ausreichend Gemüse) zwingend zur Vernichtung "aller" im Becken befindlichen Pflanzen. Insbesondere Echinodoren werden gerne als Futterersatz genommen.
Auch sollte nicht unerwähnt bleiben, dass die Tiere in der Eingewöhnungsphase sehr heikel sind. Viele kommen unterernährt und mit eingefallenen Bäuchen in den Handel. Dies ist kein Zeichen von Darmparasiten, wie oft fälschlicherweise angenommen wird, sondern eine Folge der wochenlangen Fastenzeit. Da Tiere dieser Gattung in ihrer Heimat im Flachwasser vorkommen, deshalb relativ leicht zu fangen sind und nur einen geringen Preis haben, werden sie leider v.a. in Südamerika von den Fängern und Händlern sehr achtlos behandelt und oft lange nicht gefüttert. Tiere mit eingefallenen Bäuchen sind nur äußerst schwierig wieder gesund zu bekommen und leider allzu häufig Todeskandidaten.

Vor dem Kauf solcher schlecht ernährten Tiere kann nur dringend abgeraten werden.
Baryancistrus sind keinesfalls Anfängerfische!



Ein Baryancistrus cf. xanthellus "L 81" mit etwa 13 cm Totallänge.
Das Bild des Baryancistrus cf. xanthellus "L 81" kann durch Anklicken vergrößert werden.


Exportsituation: Diese Harnischwelse dürfen aus Brasilien exportiert werden.
Die brasilianische Regierung regelt ihre Exporte von Zierfischen
über eine Positivliste. Diese wird von der IBAMA herausgegeben.
Es dürfen nur Zierfische exportiert werden, die auf der Liste geführt werden.
Bei einigen Arten, die unter verschiedenen Bezeichnungen gehandelt werden, sind die Farbvarianten oder
Fundortvarianten von der IBAMA nicht extra aufgeführt worden.
So kommt es auch vor, dass nicht extra aufgeführte Arten gehandelt werden, da sie als eine Variante
einer beschriebenen Art gelten. Hierbei sind aber die Grenzen leicht schwammig.

Bei schweren Verstößen gegen die Exportvorschriften hat die brasilianische Regierung schon
hohe Geldstrafen und auch Gefängnisstrafen verhängt.
Daher sind in den letzten Jahren die Exporte aus Brasilien stark zurückgegangen.
Neue Arten, die bei Aquarianern weltweit immer sehr begehrt waren, sind aus Brasilien eher nicht
mehr zu erwarten. Hier haben sich in den letzten Jahren andere südamerikanische Länder hervorgetan.



Dieser Baryancistrus cf. xanthellus "L 81" färbt sich hin und wieder um.
Es ist immer der selbe Harnischwels aus der Gruppe von 10 Tieren, der dieses Phänomen zeigt.
Das Tier wird hellgelb/weiß und verliert seine Pigmentierung. Das Punktmuster verschwindet
nach einiger Zeit komplett und nur die Augen bleiben dunkel.
Nach einigen Wochen kommt die Musterung zurück und das Tier zeigt wieder ein normales
arttypisches Erscheinungsbild.
Der Grund für dieses Erscheinungsbild ist noch gänzlich unklar.
Es betrifft auch nicht die Gruppe, sondern nur ein einzelnes Tier der Gruppe.
Das Phänomen ist nicht jahreszeitabhänngig, futterabhängig, temperaturabhängig, lichtabhängig und
hat auch nichts mit Balzen oder Werben zu tun.
Diese Art von Umfärbung ist bei vielen Harnischwelsarten inzwischen bekannt, ohne
dass bisher ein auslösender Faktor bekannt ist.



Farbmodifikationen bei Harnischwelsen, hier bei einen Baryancistrus cf. xanthellus "L 81".



Das Bild des Baryancistrus cf. xanthellus "L 81" kann durch Anklicken vergrößert werden.


Ähnliche Welse:



Die Baryancistrus cf. xanthellus "L 81" haben 7 Weichstrahlen in der Rückenflosse (Dorsale).
Der erste Strahl in der Rückenflosse (Dorsale) wird als Hartstrahl (Dorsalstrahl) bezeichnet und
weist einen leichten Odontodenbewuchs auf.
Die Weichstrahlen spalten sich in der Rückenflosse auf.
Die Rückenflosse (Dorsale) ist am letzten Strahl durch eine Membran mit dem Rücken verbunden.
Die Fettflosse (Adipose) ist nicht mit der Rückenflosse (Dorsale) verbunden.
Zwischen den beiden Hartstrahlen (Caudalstrahlen) der Schwanzflosse (Caudale) eines
Baryancistrus cf. xanthellus "L 81" sind 14 Weichstrahlen zu zählen, die sich wiederum aufspalten.
Die Bilder des Baryancistrus cf. xanthellus "L 81" können durch Anklicken vergrößert werden.
So sind Feinheiten besser zu erkennen.



Ein 20 Jahre altes Baryancistrus cf. xanthellus "L 81" Weibchen.
Das Bild des Baryancistrus cf. xanthellus "L 81" kann durch Anklicken vergrößert werden.


Weiterführende Informationen:



Der gelb Farbende Saum wird mit dem voranschreitenden Alter der Baryancistrus cf. xanthellus "L 81" immer schmaler.
Bei älteren Tieren, wie bei diesen 20 Jahre alten Weibchen, ist der Saum inzwischen komplett verschwunden.
Die Bilder des Baryancistrus cf. xanthellus "L 81" können durch Anklicken vergrößert werden.



Ein 20 Jahre altes Baryancistrus cf. xanthellus "L 81" Weibchen.
Das Bild des Baryancistrus cf. xanthellus "L 81" kann durch Anklicken vergrößert werden.



Wir bedanken uns für das Bild 1 bei Ralf Binninger (Badenser), für das Bild 2 bei Tanja Bierschenk und bei Ralf Heidemann (Fischray).





Das Bild des Baryancistrus cf. xanthellus "L 81" kann durch Anklicken vergrößert werden.



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Wer Informationen hat bezüglich Baryancistrus cf. xanthellus "L 81", die noch nicht
berücksichtigt wurden, kann sie gleich als Antwort unter diesen Datenbankeintrag setzen.
Bei der nächsten Bearbeitung dieses Eintrags wird dieses dann berücksichtigt.
Wir sind immer daran interessiert, gutes Bildmaterial für die Datenbank zu sammeln. Wer
diesbezüglich eigene Aufnahmen für die Datenbank hat und diese zur Verfügung stellt,
kann dies hier tun.


Schlüsselwörter: Baryancistrus L81 L081 Pará Para Xingú Xingu Brasilien Hypostominae Ancistrini xanthellus
Sortierung: 083
Größe min: 20
Beckengröße min: 150
Temperatur min: 28
Temperatur max: 32



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