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Di April 4, 2006
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Beschreibung:
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Gattung/Art: Hemiloricaria sp. "L 42"
Synonyme: Rineloricaria sp. “L 42”, Hemiloricaria sp. “Französisch Guyana“
Herkunft: Mana-Becken, Französisch Guyana
Vorgestellt: DATZ 8/1989
Die Original-Vorstellung dieses Welses in der Fachzeitschrift Datz als PDF.
Harnischwelse aus Französisch - Guyana (L 39 – L 45)
Größe: 10 - 12 cm
Wasserwerte:
T: 25 - 28°C
pH: 5 – 7
Empfohlene Beckengröße: ab 80 cm

Dieser Hemiloricaria sp. "L 42" stammt aus dem Crique Petit Laussat in Französisch Guyana.
Geschlechtsunterschiede: Die Männchen entwickeln einen Backenbart.
Männchen haben eine breitere Kopfform, bei den Weibchen ist der Kopf spitzer.
Bei geschlechtsreifen Tieren ist der Laichansatz bei den Weibchen gut zu erkennen.
Sozialverhalten: Wie im Allgemeinen bei Hexenwelsen üblich sind auch die Hemiloricaria sp. "L 42" sehr
ruhige und friedliche Vertreter im Aquarium.
Beckeneinrichtung: Die Hemiloricaria sp. "L 42" gehören zu der Gruppe der Hexenwelse, welche im Allgemeinen eher auf Sandbänken anzutreffen sind. Daher sollte auch ein L 42-Aquarium größere Sandflächen aufweisen.
Es sollte kein scharfkantiger Sand sein. Anbieten würden sich verschiedenste Flusssande, diese sind meist rundgeschliffen.
Die Beckengröße sollte mindestens 80 cm sein. Gerade die Bodenfläche sollte groß genug sein.
Einige Röhren oder auch überdachte Stellen in Form von Unterständen sind als Rückzugsorte sehr vorteilhaft.
Wurzeln und Steinaufbauten sind als Dekoration schön anzusehen, sind für diese Welse aber nicht nötig, obwohl sie gelegentlich diese auch mal als Ruhepositionen nutzen.
Nähere Informationen zum Thema Wurzeln findet ihr hier.
Aquarienpflanzen sind gern gesehen, da diese Welse ein Pflanzendickicht gerne als Versteck verwenden.
Näheres über Pflanzen in Welsbecken hier.
Das Diskussionsforum zum Thema Beckeinrichtung findet ihr hier.
Ein Fundort des Hemiloricaria sp. "L 42" ist der Crique Petit Laussat. Dieser ist eher ein
kleiner ruhiger Fluss mit bis zu 2 Metern Wassertiefe an der tiefsten Stelle. Die Strömungsgeschwindigkeit liegt bei
0,25 m/s. Bei Hochwasser ist die Strömung um etliches stärken und der Wasserstand kann auch schon mal bis zu
einem Meter höher sein. Der Crique Petit Laussat gehört zum La Mana Einzugsgebiet.
Die Hemiloricaria sp. "L 42" sind auf den flacheren Sandflächen anzutreffen mit einer Wassertiefe von gerade
mal 10 – 20 cm. Im Crique Petit Laussat sind Wasserpflanzen zu finden, sowie auch eine versteckreiche Uferbepflanzung.
Bei einer Fangreise von Ch. Samborski konnten am 06.02.2010 folgende Wasserwerte um 10 Uhr morgens gemessen werden: 29°C Lufttemperatur, 25,6°C Wassertemperatur, 8 ppm, pH 5,8 und 16 μS/cm. Die Wasserfarbe war leicht gelblich, aber transparent ohne Sedimente.
