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Mi April 5, 2006
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Beschreibung:
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Gattung/Art: Pseudacanthicus sp. "L 65"
Synonyme: Variegatus-Kaktuswels
Herkunft: Rio Manacapuru, Brasilien
Vorgestellt: DATZ 7/1990
Die Original-Vorstellung dieses Welses in der Fachzeitschrift Datz als PDF.
Neuer Kaktuswels L 65
Größe: ca. 20 cm
Wasserwerte:
T: 25-29 °C
pH: 5,5 - 7,5
KH: 0 - 5 °dH
GH: 0 - 20 °dH
Empfohlene Beckengröße: ab 120 cm
Geschlechtsunterschiede: Männchen haben einen breiteren Kopf.
Sozialverhalten: Sehr ruhige und friedliche Welse.
Haltung: Nachdem bei der Herkunft dieser Welse erst vom Rio Negro oder Rio Tocantins die Rede war, scheint es nun so zu sein, dass sie eher aus dem Rio Manacapuru stammen, einem Nebenfluss vom Rio Negro.
Die Jungfische dieser Art haben ein sehr auffälliges Fleckenmuster.
Die sehr unterschiedliche Fleckenmusterung der Welse verändert sich während des Wachstums der Fische sehr stark. Bei Jungwelsen sind die Flecken im Verhältnis zum Wels auffallend groß und variabel. Je größer das Tier wird desto gleichmäßiger kommt einem die Musterung vor, außerdem werden die Flecken im Verhältnis zum Tier kleiner. Bei ausgewachsenen Tieren verschwinden die Flecken nahezu vollständig.
Ausgewachsene Welse bekommen einen sehr wuchtigen Kopf im Verhältnis zur Körpergröße.
Im Aquarium stellten sie sich als sehr neugierig und extrem friedlich heraus.
Gegenüber anderen Kaktuswelsen ist es eine kleinbleibende Art.
In der Haltung und Ernährung sind sie absolut anspruchslos, selbst für Anfänger geeignet.
Während jüngere Welse sich noch gerne verstecken, so erfreut es einen, dass sie mit zunehmendem Alter neugierig an der Scheibe sitzen und den Pfleger beobachten.
Ein Verhalten, das bei Welsen eher selten ist.
Wenn sie sich erschrecken, verschwinden sie natürlich in ihren Höhlen, aber die Neugier treibt sie schnell wieder heraus.
Zucht: Die Zucht ist schon mehrfach gelungen, unter anderem bei Sprenger und Seidel. Die Temperatur sollte um die 29 - 30 °C betragen, wobei ein mittelhartes Wasser ausreichend ist. Die Einzelhaltung der Zuchttiere vor dem gezielten Ansetzen und ein wiederholter Wasserwechsel scheinen hier sehr erfolgreich zu sein. Beim Ablaichen nach einer solchen Stimulation bringt ein Weibchen Gelege mit bis zu 140 Eiern hervor. Die Aufzucht der Jungtiere ist nicht problematisch bei höheren Wassertemperaturen und viel Wasserwechsel.
Vermehrung von L 65
Dorsalansicht von einem Männchen und die Geschlechter im Vergleich: oben ein Weibchen, unten das Männchen.
2 Männchen (links und rechts) und ein Jungtier. Bilder vergrößern sich beim anklicken.
Ähnliche Welse: Pseudacanthicus sp. "L 97", Pseudacanthicus sp. "L 273"
Importsituation: Zur Zeit kommen keine regelmäßigen Importe mehr herein.
Da diese Art nicht auf der Positivliste der IBAMA zu finden ist, wird es auch in Zukunft keine neuen Importe geben.
Vereinzelt werden Tiere noch geschmuggelt. Da die Strafen der IBAMA allerdings inzwischen sehr hoch sind,
ist dies aber nur noch extrem selten der Fall. Im Handel sind die Welse sehr selten geworden.
Die Tiere sind zur Zeit fast nur noch, wenn überhaupt, als Nachzuchten zu erhalten.
Um einen Fortbestand dieser Art im Aquarium zu sichern, wurde von der Arbeitsgruppe L-Welse des BSSWs
ein Arterhaltungsprogramm ins Leben gerufen.
Es ist zu wünschen, dass diese Art auch in Zukunft weiter in der Aquaristik gepflegt und gezüchtet wird.
Wer Interesse an der Erhaltung dieser Art hat und diese Tiere pflegt, kann seine Welse der
Arbeitsgruppe L-Welse mitteilen.
Je mehr Meldungen zu den speziellen Welsen eingehen desto genauer ist der momentane Bestand
in der Aquaristik einzuschätzen.
Die PDF-Datei zur Erfassung der L-Welsbestände: Hier
Je nachdem wie gefährdet einzelne Bestände in der Aquaristik sind, werden die
Bemühungen der Arbeitsgruppe L-Welse gesteuert.
Weitere Informationen: DATZ 7/1990 S. 392, Welsatlas Bd. 2 S. 91-93, Miniatlas L-Welse S. 62
Autor: Ralf Heidemann (Fischray)
Wir bedanken uns für die Bilder bei der Fa.Amazon-Exotic-Import http://www.amazon-exotic-import.de, Ralf Heidemann (Fischray) sowie bei Christian Braun, Sandor Tüllmann und Enrico Richter.
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Schlüsselwörter:
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Pseudacanthicus L65 L065 Manacapuru Brasilien Hypostominae Ancistrini
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Sortierung:
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067
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Größe min:
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20
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Beckengröße min:
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120
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Temperatur min:
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25
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Temperatur max:
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29
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