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Baryancistrus chrysolomus "L 47"
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Beschreibung: Gattung/Art: Baryancistrus chrysolomus, L 47, Lúcia Rapp Py-Daniel, Jansen Zuanon and Renildo Ribeiro de Oliveira (2011)

Synonyme: Magnum, Magnum Harnischwels, Orangeseam Pleco, L 47

Herkunft: Rio Xingú (Altamira), Rio Iriri, Rio Curuá, Pará, Brasilien

Vorgestellt: DATZ 10/1989

Erstbeschreibung: Lúcia Rapp Py-Daniel, Jansen Zuanon and Renildo Ribeiro de Oliveira (2011)

Die Original-Vorstellung dieses Welses in der Fachzeitschrift Datz als PDF.
Xingú und Tocantins - Plecos (L 47 - L 50)


Größe: ca. 25 cm

Wasserwerte:
T: 26 - 30 °C
pH: 5,5 - 7,5
KH: 0 - 8 °dH
GH: 0 - 20 °dH

Empfohlene Beckengröße: ab 150 cm für größere Tiere



Ein Baryancistrus chrysolomus "L 47" aus dem Rio Xingú (Altamira).


Geschlechtsunterschiede: Größere Baryancistrus chrysolomus lassen sich anhand der wesentlich ausgeprägteren
Interopercularodontoden und Bestachelung des jeweils ersten Brustflossenstrahls der Männchen unterscheiden.
Außerdem haben die Männchen vergleichsweise breitere Köpfe.




Sozialverhalten: Untereinander sind Jungtiere von Baryancistrus chrysolomus "L 47" recht verträglich.
Mit zunehmender Größe werden insbesondere die Männchen innerartlich recht territorial, was große,
reich strukturierte Becken für eine dauerhaft erfolgreiche Gruppenhaltung erforderlich macht.
Auch größeren, artfremden Harnischwelsen gegenüber hat sich dieser Baryancistrus als äußerst
durchsetzungsfähig erwiesen.



Baryancistrus chrysolomus "L 47" links mit ca. 8 cm und rechts mit ca. 12 cm Länge.


Pflege: In großen, reich mit Rückzugsmöglichkeiten strukturierten Aquarien, mit ruhigen Beifischen,
Sandboden und Wurzelholz ist Baryancistrus chrysolomus "L 47" vernünftig untergebracht. Einige, der Größe
der Tiere angepasste, Höhlen sollten, für eine eventuelle Nachzucht der Tiere, ebenfalls vorhanden sein.
Da "L 47" einen kräftigen Stoffwechsel hat, sollte das Becken über eine leistungsfähige Filteranlage verfügen,
außerdem ist eine kräftige Oberflächenströmung oder Belüftung für diese recht sauerstoffbedürftige Art von Vorteil.
L 47 haben sich Baryancistrus-typisch anfangs als überwiegend nachtaktiv und sehr scheu erwiesen,
erst nach sehr langer Zeit und mit zunehmender Größe sind sie auch tagsüber ab und an außerhalb ihrer Verstecke zu sehen.
Wie viele andere Baryancistrus, scheint auch "L 47" recht heikel in der Eingewöhnung zu sein.
Sauerstoffreiches Wasser, Temperaturen über 27 °C, mit möglichst wenig Stoffwechselendprodukten belastetes
Wasser, sowie häufige Fütterungen können helfen, die Tiere schnell ans Futter und in gute Kondition zu bringen.

In den Importsendungen finden sich immer wieder Tiere, die grünlich gelbe Punkte am Kopf und insbesondere
an den Flanken zeigen, die Punkte bleiben auch im Alter erhalten und lassen diese einzelnen Tiere besonders
attraktiv aussehen. Die Tiere fressen eingewöhnt jedes angebotene Futter, wobei der Großteil der Futtermengen
pflanzlichen Ursprungs sein sollte. Weiches Holz zum Abraspeln sollte ebenfalls angeboten werden.



Baryancistrus chrysolomus "L 47" mit ca. 14 cm Länge.


Fundort: Die Baryancistrus chrysolomus "L 47" kommen aus dem Rio Xingú, einem der großen südlichen
Zuflüsse des Amazonas, der teilweise einen Kilometer breit ist. Der Rio Xingú ist ein recht warmer Fluss.
Es wurden bei verschiedenen Reisen Temperaturen von 32°C und mehr gemessen.
Der Bodengrund besteht aus dunklen vulkanischen Gesteinsarten mit vielen Spalten und Versteckmöglichkeiten.
Der Rio Xingú ist trotz seiner Größe schlecht für Schiffe befahrbar, gerade wegen der unzähligen Stromschnellen.
Diese Harnischwelse kommen nur im Rio Xingú und dessen Zuflüssen vor.

Das Diskussionsforum zum Thema Fundort und Herkunft findet ihr hier.


Ein besonderes Problem für die Zukunft ist ein Mega-Staudamm-Projekt der brasilianischen Regierung.
Für die nötige Stromversorgung des brasilianischen Staates wird der Rio Xingú zu einem Stausee
für die Stromgewinnung. Mit mehreren Staustufen wird der zur Zeit noch stark fließende Fluss zu einem
eher ruhigen See angestaut. Da der Rio Xingú zu einem Stausee umgebaut wird, ist nicht voraussehbar,
was mit den hier lebenden Welsarten passieren wird.