Haltung: Bei den Hemiloricaria sp. "L 42" ist die Haltung ebenso einfach wie bei vielen anderen
Hexenwelsen auch. Diese Welse benötigen keine starke Strömung, wohl aber ein leicht saures und keimarmes
Aquarienwasser. Um die Keimzahl gering zu halten, sollte ein häufiger und regelmäßiger Wasserwechsel durchgeführt werden. Die Filter können bei längerem Betrieb auch mal zur "Keimschleuder" werden. Daher sollten diese ebenfalls in regelmäßigen Abständen gereinigt werden.
Gerade Wildfänge sind bei erhöhter Wasserbelastung empfindlicher.
Im Allgemeinen haben die Fundorte von L 42 ein sehr weiches Wasser mit einem extrem niedrigen Leitwert.
Es hat sich aber in der Aquaristik gezeigt, dass diese Welse auch höhere Leitwerte ohne Probleme vertragen.
Bis zu einer GH von 10 ist die Haltung der L 42 in der Aquaristik schon fast als optimal zu bezeichnen.
Dies macht sie in der Aquarienhaltung zu recht einfachen Pfleglingen, da in den meisten Fällen das normale
Leitungswasser durchaus ausreichend ist.
Bei mir verhält es sich so, dass mein Leitungswasser mit etwa 7,2 pH aus der Leitung kommt, aber sich im Aquarium
von alleine auf ca. 6,5 – 6,8 pH einpendelt.
Bei der Fütterung sind die Hemiloricaria sp. "L 42" ebenso einfach wie bei den Wasserwerten.
Es werden nach einer kurzen Eingewöhnung meist verschiedenste Futtersorten angenommen.
Frostfutter in der entsprechenden Größe, wie Cyklops oder kleine Artemia, werden gern gefressen.
Aber auch Futtertabletten, Granulat- und Flockenfutter werden schnell angenommen.
Diese Hexenwelse ernähren sich hauptsächlich von tierischer Nahrung. Daher sollte man auch bei der Auswahl
des Trockenfutters darauf achten.
Bei neu erworbenen Wildfängen sollte man verschiedene Futtersorten anbieten, um das Eingewöhnen
zu erleichtern.
Das Diskussionsforum zum Thema Welsfutter findet ihr hier.
Vergesellschaftung: Für andere Fische stellt der Hemiloricaria sp. "L 42" in der Regel kein Problem da.
Es sollte eher darauf geachtet werden, dass keine Barsche, Barben oder ähnliches im Becken gepflegt werden, die diese ruhigen Harnischwelse beim Gründeln auf den Sandflächen "anknabbern" oder stark belästigen.
Ansonsten sind diese Welse in den als Gesellschaftsbecken bezeichneten Aquarien gut für die Haltung geeignet.
Ob die sonstigen Fische nun aus Südamerika oder Asien stammen, ist den Welsen eigentlich vollkommen egal.
Dies hängt eher von den Vorlieben des Halters ab. Nur die Ansprüche der Pfleglinge an die Wasserwerte sollten gleich sein.
Auch beim Hemiloricaria sp. "L 42" sollte keine zweite Art der selben Gattung im Becken gepflegt werden. Das Problem hierbei ist nicht, dass es zu Streitereien kommt, sondern eher, dass Hybriden (Kreuzungen) auftreten können. Unterschiedliche Gattungen können ansonsten zusammen gepflegt werden.
Sonstiges: Bei der Vorstellung in der Datz 8/1989 von Ernst von Drachenfels wurden diese Hexenwelse
als Rineloricaria-Art bezeichnet. Der Ichthyologe Isaäc J-H. Isbrücker erklärte die Gattung Hemiloricaria, die als
Synonym von Rineloricaria galt, wieder als gültig.
Hemiloricaria caracasensis stellt in dieser Gattung die Typusart dar.
Das Diskussionsforum zum Thema L-Welse findet ihr hier.
Zucht: Die Hemiloricaria sp. "L 42" wurden in der Aquaristik schon mehrfach vermehrt.
Bei der Zucht sollte auf weiches und auch leicht saures Wasser geachtet werden.
Es bietet sich an, hierbei ein Artbecken zu betreiben, da es so leichter ist die Alttiere anzufüttern.
