L-Welse.com Forum
HomeForumL-Nummern, Zuchtberichte, Literatur, ...L-NummernC-NummernSystematik - Gattungen, Arten, ...Fachbegriffe und deren ErklärungGalerieLinks

Registrieren HilfeForenordnung Mitgliederliste Mitgliederkarte Kalender Suchen Heutige Beiträge Alle Foren als gelesen markieren

  Home · Suche · Mitglieder Liste · Registrieren  

Home » Loricariidae » Ancistrus « vorheriger Artikel  · nächster Artikel »

L 34 - Ancistrus ranunculus
Beiträge Gesehen Erstellungsdatum
0 18349 Di April 4, 2006
spacer
Empfohlen von durchschn. Bewertung
Keine Empfehlungen Nichts angezeigt
034bg.jpg


Großbild

Großbild

Großbild
1024_3636316x.jpg
Großbild
1024_6238623x.jpg
Großbild
1024_6436303x.jpg
Großbild

Beschreibung: Gattung/Art: Ancistrus ranunculus ( "L 34" ) Muller Rapp-Py-Daniel & Zuanon, 1994

Synonyme: Monster-Antennenwels, Drachenwels, Kaulquappenwels, Froschkopfwels

Herkunft: Rio Xingú, Pará, Brasilien

Vorgestellt: DATZ 7/1989

Die Original-Vorstellung dieses Welses in der Fachzeitschrift Datz als PDF.
Weitere Harnischwelse aus den südlichen Amazonaszuflüssen (L 28 – L 34)


Größe: 12 - 14 cm

Wasserwerte:
T: 26 - 30 °C
pH: 5,5 - 7,5
KH: 0 - 5 °dH
GH: 0 - 20 °dH

Empfohlene Beckengröße: ab 80 cm

Geschlechtsunterschiede: Männchen mit mehr Tentakeln auf der Schnauze, Weibchen max. 2 Tentakelreihen, Männchen längere Interopercularodontoden und längere Odontoden auf den Pectoralstacheln

Sozialverhalten: Relativ friedlicher Ancistrus, teilweise zu mehreren in einer Höhle. Anderen Beckenbewohnern gegenüber zurückhaltend.
Ancistrus ranunculus ist sicher einer der am schwierigsten einzugewöhnenden Loricariiden und Anfängern keinesfalls zu empfehlen. Die Tiere werden meist stark verwurmt importiert und sind schon stark geschwächt - Kauft man nach der Devise "Kaufe nichts, was eingefallene Bäuche hat" wird man wohl nie welche kaufen. Sehr viele überleben aufgrund dessen die ersten Wochen nicht. Ein weiteres Zeichen für einen schlechten Zustand sind weiße Flecken auf dem Rücken. Diese entstehen durch Streß (symmetrisch angeordnet auf dem Rücken) oder Schleimhautdefekte (auf dem ganzen Körper). Tiere in gesundem Zustand sind komplett schwarz ohne jegliche Flecken. Durch Odontoden auf allen Knochenplatten und Flossen kann ein schwacher rotbrauner Schimmer entstehen. Optimale Wasserbedingungen durch häufige Wasserwechsel und starke Filterung sowie gutes Futter sind anfangs essentiell. Sind die Tiere aber erst einmal "über den Berg", was man an gerundeten Bäuchen, fehlenden weißen Flecken und vermehrter Aktivität bemerkt, sind sie relativ robust. Laut Jinkins ( "Bristlenoses" ) ist A. ranunculus die Ancistrus-Art mit der am stärksten reduzierten Bezahnung (Praemaxilla 36 Zähne, Mandibula 34 Zähne; zum Vergleich: A. cirrhosus Praemaxilla 38 Zähne, Mandibula 43 Zähne), was für eine bevorzugt carnivore bzw. omnivore Ernährung sprechen würde. Dies entspricht meinen Beobachtungen. Salat, Broccoli und Rosenkohl werden ignoriert, Futtertabletten mit "Fleisch-" und Algenanteil dagegen sehr gut gefressen. Sehr gern genommen werden auch verschiedene Frost- und Lebendfuttersorten. (Rote Mückenlarven und Tubifex lehne ich aufgrund der Schadstoffbelastung grundsätzlich ab, Grindal und Enchytraeen sind wegen fehlender Ballaststoffe und hohem Fettgehalt mit Vorsicht zu genießen.) Die Art lebt sehr versteckt. Ihrer Körperform entsprechend sollte man sehr flache Höhlen aus Ton oder Schiefer anbieten.
Am Typusfundort wurden die Tiere in bis zu drei Meter (Trockenzeit) tiefem Wasser mit schwacher Strömung in Gesteinsspalten gefangen. Sie teilten sich die Höhlen mit Parancistrus sp. "L 332", Baryancistrus sp., Oligancistrus sp., verschiedenen Leporinus und Crenicichla. Hypancistrus zebra kommt ebenfalls syntop vor.

Etymologie:
ranunculus: Diminutionsform von "Rana",
lat.: Frosch, in Anspielung auf den Trivialnamen "Froschwels"
Ancistrus: griech. Widerhaken, namensgebend waren die Interopercularodontoden)
weitere Trivialnamen: Monster-Antennenwels, Drachenwels, Kaulquappenwels, Froschkopfwels

Zucht: "Ja". Laut Seidel und Jinkins (sowie Vires) schon nachgezogen, keine Unterschiede zu anderen Ancistrus. Stimulation durch Strömung, pH-Absenkung und eventuell Umsetzen.

Ähnliche Welse: , Ancistrus macrophthalmus ( "LDA 74" ), Ancistrus sp. "L 100", Ancistrus sp. "L 255"

Weiterführende Informationen: Welsatlas Bd. 2 S. 176, Miniatlas L-Welse S. 38, "Das Aquarium" 3/03 S. 15



Autor: Martin Grimm.

Wir bedanken uns für die Bilder 1 und 2 bei Mike Hemetsberger, für die die Bilder 3-6 bei Ralf Heidemann (Fischray) sowie bei farid.
Schlüsselwörter: Ancistrus ranunculus L34 L034 Pará Para Xingú Xingu Brasilien
Sortierung: 036
Größe min: 14
Beckengröße min: 80
Temperatur min: 26
Temperatur max: 30



Powered by: ReviewPost PHP vB3 Enhanced
Copyright 2003 All Enthusiast, Inc.


Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 23:15 Uhr.

Werbung
2. Internationale L-Wels-Tage


Powered by vBulletin® Version 3.6.8 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2012, Jelsoft Enterprises Ltd.
©2003 - 2010 L-Welse.com | Impressum