Hier eine Karte, wie die Stauseen nach der jetzigen Planung wohl entstehen werden.
Wenn man sich Deutschland als Größenvergleich ansieht, wird das Ausmaß dieses Bauprojektes deutlich.

Da die Aufstauung auf den Sauerstoffgehalt des Gewässers einen gravierenden Einfluss hat, sind die Folgen
gerade für die sauerstoffliebenden Arten wie die Harnischwelse höchstwahrscheinlich katastrophal.
Ein zu geringer Sauerstoffgehalt im Wasser wird aller Wahrscheinlichkeit nach zum Tod der Welse führen.
Zum Beispiel liegen die bisher einzig bekannten Fundorte des Hypancistrus zebraL 46“ alle in der sogenannten
Xingú-Schleife. Nach Angaben der Staudammplaner soll diese zur Trockenzeit weitestgehend auch
trocken gelegt werden, wobei das Wasser über zwei riesige Rohre von Altamira aus direkt in Richtung
Belo Monte geleitet wird, zu den Turbinen.
Da die meisten Welse auf Dauer eher schlecht auf dem Trockenen überleben, sehe ich kaum eine
Zukunft für den Hypancistrus zebra in seinen bisherigen Biotopen.
Direkt bei der Ortschaft Belo Monte ist das Herzstück des Staudammprojektes geplant.
Dies ist leider auch der Lebensraum der L 400. Ob vielleicht noch Populationen dieses Welses nach den Bauarbeiten und
der Wasserbelastung in den ersten Jahren überleben können, ist nur mit „kaum möglich“ zu bezeichnen.
Die verfaulenden Regenwaldgebiete, die dauerhaft überschwemmt werden, verursachen wohl eine so große Belastung
des Wassers, dass es für die standorttreuen Welse kaum eine Hoffnung gibt.
Andere Fische wie zum Beispiel Salmler oder Barsche können mit etwas Glück durch eine Abwanderung in die
Oberläufe der Zuflüsse vielleicht weiter existieren.
Nach den neuesten Nachrichten ist das gesamte Genehmigungsverfahren für dieses Megaprojekt abgeschlossen,
so dass mit dem Bau endgültig begonnen wird.

http://www.amazonas-magazin.de/AMAZO...nt.1873.0.html

Mega-Staudamm-Projekt

Mega-Staudamm-Projekt


Staatliches Zuchtprogramm: hier.



Modifikationen bei Baryancistrus chrysolomus "L 47"



Modifikationen bei Baryancistrus chrysolomus "L 47".


Zucht: Noch nicht nachgezogen worden.



Baryancistrus chrysolomus, L 47, Lúcia Rapp Py-Daniel, Jansen Zuanon and Renildo Ribeiro de Oliveira (2011)

Das Diskussionsforum zum Thema Welszucht findet ihr hier.



Baryancistrus chrysolomus, L 47, Lúcia Rapp Py-Daniel, Jansen Zuanon and Renildo Ribeiro de Oliveira (2011)


Weitere Informationen:



Modifikationen bei Baryancistrus chrysolomus "L 47"


Importsituation: Die Baryancistrus chrysolomus "L 47" dürfen aus Brasilien exportiert werden.
Die brasilianische Regierung regelt ihre Exporte von Zierfischen
über eine Positivliste. Diese wird von der IBAMA herausgegeben.
Es dürfen nur Zierfische exportiert werden, die auf der Liste geführt werden.
Bei einigen Arten, die unter verschiedenen Bezeichnungen gehandelt werden, sind die Farbvarianten oder
Fundortvarianten von der IBAMA nicht extra aufgeführt worden.
So kommt es auch vor, dass nicht extra aufgeführte Arten gehandelt werden, da sie als eine Variante
einer beschriebenen Art gelten. Hierbei sind aber die Grenzen leicht schwammig.

Bei schweren Verstößen gegen die Exportvorschriften hat die brasilianische Regierung schon
hohe Geldstrafen und auch Gefängnisstrafen verhängt.
Daher sind in den letzten Jahren die Exporte aus Brasilien stark zurückgegangen.
Neue Arten, die bei Aquarianern weltweit immer sehr begehrt waren, sind aus Brasilien eher nicht
mehr zu erwarten. Hier haben sich in den letzten Jahren andere südamerikanische Länder hervorgetan.



Bilder vergrößern sich durch Anklicken.


Ein Magnum Harnischwels aus dem Rio Xingú.




Wir bedanken uns für die Bilder bei André Werner und der Fa. Transfish. , bei R. Binninger,
Amazon-Aquatics, Anna Sophie, Enrico Richter, Udo Wanninger, Andreas Jekel (www.geophagus.de) und Ralf Heidemann.





Wer Informationen hat bezüglich Baryancistrus chrysolomus "L 47", die noch nicht
berücksichtigt wurden, kann sie gleich als Antwort unter diesen Datenbankeintrag setzen.
Bei der nächsten Bearbeitung dieses Eintrags wird dieses dann berücksichtigt.
Wir sind immer daran interessiert, gutes Bildmaterial für die Datenbank zu sammeln. Wer
diesbezüglich eigene Aufnahmen für die Datenbank hat und diese zur Verfügung stellt,
kann dies hier tun.
Schlüsselwörter: Baryancistrus chrysolomus Magnum L47 L047 Pará Para Xingú Xingu Iriri Curuá Curua Brasilien Hypostominae Ancistrini
Sortierung: 049
Größe min: 25
Beckengröße min: 150
Temperatur min: 26
Temperatur max: 30



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