Gerade zur Zucht sollte es mehr Frostfutter geben um Laich anzusetzen.
Durch verstärktes Wasserwechseln stimuliert, kann es dann gezielter zum Ablaichen kommen.
Abgelaicht wird in einer Röhre, die beidseitig offen ist, nicht wie bei vielen anderen Welsen in einer Höhle.
Die Röhre sollte auf die Größe der Tiere angepasst sein (ca. 2,5 cm Durchmesser).
Hierbei haben sich Tonröhren oftmals bewährt. Da sie rauer sind als zum Beispiel PVC-Rohre, haften die Eier wesentlich besser.
In der Datz-Vorstellung 8/1989 wurde von Nachzuchten in Bambusröhren berichtet.
Der L 42 hat Gelegegrößen von bis zu 100 grünlichen klebenden Eiern.
Nun wird das Gelege vom Männchen erbrütet. Männchen und Röhre mit Gelege können zusammen leicht in einen
Einhängekasten überführt werden. Dort kann man das Männchen nach dem Schlupf oder kurz vorher
einfach herausnehmen. Die Zeit bis zum Schlupf sollte laut Angaben in der Datz-Erstvorstellung bei 24°C etwa
12 Tage betragen. Bei höheren Temperaturen kann die Schlupfzeit sich auch um ein paar Tage verkürzen.
Im Einhängekasten sind die Jungtiere gezielter zu füttern und können beim Wachstum gut überwacht werden.
Der Aufzuchtbehälter sollte immer täglich gut gereinigt werden. Frisch erbrütete Artemia oder auch entkapselte
Artemiaeier haben sich als Erstfutter bei den meisten Aquarianern recht gut bewährt.
Das Diskussionsforum zum Thema Welszucht findet ihr hier.
Ähnliche Welse: Der Hemiloricaria lanceolata ist dem Hemiloricaria sp. "L 42" vom Aussehen
her sehr ähnlich. In der Färbung der Welse gibt es leichte Unterschiede. Gerade bei der Färbung der Eier sind zwischen den
beiden Arten Unterschiede offensichtlich. Die Eier der Hemiloricaria lanceolata sind gelblich, wohingegen die
Eier von den Hemiloricaria sp. "L 42" eher grünlich sind.
Importsituation: Diese Hexenwelse werden nicht all zu oft kommerziell vom Handel importiert.
Aber gerade in den letzten Jahren gibt es häufiger private Fischfangexpeditionen nach Französisch Guyana, das ja rechtlich zu Europa gehört.
Daher kommen gelegentlich Wildfänge zu uns nach Deutschland.
Zum anderen sind auch immer mal wieder Nachzuchten auf dem Markt zu finden.
Mit ein wenig Geduld und Suche ist es durchaus möglich, auch mal diese Hexenwelse im Handel oder
auf den privaten Tauschbörsen zu ergattern.
Wer interessantes Bildmaterial seiner Welse hat, kann es hier veröffentlichen.
Weitere Informationen :
Autor: Ralf Heidemann (Fischray)
Wir bedanken uns für die Bilder bei Jens Gottwald Aquatarium.de und Ch. Samborski .
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Die statistischen Daten sind von welse.ch!
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Wer Informationen hat bezüglich Hemiloricaria sp. "L 42", die noch nicht
berücksichtigt wurden, kann sie gleich als Antwort unter diesen Datenbankeintrag setzen.
Bei der nächsten Bearbeitung dieses Eintrags wird dieses dann berücksichtigt.
Wir sind immer daran interessiert, gutes Bildmaterial für die Datenbank zu sammeln. Wer
diesbezüglich eigene Aufnahmen für die Datenbank hat und diese zur Verfügung stellt,
kann dies hier tun.
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Schlüsselwörter:
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Hemiloricaria L42 L042 Französisch Guyana Loricariinae
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Sortierung:
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044
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Größe min:
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10
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Beckengröße min:
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80
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Temperatur min:
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25
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Temperatur max:
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28
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